Überall einsetzbar: Felix Meyer erzielte zwei Tore.
Eine überraschend stabile und insgesamt gute Leistung lieferte die ersatzgeschwächte und extrem junge Uhlenhorster Mannschaft beim Turnier in Duisburg ab. Trotz der Ausfälle von neun möglichen Stammspielern gab es zwei 3:1-Siege gegen Bundesligist Düsseldorfer HC und Zweitligist Dürkheimer HC.
Mit Stralkowski, Rabente, Matania, Fürk und Rieger fehlten fünf Nationalspieler. Moritz Polk und Ole Keusgen waren ebenfalls nicht dabei. Mit Tim Welsch und Björn Brinkmann standen die beiden erfahrenen Keeper nicht zur Verfügung, so dass Youngster Fabian Breisig zwischen den Pfosten stand, der einen guten Eindruck hinterließ.
Insbesondere das erste Duell gegen Bundesliga-Schlusslicht Düsseldorf wusste zu Gefallen. War der Erstliga-Konkurrent schließlich beinahe in Bestbesetzung angetreten, hatte aber bis zur Schlussphase keine nennenswerte Chance. Die Uhlen standen und drückten bestens und erkonterten sich viele Chancen. Es dauerte aber bis zur 20. Minute ehe Benjamin Hinte die Führung erzielte, Jugendspieler Julian Stempher setzte einen schönen Stecher zum 2:0 in den Winkel. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Benjamin Becker auf 3:0. Die Uhlen ließen zwei Ecken und einen Siebenmeter liegen, der Düsseldorfer Jan Simon machte es am Ende besser und schoss eine Ecke zum 3:1 ein.
Match zwei verlief ganz ähnlich. Die Mülheimer waren vom Start weg dominant und verteidigten griffig. Zunächst blieben allerdings drei Ecken liegen, bevor Felix Meyer per Doppelschlag (darunter eine Ecke) das 2:0 vorlegte. Vier weitere Ecken später hatte Christopher Rühr sich endlich warm geschossen und erzielte das 3:0 per Schlenzer. Zwischendurch krachten jedoch zwei Ecken der Youngster Lukas Windfeder (aus der U16 mit dabei) und Christopher Rühr an die Latte – Pech.
Auch gegen Dürkheim fiel kurz vor Schluss das einzige Gegentor. Ein Sonntagsschuss, der noch von einem Mülheimer Verteidiger abgefälscht wurde, knallte unhaltbar in den Winkel.
"Viele junge Spieler haben sich hier in den Vordergrund gespielt. Till Brock hat für einen 16-Jährigen eine extrem coole Performance abgeliefert. Aber auch Etablierte wie Jan Fleckhaus oder Felix und Philip Meyer sind heute sehr dominant aufgetreten und haben ihre Führungsrolle angenommen. Trotz ganz neuer Defensiv-Taktik hat heute schon viel funktioniert und wir haben hier in den 100 Minuten wenig zugelassen", war Trainer André Henning zufrieden.
HTCU – DHC: 1:0 Hinte (20.), 2:0 Stempher (24.), 3:0 Becker (32.), 3:1 Simon (48./KE).
HTCU – Dürkheim: 1:0 F. Meyer (11.), 2:0 F. Meyer (19./KE), 3:0 Rühr (30./KE), 3:1 (42.).
HTCU: Breisig, Gehlen, F. Meyer, Kamphaus, Brock, Rieß, Fohrmann, P. Meyer, Otto, Nitschke, Windfeder, Fleckhaus, Becker, Hinte, Rühr, Stempher.
Der Titelverteidiger steht wieder zur Wahl: Jan Philipp Rabente wurde Vize-Weltmeister.
Viele herausragende Leistungen haben die Uhlenhorster Spieler und Teams im Jahr 2010 erbracht. Nun können Titel abgeräumt werden. Gesucht werden die Sportler des Jahres und die Mannschaft des Jahres. Alle Uhlen sind aufgerufen, ihre Stimme abzugeben, damit die Clubkameraden gewinnen.
Jan Philipp Rabente (Sportler des Jahres)
"Rabbi" wurd Vize-Weltmeister der Herren und war als Kapitän Leistungsträger im Bundesliga-Team
Benedikt Fürk (Sportler des Jahres)
"Bene" machte seine ersten Länderspiele im A-Kader, nahm an der Champions Trophy in Mönchengladbach teil und ist eine Stütze im Bundesliga-Team.
I. Herren (Mannschaft des Jahres)
Die Herren-Bundesliga-Mannschaft erlebte das erfolgreichste Jahr seit 1997: In der Halle und auf dem Feld wurde das DM-Halbfinale erreicht.
Männl. Jugend B (Jugendmannschaft des Jahres)
Die mJB erreichte bei der DM in Dürkheim Rang drei und wurde Westdeutscher Meister.
Knaben A (Jugendmannschaft des Jahres)
Souverän wurde die Westdeutsche Meisterschaft erreicht und damit die DM-Quali gesichert.
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Die Abstimmung geht nur noch bis zum 16. März!
„Der Karneval fällt diesmal flach“, sagt Thilo Stralkowski vom Bundesligisten HTC Uhlenhorst ohne Schmerz und Gefühl des Verlustes. Aus gutem Grund, denn der Stürmer und frischgebackene Hallen-Weltmeister ist an der Seite seiner Klubkollegen Jan-Philipp Rabente, Benedikt Fürk und Tobias Matania dazu auserkoren, mit dem Tross des Deutschen HockeyBundes am Rosenmontag auf große Reise zu gehen.
Mit dem Zentrallehrgang im südafrikanischen Bloemfontein (7. bis 17. März) starten die deutschen Hockeyherren in das so ereignisreiche Europameisterschaftsjahr 2011. Die kontinentalen Titelkämpfe finden vom 20. bis 28. August in Mönchengladbach statt und dienen gleichzeitig der Qualifikation für Olympia 2012 in London.
Zum Zentrallehrgang im sonnigen Südafrika, bei dem das Team um Bundestrainer Markus Weise die ersten Weichen für die Kaderentwicklung stellen und an den taktischen und spielerischen Grundlagen arbeiten will, sind 30 Spieler eingeladen. Debütanten im Kreise des A-Kaders sind der Frankfurter Niklas Grell, der 2009 mit der DHB-Auswahl Junioren-Weltmeister wurde, der Hamburger Tom Mieling sowie Patrick Hablawetz (Mannheim) und Thilo Stralkowski (Mülheim), die beide schon Hallen-Länderspiele für die DHB-Herren bestritten haben. In den Kader zurückgekehrt ist Rekord-Nationalspieler Matthias Witthaus (Mannheimer HC), der nach dem Gewinn der WM-Silbermedaille im März 2010 in Indien eine einjährige Auszeit genommen hatte.
Auf die Uhlenhorster wartet ein Rosenmontag ohne karnevalistische Berührungspunkte. Von Düsseldorf aus geht es mit dem Flieger nach Frankfurt, wo noch auf deutschem Boden der Einstieg in eine intensive Zeit erfolgt. „Am Olympiastützpunkt hat der Bundestrainer einen Laktat- und Sprinttest angesetzt. Am Abend geht es dann nach Johannesburg,“ sagt der künftige Verkehrspilot Stralkowski, der noch ein anderes Verkehrsmittel im Auge hat: „Die Busfahrt nach Bloemfontein dauert so um die viereinhalb Stunden.“ Es ist halt ein langer Weg bis Mönchengladbach.
Die Deutschen finden im fernen Afrika ideale Bedingungen vor. Das Leistungszentrum des südafrikanischen Verbandes bietet zwei Kunstrasenplätze, einen mit modernen Geräten ausgestatteten Kraftraum, ein Schwimmbad und im Vergleich zur kalten Heimat traumhafte klimatische Bedingungen. Aber auch jede Menge Arbeit. „Ich erwarte in Südafrika einen intensiven Wettstreit um einen Platz im EM-Team 2011,“ gibt Coach Weise die Richtung vor. Für die DHB-Herren sind die vier zum Pensum zählenden Länderspiele ein richtiger Segen. „Da freuen wir uns alle drauf, das machen wir viel lieber als Training“, sagt Stralkowski, der gute Karten beim Trainer haben dürfte, schließlich war es ja Weise, der dem Mülheimer Angreifer die Nationalmannschaft schmackhaft gemacht hat. Rabente besitzt ohnehin längst einen hohen Stellenwert in der DHB-Auslese und Fürk (in der Verteidigung ) und Matania (im zentralen Mittelfeld) sind mit ihren Fähigkeiten mehr als nur auf dem Sprung.
Bereits 2006 war Stralkowski vom damaligen Bundestrainer Bernhard Peters zum Lehrgang eingeladen worden, hatte den aber wegen der Abiturvorbereitung abgesagt. Künstlerpech! Damals gehörten zwei Safaris zum Angebot. Weise hat mit seinen Jungs indes ganz anderes vor und hält sie von Tieren in freier Wildbahn fern.
Dreifacher Torschütze: Johannes Schmitz.
Am Ende hatte es etwas von Eishockey, entsprechend sank die Qualität der technischen Fertigkeiten proportional zu den Temperaturen. Dennoch konnten die Herren des HTCU das erste Testspiel der Feld-Vorbereitung beim Bundesliga-Konkurrenten Düsseldorfer HC mit 4:2 (2:0) für sich entscheiden.
Gerade einmal zwei Einheiten hatten die Uhlen zuvor hinter sich gebracht. Das sah bei den Düsseldorfern ganz anders aus, die bereits einige Tests gegen holländische Hoofdklasse-Teams absolviert hatten. So war der Start in die Begegnung etwas holprig, auch weil mit Tim Welsch, Ole Keusgen, Niklas Rieger, Moritz Polk, Jan Fleckhaus, Christopher Rühr und Jan Nitschke eine ganze Reihe von Akteuren aus dem Vorjahres-Kader fehlten. So kam mit Till Brock ein Neuzugang aus der eigenen Jugend erstmals im Bundesliga-Team zum Einsatz. Zudem half Henning Hüttermann aus der U16 aus, auch um sich auf seinen Zentrallehrgang vorzubereiten.
Nach den etwas wackeligen Auftaktminuten fingen sich die Uhlen aber schnell, so dass Johannes Schmitz mit einem strammen Schuss die Führung erzielen konnte. Philip Meyer in seinem ersten Feld-Spiel seit Juni 2010 meldete sich eindrucksvoll zurück, als er einen von Benedikt Fürk vorgelegten Ball volley in die Maschen drosch. Doch im Laufe der ersten Halbzeit wurden eine ganze Reihe bester Chancen ausgelassen, so dass eine höhere Pausenführung ausblieb. Wobei Björn Brinkmann im Kasten der Uhlen zweimal eingreifen musste.
Nach dem Seitenwechsel änderte der HTCU die taktische Marschroute vom neuen Pressing in eine Halbfelddeckung, doch auch hier gab es noch einige Abstimmungsprobleme. Zwar gab es noch das 3:0 durch Tobias Matania, doch danach kamen die Düsseldorfer zu zwei Treffern, weil die Uhlen einige Lücken in der Deckung offenbarten. Johannes Schmitz, erneut mit feinem Schlag ins lange Eck, sorgte für den 4:2-Endstand.
Über Karneval stehen für die Herren nur ein Koordinationstest und eine Laufeinheit an. Am kommenden Samstag ist der HTCU dann beim Turnier im Club Raffelberg am Start. Gegner dort sind neben dem Gastgeber der Zweitligist Dürkheimer HC und der Düsseldorfer HC.
HTCU: Brinkmann, Gehlen, Kamphaus, F. Meyer, Fürk, Brock, Matania, Otto, P. Meyer, Rabente, Stralkowski, Schmitz, B. Becker, Hinte, Hüttermann.
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Tag |
Datum |
Anstoß |
Gegner |
Ort |
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Fr |
04.03. |
20.00 |
Düsseldorfer HC |
Düsseldorf, Am Seestern |
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Sa |
12.03. |
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Turnier beim Club Raffelberg |
Duisburg, Am Kalkweg |
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Di |
15.03. |
19.30 |
Schwarz-Weiss Neuss |
Mülheim, Waldstadion |
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Sa |
19.03. |
15.00 |
SC Frankfurt 1880 |
Mülheim, Waldstadion |
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So |
20.03. |
12.00 |
Turnier mit Rüsselsheimer RK und dem Gladbacher HTC |
Mülheim, Waldstadion |
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Di |
22.03. |
20.30 |
HC Bloemendaal |
Bloemendaal, NED |
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Fr |
25.03. |
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Sparkassen-Cup |
Mülheim, Waldstadion |
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Sa |
26.03. |
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Sparkassen-Cup |
Mülheim, Waldstadion |
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So |
27.03. |
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Sparkassen-Cup |
Mülheim, Waldstadion |
„Das ist der helle Wahnsinn!“ Thilo Stralkowski vom Bundesligisten HTC Uhlenhorst konnte sein Glück nicht fassen. Der Weltmeisterschaftsdebütant feierte am Sonntag mit dem 3:2 (2:2, 1:2)-Finalsieg nach Golden Goal in Poznan gegen Gastgeber Polen mit der deutschen Nationalmannschaft auf Anhieb den Gewinn des WM-Titels. Der 23-jährige Stürmer und bester Torschütze im DHB-Team ist damit der erste Indoor-Champion aus den Reihen des HTCU.
„Die Stimmung war unglaublich“, blickte das Eigengewächs des HTC Uhlenhorst auf ein Match zurück, das alles beinhaltete, was Hallenhockey zum Hingucker macht. In der mit 4000 Zuschauern restlos ausverkauften Messehalle in Poznan war die Dramatik nicht mehr zu überbieten, die DHB-Elite von Bundestrainer Markus Weise behielt im Hexenkessel aber die Nerven und holte sich ihren dritten Hallenhockey-Weltmeistertitel in Folge.
Das Team von Bundestrainer Markus Weise rannte trotz gefühlter Chancen-Überlegenheit von 10:1 bis Mitte der zweiten Halbzeit einem Rückstand hinterher. Dann schoss der Krefelder Oskar Deecke den Titelverteidiger mit dem längst überfälligen 2:2 in die Verlängerung. Matthias Witthaus hatte zuvor für das zwischenzeitliche 1:2 gesorgt. In der Overtime erzielte schließlich der Kölner Benjamin Wess kurz vor Ende der ersten Halbzeit das Golden Goal zum verdienten 3:2-Erfolg der deutschen Mannschaft.
Für den Mülheimer wurde im Nachbarland ein Traum wahr: „Unser Betreuer hat uns in der Kabine gleich mit Dosenbier versorgt, am Abend wird dann bei der Players-Party weitergefeiert. Gegen die Polen haben wir uns zunächst schwer getan, haben dann aber noch den Ausgleich geschafft. In der Verlängerung waren wir dann am Drücker. Aber das Spiel war schon eine ganz enge Kiste.“ Um ein Haar wäre Stralkowski auch WM-Torschützenkönig geworden. Mit 15 Treffern belegt er hinter Robert Tigges (16) aus den Niederlanden und vor seinem Kollegen Oskar Deecke (14) Platz zwei. „Gegen Namibia hatte ich einen Pfostentreffer und am Samstag gegen Russland hätte ich auch ein Tor machen können. Das wäre die Krönung gewesen, aber angesichts des Titelgewinns lässt sich das gut verschmerzen. Ich freue mich einfach riesig über meinen Supereinstand bei der WM!“
Stralkowski und Co. hatten sich am Samstag mit einer souveränen Darbietung den Weg ins Endspiel gebahnt. Gegen Russland gelang nicht nur die Revanche für das 2008 verlorene EM-Finale, mit 10:0 (7:0) wurde den Ex-Europameistern nach allen Regeln der Kunst eine Lehrstunde erteilt. Thilo Stralkowski, der Krefelder Oskar Deecke (je 3), Christopher Zeller (Rot-Weiss Köln), Florian Woesch (Nürnberger HTC), Benjamin Wess (Rot-Weiß Köln) und Matthias Witthaus (Mannheimer HC) erzielten die Tore.
www.derwesten.de - WAZ Mülheim - Autor: Gerd Böttner
EMPFANG FÜR DEN WELTMEISTER:
Ab 20 Uhr gibt es eine kleine WM-Feier mit Thilo im Clubhaus. Alle Fans, Freunde und Mitglieder sind herzlich eingeladen.
Beim Hockey-Bundesligisten HTC Uhlenhorst gilt er längst als feste und unverzichtbare Größe. Jetzt ist Thilo Stralkowski bereit, sich gewinnbringend in den Kreis der DHB-Elite einzubringen. Über die Metropole Berlin nimmt der „Uhlen“-Stürmer Kurs auf die Hallen-Weltmeisterschaft vom 8. bis 13. Februar im polnischen Poznan, wo er seinen Einstand im A-Kader geben will.
Beim Mülheimer Topklub zeichnen den 23-jährigen angehenden Piloten Spielwitz, Raffinesse, drangvolle Offensive und unermüdliche Zielstrebigkeit aus. Zielstrebig beweist er sich auch bei der am Freitag startenden Winterreise. „Den Koffer habe ich schon für mehr als nur drei Tage gepackt“, heißt es mit Herzklopfen, aber auch mit großer Zuversicht. Natürlich, Stralkowski fährt nicht nach Berlin, um direkt wieder das Ticket für die Rückreise zu lösen. Es gibt nur eine Richtung und die heißt Polen.
Für den vorgeschalteten Lehrgang von Freitag bis Sonntagmittag in der Metropole (mit zum Paket gehören zwei Testspiele gegen eine lokale Auswahl) hat Bundestrainer Markus Weise 16 Topspieler von Matthias Witthaus (314 Länderspiele) über Christopher Zeller (151) bis hin zum amtierenden „Hockeyspieler des Jahres“, Tobias Hauke (133), eingeladen. Am Ende der Maßnahme werden drei Feldspieler und ein Torhüter gestrichen. Dann geht es im Zwölferpack weiter nach Poznan, wo die deutsche Auslese bei der 3. Hallen-WM in ihrer schweren Gruppe auf Namibia, die Niederlande, Kanada, Australien und den Gastgeber trifft.
Der Mülheimer ist guter Dinge, zu den Auserwählten zu zählen. „Natürlich bin ich aufgeregt, aber ich freue mich riesig. Bei der Vorbereitung in Berlin werde ich aber noch einmal richtig Gas geben müssen,“ so der HTCU-Akteur, der seinen letzten internationalen Einsatz im Sommer 2008 bei der U21-EM im spanischen San Sebastian bestritten hat.
Dass Stralkowski aller Voraussicht nach mit dem Polen-Ticket ausgestattet wird, liegt auf der Hand. Auf dem Feld und in der Halle zählt er zu den auffälligsten und wirkungsvollsten Akteuren, was jüngst von ausgesuchter und fachlicher Kompetenz gewürdigt wurde. Bei der Wahl zum „Hockeyspieler des Jahres“ bildeten erstmals die Trainer und Kapitäne der Bundesligavereine sowie Markus Weise und U21-Trainer Jamilon Lorenzo Mülders das Gremium - und riefen den Mülheimer zur Nummer zwei aus. Wohlgemerkt als Spieler, der nicht im Nationalteam stand. Ehre, wem Ehre gebührt!
Polen, wo die Deutschen nach dem dritten Titel in Folge greifen, soll für Thilo Stralkowski der Beginn einer regen Reisetätigkeit werden. Im März steht der Zentrallehrgang in Südafrika an und 2012 soll es nach England gehen. „Denn die Olympischen Spiele sind mein großer Traum.“
Bester Torschütze und bester Mülheimer Spieler: Thilo Stralkowski.
Tiefer Frust und große Enttäuschung beim HTC Uhlenhorst. Das Saisonziel, Teilnahme an den Play-Offs wurde verpasst. Verpasst durch eine 5:11-Niederlage beim Crefelder HTC, der wiederum durch
diesen Sieg die Uhlen vom 2. Tabellenplatz verdrängte.
Bis zur Halbzeit sah es in Krefeld für die Uhlen noch gut aus. Nach je zwei Toren von Johannes Schmitz und Thilo Stralkowski gingen die Uhlen mit 4:2 zum Pausentee. Doch danach lief nichts mehr.
„Das war die schlechteste Halbzeit während der gesamten Hallensaison.“ kam es frustiert aus dem Munde von Trainer André Henning. Gerade ihm war es in der Vergangenheit immer gelungen, in der
Halbzeit seine Mannen neu zu motivieren und auf Fahrt zu bringen. Anders im alles entscheidenden Spiel. Nichts lief mehr, nichts klappte mehr. Teammanager Horst Stralkowski dazu: „Die haben sich
den Schneid abkaufen lassen von den routinierten Krefeldern. Daran müssen wir arbeiten.“ Die Krefelder zogen durch vier Tore in Folge bis auf 6:4 davon. Lediglich Thilo Stralkowski schaffte noch
einmal kurze Hoffnung durch sein Anschlusstor. Doch dabei sollte es bleiben. Es folgte die Ein-Mann-Show des Oscar Deecke. Er erzielte vier Treffer in Folge zum 11:5-Sieg für den Crefelder
HTC.
Im letzten Spiel der Saison siegte der HTC Uhlenhorst vor nur noch 100 Zuschauern in der Harbecke-Halle mit13:3 über die DS Düsseldorf. Die allerdings waren kein ernsthafter Gegner. Die Uhlen,
denen man einerseits den Frust anmerkte, die andererseits trotz fehlender Motivation aber immer noch stark genug waren um den Gegner in Schach zu halten und locker den Sieg herauszuspielen. Die
Tore verteilen sich auf Johannes Schmitz (4 Tore), Thilo Stralkowski, Niklas Rieger und Christopher Rühr (je 2 T) sowie Tobias Matania, Philipp Meyer und Ole Keusgen die je einmal trafen.
Resümee von Trainer André Henning: „Wer in vier Spielen gegen RW Köln und den Crefelder HTC nur zwei Punkte holt (Heimsieg gegen Krefeld), hat es auch nicht verdient in die Play-Offs zu kommen.
Das ist für unseren Anspruch viel zu wenig und zu wenig um die Endrunde zu erreichen.“
Jetzt ist erst einmal bis Ende Februar Hockeypause. Danach nehmen die Uhlen das Training wieder auf für die Feldsaison. Gleich am ersten Spieltag, am 2. April kommt es dann zum Knaller gegen RW
Köln.
Abschlusstabelle
1. RW Köln 17:51 28
2. Crefeld. HTC 92:59 22
3. Uhlenh. MH 97:61 21
4. D’dorfer HC 68:80 9
5. SW Neuss 58:108 9
6. DSD D’dorf 38:111 0
Autor: Heinz Haas, lokalkompass.de
Moritz Polk trug eine Gehirnerschütterung davon.
Es sollte das Ticket für das Viertelfinale gegen Mannheim sein, doch es kam zum ganz bösen Erwachen. Die 5:11-Niederlage des Hallenhockey-Bundesligisten HTC Uhlenhorst am Samstag beim Nachbarn Crefelder HTC kam einer Demütigung gleich.
Die „Uhlen“ belegen hinter Rot-Weiss Köln und eben diesem in der zweiten Halbzeit furios durchgestarteten CHTC in der Schlusstabelle den dritten Platz und müssen die Hallentür früher abschließen als allgemein erwartet und geplant.
Dafür, dass den HTCU im Endspiel um Platz zwei dieser kapitale Schiffbruch ereilen würde, gab es in Halbzeit eins nicht einen Hinweis. Die Mülheimer, bei denen Kapitän Jan Philipp aufgrund einer Zerrung im Hüftbeuger früh aus dem Spiel musste, waren die klar bessere Mannschaft, agierten kompakt und konzentriert, wussten ihre Dominanz aber (wie schon jüngst gegen Rot-Weiss Köln) nicht in mehr Tore umzumünzen. „Das war der Knackpunkt, denn wir hätten zur Halbzeit mit vier oder fünf Toren Vorsprung führen müssen. Zudem ist uns von den Schiedsrichtern ein klarer Siebenmeter verweigert worden. Das war eine von vielen krassen Fehlentscheidungen gegen uns“, haderte später HTCU-Trainer André Henning. Wie auch immer, die Gäste waren vor dem bis dahin betont ruhigen Krefelder Zuschauern zielstrebig auf Viertelfinalkurs.
Umso unverständlicher und haarsträubender geriet aus Mülheimer Sicht der zweite Akt, an dem HTCU-Manager Horst Stralkowski nach eigenem Bekunden noch Wochen zu nagen hat. Von dem, was die jungen „Uhlen“, die in der Seidenstadt ohne den grippekranken Leistungsträger Jan Gehlen antreten mussten, zuvor ausgezeichnet hatte, war rein nichts mehr zu sehen. Keine Spur von Körpersprache (sieht man einmal von Thilo Stralkowski, Ole Keusgen und mit Abstrichen Tobias Matania ab), dafür Unordnung und Hektik pur. Ohne jeden Grund wurde aus dem zuvor intakten Team ein wilder Hühnerhaufen. „Wir sind physisch und psychisch total eingebrochen und waren nicht mehr in der Lage, diesen Bruch zu stoppen. Unverständlicherweise haben wir unser Konzept, ruhig zu spielen und kompakt zu stehen, nicht mehr eingehalten. Natürlich haben uns die schnellen Gegentore nicht gut getan“, so Henning. Der Ausgleich zum 4:4 verweist ohne Umschweife darauf, dass sich alles gegen die freilich völlig aus der Spur geratenen Mülheimer verschworen hatte. Bei der kurzen Ecke traf der sechsmalige Torschütze Oskar Deecke den Kopf von Moritz Polk. Weil der auf der Torlinie abwehrte, gab es Siebenmeter, für den schwer getroffenen Polk war die Partie zu Ende.
Hoffnung kam noch einmal auf, als Stralkowski auf 5:6 verkürzte. Ein kurzes Lebenszeichen, der Rest der Begegnung wurde für den HTCU zur bitteren Bestrafung. Und als der unaufhaltsame Deecke die Schlussakkorde anstimmte, standen nach Gelb für Rabente und Fürk sowie Rot für Henning nur noch zwei Uhlenhorster Feldspieler auf dem Parkett. Fürwahr ein Bild des Jammers am Tag, an dem der HTC Uhlenhorst unversehens ins Debakel stürzte.
Tags darauf siegte der HTCU gegen DSD Düsseldorf mit 13:3. Die Tore erzielten: Schmitz (4), Rühr (2), Rieger (2), Stralkowski (2), Matania, Meyer, Keusgen.
WAZ Mülheim, Autor: Gerd Böttner
Erfolgreicher hätte für Thilo Stralkowski vom Hockey-Bundesligisten HTC Uhlenhorst der Jahreswechsel nicht verlaufen können.
Bei der Wahl zum „Hockeyspieler des Jahres“ belegte der Offensivspieler hinter Tobias Hauke (Harvestehuder THC) den zweiten Platz. „Das kommt völlig überraschend, aber umso mehr freue ich mich über diese Auszeichnung“, so das Uhlenhorster Urgestein.
Zum 15. Mal wurden die „Hockeyspieler des Jahres“ gewählt. Die Wahl wurde erstmals in neuer Form durchgeführt. Die Kapitäne und Trainer der 24 Mannschaften der 1. Bundesligen sowie die Bundestrainer (A-Kader und U21) konnten jeweils fünf Spieler benennen, von denen der Erstgenannte fünf Punkte und der Letztgenannte einen Punkt erhielt. Hierbei vereinigte Hauke mit großem Abstand die meisten Stimmen auf sich.
Größte Besonderheit ist, dass mit Thilo Stralkowski ein Spieler auf Platz zwei landete, der aufgrund seiner Ausbildung nicht in der Nationalmannschaft spielt. Was sich aber jetzt ändern wird, denn die DHB-Auswahl nimmt mit dem Mülheimer Kurs auf Olympia 2012 in London. Ansonsten landeten ausschließlich aktuelle A-Kaderspieler in den „Top Ten“.
Wertungen „Spieler des Jahres 2010“ (Top 5): 1. Tobias Hauke (2, 1, 4, 1, 1, 1, 1, 2, 5, 2, 1, 1, 2, 1, 3) 62 Punkte (15 Stimmen, 8x an 1), 2. Thilo Stralkowski (3, 2, 4, 2, 1, 1, 2, 4, 3) 32 Punkte (9 Stimmen, 2x an 1), 3. Moritz Fürste (5, 5, 4, 2, 1, 4, 1, 2, 2) 28 Punkte (9 Stimmen, 2x an 1), 4. Max Müller (3, 4, 3, 4, 1, 3, 4) 20 Punkte (7 Stimmen, 1x an 1), 5. Florian Fuchs (2, 2, 3, 4, 2) 17 Punkte (5 Stimmen), 5. Martin Häner (3, 3, 3, 4, 5, 1) 17 Punkte (6 Stimmen, 1x an 1), 5. Matthias Witthaus (3, 2, 2, 1, 5) 17 Punkte (5 Stimmen, 1x an 1).
Auch weitere Uhlen bekamen Stimmen: Jan Philipp Rabente wurde Zehnter; Benedikt Fürk, Tobias Matania und Jan Gehlen landeten unter den Top 20.
Quelle: Derwesten.de
Überragende Leistung mit vier Treffern: Thilo Stralkowski.
Es kam so, wie es kommen musste, denn das Beste kam tatsächlich zum Schluss. Nur mit dem falschen Ergebnis, denn aus Uhlenhorster Sicht lastet auf den Spielen gegen Köln ein böser Fluch.
In einem mitreißenden Match scheiterten die über weite Strecken spielbestimmenden und leidenschaftlichen Uhlenhorster an ihrer Chancenverwertung, verloren völlig unverdient mit 7:8 (5:3) und verpassten pechbeladen den Sprung an die Tabellenspitze.
Nein, die Mannschaften hüben wie drüben sind einfach zu stark, zu ambitioniert und zu erfolgsorientiert, um sich mit langen Vorreden und abwartendem Geplänkel aufzuhalten. Es ging darum, die Frage zu beantworten, wer zum Jahreswechsel der Beste im Westen ist. Und deshalb nahm die mit heißem Herzen geführte Partie auch ohne Umschweife Tempo auf. Die Eröffnungsphase war geprägt von Treffern im Minutentakt. Thilo Stralkowski brachte die „Uhlen“ in Führung, er sollte sich an diesem mit purer Unterhaltung angefüllten Abend nicht zum letzten Mal zu Wort gemeldet haben. Die kölsche Antwort kam postwendend und in Person von Christopher Zeller. Ein Tor mit dem Etikett Geniestreich, der Nationalspieler zählt halt weltweit zu den allerbesten Stürmern. Und als Christoph Menke nach Stralkowskis zweitem Tor für den erneuten Ausgleich sorgte, waren nach sieben Minuten bereits vier Tore gefallen. Die auf höchstem Niveau spielenden und einfach besseren Mülheimer ließen sich auch nicht von der Führung der Gäste durch Christopher Zeller vom Weg abbringen. Sie gaben ihre Antwort mit dem Mittel kurze Ecke. Zweimal Stralkowski und dann Ole Keusgen ließen den HTCU mit Präzision wegziehen. RWK-Torwart Max Weinhold verhinderte in der 27. Minute gegen Moritz Polk gar das 3:6, dafür klärte in der Schlussminute der ersten Halbzeit Jan Gehlen vor dem einschussbereiten Fabian Bauwens-Adenauer. Es war eben ein Match mit dem ganz großen Unterhaltungswert.
Und das blieb es auch - dank des HTCU, der aus der Kabine kam und ein Feuerwerk abbrannte. Stralkowski scheiterte in der 34. Minute zweimal, danach in Minute 35 mit einer kurzen Ecke und drei Minuten später am glänzenden Torwart Max Weinhold. Kurz danach schoss Keusgen seinen Siebenmeter knapp am Tor vorbei. Die 650 Zuschauer gingen begeistert mit, sie konnten es aber auch nicht fassen, als Philipp Zeller wie aus dem Nichts den Anschlusstreffer erzielte.
Und es ging weiter mit den Mülheimer Großchancen. Kapitän Jan-Philipp Rabente scheiterte beim nächsten Siebenmeter an Weinhold, Tobias Matania verpasste um Zentimeter das Ziel, dafür machte Christoph Menke den Ausgleich. Nun ging es hin und her, 36 Sekunden vor dem Ende schoss Tibor Weißenborn für angezockten Kölner den Siegtreffer. Welch ein bitterer Jahresabschluss für den HTCU!
Moritz Polk erzielte drei herrliche Treffer in Düsseldorf.
Nach dem Sturm und Drang am Freitag gegen Neuss kam Hallenhockey-Bundesligist HTC Uhlenhorst unversehens gehörig ins Schwitzen. Der 10:9 (5:4)-Zittersieg am Sonntag beim Düsseldorfer HC bedeutete die Punktlandung schlechthin.
Der eigenen Maßarbeit in der Landeshauptstadt folgte die frohe Kunde aus der Domstadt. Nach dem 8:8 zwischen Rot-Weiss und dem Crefelder HTC beträgt der Rückstand auf die Kölner nur noch ein Pünktchen. Für das Gipfeltreffen am kommenden Freitag in der Harbecke-Sporthalle ist der Teppich folglich bereits ausgerollt.
Die Chance, mit dem Schub des Heimvorteils an Timo Weß und Co. vorbeizuziehen, musste sich ein schwächelnder HTCU (fast die Hälfte der Mülheimer Mannschaft lief nach der Gala gegen Neuss konsequent ihrer Normalform hinterher) mit harter Arbeit und mit Glück erarbeiten. Vielleicht war ja bereits der kurzfristige Ausfall von Jan Gehlen (Magen-Darm-Infekt) ein Fingerzeig für diesen Tag.
Bereits der Start misslang. Die betont tief stehenden und mit einem krassen Fünferwürfel agierenden Düsseldorfer gingen schnell mit 2:0 in Führung. Die „Uhlen“ waren nun gefordert und gaben ihre Antwort. Nach Treffern von Thilo Stralkowski durch eine kurze Ecke (dass nur eine von sechs ins Ziel fand, markierte eine weitere Schwäche an diesem Tag) und zweimal Moritz Polk war die erste Führung amtlich. Doch abschütteln ließ sich der exzellente Konter fahrende DHC, der freilich dazu auch herzlich eingeladen wurde, fortan nicht. Die Mülheimer führten mit 6:4 (die Düsseldorfer machten daraus ein 6:6) und später mit 8:6 (was der DHC wiederum mit dem Ausgleich beantwortete). Die Entscheidung in diesem ganz engen Match fiel erst ganz spät, als Johannes Schmitz in der 56. Minute auf 10:8 erhöhte. Die Gastgeber kamen zwar noch einmal durch Deniz Kocak heran, hatten dann aber Pech, als ihnen der junge HTCU-Torwart Fabian Breisig in der Schlussminute im Weg stand.
„Über ein Remis hätte wir uns nicht beschweren dürfen“ atmete HTCU-Trainer André Henning nach der Punktlandung tief durch. „Für unsere Verhältnisse haben wir heute unglaublich viele Fehler gemacht. Die Düsseldorfer haben in der Abwehr sehr gut gestanden, daran haben wir uns die Zähne ausgebissen. Bei den Düsseldorfer Kontern haben wir uns nicht geschickt angestellt, da waren wir viel zu lahm. Nach einem engen Spiel, in dem wir durch die Hölle gegangen sind, hatten wir ein Erfolgserlebnis. Das ist sehr zufriedenstellend.“
HTCU: Breisig, Brinkmann; Rabente, Fürk, Matania (2), Otto, Keusgen, Stralkowski (3), Schmitz (2), Rühr, Polk (3).
WAZ Mülheim/derwesten.de/Autor: Gerd Böttner
Grund zum Jubeln hatten Thilo Stralkowski, Jan Philipp Rabente und Jannik Otto (v. li.). Foto: C. Windfeder
Vierfacher Torschütze: Thilo Stralkowski.
Für den HTC Uhlenhorst war es Einseitigkeit in ihrer schönsten Form. Für die Schwarz-Weißen aus Neuss bedeutete dieses Match derweil den Generalangriff auf ihre Leidensfähigkeit.
Beim 15:3-Kantersieg kamen die „Uhlen“ gestern Abend in der Harbecke-Sporthalle wie ein Strafgericht über die bedauernswerten Gäste.
Irgendwelche Befürchtungen, dass bei den Mülheimern nach dem Wochenende der Spitzenspiele die Konzentration nicht im gewünschten Bereich angesiedelt ist, verflüchtigten sich vor 300 Zuschauern direkt mit dem Anstoß. Ohne Torwart Tim Welsch, bei dem nach der Belastung gegen Krefeld und Köln wieder Bandscheibenprobleme aufgetreten sind, machten sich die „Uhlen“ mit dem gebotenen Ernst und Tempo an ihre Arbeit. Nach dem frühen 3:0 durch Jannik Otto (2) und Kapitän Jan Philipp Rabente war unstrittig, in welche Richtung der Express rasen sollte. Selbst unerwünschte Begleitumstände brachten die Gastgeber nicht aus dem Takt. Thilo Stralkowski (blutender Finger) und Jan Gehlen (dicke Beule an der Stirn) mussten sich kurz behandeln lassen, um dann wieder gewinnbringend einzugreifen.
Bis zur Halbzeitpause blieb es bei der grundsätzlichen Einseitigkeit und dem Einbahnstraßenspiel Marke HTCU. Und oftmals gerieten die Aktionen so temporeich, dass sie bei den überforderten Gästen unweigerlich Schwindelgefühle auslösen mussten.
Nach einem Findungsprozess in den ersten Minuten der zweiten Halbzeit nahmen die Uhlenhorster wieder Fahrt auf. Die unaufhaltsame Erlebnisreise ging bis zum 15:2, dass ihnen der letzte Treffer an diesem unterhaltsamen Abend vorbehalten war, konnte für die Schwarz-Weißen nun wirklich kein Trost sein.
Ein Sonderlob gab es von HTCU-Manager Horst Stralkowski für den jungen Torhüter Fabian Breisig: „Das war eine faszinierende Leistung. Dabei ist es für ihn im Wechselspiel mit Tim Welsch gar nicht so leicht. Hut ab vor seiner Ruhe und seiner Ausgeglichenheit.“
HTCU: Breisig, Brinkmann; Rabente (4), Fürk (1), Matania, Gehlen, Otto (2), Keusgen (1), Stralkowski (4), Schmitz (1), Rühr, Polk (2).
WAZ Mülheim/derwesten.de/Autor: Gerd Böttner
Großartige Bilder zum Spiel von Christian Windfeder gibt es auf der Club-Homepage: www.htc-uhlenhorst.de
Youngster Fabian Breisig überzeugte einmal mehr im Tor. Foto: C. Windfeder
Starke Vorstellung auf neuer Position: Tobias Matania.
Wieder ganz nah dran, aber auch wieder nur um Haaresbreite gescheitert. Bei der 6:8-Niederlage des Hallenhockey-Bundesligisten HTC Uhlenhorst in der Domstadt hieß es einmal mehr Vorteil Rot-Weiss Köln.
Pünktlich zum Westgipfel hatte sich der HTCU mit der breiten Brust ausgestattet. Der Erfolg am Freitag gegen den Crefelder HTC bedeutete den ultimativen Kick für die Aufgabenstellung bei der rheinischen Winterreise. Wie breit die Mülheimer Brust an diesem Tag war, bekamen die Gastgeber alsbald zu spüren. Die „Uhlen“ machten sich mit der gebotenen Konzentration und Abwehrkraft an die Arbeit. Thilo Stralkowski, der Mann und Spezialist für die kurzen Ecken, griff bereits bei der ersten Gelegenheit zu, mit dem Kölner Christopher Zeller gab ein weiterer Experte die direkte Antwort. Postwendend legte Johannes Schmitz mit dem 2:1 nach und öffnete damit die Tür zur Mülheimer Hoheit. Bis zum 3:1 durch Benedikt Fürk waren die Gäste das bessere Team, mit geschickterem und konstruktiverem Handeln in der Offensive wäre in dieser Phase mehr Beute zu machen gewesen.
Den folgenden Hänger der „Uhlen“ nutzten die mit aller Cleverness ausgestatteten Kölner mit der der aktuellen Wetterlage angepassten Kälte. Fabian Bauwens-Adenauer und erneut Christopher Zeller glichen aus, sorgten bei den Mülheimern aber nicht für den Schockzustand. Nach einer Auszeit waren sie wieder in der Spur und begaben sich nach einem Stecher von Fürk in den Winkel mit der redlich verdienten Führung in die Kabine.
Die Partie blieb auch in den zweiten 30 Minuten der definitive Hingucker. Aus Mülheimer Sicht hingegen mit dem Nachteil, dass die Rot-Weissen nun einen Tick mehr am Drücker waren. Bis zur ersten Führung durch Daniel Montag dauerte es indes bis zur 46. Minute. Was folgte, war Uhlenhorster Pech. Stralkowski und Schmitz (kurze Ecke) trafen jeweils nur den Pfosten, der mögliche Ausgleich blieb aus. Eben Pech! Aber auch diese Aussage von André Henning: „In der Zukunft müssen wir uns in der Offensive mehr einfallen lassen.“
Die letzten Minuten bedeuteten noch einmal Nervenkitzel pur und bestätigten das hochklassige Meeting am Olympiaweg. Wiederum Daniel Montag trat zum 7:5, Stralkowski gab die Antwort in Form einer kurzen Ecke. Und als der erneut exzellente Tim Welsch das Feld verlassen hatte, rollte der Ball Sekunden vor dem Ende ins leere Tor. „Die Partei hätte auch in die andere Richtung gehen können. Das war unser bislang bestes Spiel, die Entwicklungskurve geht weiter nach oben“, meinte der nur wegen des Resultats enttäuschte Trainer.
Derwesten.de - Autor: Gerd Böttner
Man of the match: Tim Welsch feierte ein eindrucksvolles Comeback.
Hallenhockey-Bundesligist HTC Uhlenhorst hat auf dem Weg zum Viertelfinale die hohe Hürde Crefelder HTC genommen. Nach dem 9:6-Erfolg in der RWE-Sporthalle fahren die Mülheimer am Sonntag mit breiter Brust zum Gipfeltreffen nach Köln.
Vor dem Westklassiker im Ausweichquartier der „Uhlen“ gab es frohe Kunde. Nach gravierenden Bandscheibenproblemen und intensiver Aufbauarbeit meldete sich Stammtorhüter Tim Welsch pünktlich zur ersten Standortbestimmung in der Hallensaison zurück. Es sollte auf Anhieb das Match des Routiners zwischen den Pfosten werden.
Überhaupt war es zunächst das Spiel der Hausherren, die den 400 Zuschauern in der Anfangsphase gute Unterhaltung ans Herz legten. Die frühe Führung durch Johannes Schmitz beantwortete Oskar Deecke zwar ebenso flink mit einer höchst zweifelhaften kurzen Ecke, doch dann machte sich der HTCU auf und davon. Nach dem 4:1 (17.), ebenfalls durch Schmitz, nach feiner Vorarbeit von Thilo Stralkowski sah es nach einem bequemen Abend für die bis dahin in der Defensive sicher stehenden „Uhlen“ aus.
Daraus wurde nichts, weil die Auswahl von Trainer André Henning urplötzlich kollektiv abtauchte. Nun gaben die Krefelder Takt und Ton an, derweil ließ beim Rivalen die Konzentration rapide nach und die Fehlerqoute wurde immer bedenklicher. Die eben noch dominierenden Uhlenhorster gaben das Spiel aus der Hand und durften sich bei Welsch bedanken, dass es zur Halbzeit überhaupt 4:4 stand. Seine Paraden gegen Thomas Kalda, Tobias Bergmann und Felix Klein verhinderten möglicherweise vorentscheidendes Ungemach.
Gut so! Denn der HTCU kam gänzlich neu sortiert aus der Halbzeitpause und legte einen Start hin, der bei den Gästen für nachhaltigen Schwindel sorgte. Drei Treffer durch Jannik Otto, Tobias Matania und Schmitz in einer Minute, Stralkowskis Tor zum 8:4 direkt hinterher. Da war selbst der verschossene Siebenmeter von Stralkowski (38.) zu verschmerzen.
„Das war von uns ein Spiel mit extremen Schwankungen“, zog Henning Bilanz. „Bis zum 4:1 war das in Ordnung. Was dann kam, ist unerklärlich. Das war einfach unterirdisch. Das individuelle Abwehrverhalten wurde immer schlechter, wir haben das Spiel abgeschenkt und durften uns in dieser Phase bei Tim Welsch bedanken. Überhaupt war seine Leistung nach der langen Pause beeindruckend, er war der Matchwinner. In der Pause bin ich nicht laut geworden und habe den Jungs gesagt, sie sollen locker bleiben. Die ersten drei Minuten waren dann die Schlüsselphase. Richtig gutes Hockey haben wir zehn Minuten gespielt. Da ist noch Potenzial bei uns.“
HTCU: Welsch, Breisig; Rabente, Fürk, Matania (1), Gehlen, Otto (1), Gehlen, Stralkowski (3), Schmitz (4), Rühr, Polk.
WAZ Mülheim/derwesten.de/Autor: Gerd Böttner
Fünffacher Torschütze: Johannes Schmitz.
Hallenhockey-Bundesligist HTC Uhlenhorst hat am Sonntag beim Düsseldorfer Wochenende seine Pflichterfüllung konsequent fortgeführt. Gastgeber DSD war bei der 5:14-Niederlage gegen die „Uhlen“ erwartungsgemäß hoffnungslos überfordert.
Nach dem Heimsieg am Freitag gegen den Düsseldorfer HC griff HTCU-Trainer André Henning zur kleinen Rotation. Kapitän Jan Philipp Rabente und der junge Niklas Rieger durften die Zuschauerrolle einnehmen, für sie kamen Daniel Kamphaus und Jan Fleckhaus zum Einsatz. Auf der Bank saß wieder Stammtorhüter Tim Welsch, der nach den Bandscheibenproblemen auf einem guten Weg ist und nun wieder voll ins Training einsteigen will.
Gegen die bewusst auf Defensive und Schadensbegrenzung setzenden Gastgeber gelang dem Favoriten ein Start nach Maß. Der HTCU agierte konzentriert, kombinierte sehr flüssig und fand so gegen die sehr destruktiven Düsseldorfer seinen Weg. „Das haben die Jungs gut gelöst“, meinte später der Coach. Die Mülheimer zogen bis zur 19. Minute auf 6:2 davon, ließen dann aber erste Schwächen im Abschluss erkennen. Zweimal in Folge scheiterte Tobias Matania bei kurzen Ecken am DSD-Keeper. „Überhaupt war unsere Eckenausbeute sehr mäßig“, monierte Henning. Wie auch immer, das 9:2 zur Pause war mehr als eine deutliche Ansage. „Neun Tore in einer Halbzeit, das war in Ordnung“, hieß es aus berufenem Mund.
Die Hoffnung, aufgrund des Torverhältnisses in der Tabelle am großen Konkurrenten Rot-Weiss Köln vorbeizuziehen, verflüchtigte sich in der zweiten Spielhälfte. „Wir haben durch Thilo Stralkowski und Johannes Schmitz alleine dreimal Pfosten und Latte getroffen, da wäre mehr drin gewesen. Der DSD hat aber auch deutlich besser gestanden. Wir haben uns die Zähne ausgebissen, es fehlte im Tempo aber der letzte Funke und nicht zuletzt die Durchschlagskraft. Manchmal waren unsere Aktionen zu harmlos und die Qualität beim Torschuss war nicht immer so, wie wir uns das vorstellen. Wir haben viel liegen gelassen und hätten höher gewinnen müssen“, sieht Henning Luft nach oben.
Mit dem Auftritt seiner „Uhlen“ in der Landeshauptstadt war der Übungsleiter unter dem Strich zufrieden. „Das war in Ordnung, zumal mit Tim Welsch, Jan Philipp Rabente und Jannik Otto drei Leistungsträger gefehlt haben.
HTCU: Breisig, Welsch; Gehlen, Keusgen (2), Fürk (1), Kamphaus, Matania (1), Polk (1), Fleckhaus, Rühr (2), Stralkowski (2), Schmitz (5).
WAZ Mülheim. Autor: Gerd Böttner
Starke Leistung mit zwei Treffern: Moritz Polk.
Der HTC Uhlenhorst ist unter dem Hallendach auf Kurs. Nach dem Auftaktsieg in Neuss hatte der heimische Hockey-Bundesligist auch am Freitagabend beim 11:5-Erfolg in der Harbecke-Sporthalle gegen den Düsseldorfer SC alles unter Kontrolle.
Das Match begann mit einer Überraschung. Jan Gehlen, der lange an Rückenbeschwerden laboriert hatte, gehörte nach einem erfolgreich verlaufenen Test am Tag zuvor wieder zum HTCU-Aufgebot. Und noch eine Überraschung, der Favorit aus dem Uhlenhorst tat sich gegen die Auswahl aus der Landeshauptstadt zunächst schwer, kam nicht ins Spiel, agierte zu langsam und lag folgerichtig bis zum 2:3 in Rückstand. „Die Jungs haben dann schneller agiert und das insgesamt gut ausgespielt“, freute sich Trainer André Henning über die Steigerung seiner immer mehr Tempo aufnehmenden Mannschaft, in der der junge Torwart und Tim Welsch-Ersatz Fabian Breisig nur beim frühen 0:1 (2.) schlecht aussah, fortan aber den Gästen mit Bierruhe im Weg stand.
Nach dem Ausgleich zum 3:3 durch Moritz Polk war beim HTCU der Knoten geplatzt, fortan nahmen die Dinge standesgemäß ihren Lauf. Wiederum Polk sorgte für die erste Führung, schließlich hatten sich die „Uhlen“ durch Nationalspieler Benedikt Fürk pünktlich zum Halbzeitpause auf zwei Treffer abgesetzt. Dazwischen lagen vier hochkarätige Möglichkeiten des im Abschluss unglücklich agierenden Christopher Rühr, von Ole Keusgen und Johannes Schmitz. Mit dem Zwischenstand war der DHC fürwahr gut bedient.
An der Dominanz der Hausherren sollte sich bis zum Ende nichts mehr ändern. Und es durfte sogar ein wenig gezaubert werden. So bei den Treffern von Schmitz zum 6:3 und Thilo Stralkowski zum 9:4, als Nationalspieler Jan Philipp Rabente der geniale Wegbereiter war. Das galt auch für Fürk, dessen Zuspiel auf Schmitz (Tor zum 8:3) von edler Machart war. Und wenn sich die Düsseldorfer einmal zu Wort meldeten, war gesagter Breisig zur Stelle. So hintereinander gegen Lukas Grellmann und Dominic Giskes.
Als die Düsseldorfer ihren Torwart aus der Partie genommen hatten, war endlich auch der junge Rühr am Zug. Der Treffer in der Schlussminute bedeutete das späte Glück für den zuvor so Unglücklichen.
Am Sonntag (12 Uhr) tritt der HTCU beim DSD Düsseldorf an.
Quelle: WAZ Mülheim, derwesten.de.
Autor: Gerd Böttner
Zeigte eine starke Defensivleistung und traf zum wichtigen 2:0: Tobias Matania.
Souverän und sicher haben die Herren des HTC Uhlenhorst den Auftakt der Hallen-Bundesliga mit 7:3 (2:0) gewonnen. Eine starke Defensivleistung war für den verdienten Sieg verantwortlich. Am Freitag kommt es beim Heimauftakt zum Duell mit dem Düsseldorfer HC.
Ohne die Stammkräfte Jannik Otto, Jan Gehlen und Keeper Tim Welsch traten die Uhlen in der Halle am Jahnstadion an. Doch das machte sich kaum bemerkbar. Die Abwehr stand sicher, ließ nur wenige Chancen zu. Tobias Matania und Moritz Polk hatten Neuss‘ Top-Stürmer Sebastian Draguhn bestens im Griff. Allerdings wurden in der Offensive zahlreiche Chancen ausgelassen; dreimal testete der HTCU die Peripherie des Gehäuses. So ging es „nur“ mit einem 2:0 in die Pause. Die entscheidende Phase kam dann nach dem Seitenwechsel. Beim Stand von 3:1 parierte Keeper Fabian Breisig einen Siebenmeter, im Anschluss zog der HTCU in Überzahl nach Gelb gegen Draguhn davon.
HTCU: Breisig; Rabente (1), Fürk, Keusgen, Rieger (1), Polk, Matania (1), Stralkowski (2), Schmitz (2), Rühr, Fleckhaus.
Vor vier Jahren war die Halle in Duisburg bei der Endrunde in grün-weißer Hand. Bis dahin ist es ein weiter Weg. Bereits am Samstag in Neuss brauchen die Uhlen die Unterstützung der Fans.
Erneut zählen die Hallenhockey-Bundesligaspieler des HTC Uhlenhorst zu den Kandidaten für einen Endrundenplatz und somit für den Gewinn des nationalen Titels. Aber bis dahin liegt vor den Mülheimern ein steiniger Weg.
In der vergangenen Hallensaison hatten die Uhlenhorster die Endrunde in Berlin erreicht. Im Halbfinale kam das Aus gegen den späteren Meister Mannheimer HC. Diesmal findet das Finalturnier um die deutsche Hallenhockeymeisterschaft in der Duisburger Rhein-Ruhr-Halle statt. Vor vier Jahren erreichten die Mülheimer dort den vierten Platz. In Erinnerung blieb vor allem die Zuschauerkulisse. Die Halle war am Halbfinaltag fest in grün-weißer Hand. Natürlich haben sich die Uhlen, die auf dem Feld die Bundesligatabelle anführen, den Einzug in die Endrunde zum Ziel gesetzt. Duisburg wäre ein Heimspiel.
Im Vergleich zur vergangenen Hallensaison hat sich der Kader etwas verändert. Tim Leusmann spielt im Winter für den Zweitligisten Kahlenberger HTC. Dafür zählen nun wieder Nationalspieler Jan Philipp Rabente, Philip Meyer und Daniel Kamphaus durchgängig zum Aufgebot. Während Meyer und Kamphaus in der vergangenen Spielzeit unterm Hallendach im Ausland weilten, musste sich Rabente dem Willen des Bundestrainers beugen und sich nach wenigen Hallenpartien für die anstehende Weltmeisterschaft schonen.
„Der Weggang von Tim Leusmann ist nicht so leicht zu verkraften. Dennoch sind wir qualitativ und auch in der Breite sehr gut besetzt. Die Voraussetzungen sind grundsätzlich gut“, sagt André Henning. Der Coach sieht Rot-Weiss Köln und den Crefelder HTC in der Westgruppe als die ärgsten Rivalen an. Die ersten beiden Teams qualifizieren sich für das Viertelfinale. Dort würden die Mülheimer garantiert auf einen schweren Brocken treffen. Die Westvertreter messen sich in der Runde der letzten acht diesmal mit den Mannschaften aus dem Süden. Hier gibt es ein Favoriten-Trio bestehend aus dem Titelverteidiger Mannheimer HC, Rüsselsheimer RK und dem Nürnberger HTC. Der MHC hat sich vor der Feldsaison mit Nationalspieler Matthias Witthaus verstärkt. Da der Ex-Mülheimer auch ein begnadeter Hallenspieler ist, dürften die Mannheimer auch in der am Wochenende beginnenden Saison ganz weit vorne landen. Mithalten mit den Teams aus dem Süden und dem Westen kann wahrscheinlich nur noch der Harvestehuder THC.
„Wir haben das Zeug dazu, mit den besten Mannschaften zu konkurrieren und an einem guten Tag die Konkurrenten auch zu schlagen. Das war ja auch kürzlich beim Turnier in Rüsselsheim zu sehen. Allerdings wird sich erst noch herausstellen, ob der Weggang von Tim Leusmann kompensiert werden und ob die junge Mannschaft genügend Konstanz in ihre Leistungen bringen kann“, so Henning, der dreimal in der Woche von Athletiktrainer Klaus Brosius unterstützt wird. Der Coach fährt fort: „Die Saison ist sehr kurz. Im Januar fallen schon die Entscheidungen. Man muss schon auf den Punkt topfit sein, um sich für das Viertelfinale zu qualifizieren. Natürlich möchten wir gern in Duisburg dabei sein, doch jetzt schauen wir erst einmal, dass wir einen guten Start in der Westgruppe erwischen.“
Und das ist schwer genug. Denn: Mit Torwart Tim Welsch, Jan Gehlen und Jannik Otto fallen zu Beginn gleich drei ganz wichtige Spieler aus. Tim Welsch klagt nach einem Bandscheibenvorfall noch immer über Schmerzen. Der Belastungstest beim Turnier in Rüsselsheim verlief nicht so wie geplant. Jan Gehlen wird frühestens im Dezember zum Einsatz kommen. Der Verteidiger plagt sich mit Schmerzen im Rücken und Beckenbereich herum. In den ersten drei Saisonpartien fehlt außerdem Jannik Otto, der vor seinem ersten juristischen Staatsexamen steht und für den Hockey daher etwas in den Hintergrund rückt. Henning: „Diese Ausfälle sind schwer zu kompensieren. Wir werden sicherlich etwas mehr Zeit benötigen, um an so gute Leistungen wie im Dezember 2009 anknüpfen zu können.“
Der HTCU-Abteilungsleiter schaut etwas skeptisch drein. „Aufgrund der Ausfälle auf den zantralen Positionen wird das für uns eine schwierige Saison. Alle Jungs müssen nun dran ziehen. Christopher Rühr und Niklas Rieger werden sicherlich bald richtig aufdrehen, aber sie sind auch noch sehr jung“, sagt Horst Stralkowski. Der Hockeychef vom Uhlenhorst hofft trotz allem, dass die Bundesligamannschaft Ende Januar in der Endrunde in Duisburg ihr „Heimspiel“ hat.
Quelle: derwesten.de. Autor: Marcus Lemke
Guter Einstand im Hallen-Bundesliga-Team: Christopher Rühr erzielte fünf Treffer an Tag eins, fiel am Sonntag jedoch aus.
Die Uhlen haben beim Vorbereitungsturnier in Heidelberg Platz vier belegt. Zunächst zogen die Mülheimer souverän ins Halbfinale ein. In den Gruppenspielen gab es Siege gegen Gastgeber HC Heidelberg und TSV Mannheim Hockey. Im Viertelfinale wurde der Dürkheimer HC aus dem Weg geräumt. Das Semifinale am Sonntagmorgen verschlief der HTCU jedoch. Gegen Nürnberg gab es das Aus, im Spiel um Platz drei wiederum war wenigstens die zweite Halbzeit stark. Das Siebenmeterschießen ging jedoch verloren.
Der nächste Test steigt am Freitag um 19.15 Uhr in der Harbecke Halle gegen Bundesliga-Neuling DSD Düsseldorf.
HTCU – Heidelberg 9:4 (4:2)
Tore: Stralkowski (4), Rühr, Matania, Fleckhaus, P. Meyer, Polk.
HTCU – TSV Mannheim Hockey 12:6 (6:5)
Tore: Otto (3), Rühr (2), Stralkowski (2), Matania (2), Polk (2), Fürk.
HTCU – Dürkheimer HC 8:1 (3:0)
Tore: Rühr (2), Stralkowski (2), P. Meyer (2), Otto, Matania.
HTCU - Nürnberger HTC 8:9 (3:6)
Tore: Schmitz (3), Stralkowski (2), Fürk (2), Fleckhaus.
HTCU - Rüsselsheimer RK 5:5 (1:4)
Stralkowski (2), Fürk (2), Schmitz.
Wer die Regenschlacht von Krefeld nicht live vor Ort verfolgen konnte, hat nun die Möglichkeit die Highlights des letzten Feldspiels des Jahres zu sehen. Bei Powerplay Essen ist das Video zum 5:0-Sieg, der die Tabellenführung brachte, bereits online.
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Zum Spiel der mJA vs. GTHGC geht es hier
Herbstmeister: Die Herren des HTC Uhlenhorst.
Der freundliche Gruß von ganz oben kommt aus Mülheim. Nach einem Wonnewochenende geht Feldhockey-Bundesligist HTC Uhlenhorst als Tabellenführer und Herbstmeister in die lange Pause, die erst Anfang April endet.
„Das haben die Jungs gut gemacht“, meinte Horst Stralkowski nach aus Mülheimer Perspektive perfekten Tagen. Der Stolz auf die eben so junge wie unaufhaltsame Mannschaft war nicht zu überhören. Natürlich, denn die „Uhlen“ haben dem langgedienten Macher ein ganz neues Wohlfühlaroma beschert. „An eine Tabellenführung kann ich mich in all den Jahren auf jeden Fall nicht erinnern.“
Am Samstag war die frohe Botschaft, dass sich die Uhlenhorster die Tabelle fünfeinhalb Monate mit dem vollen Genuss anschauen dürfen, perfekt. Nch dem Remis im Südderby zwischen Nürnberg und Mannheim grüßen die Mülheimer um Trainer André Henning von ganz oben. Nach der Art und Weise, wie sie am Freitag beim 5:0 in Krefeld vorgelegt und beim fünften Saisonsieg etliche personelle Nackenschläge kompensiert hatten, hat der HTCU nichts anderes als eben diese nachhaltige Poleposition verdient. Im Spiel sieben hieß es ohne fünf. Das währte Stammpersonal Tim Welsch (Bandscheibe), Tim Leusmann (beruflich verhindert), Christopher Rühr (Zerrung) und Daniel Kamphaus (Grippe) mussten in der Seidenstadt passen, dazu gesellte sich Philip Meyer, der nach langer Verletzungspause die am 13. November startende Hallenrunde im Blick hat. Weil zudem Jan Gehlen (Rückenbeschwerden), Felix Meyer (nach dem Nasenbeinbruch in Hamburg der Mann mit der Maske) und Kapitän Jan Philipp Rabente (nach einer Grippe) gehandicapt die abendliche Arbeit aufnahmen, wollte der Manager die Latte nicht zu hoch legen. „Mal sehen, wie die sich schlagen“, hieß es mit der gebotenen Vorsicht. Und wie sie sich geschlagen haben. In der eindrucksvollen Ausrichtung ging es ganz nach oben.
Die Etappe Krefeld markierte eine der Säulen, die diese Mannschaft, die in der Weiterentwicklung ein ganz hohes Tempo aufgenommen hat, in der nationalen Spitze etabliert: Kaderbreite. Kein anderer Bundesligist kann diese sprichwörtliche Dichte in der Qualität für sich in Anspruch nehmen. Dazu kommen die Spieltaktik des Fachmannes Henning und die in der intensiven Vorbereitung erarbeitete Athletik. „Was die Fitness betrifft, sind wir ebenfalls ganz weit vorne,“ so der Manager. Nicht zu vergessen die Zustandsbeschreibung, dass der HTCU Herr im eigenen Haus ist. Die letzte Niederlage im Waldstadion datiert vom 12. September 2009!
Stralkowski ist gespannt, wie sich die Mannschaft, die das Play-off-Ticket (wohl) sicher hat, in engen Spielen verhalten wird. Jüngst beim Ausrutscher in Hamburg hatte sie ja die Spielkontrolle verloren. Ein enges Match ist bei der Wiederaufnahme des Spielbetriebes gegen Meister Köln zu erwarten. Bis dahin gilt der genüssliche Blick auf die Tabelle!
Quelle: derwesten.de; Autor: Gerd Böttner
Glänzendes Bundesliga-Debüt: Keeper Björn Brinkmann.
Das Beste kommt manchmal eben zum Schluss. Das letzte Feldhockey-Spiel des Jahres gewann der HTC Uhlenhorst dank fantastischer Defensiv-Leistung mit 5:0. Im Flutlicht-Derby bekam der Crefelder HTC eine echte Packung. Trotz zahlreicher Ausfälle und Verletzungen fuhren die Uhlen auf der Felge an die Spitze der 1. Bundesliga. Durch das 3:3 von Primus Mannheim in Nürnberg darf der HTCU die Herbstmeisterschaft feiern und ist bis mindestens Anfang April Tabellenführer.
Der deutliche Sieg war vorher kaum zu erwarten. Keeper Tim Welsch (Rücken), Tim Leusmann (beruflich verhindert), Christopher Rühr (Zerrung), Daniel Kamphaus (krank) und Philip Meyer (Rücken) fielen komplett aus. Jan Gehlen (Rücken), Felix Meyer (Nasenbeinbruch) und Jan Philipp Rabente (krank) gingen gehandicapt in die Partie, in der Keeper Björn Brinkmann ein glanzvolles Bundesliga-Debüt feierte.
Das Match startete mit einem Paukenschlag. Einen herrlichen Konter schloss Johannes Schmitz zur frühen Führung ab. Im ersten Durchgang hatten die Gastgeber nur eine Torchance per Kurzer Ecke, die Ole Keusgen ablief. Vor dem Seitenwechsel markierte Thilo Stralkowski per Kurzer Ecke noch das 2:0.
Auch im zweiten Durchgang stand die Mülheimer Defensive glänzend. Johannes Schmitz hatte per Ecke das 3:0 auf dem Schläger, schoss aber vorbei. Kurz darauf kam der Augenblick von Torwart Brinkmann. Einen Schuss parierte er, doch beim Rebound schien er geschlagen. Mit einem tollen Reflex verhinderte jedoch ein zweites Mal den Anschlusstreffer. Mitte der Halbzeit machten die Uhlen den Sack zu. Jan Fleckhaus, Ole Keusgen und Jannik Otto trafen zum Kantersieg. In der Schlussphase kam sogar noch Ersatzkeeper Kai Steinbrink für die letzten Minuten ebenfalls zu seinem ersten Bundesliga-Einsatz.
HTCU: Brinkmann, Steinbrink; Gehlen, Keusgen, Polk, Fürk, Rieger, Matania, Otto, Rabente, F. Meyer, Stralkowski, Fleckhaus, Schmitz, Nitschke, B. Becker.
WAZ Mülheim: Spitzenreiter für mindestens einen Tag
Hockeyliga.de: Mülheim setzt Zeichen
Rheinische Post Krefeld: Niederlage zum Ende der Feldsaison
Fehlte in Hamburg: Jan Philipp Rabente.
Nach vier Siegen aus fünf Spielen in der Hockey-Bundesliga, musste der HTC Uhlenhorst am Samstagabend beim Club an der Alster eine 2:4-Niederlage hinnehmen. Eine engagierte, aber zuweilen kopflose Vorstellung sorgte für eine nicht unverdiente Pleite. Am Freitag (20 Uhr) besteht in Krefeld die Chance zur Rehabilitation.
Die ersten Minuten gehörtem im Duell in der Hansestadt noch den Westdeutschen. Doch in die Drangperiode hinein verletzte sich zunächst Jan Gehlen, dann Tobias Matania; bei den Uhlen herrschte Konfusion. Zwei Konter führten zu zwei Ecken. Jonathan Fröschle verwandelte zweimal mit derselben Variante. Die Mülheimer kämpften und versuchten viel, fanden aber kaum Mittel um die Beton-Abwehr der Gastgeber zu knacken. Immerhin zwei Ecken sprangen bis zur Pause heraus – ohne Erfolg. Die zum Teil ruppige Spielweise ließen die Unparteiischen durchgehen. So wurden den Mülheimern zwei Siebenmeter verwehrt. Matania (Schulter), Stralkowski (Knieprellung) und Gehlen (Rippe) konnten nur angeschlagen weitermachen, Felix Meyer muss mit Verdacht auf Nasenbeinbruch ins Krankenhaus. Zudem war Jan Philipp Rabente zu Hause geblieben, da ihn eine fiebrige Erkältung plagte.
Nach dem Seitenwechsel agierten die Mülheimer wie verwandelt. Temporeich und geschickt spielten sie die Alster-Defensive, die sich im Handball-Stil ins eigene Viertel zurückgezogen hatte, aus. Benedikt Fürk mit einem schönen Alleingang besorgte das 1:2. Selbst ein unglückliches, weil abgefälschtes Gegentor, brachte die Uhlen nicht aus der Ruhe. Stralkowskis Ecke vollendete Benedikt Fürk zum 2:3. Jetzt war der HTCU am Drücker und es schien nur eine Frage der Zeit, bis der Ausgleich fällt. Doch ein weiterer Ballverlust führte zu einem Konter – 2:4. Aus einer mäßigen Teamleistung war Ersatz-Kapitän Thilo Stralkowski herauszuheben, der viele Akzente setzte und zahlreiche Zweikämpfe gewann.
HTCU-Trainer André Henning: „Meine Jungs haben sich im kämpferischen Bereich viel vorgenommen und auch gut dagegengehalten, aber im entscheidenden Augenblick hat sich die Cleverness und Erfahrung der Alster-Spieler bemerkbar gemacht. Auch dass die Schiedsrichter gegen die großen Namen keine Karten und auch zwei überfällige Siebenmeter nicht geben, hatte ich prophezeit. Knackpunkt aus unserer Sicht ist, dass wir in der ersten Halbzeit mit viel Willen, aber ohne Kopf spielen. Das war eher Jugendhockey, indem wir viel versucht haben zu dribbeln und mit dem Kopf durch die Wand wollten. Da hat man wenig Strategie und Konzept gesehen. Die zweite Halbzeit war besser, doch aus siebzig Prozent Ballbesitz und insgesamt fünf Ecken haben wir zu wenig rausgeholt. Alster macht aus zwei Ecken zwei Tore, das ist ein entscheidender Unterschied. Insgesamt war das sehr lehrreich für uns. Wir müssen ruhiger bleiben, den Matchplan klarer durchziehen, dann gewinnen wir solche Spiele auch.
Das Gute ist: Die Jungs haben am Freitag so etwas wie eine zweite Chance. Das Spiel in Krefeld steht unter ähnlichen Voraussetzungen. Ein starker Gegner, der unbedingt punkten muss, sehr körperlich und engagiert zu Werke gehen wird, es ist wieder ein Auswärtsduell. Ich bin sicher, dass wir das am Freitag deutlich besser meistern werden.“
Es ist Anfang der zweiten Halbzeit im packenden Match gegen UHC Hamburg. Jannik Otto sitzt auf der Bank. Vor einigen Minuten hat er die Gelbe Karte gesehen. 5 Minuten Zeitstrafe sollen es sein. Jannik wird ungeduldig, will wieder rein. Er wendet sich an unseren Betreuer Manni Kamphaus.
Otto: „Manni, hast Du die Zeit?“
Kamphaus guckt auf die Uhr:
„Kurz vor drei.“
Stand mehrfach im Mittelpunkt: Jannik Otto schoss ein sehenswertes Tor und sah zuvor Gelb.
Es war der perfekte Ritt auf der Erfolgswelle, und die Freunde des Feldhockey-Bundesligisten HTC Uhlenhorst labten sich in der Genießerrolle an den Festspielen im Waldstadion.
Nach der Pflicht gegen Rüsselsheim folgte die erhoffte Kür. Die Mülheimer besiegten EHL-Champion UHC Hamburg und dürfen sich spätestens nach dem vierten Saisonheimsieg zur nationalen Hockey-Prominenz zählen.
Es war alles angerichtet für einen Handstreich Marke HTCU: Kaiserwetter, der Schub des samstäglichen Schützenfestes und 500 erwartungsfrohe Zuschauer als prima Kulisse. Doch die Gastgeber wirkten zunächst gehemmt, nichts wurde es mit dem geplanten Heißstart, vielmehr stotterte der Motor geschlagene zehn Minuten bedenklich. Mit der aggressiven und offensiven Ausrichtung der Hanseaten wusste die Auswahl von Trainer André Henning nichts anzufangen.
Ganz anders das nun sonnige Bild nach einer ordnenden Auszeit. Die Gastgeber übernahmen die Regie, schalteten den Vorwärtsgang ein und erspielten sich Topchancen. Zweimal (12., 15.) hatte Routinier Tim Leusmann die Führung auf dem Schläger, wenig später fand Leusmanns steiles und präzises Zuspiel den frei or dem Tor stehenden Kollegen Johannes Schmitz, doch der rutschte beim Ausholen aus. Überhaupt kam es auf diesem Geläuf immer wieder zu unplanmäßigen Rutschpartien.
In der 24. Minute wurde die Dominanz der „Uhlen“ endlich belohnt. Nach Pass von Kapitän Jan Philipp Rabente griff Leusmann im dritten Versuch endlich zu. Der junge Christopher Rühr ärgerte sich drei Minuten später schwarz, weil er es nicht geschafft hatte, aus mehr als aussichtsreicher Position nachzulegen. Und ein letzter Beweis in Halbzeit eins für das eindeutige Chancenübergewicht: Benedikt Fürk setzte den Ball am langen Pfosten vorbei. Wie sagte Manager Horst Stralkowski später: „Wenn es etwas zu bemängeln gibt, dann ist es unsere Chancenverwertung.“
Auch nach der Pause war der zweite Treffer nur eine Frage der Zeit. Schmitz hatte ihn der 40.Minute auf dem Schläger, zwei Minuten später reagtierte UHC-Keeper Nicolas Jacobi bei der kurzen Ecke von Thilo Stralkowski schier sensationell. Dann war es an den Gästen, den Finger zu heben. Tim Welsch partierte den Schuss von Marco Miltkau (43.), um bei der nächsten kurzen Ecke durch Patrick Breitenstein nicht gut auszusehen (45.). Urplötzlich waren die Norddeutschen wieder auf Augenhöhe.
Und noch einmal nahm die Partie Fahrt auf. Jannik Otto brachte den HTCU mit einem Hammer unter den Querbalken wieder in Front (50.), vier Minuten später war Breitenstein erneut bei einer kurzen Ecke zur Stelle. Den Schlusspunkt setzte Rabante per Siebenmeter (57.). Der Rest war der Jübel über einen verdienten Sieg und eine mit Glanz bestandene Reifeprüfung.
„Für die Platzverhältnisse war das ein gutes Bundesligaspiel“, sagte André Henning. „Taktisch war das von uns eher mittelmäßig. In manchen Situationen hat bei uns der Mut zum Risiko gefehlt. Überhaupt bleibt das Risikomanagement ein Thema. Die ersten zehn Minuten waren von uns unglaublich schlecht, das war eine einzige Katastrophe. Da habe ich uns eher als Schwimmverein Uhlenhorst gesehen. Dann sind wir aber ins Spiel gekommen. In der Schlussphase haben wir gut gepresst und den Gegner in dessen Hälfte eingeschnürt. Es war ein verdienter Sieg, zumal der Hamburger Torwart bei einigen Chancen hervorragend gehalten hat.“
Quelle: derwesten.de, Gerd Böttner
Stach aus einer guten Teamleistung heraus: Ole Keusgen.
Dank guter Leistung fuhr der HTC Uhlenhorst einen lockeren und ungefährdeten 7:0-Sieg gegen den Rüsselsheimer RK ein. Nur einen Tag später, am Sonntag (3.10.), gastiert um 14 Uhr EHL-Champion UHC Hamburg zum letzten Heimspiel des Jahres im Waldstadion.
Mit einer Niederlage in Mülheim hatte Rüsselsheims Coach Markus Hippchen durchaus gerechnet, nachdem zuletzt auch Tobias Wuttke krank zu hause bleiben musste und die Hessen mit einer „Not-Elf“ in
den Westen gefahren waren. Dass es am Ende aber 0:7 für sein Team ausging, wollte der neue Trainer so nicht hinnehmen: „Mülheim ist ein starkes Team, keine Frage, aber auch die Mannschaft, die
wir letztlich da auf den Platz gebracht haben, hätte das Match anders gestalten können – da bin ich mir sicher!“
Die Gastgeber ließen den Rüsselsheimern allerdings von Beginn an ganz wenig Raum, drängten ihnen ihr Spiel geschickt auf, so dass es durch Tore von Christopher Rühr und dem überragender
Verteidiger Ole Keusgen nach nicht einmal zwölf Minuten schon 2:0 stand. Danach hatte der RRK die beste Phase des Spiels, konnte aber aus drei Strafecken und eine Großchance in der 30. Minute,
als ein Stürmer frei vor Tor an den Ball kam, aber statt direkt einzuschieben, noch stoppte und so dem starken Ole Keusgen die Chance gab, die Situation noch zu klären.
„Wir brauchen einfach zurzeit die positiven Erfolgserlebnisse auf dem Platz, und wenn die ausbleiben, wird es schwierig“, so Hippchen. Die Erfolgserlebnisse holten sich stattdessen die
Ruhrstädter. Mt einem zweiten Doppelschlag direkt vor der Pause machten sie bereits alles klar. In Halbzeit zwei durften sich noch Jan Fleckhaus, Felix Meyer und Jan-Philipp Rabente in die
Torschützenliste eintragen, so dass dort am Ende sieben unterschiedliche Mülheimer Namen für sieben Tore standen.
Text: hockeyliga.de
Das Wochenende der Wahrheit ist es nicht. Aber Feldhockey-Bundesligist HTC Uhlenhorst erwarten zwei Tage, die ihm raumgreifende Schritte bescheren sollen.
Im Waldstadion gilt im Frühherbst das doppelte Angebot. Am Samstag (Anstoß 16 Uhr) empfangen die Mülheimer den langjährigen Weggefährten Rüsselsheimer RK, am Sonntag (14 Uhr) stellt sich mit dem EHL-Champion UHC Hamburg ausgewiesene hanseatische Prominenz vor.
„An diesem Wochenende ist viel zu vergeben. Sechs Punkte sollen es sein, das ist die klare Ansage bei uns“, gibt Trainer André Hening die Richtung vor.“ Das klingt aus dem Mund der Gastgeber nicht vermessen, sondern verweist auf das kollektive Selbstbewusstsein und das Vertrauen in die eigene Leistungsstärke. Aber auch dies bedient die Auswahl von Coach Henning mit der breiten Brust der Ambitionierten. Das heimische Waldstadion ist längst zum Bollwerk gewachsen. Die letzte Niederlage liegt mehr als 13 Monate zurück. Bei dieser Zustandsbeschreibung soll es tunlichst bleiben - und die Tür zu den Play-offs würde schon früh weit aufgestoßen.
Vor den Erfolg haben die Götter aber bekanntlich den Schweiß gesetzt. Um ans Ziel zu kommen, muss der HTCU hart arbeiten. Zunächst gegen die Rüsselheimer, die am vergangenen Wochenende mit dem Sieg gegen Berlin ein Ausrufezeichen gesetzt haben. „Die haben extrem überrascht, aber sie haben unheimlich engagiert gespielt und sich in jeden Ball geworfen“, erklärt Henning besagte Überraschung. Wenn sich die „Uhlen“ dem kämpferischen Niveau anpassen, dann haben sie schon fast gewonnen, denn die spielerischen Vorteile sind auf ihrer Seite. So sieht es auch Manager Horst Stralkowski: „Ohne Wenn und Aber, diesen Gegner müssen wir schlagen, zumal unsere Jungs vorgewarnt sind.“
„Die sind nur ganz schwer zu kriegen. Da müssen wir eine Topleistung abrufen“, blickt Henning auf den zweiten und viel schwereren Schritt. Der UHC schnappte sich in der vergangenen Saison den EHL-Titel und verpasste nur knapp den Gewinn der Meisterschaft. „Wie wir ist das eine junge Mannschaft, die zu den Topteams Europas zählt“, lautet die Einschätzung des HTCU-Trainers. Die Hansdeaten haben es in der Liga bislang eher langsamer angehen lassen, werden nun aber gewiss Fahrt aufnehmen. Dies vor dem Hintergrund, dass der erste EHL-Spieltag (15. bis 17. Oktober) in Reichweite ist. Und genau das ist die Bühne, auf die die Hanseaten so erpicht sind. Ein Hauptaugenmerk müssen die Gastgeber auf den offensiven Mittelfeldspieler, ständigen Unruheherd und vielmaligen Internationalen Moritz Fürste legen. Aber da gibt es noch andere, die für erlesene Qualität stehen.
Bis auf Philip Meyer ist der HTCU komplett, der junge Christopher Rühr zählt wieder zum Aufgebot. Packt’s an, „Uhlen“!
Quelle: derwesten.de
Erzielte sein erstes Saisontor: Benjamin Becker.
Gut, dass es das schmucke Waldstadion gibt. Mit dem Schub des Heimvorteils behauptete sich Feldhockey-Bundesligist HTC Uhlenhorst auf seiner heimischen Startrampe auch gegen den Nürnberger HTC.
Nach dem 5:2 (3:1)-Sieg grüßen die Mülheimer vom zweiten Tabellenplatz.
Manchmal kommt auch der wahre Insider ins Grübeln, Diesmal traf es den Uhlenhorster Manager Horst Stralkowski, der sich wahrlich nicht an einen so frühen Führungstreffer erinnern kann. Bereits in Minute eins brachte Kapitän Jan Philipp Rabente den HTCU in Front. Welch ein Startschuss und blitzschneller Verweis darauf, die Mannheimer Schmach der Vorwoche vergessen zu machen. Irrtum vom Amt. Die Franken schüttelten sich einmal durch und übernahmen das Kommando. Der Ausgleich in der 7. Minute durch Vizeweltmeister Florian Woesch war verdient, aus HTCU-Sicher aber auch grundsätzlich ärgerlich. In der Vorwärtsbewegung unterlief Tobias Matania ein unnötiger Ballverlust - und schon ging der Schuss nach hinten los.
Nun war es an der Auswahl von Trainer André Henning sich durchzuschütteln, nach einer Viertelstunde und einer ordnenden Auszeit war sie wieder kollektiv und offensiv im Spiel. Die vierte Ecke nutzte Thilo Stralkowski zur längst überfälligen Führung (20.) und auch am dritten Tor war der künftige Verkehrspilot mit hohem Tempo beteiligt.Beim Solo ließ er gleich drei Franken stehen, seinem Schuss gab der Kollege Jan Fleckhaus die entscheidende Richtungsänderung. Die Uhlenhorster hatte nun die Hoheit, weitere vielversprechende Chancen durch Tim Leusmann und Jannik Otto blieben aber liegen. Überhaupt war die fehlende Kaltschnäuzigkeit und Abgebrühtheit vor dem gegnerischen Tor das Manko an diesem Tag. Von sieben kurzen Ecken fand nur eine einzige ins Ziel.
Fehlender Biss und unterentwickelte Feinjustierung sollte den Gästen schließlich auch vorübergehend in die Karten spielen. Der Ball wollte einfach nicht in das Tor der Franken gehen, dort stand aber auch mit Steffen König ein ausgewiesener Fachmann, der bei den Ecken von Stralkowski und Johannes Schmitz ebenso glänzend parierte wie bei Rabentes Versuch aus kurzer Distanz. Die Bayern zeigten, wie man es zielsicher macht. Nach dem Anschlusstreffer durch Joscha Brügel (62.) war plötzlich wieder Spannung im Spiel. Aus Mülheimer Sicher gottlob nur von kurzer Dauer. Rabentes verwandelter Siebenmeter (nach Foul an Schmitz) bedeutete die Vorentscheidung, Bejamin Beckers finaler Treffer eine hübsche Zugabe.
Der HCTU ist nach dem zweiten Saisonsieg auf einem guten Weg und kann ihn am kommenden Doppelwochenende vergolden. Allen voran weiß Hening, dass sich seine Auswahl steigern muss: „Das ist ein gutes Ergebnis, aber ich habe auch eine ganze Menge Schlechtes gesehen. Wir haben unnötigerweise zwischenzeitlich die Kontrolle abgegeben. Die Quote bei den kurzen Ecken war einfach schlecht, dafür habe ich bei uns eine gute Abwehrarbeit gesehen. Das vierte Tor müssen wir viel früher machen. Ein mulmiges Gefühl habe ich aber nie gehabt.“
Quelle: derwesten.de
Starker Auftritt. Kapitän Jan Philipp Rabente.
Nicht immer schön, aber erfolgreich. Die Bundesliga-Herren des HTC Uhlenhorst erwischten gegen den Nürnberger HTC nicht ihren Glanztag, siegten dennoch verdient mit 5:2 (3:1). Kapitän Jan Philipp Rabente stach mit einer guten Leistung und zwei Treffern heraus.
Bereits beim Blitzstart war der Nationalspieler im Uhlendress beteiligt. Wenige Sekunden waren gespielt, da hatte Rabente das 1:0 erzielt. Doch das half den Mülheimern in Sachen Spielkontrolle wenig. Die Franken wurden zunehmend besser und erzielten verdient den Ausgleich durch Vize-Weltmeister Florian Woesch. Die Gastgeber brauchten einige Minuten, um die Kontrolle über die Partie zurückzugewinnen. Ab der 15. Minute gehörte das Match den Uhlen: Thilo Stralkowski mit einer Kurzen Ecke in den Winkel und Jan Fleckhaus nach feiner Vorarbeit von Stralkowski sorgten für das 3:1 zur Pause.
Nach dem Seitenwechsel fehlte den Mülheimer in manchen Phasen der Mut der ersten Halbzeit, um weiter offensiv nach vorne zu spielen wie im ersten Durchgang. Dennoch boten sich genug Konterchancen und insgesamt sieben Kurze Ecken in der gesamten Partie – nur eine war drin. So kam es wie so oft: Die Fahrlässigkeit wurde bestraft. Nürnberg kam zum Anschlusstreffer. Doch daraufhin besannen sich die Gastgeber. Ein Angriff wurde beim Schussversuch durch Johannes Schmitz nur per Foul gebremst. Jan Philipp Rabente traf zum 4:2. Benjamin Becker erzielte mit dem Schlusspfiff noch das 5:2.
Am kommenden Wochenende gibt es gleich zwei Duelle im Waldstadion. Samstag (16 Uhr) ist der Rüsselsheimer RK zu Gast. Der RRK gewann am Samstag überraschend gegen den Berliner HC und holte damit den ersten Dreier der Saison. Am Sonntag ist kein geringerer als Europa-Cup-Sieger UHC Hamburg Kontrahent der Uhlen im Waldstadion. Anstoß ist um 14 Uhr.
HTCU: Welsch, Gehlen, Keusgen, Fürk, Kamphaus, Rieger, Polk, Rabente, Otto, Leusmann, Matania, Stralkowski, B. Becker, Fleckhaus, F. Meyer, Schmitz.
Tore: 1:0 Rabente (1.), 1:1 Woesch (7.), 2:1 Stralkowski (20./KE), 3:1 Fleckhaus (31.), 3:2 Brügel (62.), 4:2 Rabente (64./7m), 5:2 B. Becker (70.).
Zuschauer: 400
KE: 7/3
Schoss zwei Eckentore: Thilo Stralkowski.
Einen Rückschlag mussten die Uhlen am zweiten Spieltag der Hockey-Bundesliga einstecken. Beim Mannheimer HC gab es eine verdiente 2:5-Niederlage. Am kommenden Sonntag gastiert der Nürnberger HTC im Waldstadion, der den Crefelder HTC mit 5:1 vom Platz fegte.
Schon der Start in Mannheim ließ erkennen, dass die Mülheimer nicht ihren besten Tag erwischt hatten. In der ersten Viertelstunde präsentierten sich die Uhlen schwach, ohne Gegenwehr, gingen verdient in Rückstand. Doch sie berappelten sich, spielten Chancen heraus, holten Ecken (Stralkowski hätte mit dem ersten Versuch sogar noch die Führung erzielen können).
Dann eine Knackpunktszene: Eine 90-Grad-Variante wurde abgelaufen, die fällige lange Ecke gab es nicht - zudem waren wohl zwei Bälle im Spiel, als die Gastgeber im direkten Konter das umstrittene 2:0 erzielten. Thilo Stralkowski und Jan Philipp Rabente beschwerten sich beim Schiedsrichter vehement, aber nicht übertrieben, der beide (!) dennoch prompt mit Gelb für sieben bzw. neun Minuten vom Platz stellte. Beide Akteure hatten sicher auch noch die Wut im Bauch, dass drei Minuten zuvor eine glasklare Ecke vom Unparteiischen nicht gegeben wurde.
Die doppelte Unterzahl war die wohl beste Phase der Mülheimer, sie hielten den Laden dicht, nach feinem Sololauf von Benedikt Fürk wäre nach Foul eine weitere Ecke fällig gewesen, doch zum zweiten Mal verweigerte Schiedsrichter Neideck, der auch beide Gelbe Karten verteilte wie Werbegeschenke, eine klare Ecke. Neben einer eigenen schwachen HTCU-Leistung kam also noch Pech mit den Unparteiischen hinzu.
Nach dem Seitenwechsel war der Mülheimer Auftritt besser, aber lange nicht so gut wie in der Vorwoche. Doch nach dem 1:2 per Ecke durch Stralkowski und dem erneuten Anschlusstreffer zum 2:3 Mitte der Halbzeit, wieder Stralkowski, wieder per Ecke, keimte Hoffnung auf. Doch die starken Mannheimer hatten gegen diesmal recht unorganisierte Uhlen immer eine bessere Antwort parat und erkonterten sich den verdienten Dreier.
Insgesamt hatten die Mülheimer sieben Ecken, von denen nur zwei drin waren, Chancen aus dem Spiel heraus waren aber Mangelware, was für die gute Defensiv-Leistung des MHC spricht.
HTCU-Trainer Andre Henning: „Der Niederlage geht absolut in Ordnung. Wir haben gegen die Mannheimer Raumdeckung nur selten die Mittel gefunden, die wir im Training und im Video einstudiert hatten. Vor allem in der zweiten Halbzeit hatten unsere Stürmer kaum noch gefährliche Bälle und Aktionen. Mit einer richtig guten Eckenquote wäre mehr drin gewesen. Aber wir waren heute einfach klar schlechter als die Mannheimer; wobei man auch anerkennen muss, dass die Mannheimer eine starke Gesamtleistung geboten haben. Bei uns kamen noch viele Ungereimtheiten in der Defensive hinzu, so verlierst du eben 2:5. Die Gelben Karten gegen Rabente und Stralkowski finde ich in dieser Situation extrem hart. Ich kann die Reaktion meiner Jungs da durchaus verstehen. Wenn man eine klare Ecke nicht gibt und drei Minuten später ein umstrittenes Tor fällt, kann man als Schiedsrichter auch mal ein paar Emotionen zulassen. Aber die Eintscheidungen waren nicht spielentscheidend. Wir waren heute einfach zu schlecht, um uns Punkte zu verdienen.“
HTCU: Welsch, Gehlen, Keusgen, Fürk, Kamphaus, Rieger, Polk, Rabente, Otto, Leusmann, Matania, Stralkowski, Rühr, Fleckhaus, F. Meyer, Schmitz.
Tore: 1:0 Witthaus (9.), 2:0 Schulz-Linkholt (28.), 2:1 Stralkowski (40./KE), 3:1 Prochazka (44./KE), 3:2 Stralkowski (46./KE), 4:2 Witthaus (58.), 5:2 Schulz-Linkholt (64.).
Zuschauer: 300
KE: 3/7
Gelbe Karten: Stralkowski, Rabente (beide 28./beide Meckern), Matania (66./Stockfoul).
Kapitän Jan Philipp Rabente vor dem Duell in Mannheim.
Erst ein Spieltag ist vorbei, doch schon manche sprechen vor dem Duell der Uhlen am Samstag in Mannheim vom Spitzenspiel. Uhlen-Kapitän Jan Philipp Rabente interessiert das wenig. Er will Punkte holen und spricht über die Ziele - gegen Mannheim und für den Rest der Saison.
htcu.de: 6:1 am vergangenen Samstag im Waldstadion - ein eindrucksvoller Start. Wie bewertest Du das Auftaktspiel gegen Harvestehude?
Jan
Philipp Rabente: Klar, ein 6:1 hört sich im ersten Moment nach einer Klatsche an. Ich denke, für ein Saisonauftaktspiel kann man auch mehr als zufrieden sein, aber man darf nicht außer
Acht lassen, dass wir mit dem HTHC gegen ein Team gespielt haben, das sich noch an die Erstliga-Luft gewöhnen muss und sicher nicht den besten Tag erwischt hat. Sowohl in der Offensive als auch
in der Defensive sehe ich bei uns noch erhebliches Entwicklungspotential, gerade die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor haben wir trotz der sechs Tore das ein oder andere Mal vermissen lassen. Da geht
noch mehr.
htcu.de: Nun steht Mannheim
vor der Tür. Mit einem Sieg könnt ihr Erster werden. Und gegen den MHC gab es zuletzt wichtige Niederlagen. Was bedeutet dieses Spiel für
Euch?
Rabente: Ob wir nun mit einem Sieg in Mannheim die
mögliche Tabellenspitze erobern können oder nicht ist in der jetzigen Saisonphase unbedeutend.
Wichtig für uns ist es, möglichst in jedem Spiel nah an unsere Leistungsgrenze zu kommen und was dann alles möglich ist, haben wir in der vergangenen Spielzeit gesehen.
Nein, also die Partie gegen Mannheim ist für uns trotz der Niederlagen in der vergangenen Hallen- und Feldsaison keine besondere. In den genannten Spielen sind wir nicht an Mannheim gescheitert
sondern an uns selbst.
htcu.de: Was bedeutet der starke Start für die Saison, was sind die Ziele? Und welche Rolle spielt das MHC-Match am Samstag dabei?
Rabente: Natürlich ist es wichtig einen guten Saisonstart hinzulegen und möglichst früh das Punktekonto nach oben zu schrauben, denn das Spielsystem der Hockeyliga mit nur einer einfachen Hinrunde verzeiht nicht viele Ausrutscher. Unser Ziel ist es bis zur Hallensaison möglichst viele Punkte zu sammeln, auf die Tabelle schauen wir erst im Frühjahr.
Für mich ist der MHC am Samstag leicht in der Favoritenrolle, aber unser Anspruch ist es auch auswärts bei den Top-Teams der Liga zu punkten. Ganz klar: Wir wollen drei Punkte.
Mit voller Kraft voraus: Thilo Stralkowski verwandelt eine Kurze Ecke spektakulär zum 2:0 (Foto: D. Matania).
Christopher Rühr im Zweikampf mit Sebastian Feller (Foto: D. Matania).
Welch ein Ausrufezeichen und welch ein köstlicher Bilderbuchstart! Mit dem 6:1 (3:0)-Erfolg gegen den Aufsteiger Harvestehuder THC ist Feldhockey-Bundesligist Uhlenhorster HTC der perfekte Auftakt gelungen.
Nein, sie hatten auch nicht nur den leisesten Zweifel an sich und ihr Leistungsvermögen. Bei dieser arbeitsreichen und akribischen Vorbereitung! Aber der erste Schritt, zumal gegen einen ambitionierten Aufsteiger, ist stets mit dem einen oder anderen Fragezeichen versehen. Nach verrichteter Arbeit war davon nicht mehr die Rede: Ausrufezeichen allenthalben nach einer stimmigen Vorstellung im heimischen Waldstadion. Der Auftakt der Begegnung stand im Zeichen des gegenseitigen Abtastens. Nur ja nicht in Rückstand geraten, so das Ansinnen der „Uhlen“, die in dieser Saison Europa buchen möchten, und bei den hanseatischen Bundesliga-Rückkehrern. Nach einer Viertelstunde eröffneten sich dem über ein Jahr daheim ungeschlagenen HTCU die ersten Chancen: Jan Fleckhaus hatte im Schusskreis den Schläger am Ball (15.), acht Minuten später hielte Gästekeeper Marc Duchow die kurze Ecke von Thilo Stralkowski schier sensationell. Direkt im Anschluss brannte es bei den Gastgebern lichterloh. Zunächst parierte Tim Welsch gegen Josip Somin, den Abpraller versemmelte der Österreicher Benjamin Stanzl. Den zu diesem Zeitpunkt nicht konsequent genug agierenden Mülheimern war da das Glück hold. Doch es war auch eine Aktion mit Hallo-wach-Charakter. Auf einmal waren sie präsent, die „Uhlen“. Und entschlossen und zielstrebig. In der 25. Minute war Thilo Stralkowski der filigrane Wegbereiter und Johannes Schmitz der dankbare Abnehmer: 1:0 und damit der Auftakt eines munteren Trefferfestivals. Bei der Auswahl von Trainer André Henning war der Knoten geplatzt, Stralkowski legte mit Power und unhaltbar das 2:0 nach, Tobias Matania ließ kurz darauf den dritten Streich folgen. Nationalspieler Benedikt Fürk zeichnete für die Vorarbeit verantwortlich und brachte als Defensivmann seine Offensivstärke ein. Die zweite Schwächephase der Uhlenhorster war geprägt von verpassten Chancen (Jannik Otto 40., Christopher Rühr 43.) und dem Anschlusstreffer der Hamburger durch Christopher Eggert (45.), bei dem Welsch schier machtlos war. Der HTCU wackelte nun, bekam aber rechtzeitig wieder die Kurve, was sich eben auf den Begriff Qualität stützt. Die vergebene kurze Ecke von Schmitz war ein Signal, das 4:1 durch den jungen Jan Nitschke (nach Vorarbeit von Fleckhaus) bedeutete die Vorentscheidung. Die weiteren Treffer durch Fleckhaus und erneut Schmitz waren für die Zuschauer willkommene Zugaben. Und bei weiteren Chancen hätte es durchaus noch etwas mehr sein dürfen. Aber auch so gilt der Traumstart, der zweite Tabellenplatz und der Ausblick auf das Topspiel am kommenden Samstag in Mannheim. „Wir hatten noch zu viele Schwächephasen, die wir besser deckeln müssen. Anfang der zweiten Halbzeit können wir den Sack auch deutlich früher zumachen. Letztlich bin ich zufrieden. Wir haben wenig zugelassen und uns eine Menge Chancen herausgespielt. Wir wissen aber, woran wir noch arbeiten müssen“, sagte Trainer Henning nach dem Uhlenhorster Blitzstart.
Quelle: derwesten.de
Traum-Einstand: Jan Nitschke machte bei seinem ersten Bundesliga-Spiel direkt ein Tor.
Welch ein Auftakt im Waldstadion. 500 Fans feierten einen 6:1-Auftaktsieg der Uhlen gegen den Harvestehuder THC. Phasenweise zeigten die Mülheimer Klasse-Hockey, hatten aber auch ihre Schwächephasen, an denen jetzt gearbeitet werden soll. Am kommenden Samstag steigt ein echtes Spitzenspiel. In Mannheim geht es als Bundesliga-Zweiter zum Primus.
Ihre Schwächephasen offenbarten die Mülheimer jeweils zu Beginn der beiden Halbzeiten, ansonsten dominierten sie die Partie gegen einen starken Neuling vollends. Bereits in der Startphase der Partie war der HTCU zwar besser, doch auch die Hamburger hatten ihre Chancen. Ein Schuss von Stanzl ging knapp vorbei, eine Ecke parierte Keeper Tim Welsch großartig. Die Uhlen trafen zum richtigen Zeitpunkt: Johannes Schmitz vollendete einen Gala-Konter im Zusammenspiel mit Jan Fleckhaus – 1:0. Danach ging es Schlag auf Schlag: Thilo Stralkowski hämmerte eine Kurze Ecke in den Winkel, kurz danach setzte Tobias Matania nach Fürk-Flanke einen drauf – 3:0 zur Pause.
Doch nach dem Seitenwechsel gaben die Uhlen das Zepter aus der Hand. Der erste Treffer der Hamburger war deshalb nicht unverdient, auch wenn die Mülheimer zwei Riesenchancen und zwei Kurze Ecken zuvor vergeben hatten. Doch ausgerechnet ein Youngster machte den Deckel auf das Spiel. Jan Nitschke, erst am Mittag durch die Verletzung von Tim Leusmann in den Kader gerückt, stand am langen Pfosten goldrichtig – 4:1, Messe gelesen. Nitschke schoss somit in seinem ersten Bundesliga-Match direkt seinen ersten Treffer. Und: Es war das erste HTCU-Bundesliga-Spiel seit über 15 Jahren, an dem Tim Leusmann nicht teilnahm. Er war bislang noch nie verletzungsbedingt ausgefallen, musste aber diesmal seinen Rückenschmerzen Tribut zollen und wurde für weitere Aufgaben geschont.
Jan Fleckhaus und Johannes Schmitz mit herrlichen Stechertoren setzten die Sahnehaube auf eine gute Auftaktleistung. „Wir hatten noch zu viele Schwächephasen, die wir besser deckeln müssen. Anfang der zweiten Halbzeit können wir den Sack auch deutlich früher zumachen. Letztlich können wir froh sein, den HTHC so früh in der Saison gespielt zu haben. Wenn die sich einspielen, werden die in der Liga noch ein Wörtchen mitreden“, meinte HTCU-Trainer André Henning. „Letztlich bin ich zufrieden. Wir haben wenig zugelassen und uns eine Menge Chancen herausgespielt. Wir wissen aber, woran wir noch arbeiten müssen.
Die Uhlen sind durch den Auftakterfolg nun Zweiter der Bundesliga. Spitzenreiter ist der Mannheimer HC, der den Rüsselsheimer RK mit 6:0 bezwang. Am Samstag (16 Uhr) steigt in Mannheim somit das Spitzenspiel zwischen Erstem und Zweitem.
HTCU: Welsch, Gehlen, Keusgen, Fürk, Polk, Kamphaus, Rieger, Rabente, Matania, Otto, F. Meyer, Stralkowski, Fleckhaus, Schmitz, Rühr, Nitschke.
Tore: 1:0 Schmitz (26.), 2:0 Stralkowski (30./KE), 3:0 Matania (32.), 3:1 Eggert (45.), 4:1 Nitschke (53.), 5:1 Fleckhaus (56.), 6:1 Schmitz (64.).
KE: 3/4.
Zuschauer: 500.
Der Kreis schließt sich nach einem langen und harten Weg. Am 3. August begann beim Feldhockey-Bundesligisten HTC Uhlenhorst eine Saisonvorbereitung mit neuen Dimensionen.
Am Samstag (16 Uhr, Waldstadion) sollen die gemeinsamen Mühen beim Ligaauftakt gegen den hoch einzustufenden Harvestehuder THC erste Früchte tragen.
Jugend marschiert! So die Zustandsbeschreibung beim Mülheimer Hockey-Aushängeschild. Im vorausgegangenen Freiluftreigen haben die „Uhlen“ richtig Fahrt aufgenommen, sich den Respekt der teilweise hochkarätigen Gegner verdient und bei der DM-Endrunde in Düsseldorf den Sprung nach Europa nur mit Pech verpasst. Die juvenile Note greift auch beim Uhlenhorster Trainer. Ganze 26 Jahre ist der Jurastudent André Henning alt, der die fachliche Kompetenz verinnerlicht hat und seine Leidenschaft für den Hockeysport an eine Auswahl weiterreicht, die in den vergangenen Monaten unglaubliche Fortschritte gemacht hat, ihren Reifeprozess aber noch lange nicht abgeschlossen hat. „Wir haben eine Vorbereitung mit Höhen und Tiefen hinter uns“, blickt der Trainer auf die vergangenen Wochen zurück. Zu den Tiefen gehörte, dass die zusehends wachsende Nationalspielerschar nach diversen internationalen Einsätzen (Champions Trophy, U21-EM) nach der verdienten Atempause erst mit Verspätung die Arbeit aufnahm.
Henning hatte sich im Testspielreigen bewusst für so manche hohe Hausnummer entschieden. Auch mit Blick darauf, dass Harvestehude, das so etwas wie ein Geheimfavorit ist, eben auch anerkanntes Fachpersonal rekrutiert. Die Erinnerung an die niederländische Prominenz aus Eindhoven und Rotterdam ist in wacher Erinnerung: „Die haben wir gerne genommen, denn da bedeutete jeder Fehler ein Gegentor. Für den Reifeprozess der Mannschaft war das sehr hilfreich“ sagt Henning, der im Ligabtrieb auf die nötige Konstanz und Konzentration hofft. Mal haben die „Uhlen“ zuletzt sehr gut gespielt, dann gab es wieder Hänger. Nun gilt es, die Topleistung tunlichst über die gesamte Distanz abzurufen „Die Jungs müssen beweisen, wo ihr Limit ist.“
„Endlich“, so der allgemeine Tenor mit Blick auf den so nahen Saisonstart. Nach den Sprüngen der Vorsaison gehen es Kapitän und Leitwolf Jan Philipp Rabente und Co. mit einem guten Gefühl und großer Zuversicht an. Auch deshalb: „Der Spielplan war schon einmal schlechter für uns“, sagt Henning. Natürlich, diesmal ist es ein Heimspiel mehr, wobei Meister Rot-Weiss Köln, Vizemeister UHC Hamburg, der Berliner HC und eben diese überhaupt nicht zu unterschätzenden Harvestehuder (u.a. mit Rückkehrer Tobias Hauke, der als bester Mittelfeldspieler der Welt gilt, Abwehrspieler Moritz Fuhrmann und Hockeylegende Dr. Michael Green) allesamt im Waldstadion gastieren. „Wir haben bei uns vor einem Jahr gegen Berlin das letzte Mal nach der normalen Spielzeit verloren. Das spricht für unsere Heimstärke, Bis Oktober wollen wir so viele Punkte wie möglich sammeln“, gibt der Trainer die Richtung vor. Bis dahin stehen sieben Partien auf dem Spielplan, die weiteren vier finden aufgrund der Zweiteilung der Saison erst im April statt. So weit will Henning dann auch nicht vorausschauen. Doch das Ziel ist ausgemacht: DM-Endrunde 2011 beim Mannheimer HC, der nicht zuletzt durch Neuzugang Matthias Witthaus zum erlauchten Kreis zählt. Diesmal will der HTCU etwas in Händen halten, tunlichst die Teilnahme an der EHL. Vor wenigen Monaten haben nur Nuancen gefehlt. „Jetzt nehmen wir einen neuen Anlauf“, heißt es unisono und entschlossen.
Die Geschlossenheit gilt als weiteres Pfund, mit dem am Uhlenhorstweg gewuchert wird. Das besitzt im menschlichen Bereich ebenso Gültigkeit wie in der Leistungsbreite. Kein anderer Klub ist auf den Positionen 13, 14 und 15 so gut besetzt. Auch deshalb: Gute Reise! Wünschenswerterweise bis nach Europa!
Aus der A-Jugend sind Talente wie Christopher Rühr oder Niklas Rieger in den Bundesligakader aufgerückt. Ansonsten hat der HTC Uhlenhorst personell nicht nachgelegt. Warum?
Grundsätzlich würden wir nur jemanden von außerhalb verpflichten wollen, der uns deutlich verstärken würde. Da fallen mir spontan nur Matthias Witthaus und Tobias Hauke ein. Witthaus ist von Barcelona nach Mannheim gegangen. Er ist für uns nicht bezahlbar gewesen. Hauke, derzeit bester Mittelfeldspieler der Welt, ging von Rot-Weiß Köln zurück zum Harvestehuder THC. Mehr gab der Markt an wechselbereiten Spielern in dieser Sommerpause nicht her.
Wie verhindert es der HTC Uhlenhorst, dass Spieler aus dem Bundesligakader abgeworben werden?
Abwerbungsversuche gibt es natürlich immer mal wieder. Das weiß ich auch als Vater von Thilo Stralkowski. Wir bieten den Spielern, die sich teilweise seit dem Kindergarten-Alter kennen, ein
homogenes Mannschaftsgefüge. Dabei profitieren wir von einer guten Jugendarbeit. Und unser großes Plus ist der Trainer. Meiner Meinung nach haben wir mit André Henning den besten Coach, den die
Bundesliga zu bieten hat.
Welche Zielsetzung gibt es für die kommende Spielzeit?
Die Saison endet erst im Frühjahr 2011. Daher ist eine Prognose zum jetzigen Zeitpunkt schwierig. Das Ziel sollte aber die Teilnahme an der deutschen Meisterschafts-Endrunde in Mannheim sein.
Dort wollen wir nach Möglichkeit mindestens Dritter werden, um international spielen zu können. Ich bin auch ein großer Fan des Hallenhockeys. Ende Januar findet in Duisburg die deutsche Endrunde
statt. Es wäre schön, wenn wir uns dafür qualifizieren würden. Allerdings ist das eine ganz schwierige Aufgabe.
Wer sind denn derzeit die Top vier in der Feldhockey-Bundesliga?
Rot-Weiss Köln und der UHC Hamburg haben die besten Mannschaften. Dahinter sehe ich den Mannheimer HC. Um den vierten Halbfinalplatz kämpfen mehrere Mannschaften, zu denen wir auch zählen. Der
Berliner HC hat in der vergangenen Saison zum Teil sehr stark gespielt. Auch der Harvestehuder THC, unser erster Gegner am Samstag, könnte durch die Rückkehr von Mittelfeldspieler Tobias Hauke
eine gute Rolle spielen.
Gibt es Veränderungen in der Feldhockey-Bundesligasaison 2010/11?
Es wird in den Bundesligapartien keine Verlängerung geben. Auch das Penaltyschießen fällt weg. Die Spiele sind nach 70 Minuten beendet. Für einen Sieg gibt es weiterhin drei Punkte, für ein Remis einen. Erst in den Play-Offs gibt es bei einem Unentschieden 2 x 7,5 Minuten Verlängerung und gegebenenfalls auch ein Siebenmeterschießen.
Hockey-Bundesliga kostet Geld. Eine gute Jugendarbeit ist auch nur durch das Engagement von Sponsoren möglich. Zieht die Mülheimer Wirtschaft mit?
Das ist ein schwieriges Kapitel. Natürlich wünschen wir uns noch weitere Partner, um unsere Ideen, die wir noch haben, optimal umsetzen zu können. Generell wird die Situation aber zusehends besser. In diesem Jahr ist der Kreis der Sponsoren größer geworden. Um den Spitzensport zu fördern, ist vor Jahren der Initiativkreis der Mülheimer Wirtschaft gegründet worden. Unser Vorsitzender Christian Häbel bemüht sich sehr darum, neue Mitglieder zu finden. Dies muss auch eine der Hauptaufgaben für die Zukunft sein. Damit wir im Spitzensport überleben und Vereinen wie Rot-Weiss Köln oder dem Mannheimer HC Paroli bieten können, müssen wir eine optimale Jugendarbeit machen.
André Henning steht mit hochrotem Kopf zwischen seinem Team, kurz zuvor hat er wild gestikulierend eine Auszeit beim Schirigespann gefordert. Das Spiel läuft nicht nach seinen Vorstellungen und das macht er seiner Mannschaft jetzt lautstark klar. In solchen Momenten kann man glücklich sein, dass der Uhlenhorster Trainer erst 26 Jahre alt ist und damit der jüngste Coach der Bundesliga. Ansonsten müsste man ernsthaft um seine Gesundheit fürchten. htcu.de hat nachgefragt. Webster, wie André von seinen Jungs genannt wird, spricht über Motivation, die Mülheimer Philosophie und Ziele der Uhlentruppe.
htcu.de: André, die oben beschriebene Szene konnte man in der abgelaufenen Spielzeit einige Male beobachten. Braucht dein Team öfter solche Ansprachen und woher ziehst du diese unbändige Motivation mit dieser Mannschaft so intensiv zu arbeiten?
Henning: Es kommt in jeder Mannschaft vor, dass sie Höhen und Tiefen durchlebt – auch innerhalb eines Spiels. Da ich das Team und viele einzelne Spieler bereits seit einigen Jahren kenne, weiß ich auch, dass ich ihr ab und zu mit einer intensiveren Ansprache helfen kann. Letztlich geht es mir ja nicht darum, im ganzen Stadion gehört zu werden, erst Recht nicht rumzupöbeln. Ziel ist es schließlich, aus der Mannschaft das Maximum rauszuholen. Das ist uns in den letzten drei Jahren seit ich hier mit den Herren arbeite gut bis sehr gut gelungen. Und das gibt mir auch die Motivation. Solange ich weiß, dass in der Mannschaft noch Potential steckt, das wir gemeinsam wecken können, macht es auch Spaß. Letztlich bin ich ein Typ der von seinen Spielern und sich selbst fordert, Dinge mit vollem Engagement, also mit hundertprozentiger Konsequenz anzupacken. Wenn ich die nicht mehr spüren und vorleben würde, wäre ich der falsche Mann.
htcu.de: Ihr seid jetzt zweimal hintereinander knapp an der EHL-Quali gescheitert und in der Halle ins deutsche Halbfinale vorgestoßen. Wo geht die Reise 2010/11 hin und wie sieht der langfristige Plan am HTC Uhlenhorst aus?
Henning: Wir versuchen natürlich vorrangig unser Team, so wie es derzeit steht, zusammenzuhalten. Wir haben so viele große Talente und potentielle Spitzenspieler im Kader, da geht es darum Entwicklungsprozesse einzuleiten und zu fördern. Zusätzlich müssen wir uns natürlich nach Möglichkeit punktuell von außen verstärken, dann muss es jedoch menschlich passen und ein möglicher Neuzugang müsste eine Granate sein, die uns wirklich weiterbringt. Grundsätzlich lebt der Club jedoch überwiegend von den Eigengewächsen. Unsere Jugendarbeit ist sicher ganz gut; aber wenn wir die Philosophie fortsetzen möchten, dass sich eine Mülheimer Bundesliga-Mannschaft überwiegend aus Jungs aus der eigenen Nachwuchsförderung zusammensetzen soll und dabei in der Spitze mitspielt, müssen wir uns konzeptionell neu aufstellen. In diesem Prozess befinden wir uns gerade innerhalb des Vereins.
Wo die Reise in der Bundesliga in dieser Saison hingeht, entscheidet die Mannschaft selbst. Sie hat viel Potential, aber die Liga ist auch sehr ausgeglichen besetzt. Ich schaue zunächst nur auf den ersten Saisonteil. Bis Oktober will ich vor allem eine Menge Punkte aus den sieben Spielen holen und zudem hoffe ich, dass sich die Mannschaft in vielen Bereichen weiterentwickelt.
htcu.de: Mannheim holte Matthias Witthaus, Alster den englischen Captain Berry Middleton und auch der Namensvetter aus Hamburg verstärkte sich in der Sommerpause weiter. Ihr fahrt eine ganz andere Philosophie und seid als einziges Bundesligateam ohne jeglichen Neuzugang geblieben. Wie kann das funktionieren und vor allem: Ist das auf die nächsten Jahre mit den hohen Ansprüchen vereinbar?
Henning: Jedes Konzept, jede Philosophie hat seine Vor- und Nachteile. Natürlich unterscheiden wir uns diametral von Vereinen wie dem Club an der Alster oder Mannheim, aber auch insbesondere von Köln. Unsere Idee ist es eben, dass wir auf unsere eigenen Jungs aus unserem Club setzen; Jungs, die wir kennen, ausgebildet und gefördert haben, denen wir eine Chance geben, die Zeit bekommen, um sich zu entwickeln. Natürlich hätte ich als Trainer nichts gegen Matthias Witthaus oder Berry Middleton in unserem Kader. Aber vom Jahresgehalt eines der genannten Spieler können wir ein Dreivierteljahr unsere komplette Jugendarbeit unterhalten. Die Jugend ist und bleibt unsere Basis und das ist auch richtig so. Denn das macht den HTC Uhlenhorst aus. Bei uns kann sich der Verein, also unsere Jugendspieler, Eltern, Fans, Freunde, Sponsoren, noch mit seiner Bundesliga-Mannschaft identifizieren. Fans und Spieler kennen sich untereinander und wir haben keine Möchtegern-Stars, die sich nur deshalb in unseren Club verirren, weil wir ihnen einen dicken Scheck geben, damit sie sich ein schickes Auto leisten können. Bei uns kamen in der vergangenen Saison deshalb im Schnitt fast 600 Zuschauer. Bei unserem Auswärtsspiel beim Club an der Alster hätte ich jedem der zwölf Zuschauer die Hand geben können, bei der Hälfte habe ich es sogar getan, denn die kam aus Mülheim. Das ist bei den anderen genannten Vereinen ja kaum anders.
Diese Vereine können sich durch ihre zum Teil exorbitant hohen finanziellen Engagements den kurzfristigen Erfolg kaufen, doch wir bauen vielmehr auf Nachhaltigkeit und Authentizität unserer Mannschaft.
Und: Welcher Erstliga-Verein, außer dem Berliner HC und UHC Hamburg stellt denn noch regelmäßig Endrunden-Teilnehmer bei den Jugendmeisterschaften? Ich bin gespannt, ob es nicht Clubs gibt, die mit solch kurzfristigen Konzepten auf die Nase fallen. Uns ist das vor zehn Jahren passiert, als wir 2001 erstmals abgestiegen sind. Den Fehler begehen wir kein zweites Mal. Es macht übrigens unfassbar viel Spaß mit jungen Talenten zu arbeiten. Unsere Youngster Christopher Rühr, Niklas Rieger oder Jan Nitschke in die Bundesliga zu bringen - es gibt nichts Besseres.
Dennoch bin ich Realist genug, um zu wissen, dass man heutzutage keine Titel mehr gewinnt, wenn man sich nicht mit Spitzenspielern verstärkt. Wir waren im Sommer mit vier hochkarätigen Spielern im Gespräch, aber es hat aus verschiedenen Gründen nicht gepasst, drei sind schließlich bei ihrem Club geblieben, kamen also gar nicht auf den Markt. Unsere Mannschaft ist derzeit jedoch stark genug, dass wir keine Panikkäufe auf dem Transfermarkt machen müssen. Die Truppe hat ausreichend Klasse und wir werden auch in dieser Saison wieder junge Spieler sehen, die sich so stark entwickeln, dass sie gefühlte Neuzugänge sind.
htcu.de: Schauen wir einmal aufs Wochenende und die ersten Partien der Saison. Am Samstag kommt mit dem Harvestehuder THC ein starker Aufsteiger. Auf was müssen sich die Uhlenfans gefasst machen?
Henning: Auf einen Aufsteiger, der nicht wie ein Aufsteiger spielen wird. Harvestehude wird unter die ersten acht der Bundesliga kommen, da bin ich mir sicher. Die haben eine wirklich gute Mannschaft zusammen. Mit Tobias Hauke einen der besten Mittelfeldspieler der Welt. Im Sturm ist mit Tobi Lietz ein Nationalspieler, zwei Österreicher mit Benjamin Stanzl im Sturm, zudem Michael Körper, der ein starker Eckenschütze ist. Fuhrmann, Feller, nicht zu vergessen Dr. Michael Green sind auch durchweg gute Jungs. Das einzige, was sie wie ein typischer Aufsteiger mitbringen werden, ist die Euphorie, die man nach Rückkehr ins Oberhaus hat. Aber wir haben in der vergangenen Saison gezeigt, dass wir alle Teams der Liga schlagen können, das wird auch für den HTHC gelten. Gerade in unserem eigenen Stadion, wo wir seit einem Jahr ungeschlagen sind.
htcu.de: Im Anschluss geht es nach Mannheim. Gibt es da offene Rechnungen zu begleichen?
Henning: Da gibt es drei Punkte zu holen - mehr nicht. Ich halte persönlich nicht viel davon Rechnungen zu begleichen. Und wer das machen möchte, der wird ein Aus im DM-Hallen-Halbfinale oder EHL-Entscheidungsspiel nicht durch einen Sieg am zweiten Spieltag wettmachen.
htcu.de: Letzte Frage, André: Nehmen wir mal an, ich bin noch unentschlossen am Samstag zum Spiel zu kommen. Sag mir wieso ich den 80. Geburtstag meiner Oma sausen lasse und ins Waldstadion zu eurem Spiel komme.
Henning: Ich weiß, dass meine Oma schwer enttäuscht ist, wenn ich bei ihrem Geburtstag fehlen würde und weiß auch, dass man es vielleicht bereut, wichtige Ereignisse mit den Großeltern verpasst zu haben. Aber an alle, die keinen herausragenden Familienevent am Samstagnachmittag haben, kann ich nur appellieren, dass hochklassiges Hockey zweier starker, motivierter Teams geboten wird, mit viel Action, guter Stimmung und Hockeystars zum Anfassen. Wer will, kann in der Halbzeit selbst ein wenig die Keule schwingen oder ein Bier trinken – es lohnt sich bestimmt. (DK)
Doppelpack: Johannes Schmitz traf zweimal aus dem Spiel heraus.
Die Bundesliga-Herren des HTC Uhlenhorst können mit einem guten Gefühl in die Bundesliga-Saison starten. Im abschließenden Testspiel beim niederländischen Erstligisten TMHC Tilburg gewannen die Uhlen 4:0 (2:0). Am Samstag startet die neue Erstliga-Spielzeit mit dem Heimdebüt gegen den Harvestehuder THC.
Die Mannschaft setzte nahezu alle Vorgaben bestens um. Vor allem die Defensive war zuletzt eine Baustelle der Mülheimer. Diesmal standen die Uhlen sicher, ließen kaum eine Chance aus dem Spiel heraus zu, zudem nur zwei Kurze Ecken gegen. Eine davon fischte Keeper Tim Welsch mit starker Parade aus dem Winkel. Insbesondere das Thema Spielkontrolle war Trainer André Henning wichtig und nach leichtem Stotterstart gehörte das Match dem HTCU vollends. Johannes Schmitz sorgte mit einem Doppelpack für die souveräne 2:0-Halbzeitführung. Nach dem Seitenwechsel setzten Tobias Matania per Kurzer Ecke und Thilo Stralkowski mit dem Tor des Tages noch eins drauf. Stralkowski hämmerte den Ball nach feiner Vorarbeit von Felix Meyer und Christopher Rühr vom Schusskreisrand in den Winkel. In der zweiten Halbzeit dominierten die Gäste das Geschehen nach Belieben, trotz zweimaliger Unterzahl – Daniel Kamphaus und Ole Keusgen hatten Gelb gesehen.
Die Formkurve der Uhlen zeigt rechtzeitig vor dem Start gegen Bundesliga-Rückkehrer Harvestehude jedenfalls nach oben. Anstoß im Waldstadion ist am Samstag um 16 Uhr.
HTCU: Welsch, Gehlen, Keusgen, Fürk, Polk, Rieger, Kamphaus, Rabente, Otto, Leusmann, Matania, Stralkowski, Schmitz, F. Meyer, Fleckhaus, Rühr.
Tore: 0:1 Schmitz (25.), 0:2 Schmitz (30.), 0:3 Stralkowski (51.), 0:4 Matania (59./KE).
KE: 2/4.
HC Rotterdam - HTC Uhlenhorst 7:3 (3:3)
Bredase Hockey Verenigung Push - HTC Uhlenhorst 3:4 (0:2)
Mit einem Sieg und einer Niederlage hat Feldhockey-Bundesligist HTC Uhlenhorst das holländische Wochenende im Rahmen seiner Saisonvorbereitung abgeschlossen.
Bei der Begegnung beim Topverein Rotterdam musste HTCU-Trainer André Henning den krankheitsbedingten Ausfall von Johannes Schmitz (Infekt) verkraften, zudem fehlte wie angekündigt Philip Meyer. Im faszinierenden Stadion von Rotterdam haben die Mülheimer eine sehr schwankende Leistung gezeigt. Die ersten zehn Minuten und die Schlussphase waren schwach. Ansonsten hat der Bundesligist das Spiel dominiert, hatte mehr Chancen (elf) und mehr Ecken (vier, davon jedoch keine genutzt). „Wenn wir es schaffen, das phasenweise gute bis sehr gute Spielniveau über einem längeren Zeitraum zu konservieren, sind wir auf einem guten Weg. Auf der anderen Seite müssen wir gnadenloser und kaltschnäuziger werden“, sagte der Coach. Nach dem 0:2-Rückstand übernahmen die Gäste die Regie und kämpften sich bis zum 3:3 heran. Nach dem Seitenwechsel besaßen die „Uhlen“ Chancen um Chance und bis dahin vier Ecken. Zu diesem Zeitpunkt hätte der HTCU die Weichen auf Sieg stellen müssen, doch es fehlte die absolute Konsequenz und Kaltschnäuzigkeit, um die entscheidenden Treffer zu erzielen. Der HTCU rannte in der Schlussphase in zwei Konter. Nach dem 3:5 war die Gegenwehr nicht mehr vorhanden.
Neben Schmitz und Philip Meyer fiel am Folgetag in Breda noch Niklas Rieger (krank) aus. Der HTCU hatte sich vorgenommen, etwas stabiler und konstanter zu agieren als am Vortag. Vor allem das Thema Risikomanagement stand dabei im Fokus. In den ersten 45 Minuten gelang das überwiegend gut gegen einen sehr schwierig zu spielenden, weil zum Teil aggressiv und unangenehm agierenden Gegner. Breda hatte den Sprung in die 1. Liga nur knapp verpasst und gilt nun als Aufstiegsfavorit, der die Klasse hätte, sich in der 1. Bundesliga zu behaupten.
In den ersten 45 Minuten hatten die Gäste die Partie durchgängig im Griff, bei den wenigen Fehlern war Torwart Björn Brinkmann, der den Stammkeeper Tim Welsch vertrat, auf dem Posten. Auch der Doppelschlag zum 2:3 brachte den HTCU nicht aus dem Konzept, aber zwischen der 50. und 60. Minute ließen die Mülheimer erneut gute Gelegenheiten liegen (Stralkowski traf den Pfosten), wobei die Konzentration fehlte, um die Entscheidung herbeizuführen.
Dennoch war nach dem 3:0 ein Spannungsabfall zu spüren, der den Gastgebern die Rückkehr ins Spiel ermöglichte. Positiv ist, dass sich die „Uhlen“ zurück ins Spiel gekämpft haben, um die Partie noch zu gewinnen. Jan Fleckhaus krönte mit dem Treffer zum 4:3 seine starke Gesamtleistung an dem Wochenende mit zwei Treffern und drei Torvorlagen.
Starke Vorstellung: Tobias Matania.
HTC Uhlenhorst -
Oranje Zwart Eindhoven 7:8 (5:3)
Nein, es war kein Vorgriff auf die torselige Hallensaison.
Es war halt ein offensives Feuerwerk unter freiem Himmel, das die ambitionierten Erstligavertreter HTC Uhlenhorst und Oranje Zwart Eindhoven vor höchst angetanen Zuschauern abbrannten.
Eingebettet in eine knallharte Vorbereitung, die am Montag mit einer Athletikeinheit fortgeführt wird, und einem eingehenden Check aller HTCU-Spieler durch Physiotherapeuten am Samstag vor der Abfahrt nach Nijmegen, lieferten sich die beiden Spitzenteams im Waldstadion einen mitreißenden Schlagabtausch. Sowohl die Mülheimer als auch die Orange-Schwarzen ließen sich in der Offensive nicht lange bitten und zeigten, dass sie in ihren Ligen zur High Society gehören. Der HTCU war in der abgelaufenen Saison Vierter (und will in der anstehenden natürlich mehr), Eindhoven verdiente sich in der Hoofsklasse Rang drei und damit das begehrte EHL-Ticket, das den „Uhlen“ mit viel Pech verwehrt blieb.
Ohne Ole Keusgen (der nach dem Hundebiss noch zwei Wochen aussetzen muss und erst kurz vor dem Saisonstart ins Training einsteigen kann), den Urlauber Felix Meyer, Philip Meyer (Aufbautraining) und Moritz Polk (Zahn-OP), aber wieder mit dem jungen Niklas Rieger, der sowohl in der Innenverteidigungals auch auf der Außenbahn eine richtig gute Figur machte, ging es aus Uhlenhorster Sicht gleich stürmisch los. Jannik Otto kam nach einer gelungenen Kombination über die rechte Seite bereits in der 4. Minute zur ersten Chance, Kapitän Jan Philipp Rabente nutzte im Anschluss gleich die zweite: 1:0 per Siebenmeter (7.). Der Auftakt eines putzmunteren Torreigens, der buchstäblich in der letzten Spielminute endete.
Gegen die ebenfalls mitten der Vorbereitung steckenden Gäste legte der HTCU bis zum 3:3 jeweils vor, Oranje Zwart legte seinerseits jeweils nach. Auf der Ziellinie der ersten Halbzeit setzten sich die Schützlinge von Coach André Henning dann ab. Das 5:3 durch Christopher Rühr, eine argentinische Rückhaus wie aus dem Bilderbuch, war beim Torfestival eine krachende Augenweide. Nach gut 40 Minuten war die Führung gar auf drei Treffer ausgebaut (7:4 durch Otto), doch dann mussten die Uhlenhorster zusehends einer Vorbereitung mit bislang unerreichter Intensität Tribut zollen. Die Kräfte schwanden, die Konzentration war dahin. Kurz: Der Akku war richtig leer. Dank der Eckenkünste von Nationalspieler Mink van der Weerden reichte es für die Gäste sogar noch zum Sieg.
„Die Mannschaft hat in der Offensive hervorragend gespielt“, lautete das Fazit von Manager Horst Stralkowski. „Auch aufgrund von Experimenten waren wir in der Defensive allerdings nicht so stabil. Dieses Vorbereitungsspiel hat seinen Zweck mehr als erfüllt.“
Mit Blick auf seinen Angriff sprach Henning von einem Test auf hohem Niveau. „Was unser Verhalten bei Kontern und in der Verteidigung betraf, war das durchwachsen bis schlecht. Vier Gegentore haben wir durch eigene Fehler ermöglicht. Das war komplett unnötig. So etwas darf uns in der Bundesliga nicht passieren. In der Schlussphase war bei uns die Konzentration im Keller. Dass da die Spritzigkeit fehlte, ist doch ganz normal, schließlich ziehen wir unser Training volle Kanne durch. Diese Partie hat uns Baustellen aufgezeigt. In der Offensive war das aber schon ein guter Entwicklungsschritt.“
EM-Dritter: Die vier Mülheimer Jan Fleckhaus, Tobias Matania, Moritz Polk und Felix Meyer (v. li.).
Die deutsche U21, mit den vier Mülheimer Bundesliga-Spielern Jan Fleckhaus, Tobi Matania, Moritz Polk und Felix Meyer, hat sich durch ein 4:3 gegen England Bronze gesichert. Tobias Matania steuerte mit einem Doppelpack zum 2:0 zwei Treffer bei: Eine Kurze Ecke zimmerte er in den Winkel, die zweite Bude steuerte er per Schrubber nach einem herrlichen Konter bei. Zudem bereitete der beste deutsche Stürmer das vierte Tor vor. Auch Jan Fleckhaus zeigte im Angriff eine sehr gute Leistung. Felix Meyer war souveräner Stammspieler im Mittelfeld und Moritz Polk lieferte ein starkes Turnier in der Außenverteidigung ab.
Die vier Uhlen bekommen nun erst einmal frei, während für den Rest des HTCU-Bundesliga-Teams am Dienstag die Vorbereitung beginnt.
Das war ein großer Tag für die Uhlenhorster Nachwuchsspieler, die am Donnerstag im Deutschland-Dress aktiv waren. Bei der U21 war einmal mehr Tobias Matania als Torschütze erfolgreich, Highlight war jedoch das 3:0 der U18 in Krefeld, bei dem Christopher Rühr alle drei Tore schoss. Insgesamt acht „Uhlenhorster Jungs“ waren für die verschiedenen Teams des DHB aktiv.
Die U21 zeigte bei der Generalprobe zur EM Höhen und Tiefen. Gegen den polnischen A-Kader gab es ein 3:3. Zwischenzeitlich hatte Tobias Matania den Treffer schon zum 3:1 erzielt. Bereits am Vortag hatte „Pedro“ getroffen. Mit zur EM fahren neben Matania auch noch Jan Fleckhaus, Moritz Polk und Felix Meyer. Das U21-Championat findet Ende des Monats in Polen statt.
U18: Sein zwölftes Jugendländerspiel wird Christopher Rühr so schnell nicht vergessen. Beim 3:0-Sieg gegen England schoss er alle drei Treffer. Die 1:0-Führung leitete er mit einem herrlichen Solo über links ein, wurde mit einem Stockfoul gestoppt, doch während der Lupfer von der Grundlinie in den Winkel segelte, pfiff der Schiedsrichter Siebenmeter. Gegen die Regel, dass der Gefoulte nicht selbst antreten darf, verwandelte Rühr eiskalt zum 1:0. Nach dem Seitenwechsel war „Chrissi“ per Rebound zur Stelle. Das letzte Tor des Tages fiel durch einen Konter. Nach Pass von rechts nahm Chrissi Rühr den Ball schnell einige Meter mit und schlug dann trocken ins kurze Eck. Niklas Rieger zeigte bei dieser Partie in der Verteidigung eine starke Partie, Julian Stempher wirbelte im Sturm.
In der U16 war Lukas Windfeder aktiv. Einmal mehr fuhr das Team einen Kantersieg ein. 8:0 wurden die Engländer besiegt. Windfeder überzeugte mit souveräner und fehlerfreier Leistung in der Defensive, zwei Treffer leitete er ein.
Am Samstag (17 und 19 Uhr) und Sonntag (10.00 und 11.30 Uhr) finden die nächsten Duelle statt.
Benedikt Fürk feierte den Turniersieg in Hamburg (Foto: Steinbrink).
Sein erfolgreiches Turnier-Debüt im A-Kader feierte Benedikt Fürk am Wochenende in Hamburg. Die Deutschen gewannen mit Fürk gegen Japan und Indien (jeweils 5:3). Der Mülheimer spielte dabei im Mittelfeld und machte es gute Figur. Zum Abschluss gab es noch einen Sieg gegen das verjüngte Team der Niederlande, womit der Gesamtsieg feststand. Vor der Champions Trophy im August in Mönchengladbach steht noch ein Vier-Nationen-Turnier in Nottingham auf dem Programm.
Die U21 mit den vier EM-Teilnehmer Tobias Matania, Moritz Polk, Jan Fleckhaus und Felix Meyer tritt ab morgen zu Länderspielen in Großbeeren gegen den A-Kader Polens an.
Mit der U18 waren Niklas Rieger und Julian Stempher in Köthen gegen Polen aktiv. Ein Sieg und zwei Unentschieden gab es gegen die U21 des Nachbarlandes im Rahmen des Deutsch Polnischen Jugendwerkes. Niklas Rieger gelang im letzten Match sogar ein Treffer.
Vom kommenden Donnerstag an spielt die U18 in Krefeld gegen England. Hier sind Christopher Rühr, Niklas Rieger und Julian Stempher nominiert. Zeitgleich spielt auch die U16, hier ist Lukas Windfeder am Start.
Jubel mit Joe: Thilo Stralkowski freut sich über Johannes Schmitz' Eckentreffer gegen Berlin (Foto: C. Windfeder).
Die beste Saison der „neuen Uhlenhorster Generation“ wurde nicht mit dem Ticket nach Europa belohnt. Nach dem 2:1-Sieg am Samstag gegen den Berliner HC fehlten Glück und Kaltschnäuzigkeit in der Offensive, um auch den Mannheimer HC zu besiegen. Der MHC traf kurz vor Schluss zum 2:1 und zog damit in die EHL ein.
Die Mannheimer dominierten die Partie nur in den ersten 15 Minuten, gingen auch in Führung, doch danach übernahmen die Uhlen das Kommando. Thilo Stralkowski sorgte noch vor der Pause für den Ausgleich, doch weitere sechs Ecken und zahlreiche Chancen blieben ungenutzt, obwohl die Mülheimer die Partie klar bestimmten. Ein Konter zwei Minuten vor dem Ende stellte das Match auf den Kopf – 1:2 durch Bernatek. Doch tatsächlich holte der HTCU 60 Sekunden vor dem Ende noch eine Ecke heraus, doch hier parierte der Mannheimer Keeper bravourös.
Am Vortag wurde der Berliner HC 2:1 besiegt. Kurz vor der Pause brachte Johannes Schmitz die Mülheimer per Strafecke in Führung. Martin Häner, ebenfalls per Ecke, erzielte das 1:1, bevor Tim Leusmann mit herrlichem Solo den Siegtreffer erzielte.
HTCU-Trainer André Henning:
„Wir haben jetzt innerhalb einer Woche zwei extrem bittere Niederlagen einstecken müssen. Zunächst im Halbfinale gegen Köln im Penalty-Schießen, nun diese sehr unglückliche Pleite gegen Mannheim. Aber die Saison wird für mich durch einen mehr oder weniger verschossenen Penalty oder eine mehr oder weniger erzielte Ecke insgesamt nicht besser oder schlechter. Ich sehe eine unheimliche Entwicklung einer jungen Mannschaft, die insbesondere taktisch Riesen-Schritte in den vergangenen Wochen gemacht hat und auch viel mentale Stärke aus der Hallensaison mitgenommen hat. Wir haben uns hier absolut in die deutsche Spitzengruppe gedrängelt. Es fehlen nur Nuancen. Auch wenn ich den Faktor Glück ungern gelten lasse, diesmal fehlte das berühmte Quäntchen Glück einfach. Natürlich ist die Mannschaft jetzt erst einmal am Boden. Aber wir sind im Laufe der Saison schon oft wieder aufgestanden – in der kommenden Spielzeit werden wir auch wieder da sein. Das Team hat uns allen viel Spaß gemacht; die Kurve werden wir in den nächsten Jahren weiter nach oben treiben.“
Gut im Griff hatte die Defensive RWK-Stürmer Christopher Zeller, hier mit Jan Gehlen (Foto: Steinbrink).
Ein auf und ab der Gefühle durchlebte der HTC Uhlenhorst im entscheidenden und dramatischen DM-Halbfinalspiel bei Rot-Weiß Köln, das die Uhlen im Penalty-Schießen verloren. Einen 0:3-Rückstand zur Pause holten die Mülheimer dabei noch auf, spielten eine fantastische zweite Halbzeit, mussten aber dennoch den Domstädtern den Vortritt ins Endspiel lassen – 6:7 (4:4, 0:3). Der HTCU spielt nun am kommenden Wochenende bei der DM-Endrunde in Düsseldorf gegen den Berliner HC (Samstag, 17 Uhr). Der Sieger dieser Partie steht im Spiel um Platz drei um die Deutsche Meisterschaft. Dort wartet am Sonntag (11.30 Uhr) der Sieger des Duells zwischen dem Mannheimer HC und dem Club an der Alster.
Zum Spiel: Eine frühe Kurze Ecke brachte die Kölner durch Christopher Zeller in Führung, danach entwickelte sich eine offene Partie, in der die Kölner agiler und kaltschnäuziger wirkten. Fabian Bauwens-Adenauer sorgte nach Vorarbeit des starken Tibor Weißenborn fürs 2:0. Danach verpassten die Gäste mehrfach für den Anschlusstreffer zu sorgen. Leusmann per Siebenmeter oder Stralkowski per Ecke hatten den ersten Mülheimer Treffer auf dem Schläger. Christopher Zeller machte es besser – sein Siebenmeter führte zum 3:0 für Köln und zur Halbzeit schien die Messe gelesen.
Die Mülheimer kamen wie verwandelt aus der Kabine. Johannes Schmitz gelang das erhoffte frühe Tor per Ecke, Stralkowski legte per Siebenmeter nach – nur noch 3:2. Doch selbst ein erneuter Treffer per Konter durch Hauke ließ die Uhlen, die eine große Charakterleistung zeigten, nicht verzweifeln. Sie kämpften weiter, angetrieben von hunderten Fans aus der Ruhrstadt, die das Match zu einem Heimspiel machten. Im zweiten Durchgang war der HTCU klar überlegen und machte durchweg das Spiel. Und tatsächlich drehte sich das Ergebnis noch. Rabente und Matania mit einem herrlichen Konter-Lupfer schossen das 4:4 heraus. Weitere Top-Chancen parierte ein Max Winhold ein Weltklasse-Form. Penalty-Schießen.
Hier trafen die ersten beiden Schützen beider Teams (Stralkowski und Rabente für Mülheim), dann lief Bene Fürk an, Keeper Weinhold ging zum Ball und schoss diesen (wohl absichtlich) über die Torauslinie. Hier hätte es wohl Straftor geben müssen, doch Schiedsrichter Tröllsch wertete das anders, was durchaus für Unmut im Mülheimer Lager sorgte. Doch auch Weißenborn verschoss anschließend, so dass der vierte Durchgang entscheiden musste. Hier legte Axer für Köln vor, Keusgen hatte kein Glück.
HTCU-Trainer André Henning: „Es ist natürlich bitter, dass einer der besten Schiedsrichter in Deutschland so eine krasse Fehlentscheidung zu unseren Ungunsten trifft. Ich kann mir diese Entscheidung nicht erklären, außer dass da einfach der Mut fehlt, so eine Entscheidung auch mal gegen den großen Favoriten zu treffen. Wir machen die Niederlage aber beim besten Willen nicht am Schiedsrichter fest. Knackpunkt ist die erste Halbzeit, in der die Kölner den Sieg mehr wollten, gnadenloser waren. Hier haben sie sich die Endspielteilnahme verdient, hier haben sie ihr bestes Hockey gespielt. Es zeichnet diese Kölner Mannschaft aus, ihre starken Augenblicke mit viel Ertrag zu krönen, das macht eine Spitzenmannschaft aus, von daher geht auch mein Glückwunsch Richtung Rot-Weiss. Trotzdem hatten wir unsere Chancen, die wir nicht kaltschnäuzig genug nutzen. So eine Halbzeit darf eben 1:2 aber nicht 0:3 ausgehen. Dennoch, dass wir in dieses Match wiederkommen, in Köln, beim Deutschen Meister, gegen acht Olympiasieger, bei 0:3-Rückstand, beeindruckt mich unheimlich. Mein Team hat großen Charakter, kämpferische, aber vor allem auch spielerische Klasse bewiesen. Wir spielen die Kölner hier eine Halbzeit lang an die Wand, gewinnen die zweite Halbzeit 4:1. Die Entwicklung 2010 ist wirklich überragend. In den vier absolvierten Spielen dieser Halbfinalserie hat Köln uns nur einmal nach regulärer Spielzeit schlagen können. Das spricht für unsere Qualität. Jetzt müssen die Jungs nur schnell wieder aufstehen und sich selbst für die großartige Saison belohnen.“
Benni Hinte (re.) erzielte mit einem Traumtor den 2:2-Ausgleich kurz vor Schluss (Foto: D. Matania).
Ein heißes Wochenende hatte sich bereits im Vorfeld abgezeichnet. Es wurden zwei Hockeytage der siedendheißen Art. Mit einem fulminanten Happyend für den HTC Uhlenhorst, der weiterhin vom Finaleinzug träumen darf.
„Abhaken und all das ganz schnell aus den Köpfen kriegen“, hatte der Uhlenhorster Kapitän Jan Philipp Rabente noch in Köln die Richtung vorgegeben. Viel Zeit blieb ihnen nicht bis zum Rückspiel am Sonntag im heimischen Waldstadion. Aber die „Uhlen“ nutzten die Zeit, schüttelten sich einmal durch und richteten sich neu aus. Komplett runderneuert betraten die Mülheimer den Rasen. Die Körpersprache sah von Beginn an ganz anders aus, obwohl diesmal Eckenspezialist Thilo Stralkowski (nach Magen-Darm-Infekt) und damit einer der wenigen Leitwölfe ganz fehlte und in der zweiten Halbzeit zu den lange leidenden Zuschauern gehörte. Nach der Bekanntgabe des erfolgreichen Protestes waren es dank Mund-zu-Mund-Propaganda immerhin 750.
Die Kölner, die doch eigentlich den Sack zumachen wollten, spürten ganz schnell, dass hier keine Rede von einem Selbstläufer sein konnte. Dies in einer Partie, die zunächst von kurzen Ecken hüben wie drüben geprägt war. Hüben wie drüben fehlte indes die Feinjustierung. Die erste Topchance aus dem Spiel heraus besaßen die Gastgeber (22.). Rabente hatte im Mittelfeld höllisch gut aufgepasst, ein blitzgescheiter Steilpass zum unbekümmert aufspielenden Christopher Rühr - dann zeigte Nationaltorhüter Max Weinhold seine Klasse.
In der 29. Minute war aber die längst fällige HTCU-Führung perfekt, als Philip Meyer eben diesen Weinhold kurz und trocken überwand. Doch wie schon im ersten Spiel in Mülheim kam die Kölner Antwort postwendend. Nationalspieler Christopher Zeller bewies sich einmal mehr als längst geadelter Eckenspezialist (32.). Überhaupt waren es die Ecken, auf die der enttäuschende Meister setzte. So auch in der 45. Minute, als wiederum Zeller wuchtig zulangte. HTCU-Manager Horst Stralkowski konnte es nicht fassen: „Wir machen das Spiel und Zeller macht die Ecken!“
In der Tat, die „Uhlen“ drückten, drängten und legten all ihre Leidenschaft frei. „Aushilfskraft“ Benjamin Hinte schoss vorbei (47.), Johannes Schmitz nutzte bei einer weiteren Ecke nicht seine freie Schussbahn (50.), bei der zweiten von drei Ecken hintereinander traf Ole Keusgen nur die Latte (54.). Und als Rabente bei seinem Siebenmeter an Weinhold scheiterte (62.), schien das Maß voll zu sein.
Doch die Mülheimer, beseelt wie selten zuvor, steckten nach diesem ganzen Ungemach den Kopf nicht in den Sand. Noch blieben einige Minuten, aber noch blieb es bei dieser haarsträubenden Abschlussschwäche. Wieder war es Schmitz, der bei der nächsten kurzen Ecke ohne Fortune blieb.
Die „Aushilfskraft“ stieg schließlich zum Retter auf. Hinte zog einfach ab, die Kugel rauschte nur so in die Maschen. Freie Bahn ins Penaltyschießen und dort Weg frei ins dritte und entscheidende Spiel. Am kommenden Samstag (16 Uhr) sieht man sich in Köln wieder.
Quelle: derwesten.de - Von Gerd Böttner
Jubel nach dem letzten Penalty (Foto: D. Matania).
Die "neue Uhlenhorster Generation" hat ein kleines Ausrufezeichen gesetzt. Im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft hatten sie Top-Favorit und Titelverteidiger Rot-Weiss Köln vor 1.500 Zuschauern im Waldstadion am Rande einer Niederlage. Doch die Gäste setzten sich mit 5:4 (2:2, 0:0) im Penalty-Schießen durch und führen in der Best-of-Three Serie nun mit 1:0. Am kommenden Wochenende finden die verbleibenden Spiele in Köln statt.
Lange hatte es nach der Sensation gerochen. Die Uhlen führten 10 Minuten vor Schluss noch mit 2:0. Thilo Stralkowski hatte zweimal getroffen. Die Mülheimer Deckung stand glänzend, ließ nur ganz wenig zu. Auf der anderen Seite hätten sogar noch mehr Treffer fallen können. Kölns Keeper Max Weinhold, einer von acht Olympiasiegern im Kader der Gäste, parierte mehrfach glänzend. Einmal rettete der Pfosten bei einer Stralkowski-Ecke. Bitter für den HTCU: Zwei Treffer wurden von den Schiedsrichtern nicht anerkannt.
So konnten sich die Kölner in der Schlussphase gegen die drohende Niederlage aufstämmen und sich ins Penalty-Schießen retten, wo sie das glücklichere Ende für sich hatten.
HTCU-Trainer André Henning: "Meine Mannschaft hat gezeigt, dass sie zu den Top-Teams in Deutschland gehört. Wir waren hier lange Zeit die bessere Mannschaft. Taktisch haben die Jungs die Vorgaben nahezu perfekt umgesetzt und eine fantastische Defensiv-Arbeit geleistet. Wir haben Werbung für uns und für Hockey in Mülheim gemacht, haben Leidenschaft und spielerische Klasse bewiesen. Das war ein großartiger Auftritt, der allen zeigt, dass wir in die richtige Richtung gehen. Unser Weg geht weiter, wir werden auch in der Serie gegen Köln nicht aufgeben. Es bleibt dabei, dass wir zwei Spiele gewinnen müssen. Das gehen wir dann am kommenden Wochenende in Köln an."
Die Halbfinalserie wird nun in Köln fortgesetzt. Anstoß ist am Samstag um 17 Uhr, das Entscheidungsspiel steigt Sonntag um 14 Uhr.
Die I. Herren bedanken sich bei allen Fans für die großartige Unterstützung! Wir hoffen Euch alle am Samstag in Köln wiederzusehen.
Tim Welsch hielt drei Penalties und glänzte im Spiel mit mehreren Paraden. Der Keeper war der Matchwinner.
Holt die Geschichtsbücher aus dem Regal! Zum ersten Mal seit 1997, seit 13 Jahren, sind die Herren des HTC Uhlenhorst im Halbfinale um die Deutsche Feldhockey-Meisterschaft. Spannender hätten es die Uhlen auf dem Weg dahin nicht machen können. Nach einem Gegentreffer in letzter Sekunde ging es gegen den Crefelder HTC ins Penalty-Schießen. Hier avancierten die überragenden Tim Welsch und Ole Keusgen sowie Benedikt Fürk als finaler Schütze zu den Matchwinnern. Im Semifinale wartet nun Rot-Weiss Köln.
Es war kein großes Hockey, aber ein wahrer Thriller, der den 800 zahlenden Zuschauern im Waldstadion geboten wurde. Johannes Schmitz sorgte mit einem einarmigen Kunstschuss im ersten Durchgang für die Mülheimer Führung (22.). Nach dem Seitenwechsel hatten Philip Meyer, Jan Philipp Rabente und zweimal Thilo Stralkowski die Vorentscheidung beinahe auf dem Schläger, doch das 2:0 wollte nicht fallen. Es wäre zu diesem Zeitpunkt verdient gewesen, doch mit zunehmender Spieldauer kippte die Partie, die die Uhlen bis dahin im Griff hatten. Uhlen-Keeper Tim Welsch – man of the match – parierte mehrfach bravourös. Doch bei der Schlussecke in der 70. Minute war selbst Welsch überwindbar. So ging es ins Penaltyschießen.
Die ersten beiden Schützen beider Teams trafen nicht. Auf Mülheimer Seite verfehlten Rabente und Stralkowski, beide erstmalig in ihrer Karriere! Doch auch Deecke und Wüterich hatten gegen Tim Welsch keine Chance. Dann war Alan Butt erfolgreich und brachte den CHTC in Front. Ole Keusgen, der in der Partie mit einer makellosen Zweikampfquote glänzte, musste nun treffen, blieb ganz cool und markierte den Ausgleich. Nach den drei ersten Schützen war für Mülheim Benedikt Fürk dran, der unbekümmert und lässig einnetzte. Der letzte Krefelder Schütze, Felix Klein, konnte Tim Welsch nicht überwinden, der damit drei von vier Penalties parierte. Wahnsinn! 800 Fans im Waldstadion waren aus dem Häuschen und bejubelten die Mülheimer Youngster.
Der HTCU feierte damit den größten Triumph der „neuen Uhlenhorster Generation“. Es war der größte Feldhockey-Erfolg des Clubs seit 13 Jahren!
Das Halbfinale wird erneut im Modus Best of Three ausgetragen. Das erste Duell steigt im Waldstadion, voraussichtlich am 29. Mai um 16 Uhr. Das Rückspiel (5. Juni) und das mögliche dritte Entscheidungsspiel (6. Juni) gehen eine Woche später in Köln über die Bühne. RWK hatte sich mit 1:0 und 6:3 gegen den Mannheimer HC durchgesetzt.
HTCU-Herren: Tim Welsch, Jan Gehlen, Benedikt Fürk, Ole Keusgen, Daniel Kamphaus, Moritz Polk, Felix Meyer, Philip Meyer, Tim Leusmann, Jannik Otto, Jan Philipp Rabente, Tobias Matania, Johannes Schmitz, Thilo Stralkowski, Christopher Rühr, Jan Fleckhaus.
Tore: 1:0 Schmitz (22.), 1:1 Fröschle (70.).
Penalty: Deecke (CHTC) verschießt, Stralkowski (HTCU) verschießt, Wüterich (CHTC) verschießt, Rabente (HTCU) verschießt, 1:2 A. Butt, 2:2 Keusgen, 3:2 Fürk, Klein (CHTC) verschießt.
War er wirklich Verteidiger? Benedikt Fürk (rechts) glänzte mit einigen spektakulären Ausflügen. Hier lässt er Linus Butt links liegen (Foto: D. Matania).
Moritz Polk (r.) zeigte eine starke Leistung und bereitete zwei Treffer vor (Foto: D. Matania).
Schritt eins ist gemacht. Die Herren des HTC Uhlenhorst sind im Play-Off Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft in Führung gegangen. Ein umkämpftes und spannendes Match beim Crefelder HTC gewannen die Uhlen mit 3:2 (2:2). Am Samstag (16 Uhr) können die Mülheimer damit am Uhlenhorst durch einen Sieg den Sprung ins Halbfinale schaffen. Sollte der CHTC dieses Duell gewinnen, steigt bereits am Sonntag (12 Uhr, erneut im Waldstadion) das Entscheidungsspiel.
Noch vor drei Wochen waren beide Teams in der Hauptrunde aufeinander getroffen, damals gehörte dem HTCU der Start, diesmal schien alles anders zu laufen. Der CHTC agierte aggressiv, die Mülheimer fanden zunächst kaum ins Spiel, blieben aber cool und wurden im Laufe der Partie von Minute zu Minute besser. Nach einer Viertelstunde war dann der Augenblick von Youngster Christopher Rühr gekommen: Nach Zuspiel von Thilo Stralkowski „zockte“ er mit einem feinen Vorhandzieher in den Kreis und zog mit der argentinischen Rückhand ab – 1:0. Mit 16 Jahren und weniger als 5 Monaten ist er damit sicher einer der jüngsten (Uhlenhorster) Bundesliga-Torschützen. Doch die Krefelder schlugen schnell zurück, per Doppelschlag und dank eines nicht zu haltenden Oskar Deecke stand es plötzlich 2:1 für die Seidenstädter. Doch Thilo Stralkowski sei Dank ging es mit einem Remis in die Pause. Er schnappte sich die Kugel und verteilte fleißig Kinokarten an die Krefelder Defensive. Sein Rückhandschuss war für Krefeld Keeper Sakowsky nicht zu halten – 2:2.
Nach dem Seitenwechsel steigerten sich die Mülheimer enorm. Sie standen sehr gut, hatten – anders als im ersten Durchgang – eine starkes individuelles Abwehrverhalten. So blieb der Treffer von Tobias Matania im Nachfassen der einzige im zweiten Abschnitt.
„Die Mannschaft hat sich nach dem schwachen Start richtig in das Match gekämpft, ist ruhig und souverän geblieben. Vor allem in der Defensive haben wir in der zweiten Halbzeit sehr gut gestanden und daher nur eine Ecke kassiert. Das war ein wichtiger erster Schritt, aber wir bleiben Richtung Samstag fokussiert“, so Trainer André Henning.
Johannes Schmitz auf und davon. Es scheint als würde ihm der Nürnberger Abwehrspieler noch den berühmten Tritt in den Hintern verpassen. "Joe" steuerte zwei Treffer zum 6:3 über den NHTC dabei. Die Uhlen fiebern nun den Play-Offs entgegen. Zur Bildergalerie von Detlef Matania geht es mit Klick auf Bild.
Auge für den Mitspieler: Jan Fleckhaus legt für Johannes Schmitz vor (Foto: Detlef Matania).
Dank einer starken Leistung in der zweiten Halbzeit besiegte der HTC Uhlenhorst den Nürnberger HTC mit 6:3 (1:1). Damit holten die Uhlen den Crefelder HTC in der Tabelle noch ein und schließen die Bundesliga-Hauptrunde auf Platz vier ab. Im Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft ist der Crefelder HTC der Gegner.
Das erste Match wird am 8. oder 9. Mai in Krefeld ausgetragen. Das Rückspiel steigt am 15. Mai im Waldstadion. Sollte ein Entscheidungsspiel notwendig sein, geht das einen Tag später, am 16. Mai, ebenfalls in Mülheim über die Bühne.
Die Tore gegen den NHTC erzielten: Thilo Stralkowski (2), Johannes Schmitz (2), Jan Philipp Rabente und Ole Keusgen.
Mit dem Erreichen der Play--Offs hat Feldhockey-Bundesligist HTC Uhlenhorst am Doppelwochenende das erste Saisonziel erreicht. Wegweisend war der 8:3 (3:1)-Kantersieg am Samstag im Waldstadion gegen den Rheydter SV.
Am Sonntag unterlag der HTC beim Nachbarn Crefelder HTC unglücklich mit 6:7 nach Penaltyschießen. Nach der regulären Spielzeit hatte es 4:4(2:4) geheißen.
Das Match in Krefeld wird die Mülheimer noch länger in den Schwitzkasten nehmen. Trainer Andre Henning sprach mit Blick auf die erste Halbzeit unumwunden von einem „Drama“. Natürlich, denn zusätzlich zum 3:0-Blitzstart der Gäste durch Tore von Johannes Schmitz (9./kurze Ecke), Tobias Matania (17.) und Thilo Stralkowski (20.) boten sich wie den aus einem Guss spielenden „Uhlen“ weitere hochkarätige Chancen, von denen der exzellente Keeper Niklas Sarkowsky etliche vereitelte. „Wir haben richtig stark gespielt, das war ganz große Klasse, aber letztendlich war der Ertrag zu dünn. Dass wir von fünf kurzen Ecken nur eine reingemacht haben, unterstreicht das nur,“ so der Coach. „Wie auch immer, nach dem 4:1 per Siebenmeter in der 32. Minute durch Jan Philipp Rabente muss das Spiel entschieden sein.“ Butt hatte zuvor verkürzt (28.).
Als eine Art Knackpunkt bezeichnete Henning das 2:4 (34./Deecke). „Da haben wir uns kurz vor der Halbzeit zu grün, zu unerfahren und zu unclever verhalten.“ Nach dem Wechsel waren die Krefelder einen Tick besser und kamen durch Wüterich (48./Siebenmeter) und Schmidt (53./KE) zum schmeichelhaften Ausgleich. Die Mülheimer beklagten hingegen, dass ihnen die Schiedsrichter zwei glasklare Strafecken versagt hatten. Die Play-Offs sind damit in trockenen Tüchern, doch der begehrte vierte Platz wird (wohl) ein süßer Traum bleiben.
Der Erfolg über den Rheydter SV vor 350 Zuschauern im heimischen Waldstadion war ein Pflichtsieg. Die Mönchengladbacher zogen sich weit in die eigene Hälfte zurück und machten es den Uhlen deshalb lange Zeit schwer. Durch eine Standardsituation gingen die Mülheimer in Führung. Fünfte Minute: Jannik Otto führt eine kurze Ecke aus, Nationalspieler Jan Philipp Rabente stoppt den Ball und Thilo Stralkowski „sendet zum 1:0 ein“ – so wie die Uhlen-Fans sagen. Erst in der 27. Minute erhöhte Philip Meyer auf 2:0. Diesem Treffer ließ Stralkowski nach Vorlage von Johannes Schmitz das 3:0 folgen (29.). Im Gegenzug kamen die Gäste dank Uli Klaus auf 1:3 heran (30.). Als der Ex-Uhlenhorster Matthias Gräber in der 49. Minute per kurze Ecke den 2:3-Anschlusstreffer erzielte, witterten die Rheydter Morgenluft. Aber eigentlich nur für drei Minuten. Denn dann ging in der HTCU-Offensive endlich die Post ab. Johannes Schmitz (52., kurze Ecke), Jan Fleckhaus (54.), erneut Schmitz (62., kurze Ecke) und Stralkowski mit zwei verwandelten Strafecken (63./66.) machten alles klar – 8:2. Uli Klaus traf kurz vor Schluss für den RSV.
Applaus hatte es schon vor dem Anpfiff gegeben. Vize-Weltmeister Rabente wurde geehrt. HTCU-Vorsitzender Christian Häbel überreichte dem Nationalspieler einen „Erlebnis-Gutschein“. Zur Auswahl stehen so außergewöhnliche Dinge wie Ballonfliegen, Fallschirmspringen, Gleitschirmfliegen oder Bungeejumping. Guten Flug!
Felix Meyer, hier gegen Matthias Gräber, konnte überzeugen (Foto: Detlef Matania).
Viererpack: Thilo Stralkowski war Mülheims erfolgreichster Schütze.
Der Auftakt ist geglückt. Der HTC Uhlenhorst besiegte den Rheytder SV im Waldstadion mit 8:3 (3:1) und benötigt nun nur noch einen Punkt, um den Einzug in die Play-Offs perfekt zu machen. Erste Gelegenheit ist heute um 14 Uhr beim Crefelder HTC (der gestern gegen Düsseldorf im Penalty gewann). Der letzte Vorrundenspieltag wird in einer Woche ausgetragen. Dann kommt der Nürnberger HTC nach Mülheim.
Die Treffer gegen Rheydt erzielten Thilo Stralkowski (4), Johannes Schmitz (2), Jan Fleckhaus und Philip Meyer. Der HTCU lag zwischenzeitlich "nur" mit 3:2 in Führung, zog in der besten Phase der Partie Mitte der zweiten Hälfte noch auf 8:2 davon.
Mit Dank an Sponsor medl vor unseren "Just Style Apartments".
Liebe Uhlen-Fans,
die 1. Herren sind zurück auf deutschenm Boden und erholen sich von den Strapazen der letzen Tage. Neben den rein sportlichen Beanspruchungen stand am Sonntagabend und dem gesamten Montag das Kulturprogramm auf dem Plan. Die Abendgestaltung am Sonntag sollte uns die kulinarische Seite, sowie das Nachtleben der Metropole näher bringen. Nach erbittertem Kampf um Portemonnaie und Leben auf dem Rambla (den entgegen böser Vorahnungen T. Stralkowskis alle gewannen: „Wenn mir hier einer die Geldbörse klaut, jag ich den und `peeep`“) fanden wir ein hervorragendes Restaurant und verbrachten dort den kulinarischen Teil des Abends. Leckere Weine für die Genießer unter uns oder das typische Bier gingen bestens zu Paella und Co. Nachdem Felix Meyer (eigentlich einer unserer ruhigeren Vertreter) mit der Aussage: „Mit dem Getränk komme ich heute in Fahrt!“ den Rest des Abends einläutete (aber sich dann doch wegen der U21-Verpflichtungen früh ins Bett verabschieden musste), war klar, was zu tun war. Unser spontan verpflichteter Reiseführer Matthias Witthaus (spielt ja wie bereits erwähnt für den Spanier) gab die Richtung vor – alle ins Taxi, Treffpunkt Casino, von da aus geht`s weiter. Eigentlich nur als Treffpunkt gedacht, konnten nicht alle widerstehen. Unser Captain Rabbi musste leider erkennen, dass das Glück launischer Natur ist, denn es kam leider schwarz als er auf die Liebe gesetzt hatte. Weiter ging es in den Salsa-Laden der Stadt. Der gemeine Spanier ließ uns mit seinen atemberaubenden Tanzskills vor Neid erblassen und der Deutsche war eindeutig fehl am Platz. Stümperhafte Versuche seinen Körper im Takt der Musik zu bewegen, wurden von der Spanierin müde belächelt und so machten wir uns schnell zu Laden Nr. 2 auf – das Catwalk. Direkt nebenan eröffnete sich eine sehr coole Location. Die Preise hatten sich zwar wie in spanischen Clubs üblich gewaschen, jedoch hatten wir alle Spaß und auch unsere Joungstars Crissi und Dittsche konnten gebührend in den Kreis der Herren aufgenommen werden.
Der nächste Morgen kam leider etwas zu früh, hielt jedoch eine Überraschung durch Orga-Team Schmitz und Fürk bereit. Nach den beschriebenen Startproblemen am Freitag, muss an dieser Stelle gesagt werden, dass die beiden im Laufe des Wochenendes in Fahrt kamen und die Zügel sicher in der Hand hielten. Für Montag hatten sich die beiden dann eine wilde Schnitzeljagd durch die katalanische Hauptstadt ausgedacht. In vier Gruppen wurden wir quer durch Barca gescheucht. Vom Rambla bis zum Hafen, von der Sagrada Familia bis Camp Nou, knifflige Fragen von den Frage-Füchsen Fürk und Schmitz ließen uns schwitzen. Den riesen Lolly für die Gewinner staubte Team 4 mit Rabbi, Felix M., Dittsche und Petros ab.
Um 17:00 ging es Richtung Flughafen. Das letzte Highlight des Wochenendes war die Hauptschulklasse aus Berlin, die neben uns eincheckte und in der es Ahmed verstand immer wieder für Aufregung zu sorgen. Er war von der Tatsache, dass es seinem Kollegen nichts ausmachte, wenn er ihm mit voller Wucht auf den Kopf schlug, absolut fasziniert. Auch eine Art und Weise die Wartezeit zu überbrücken!
Pünktlich um 20:20 rollte die Maschine aufs Rollfeld und eine bereits zu großen Teilen schnarchende Truppe macht sich auf den Heimweg. Nur Felix M. ließ es sich nicht nehmen nach dem obligatorischen Brötchen-Snack von Air Berlin vier weitere zu ordern und so den Flug essend zu verbringen.
Alles in allem ein riesen Wochenende, was uns sportlich wie auch als Team richtig nach vorne gebracht hat. Wir hatten ein Menge Spaß und wollen uns auf diesem Wege bei allen bedanken, die uns diesen Trip ermöglicht haben.
Eure 1. Herren
Liebe Uhlen-Fans,
es melden sich Eure 1. Herren aus dem überragenden Barcelona!
Vorweg die wirklich wichtigen Dinge:
Die Anreise mit „Rainbow Tours“ war eigentlich genau dat wat wir auch machen wollten!!! Der Flug mit Air Berlin ab 5:50 h (!!!) aus Düsseldorf rollte überpünktlich auf den Runway 23R am Airport – der Flug sehr angenehm (vor allem für die Jungs am Notausgang) – dann Landung am Airport Barcelona!
Bis dato eine sehr runde Angelegenheit – was sich relativ schnell ändern sollte…
Sage und schreibe 1,5 Stunden warteten wir am Mietwagenschalter auf das TW-Taschen-Auto (dank des starken Orga-Teams, welches es durchweg verstand positiv auf sich Aufmerksam zu machen) – gefühlte 3 Stunden verbrachten wir danach mit der Suche nach dem Hockeygelände des „Real Club de Polo de Barcelona“! Hatten wir uns doch zum ersten gemeinsamen Schaulaufen (Oberkörperfrei bei strahlendem Sonnenschein) um 11 h auf dem Kunstrasen verabredet! Vielen Dank nochmal an „Rainbow Tours“ für die reibungslose Abhandlung…J
Unsere Unterbringung allerdings hätte mit gutem Recht durchaus die „Kicker-Note 1“ verdient (hier konnte das Orga-Team deutlich Pluspunkte sammeln). Wir wohnen in den wunderbaren „Just Style Apartments“ mitten in Barcelona! Moderne, sehr stylische Einrichtung – sehr zentrale Lage – gute Küche (zumindest wer Glück hatte mit der Zimmereinteilung und wo die gefürchteten Moritz P. & Felix M. noch was übrig gelassen haben).
Hockeymäßig lief es durchaus zufriedenstellend. Auf den beiden „Balsam-Kunstrasen“ in Terrassa und hier in Barca verloren wir zwar 2 der 3 Partien (gegen die ebenso angereisten Jungs aus Hiesfeld und Georgsmarienhütte) – heute jedoch kam die Wende und wir konnten dem „Spanier“ einen Sieg im Penalty schießen abringen! Hier konnte sich dieser Teufelskerl namens Gewelschter (der sonst an den Theken dieser Welt bekannt ist) besonders auszeichnen. Nur Legionär Witthaus traf, wie das gesamte Wochenende in ganz sachlicher und nüchterner Weise. Man verstehe die Ironie (wie im gesamten Bericht, bitte!)
Auf Highlights wie das HTCU-Singstar-Spektakel am gestrigen Abend möchten wir (Vorbeugung vor Beschwerden der Betroffenen) nicht näher eingehen. Eines lässt sich nur festhalten: Brummbär Petros & und Schlagerstar Golaf gaben hier eine sehr, sehr starke Figur ab!
Quizmaster Rabanente hatte noch einen sehr cooles, wenn auch kniffliges Team-Quiz vorbereitet… von Fragen über Politk bis hin zu Sexpraktiken war alles dabei… Sagen wir so: wir hatten unseren Spaß – vor allem an der Kreativität von Otto/Polk… J
Nun machen wir uns in die Innenstadt Richtung ‚Ramblas‘ und Hafen auf. Dort werden wir uns einen schönen Abend machen und uns erholen nach den Strapazen der letzten Tage!
Falls alle Mann auch morgen noch an Bord sind & nicht auf den berüchtigten „Ramblas“ samt Geldbörse verloren gegangen sind, melden wir uns morgen nochmals von selber Stelle!
Bis dahin alle Gute & gute Reise!!
Die 1. Herren
P.S. Orga-Team-Kopf B. Fürk war für etwaige Fragen hinsichtlich der Vorkommnisse vom Freitag zu keinerlei Stellungnahme bereit.
Einen Tag nach seinem Geburtstag war Jannik Otto nun Torschütze des Tages.
Die Leistungskurve des HTC Uhlenhorst zeigte zum Ende des Trainingslagers nach oben. Im dritten und letzten Testspiel bezwangen die Mülheimer das spanische Topteam Real Club de Polo Barcelona nach Penalty-Schießen. Nach regulärer Spielzeit hatte es 1:1 (1:0) gestanden.
Die Uhlen hatten sich nach der unglücklichen Niederlage am Vortag gegen Atlètic Terrassa viel vorgenommen und überzeugten mit einer starken kämpferischen Leistung - lieferten aber auch taktisch einen deutlich besseren Eindruck ab als noch am Freitag bei der 2:5-Pleite an selber Stelle gegen RC Polo.
Zwar musste der HTCU nach einer - allerdings unberechtigten Ecke durch Schiri M. Polk (oder nennen wir ihn aus datenschutzrechtlichen Gründen lieber Moritz P.) - erneut einem Rückstand hinterherlaufen. Doch diesmal stand die Defensive deutlich stabiler. Insbesondere nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein offenes, sehenswertes Match, bei dem die Uhlen viele gute Chancen hatten. Ein Treffer von Jan Nitschke fand zu Unrecht nicht die Anerkennung. Doch auch Keeper Tim Welsch konnte zwei, dreimal seine Klasse zeigen.
Jannik Otto erzielte schließlich Mitte der zweiten Halbzeit den verdienten Ausgleich. Thilo Stralkowski hämmerte noch eine Ecke an die Latte; Youngster Chrissi Rühr, der insbesondere im Schlussviertel überzeugte, setzte sich gegen drei Iberer durch, doch sein Schuss wurde vom überragenden Keeper pariert, geanu wie eine weitere Stralkowski-Ecke.
Beim Penalty-Shootout trafen vier der fünf Mülheimer Schützen. Tim Welsch konnte auf der anderen Seite gleich vier Penalties abwehren, nur Matthias Witthaus war erfolgreich.
Diesmal setzten Moritz Polk und Tobias Matania (Schonung für das 4-Nationen-Turnier aus). Samstag hatte F. Meyer pausiert, am Freitag Jan Nitschke. Johannes Schmitz fiel verletzungsbedingt komplett aus und konnte keines der drei Spiele bestreiten.
Letztlich war die Vorstellung gegen RC Polo Barcelona ein sehr starker Abschluss auf hohem Niveau. Die Spanier spielen schließlich in fünf Tagen das Achtelfinale der European Hockey League und stehen voll im Saft, während die Uhlen noch drei Wochen Zeit haben bis die Bundesliga-Saison am 17. April gegen den Rheydter SV fortgesetzt wird.
Philip Meyer erzielte das zweite Mülheimer Tor in Terrassa.
Eine starke zweite Halbzeit und die folgende Aufholjagd wurden nicht belohnt. Der HTC Uhlenhorst unterlag beim amtierenden spanischen Meister Atlètic Terrassa mit 2:3 (0:3). Dabei ließen die Mülheimer erneut einige gute Konterchancen und vor allem viele Kurze Ecken liegen, während die Iberer zwei (allerdings umstrittene) Strafecken zu Beginn der Partie nutzen konnten.
Für den HTCU trafen Thilo Stralkowski per argentinischer Rückhand und Philip Meyer nach schöner Vorarbeit von Jan Nitschke.
Morgen, 12 Uhr, geht es erneut zum Real Club de Polo Barcelona; zum dritten und letzten Testspiel des Trainingslagers.
Gute Leistung mit Tor belohnt: Thilo Stralkowski.
Das erste Testspiel des Spanien-Lehrgangs ging mit 2:5 (0:3) gegen den spanischen Spitzenreiter Real Club de Polo Barcelona verloren. Dabei hatten die Uhlen die erste Halbzeit, möglicherweise aufgrund des langen Anreisetages, noch verschlafen. Mäßiges Zweikampfverhalten und falsche Entscheidungen inder Offensive gegen die Raumpresse waren die Folge, die insbesondere der deutsche Top-Stürmer in Reihen der Iberer, Matthias Witthaus, eiskalt nutzte. "Witti" markierte insgesamt drei Treffer, allesamt sehenswert. Nach dem Seitenwechsel übernahmen die Mülheimer das Kommando und gestalteten die Partie offen. Die Treffer erzielten Thilo Stralkowski und Ole Keusgen.
Tore: 1:0 (17.), 2:0 (21.), 3:0 (34.), 4:0 (47.), 4:1 Stralkowski (56.), 5:1 (63.), 5:2 Keusgen (65.).