Die Teilnahme an der DM-Endrunde am 2. und 3. Juni auf der Platzanlage des bereits feststehenden Vorrunden-Meisters Berliner HC liegt für den Feldhockey-Bundesligisten HTC Uhlenhorst förmlich auf dem Silbertablett. Ein Sieg brauchen die Uhlen noch aus den verbleibenden drei Spielen, um ganz sicher zu sein.
Am Doppelwochenende trifft der Vizemeister im heimischen Waldstadion auf Gegner, die genau das Gegenteil von Branchenführern darstellen und stramm auf Abstiegskurs segeln. Am Samstag (16 Uhr) geht es gegen den Tabellenvorletzten Schwarz-Weiß Neuss, am Sonntag (14 Uhr) stellt sich das Schlusslicht Blau-Weiss Berlin vor. Beim Auftrag, das Berlin-Ticket zu lösen, wird HTCU-Trainer André Henning also keine schlaflosen Nächte haben. Nach Düsseldorf 2010 und Mannheim 2011 hat der Rekordmeister die dritte Endrunden-Teilnahme in Folge im Visier. Ein weiterer Verweis auf die richtig gute Entwicklung einer jungen Mannschaft.
Henning ist bekannt dafür, den Gegnern stets mit dem gebotenen Respekt zu begegnen. Das ist auch bei dieser Aufgabenstellung der Fall. „Das ist gewiss kein Kanonenfutter und keiner soll glauben, dass die Aufgaben mit links gelöst werden können.“ Der Coach erinnert in diesem Zusammenhang an die Hinspiele. Noch müde vom Gastspiel in der Euro Hockey League mühte sich der HTCU mit Oktober in Neuss zum 2:1-Sieg, jüngst stand in der Metropole bei den Blau-Weissen nach einer kümmerlichen Vorstellung ein 3:1-Erfolg zu Buche. In diesem Match hatte Co-Trainer Sven Meinhardt nach einer unfreundlichen Äußerung an die Adresse eines Schiedsrichters die Rote Karte gesehen. Als Strafe darf er bei den Partien am Wochenende nicht aktiv eingreifen.
Wie auch immer, der HTCU ist im eigenen Haus erklärter Favorit. „Im taktischen Bereich werden wir einiges ausprobieren. Für mich ist entscheidend, dass wir uns in Richtung DM weiterentwickeln“, so Henning. Ein zentrales Thema sind die Kurzen Ecke. „Wir wollen möglichst viele herausholen und sie dann auch endlich verwerten“, verweist Henning auf einen Schwachpunkt der vergangenen Wochen. Als weiteres Arbeitsfeld gilt die Effizienz im gegnerischen Schusskreis. Da tummeln sich die Uhlen im Vergleich zum Kontrahenten öfter, doch die Ausbeute bleibt vergleichsweise gering. Auch das muss sich mit Blick auf den Showdown an der Spree unbedingt ändern. „Im Training haben wir gut daran gearbeitet. Das müssen wir nun in die Spiele transportieren“, heißt es von Trainerseite.
Nachdem Jan Gehlen am zurückliegenden Berlin-Wochenende mit einem Magen-Darm-Infekt pausiert hatte, meldet sich der Abwehrchef beim nächsten Doppelschlag zurück. Nationalspieler Jan Philipp Rabente (Oberschenkel) bekommt auch angesichts der anstehenden Länderspiele gegen Australien zur Schonung voraussichtlich reduzierte Einsatzzeiten. Felix Meyer (Sehnenverletzung in der Hand) und Christian Schmiedel (Daumenbruch) stehen weiterhin nicht zur Verfügung.
derwesten.de - Gerd Böttner
Thilo Stralkowski auf dem blauen Olympiarasen in London.
Die deutsche Herren-Nationalmannschaft hat sich beim Olympic Test Event den Turniersieg gesichert. Vor 10.000 Zuschauern im Olympiastadion von London besiegte die Weise-Auswahl Australien mit 5:2. Mit von der Partie waren die Mülheimer Jan Philipp Rabente, Thilo Stralkowski und Tobias Matania.
Während Rabente durch seine starke Leistung im Mittelfeld glänzte, konnten sich Stralkowski und Matania sogar in die Torschützenliste eintragen. Für alle drei Spieler geht es bereits in einer Woche weiter. Direkt nach den Bundesligaspielen gegen Neuss und BW Berlin stehen in Mannheim Länderspiele gegen Australien auf dem Programm, wo es wieder gilt, Punkte für die Olympianominierung zu sichern.
Man wird sich alsbald anlässlich der DM-Endrunde am 2. und 3. Juni an selber Stelle wiedersehen. Der Berliner HC hat nach dem 2:2 (0:0) gegen den Verfolger HTC Uhlenhorst vorzeitig die Liga-Meisterschaft (und damit den Zugang zur Euro Hockey League-Saison 20012/13) in der Tasche und hatte bereits vorher das Ticket für den nationalen Showdown sicher. Die Uhlen werden sich ihrerseits nach der Klasseleistung im Topspiel und auch angesichts des Restprogramms (mit den Heimspielen gegen Blau-Weiss Berlin und Neuss sowie der Partie in Düsseldorf) die neuerliche Reise in die Metropole nicht mehr nehmen lassen.
Es war offenkundig die besondere Wertigkeit des zweiten Teils der Berliner Mission. Und es war die Rückkehr zur gebotenen Konzentration und zur Bündelung der zweifellos vorhandenen Kräfte. Wie auch immer, im Vergleich zum Vortag präsentierten sich die stets präsenteren und schnelleren Mülheimer wie runderneuert. Was wiederum den BHC mächtig ins Schwitzen brachte. Trainer Friedel Stupp atmete nach dem Ende der Partie tief durch: „Wir haben irgendwie über die gesamten 70 Minuten keinen Zugang zu diesem Spiel gefunden. Ich habe mich die ganze Zeit damit beschäftigt, in der Pause, in der Auszeit, aber das hat nichts geändert. Vielleicht war die Hitzeschlacht gestern gegen Köln für uns zehrender als für Mülheim das Spiel gegen Blau-Weiss, bei dem ja auch Jan-Philipp Rabente geschont wurde. Egal, wir freuen uns riesig über den Punkt!“
Dem wiederum konnte und wollte sich HTCU-Trainer André Henning nicht anschließen: „Das 2:2 ist für uns klar zu wenig, die drei Punkte wären absolut verdient gewesen. Wir waren die bessere Mannschaft, haben super verteidigt und eines der besten Spieler in dieser Saison gemacht, sind dafür aber nicht belohnt worden. Wir hatten eine Mini-Schwächephase, in der die Berliner, die heute so gut wie keine Torchance hatten, dann auch ihre Eckentore gemacht haben. Die Mannschaft nimmt eine gute Entwicklung und hat unseren Plan hervorragend umgesetzt.“
In der Tat, die Uhlen zeigten beim Spitzenreiter eine reife und erwachsene Leistung und hätten schon vor der Halbzeitpause in Führung gehen müssen. Was sich dem jungen Henning Hüttermann und dann Jannik Otto bot, bezeichnet man landläufig als Topchancen. Auch die später von Christopher Rühr abgefeuerte argentinische Rückhand war ein ganz dickes Ding. In besagter Kurzzeitschwächephase legte der BHC urplötzlich vor, die prompte Antwort kam von Jan Nitschke. Mehr ging nicht. „Mit Blick auf die heiße Phase in der zweiten Maihälfte und Anfang Juni sind wir auf einem guten Weg,“ so André Henning.
HTCU: Reuß - Keusgen, Fürk, Kamphaus, Otto, Windfeder, Rabente, Matania, Nitschke, Trompertz, Fleckhaus, Rühr, Stralkowski, Schmitz, Hüttermann, B. Becker
Tore: 0:1 (36.) Schmitz, 1:1 (55., KE) Arnold, 2:1 (60., KE) Häner, 2:2 (61.) Nitschke
derwesten.de - Gerd Böttner
Beim ersten Teil seines Berliner Auftrags hat Feldhockey-Bundesligist HTC Uhlenhorst am Samstagnachmittag nicht geglänzt, mit dem 3:1-Sieg beim Tabellenletzten Blau-Weiss aber auf dem Weg zur DM-Endrunde Anfang Juni in der Hauptstadt seine Pflicht erfüllt. Die letzten Minuten mussten die Mülheimer in Unterzahl bestreiten, nachdem Co-Trainer Sven Meinhardt wegen Schiedsrichterbeleidigung die Rote Karte bekommen hatte.
„Das war der Emotion geschuldet. Die Entscheidung ist vertretbar, meiner Meinung nach aber hart“, so Trainer André Henning zum Thema. Zu allem Überfluss musste der junge Christian Schmiedel aufgrund eines Daumenbruchs die Partie vorzeitig beenden.
Die ohne Jan Gehlen, Felix Meyer, Jan Philipp Rabente und Julius Meyer angetretenen Uhlenhorster fanden in einer zerfahrenen und offenen Partie nur selten zum konstruktiven Zusammenspiel, ließen gegen einen Gegner dieser Kategorie zu viele Strafecken zu („Das passte so gar nicht zu unserem Anspruch“, monierte Henning) und hatten bei einigen Kontern der Berliner Glück, dass Torwart Felix Reuß Verlässlichkeit bewies.
Nachdem Liga-Torschützenkönig Thilo Stralkowski die Uhlen in bewährter Weise in Führung gebracht hatte, schien das Team auf Kurs, steckte aber nach dem Ausgleichstreffer plötzlich in der Klemme. In der Schlussphase behielt der Vizemeister in der Hitzeschlacht an der Spree aber kühlen Kopf und kam durch die späten Treffer durch Nationalspieler Tobias Matania und Jan Fleckhaus zu den eingeplanten Punkten.
„Am Ende zählten bei uns in Unterzahl der Wille und der gute Geist. Die Jungs haben sich auf das Wesentliche konzentriert, das war der positive Effekt. Der Sieg ist nicht unverdient, weil wir mehr für das Spiel getan und gute Moral bewiesen haben. Die drei Punkte sind wichtig für eine gute Platzierung“, zog Henning Bilanz.
HTCU: Reuß - Keusgen, Fürk, Kamphaus, Otto, Windfeder, Matania, Nitschke, Trompertz, Fleckhaus, Rühr, Stralkowski, Schmitz, Hüttermann, B. Becker, Schmiedel
Tore: 0:1 (28., KE) Stralkowski, 1:1 (47., KE) Weinhardt, 1:2 (67.) Matania, 1:3 (70., KE) Fleckhaus
derwesten.de - Gerd Böttner
Einsatz fraglich: Jan Philipp Rabente plagt nach dem Einsatz gegen Korea eine Muskelverletzung.
Mit Blick auf die Kontraste erwartet Feldhockey-Bundesligist HTC Uhlenhorst am Wochenende eine Erlebnisreise der besonderen Art. Dem Gastspiel am Samstag (16 Uhr) beim böse in der Klemme steckenden Tabellenletzten Blau-Weiss Berlin folgt am Sonntag (12 Uhr) die Visite beim opulent mit Punkten ausgestatteten Tabellenführer und feststehenden Endrunden-Teilnehmer Berliner HC.
Der amtierende Vizemeister und Tabellendritte HTCU, in Sachen Endrundenteilnahme am ersten Juni-Wochenende auf der Platzanlage des BHC auf einem guten Weg, hat bei der Reise in die Metropole einige personelle Sorgen im Gepäck, die Trainer André Henning gerade mit Blick auf die Defensive zu Umbauarbeiten aufrufen. Der Reihe nach. Abwehrchef Jan Gehlen liegt mit einem bösen Magen-Darm-Infekt buchstäblich flach und tritt die Reise an die Spree gar nicht erst an. Für Felix Meyer, der in den vergangenen Wochen so effektiv wie nie zuvor war, ist derweil die Saison aller Voraussicht nach beendet. Eine verschobene Sehne in der Hand muss in der kommenden Woche operativ gerichtet werden, anschließend muss Meyer zwei Wochen eine Schiene tragen. Ein Fragezeichen steht zudem hinter dem Einsatz des jungen Julius Meyer (schwere Erkältung). Nationalspieler Jan Philipp Rabente, der auch den Abwehr-Job kennt, hat sich beim DHB-Lehrgang in Mannheim eine Oberschenkelverletzung zugezogen und wird voraussichtlich nur am Sonntag zum Einsatz kommen. Beim Stürmer jungen Christopher Rühr muss abgewartet werden, ob die Mandelentzündung rechtzeitig abgeklungen ist.
Angesichts des Engpasses geht Henning gegen die Blau-Weißen nicht von einem Selbstläufer aus. „Schon vor dem Frankfurt-Spiel habe ich vor einer engen Kiste gewarnt. Leider Gottes lag ich richtig damit. Natürlich erwarte ich einen Sieg, andererseits geht es für die Berliner um die letzte Chancen, vielleicht doch noch das rettende Ufer zu erreichen. Das wird schon ein heißer Tanz. Für die Entwicklung unsere Mannschaft kann es hilfreich sein, den Plan B durchzuspielen.“
Endrunden-Gastgeber Berliner HC stellt die beste Abwehr und ist daheim allein noch ungeschlagen. „Bei denen hat noch keiner gewonnen, aber wenn du deine Sache gut machst und die richtigen Entscheidungen triffst, geht das auch, zudem werden wir die neue Anlage des BHC kennenlernen.“ Natürlich, denn da wollen sich die Uhlen bei der nächsten Visite am ersten Juni-Wochenende nicht mehr lange orientieren müssen. Die vorrangige Aufgabenstellung heißt aber: Blau-Weiss, das zehn der elf Punkte daheim gesammelt hat.
derwesten.de - Gerd Böttner
Kollektives Aufatmen im Waldstadion. Nach glück- und ertragslosen Wochen fand der HTC Uhlenhorst am Sonntag gegen Verfolger Mannheimer HC zurück in die Erfolgsspur. Nach einer nahezu fehlerfreien Defensivleistung feierten die Mülheimer einen verdienten 2:1-Sieg und durften sich trotz des Remis am Tag zuvor gegen Frankfurt als Gewinner des Wochenendes sehen.
Noch am Samstag hatte HTCU-Kapitän Thilo Stralkowski zur internen Teamsitzung gebeten. Nach der Partie gegen die Hessen war halt Gesprächsbedarf angesagt. Gegen die Mannheimer um den Ex-Uhlenhorster Matthias Witthaus zeigte sich von Beginn an die heilsame Wirkung der Maßnahme. Die Gastgeber machten sich konzentriert an die Arbeit, mussten aber auch eine ganz frühe Klippe umschiffen. Christopher Rühr handelt sich nach einer Rangelei in der 3. Minute die Gelbe Karte ein und musste eine zehnminütige Strafe abbrummen. Zeit und Raum, die die Gäste zur Attacke nutzten. Bei den beiden Strafecken blieben die Uhlen gottlob ungeschoren. Wieder komplett, übernahm der HTCU mehr und mehr die Initiative, ließ aber, wie bereits in den vergangenen Wochen, über Gebühr die Ecken liegen. Erst beim vierten Versuch schlug es hinter dem guten MHC-Torhüter Tobias Walter ein. Der resolute Abschluss von Nationalspieler Thilo Stralkowski bescherte den Gastgebern die verdiente Halbzeitführung.
Nach dem Wiederanpfiff meldeten sich zunächst die Mannheimer zu Wort, als Witthaus den Ball am langen Pfosten vorbeischoss. Die aktivere und dominante Mannschaft blieb derweil der HTCU. Nach Zuspiel von Kapitän Stralkowski traf Jan Philipp Rabente nur den Pfosten (45.), anschließend nahm das Eckenfestival des stürmenden und drängenden Vizemeisters, der in der Abwehr so gut wie nichts zuließ, seinen Lauf. Die Fehlversuche (wobei die Gäste ungemein schnell aus ihrem Tor kamen) von Stralkowski, Johannes Schmitz und schließlich Ole Keusgen sorgten für einen langen, langen Anlauf bis zur finalen Erfolgsmeldung. Bei der neunten Aktion sorgte Stralkowski für die späte Entscheidung. Die Vorgeschichte dieser Strafecke hatte Benjamin Becker mit dem resoluten Ballgewinn gegen Maximilian Schulz-Linkholt geschrieben. Zuvor hatte erneut Witthaus knapp das Ziel verfehlt (65.) und der Uhlenhorster Abwehrchef Jan Gehlen mit einer Platzwunde an der Augenbraue kurzzeitig den Platz verlassen müssen.
Als der MHC seinen Keeper aus dem Match genommen hatte, fiel der Anschlusstreffer, der den Uhlen die verdiente Kurskorrektur aber nicht mehr nehmen konnte.
HTCU: Reuß - Keusgen, Fürk, Gehlen, J. Meyer, Trompertz, Rabente, Matania, Windfeder, B. Becker, Nitschke, Otto, Fleckhaus, Stralkowski, Rühr, Schmitz
MHC: Walter - Fischer, Held, Prochazka, Haase, Jong-Ho, Hablawetz, Schulz-Linkholt, Meinert, Purps, Nguyen-Luong, Witthaus, Oldhafer, Woesch, Emmerling, Fieber
Tore: 1:0 (29., KE), Stralkowski, 2:0 (67., KE) Stralkowski, 2:1 (69.) Witthaus
Strafecken: 9 (2 Tore)/2 (0 Tore)
Gelbe Karte: Rühr (3.)
Zuschauer: 350
Schiedsrichter: Albrecht (DHC Wiesbaden)/Meißner (Blau-Weiß Köln)
derwesten.de - Gerd Böttner
Ausgerechnet gegen den Liganeuling SC Frankfurt 1880 geriet die Tormaschinerie des Feldhockey-Bundesligisten HTC Uhlenhorst bedenklich ins Stottern. Der Vizemeister erarbeitete sich im heimischen Waldstadion ein Übergewicht und etliche Topchancen, doch letztendlich blieb es gegen die tapferen Hessen beim dürftigen 2:2 und damit bei einer weiteren Enttäuschung in einer Kette von Negativerlebnissen.
Nach drei sieglosen Punktspielen gingen die Uhlen mit den besten Absichten die vermeintliche Pflichtaufgabe an. Die Chancen von Jan Fleckhaus und Henning Hüttermann bedeuteten die Ouvertüre, gleich bei der ersten Ecke sorgte Torschützenkönig Thilo Stralkowski mit höchster Präzision für den Tusch. Der HTCU schien auf Kurs, zumal sich gegen die tiefstehenden Frankfurter weitere Möglichkeiten anschlossen.
Vom Spaziergang am Samstag konnte nach dem Ausgleich durch Eckenspezialist Patrick Heller (Torhüter Felix Reuß sah nicht glücklich aus) aber keine Rede mehr sein. Den Uhlen fehlten fortan die zündenden Ideen. Immerhin gab es vor der Halbzeitpause durch Jan Philipp Rabente den Hauch einer Chance.
Mit dem Wiederanpfiff legten die Mülheimer wieder entscheidend zu. Nur noch im Vorwärtsgang, erarbeitete sich der HTCU Chancen quasi im Minutentakt, letztendlich fehlte aber die Genauigkeit oder der glänzende Keeper Moritz Kentmann stand entschlossen im Weg. Bei einem seiner wenigen Vorstöße ging der Aufsteiger zwölf Minuten vor dem Ende durch den erneut zielsicheren Patrick Heller gar in Führung. Gut, dass Stralkowski direkt im Anschluss mit dem Ausgleichstor die Antwort parat hatte. Mehr war gegen die Hessen nicht drin.
HTCU-Trainer André Henning: „Die Mannschaft hat ordentlich bis gut gespielt, zudem hatten wir 70 bis 80 Prozent Spielanteile. Unser Manko war die Cleverness bei der Chancenverwertung.“
Co-Trainer Sven Meinhardt: „Das Bemühen war da, aber da steckt der Wurm drin. Der muss schnell gefunden werden, damit hier wieder vernünftiges Hockey gespielt wird.“
Teammanager Horst Stralkowski: „Wir haben zwei Punkte liegen gelassen.“
HTCU: Reuß - Kamphaus, Keusgen, Fürk, Gehlen, Nitschke, Otto, Trompertz, Rabente, Matania, Hüttermann, Rühr, Fleckhaus, Windfeder, Schmitz, Stralkowski
SCF: Kentmann - Pütz, Bormuth, P. Collot, Grell, D. Heller, Schneider, Zeller, Schmietenknop, A. Schmidt-Opper, Müller, P. Heller, Ph. Collot, Martin, Marin, M. Schmidt-Opper, Brors
Tore: 1:0 (11., KE) Stralkowski, 1:1 (19., KE) P. Heller, 1:2 (58., KE) P. Heller, 2:2 (59.) Stralkowski
Ecken: 6 (1 Tor)/3 (2 Tore)
Schiedsrichter: Albrecht (DHC Wiesbaden)/Breß (UHC Hamburg)
Zuschauer: 250
derwesten.de - Gerd Böttner
Ein Tor geschossen, einen Siebenmeter herausgeholt: Jan Fleckhaus. Mehr Bilder gibt es in der Galerie von Kai Steinbrink mit Klick aufs Foto
Lange sah es danach aus, als würde den jungen Uhlen die Überraschung gegen das Star-Ensemble von Rot-Weiss Köln gelingen. Doch trotz zwischenzeitlicher Führung unterlag der HTC Uhlenhorst den Kölnern mit 3:5. Ein lupenreiner Hattrick von Weltklasse-Stürmer Christopher Zeller sorgte für die Wende in einem mitreißenden Match.
„Insgesamt geht der Sieg der Kölner in Ordnung“, meinte Uhlen-Coach André Henning. „Wir haben nicht so gut verteidigt wie wir uns das vorgenommen hatten. Zudem wies Rot-Weiß die deutlich bessere Eckenquote auf.“ Diese Faktoren sorgten für den Dreier, der die Domstädter auf Rang zwei der Bundesliga festigte, während die Mülheimer auf Platz drei verbleiben.
Die Statistik offenbarte am Ende zwei Problemfelder der Uhlenhorster. Zum einen ließen sie gleich sechs Kurze Ecken zu, von denen auch noch vier von Christopher Zeller beziehungsweise Jan-Marco Montag verwandelt werden konnten. Auf der anderen Seite wies der HTCU nicht annähernd eine solch erfolgreiche Quote auf. Von ebenfalls sechs Ecken fand nur der erste Versuch durch Thilo Stralkowski seinen Weg ins Ziel. Das war die 1:0-Führung, die nach Montags Ausgleich der Mülheimer Jan Fleckhaus wieder ausbauen konnte, nachdem Jan Philipp Rabente sehenswert vorbereitet hatte.
Die Uhlen kamen trotz 2:1-Führung nicht gut aus der Pause, kassierten nach einem Deckungsfehler prompt den Ausgleich. Doch Rabente konnte per Siebenmeter (Foul an Fleckhaus) erneut die Führung erzielen. Mit drei kurzen Ecken in Serie legte Christopher Zeller einen Hattrick hin führte die Wende für sein Team herbei. „Wir sind mit unsere jungen Mannschaft weiterhin in einem Entwicklungsprozess. Trotz der vielen Umstellungen sind wir mit den Kölnern auf Augenhöhe, aber das Duell zeigt auch genau, woran wir noch arbeiten müssen“, erklärte Trainer Henning.
Am kommenden Wochenende gastieren der SC Frankfurt 1880 und der Mannheimer HC im Waldstadion.
Zwischenzeitlich stieß Benjamin Weß in einem Zweikampf unglücklich mit Christopher Rühr zusammen. Der Kölner Nationalspieler erlitt womöglich eine schwere Schulter- bzw. Schlüsselbeinverletzung. Von dieser Stelle wünscht der HTCU seinem ehemaligen Spieler gute Besserung.
HTCU: Felix Reuß, Jan Gehlen, Ole Keusgen, Felix Meyer, Jannik Otto, Daniel Kamphaus, Tobias Matania, Jan Philipp Rabente, Lukas Windfeder, Moritz Trompertz, Johannes Schmitz, Thilo Stralkowski, Jan Fleckhaus, Christopher Rühr, Henning Hüttermann.
Tore: 1:0 Stralkowski (14.), 1:1 J.-M. Montag (16.), 2:1 Fleckhaus (32.), 2:2 Menke (36.), 3:2 Rabente (40./7m), 3:3, 3:4, 3:5 C. Zeller (53./57./70.).
Nasenbeinbruch: Benedikt Fürk fällt vorerst aus.
Für den Feldhockey-Bundesligisten HTC Uhlenhorst geht es in diesen bewegten Frühlingstagen Schlag auf Schlag. Jüngst noch in Rotterdam in den Höhen der Euro Hockey League letztendlich unglücklich beschäftigt, geht es ohne jeden Umweg direkt weiter zum ultimativen Ligaspektakel. Das Waldstadion ist am Samstag (Spielbeginn 16 Uhr) Schauplatz des ewig jungen Westgipfels zwischen den gastgebenden Uhlen und dem Starensemble von Rot-Weiss Köln. Vorhang auf für das Topspiel zwischen dem Tabellendritten und dem Zweiten aus der Domstadt.
Nach dem bitteren EHL-Aus im Nachbarland setzte es in der Heimat gleich den nächsten Nackenschlag. Abwehrspieler Benedikt Fürk, am vergangenen Samstag im Stadion des HC Rotterdam einer der besten und tatkräftigsten Mülheimer, erlitt am Donnerstagabend im Training bei einer grundunglücklichen Aktion einen Nasenbeinbruch und fällt laut Trainer André Henning zwei bis drei Wochen aus. Als Vertreter auf der Außenverteidiger-Position ist Felix Meyer vorgesehen, der in den Niederlanden ebenfalls einen richtig guten Job gemacht hat. Thilo Stralkowski hat beim Nationalmannschaftslehrgang in Mannheim eine Schulterprellung erlitten, ist einsatzfähig.
Man darf gespannt sein, wie sich der deutsche Vizemeister bei der Rückkehr auf die nationale Plattform präsentieren wird. „Wie wir die EHL-Partie verkraftet haben, wird sich im Spitzenspiel mit einem enormen Stellenwert zeigen. Mental und körperlich ist die Belastung enorm gewesen. Die Enttäuschung ist immer noch da, zumal wir uns in der EHL viel vorgenommen hatten. Über weite Strecken war das eine Superleistung, aber am Ende ein Schlag ins Kontor. Wir haben aber auch leichte Fehler gemacht. Noch einmal solche Einladungen auszusprechen, können wir uns gegen die Kölner Ausnahmemannschaft, die in der individuellen Qualität mit Rotterdam gleichzusetzen ist, nicht erlauben. Wir müssen gut verteidigen und Ecken vermeiden. Ich glaube schon, dass das für uns schwierig werden wird. Gegen diesen Gegner kannst du nur mit einer Topleistung bestehen“, blickt Henning auf eine herausragende Herausforderung im eigenen Haus.
Auf dem Weg zur DM-Endrunde in Berlin und zur neuerlichen EHL-Teilnahme wäre ein HTCU-Erfolg ein Meilenstein. Die Uhlenhorster liegen drei Punkte hinter den Kölnern, das Nachholspiel im Waldstadion gegen den Vorletzten Blau-Weiß Berlin steht noch aus. Beim HTCU geht es auch darum, eine Minikrise zu beenden. Am vergangenen Ligawochenende blieben in Krefeld und in Harvestehude viele Punkte liegen, es folgte die Europareise nach Rotterdam. „Was die Ergebnisse betrifft, ist das eine Negativserie. Jetzt brauchen wir die Punkte, um uns Luft zu verschaffen. Ein Sieg im eigenen Stadion gegen Köln wäre enorm wichtig“, so Henning. Der weiß natürlich nur zu gut, wer sich da vor den Uhlen aufbaut. „So viele Weltklassespieler wie die Kölner haben wir nicht. Zudem waren die in dieser Saison noch nie so gut besetzt.“ Eben die Herausforderung schlechthin!
derwesten.de - Gerd Böttner
Lukas Windfeder (16) wurde auf Hollands Nationalspieler und Superstar Jereon Hertzberger angesetzt und machte seinen Job fantastisch (Foto: D. Matania).
Selbst von zwei Niederländern nicht zu halten: Benedikt Fürk zeigte eine überragende Leistung (Foto: D. Matania).
Es gibt so Spiele, die vergisst man nicht. Vielleicht nie, wenn man selbst auf dem Platz stand. Es gibt so Spiele, die gehen in die Geschichtsbücher ein. Was zunächst nach einer Tragödie aussah, dann ein Thriller wurde und fast in einem Märchen endete, war einer der größten Auftritte, den die junge Mannschaft des HTC Uhlenhorst bislang erlebte. Nach 0:4-Rückstand im Achtelfinale der Euro Hockey League kämpften sich die Mülheimer mit fantastischem Willen zurück ins Match, glichen zum 4:4 aus, verpassten die Sensation durch die unglückliche Niederlage im Penaltyschießen aber denkbar knapp – 8:9.
„Ich bin trotz der Niederlage unheimlich stolz auf mein Team. Wir haben hier herausragenden Charakter gezeigt und waren über viele Phasen der Partie überlegen. Wenn sich ein derart junges Team auswärts vor so einer Kulisse nach einem 0:4-Rückstand zurück ins Match fightet, hat das großen Respekt verdient“, so Trainer André Henning direkt nach dem Spiel. Dabei begann die Partie gut, den Uhlen gehörten die ersten Minuten und die ersten beiden Chancen. Aber nach einem herausragenden Dribbling von Neuseelands Nationalspieler Simon Child ließ er drei Uhlen stehen, knallte den Ball an den Pfosten von da an Jannik Ottos Fuß und von dort ins Tor. Wenige Minuten später ging dem Verteidiger ein Schlenzer durch, den Überzahlkonter ließen sich die Niederländer nicht entgehen, Nick Wilson schoss zum 2:0 für die Gastgeber ein. In der Folge kämpfte sich der HTCU zurück ins Spiel, hatte zwei Kurze Ecken durch Thilo Stralkowski und Johannes Schmitz, die der Keeper beide vereiteln konnte. Stattdessen fiel kurz vor der Pause der dritte Treffer für Rotterdam. Einen Deckungsfehler nutzte erneut Nick Wilson zum 3:0, zuvor hatte Felix Reuß im Kasten der Uhlen sogar einen Siebenmeter gehalten. „Trotzdem haben wir in der ersten Halbzeit wirklich sehr ordentlich gespielt und 0:3 zurückgelegen, weil Rotterdam eine nahezu perfekte Chancenauswertung hatte, unsere kleinen Fehler im Stile einer Spitzenmannschaft eiskalt nutzte und uns vorne zunächst, auch bei den ersten Ecken, das Glück fehlte“, sagte Coach Henning. „In der Pause haben wir uns trotz des hohen Rückstandes geschworen dieses Spiel bis zur letzten Sekunde durchzuziehen und Europa zu zeigen, was wir können. Das ist in beeindruckender Manier gelungen.“
Vorgenommen hatten sich die Mülheimer, dass sie unbedingt das erste Tor des zweiten Durchgangs schießen wollten. Diese Hoffnung dauerte drei Minuten an, ehe, na klar, erneut Nick Wilson mit seinem dritten Treffer des Tages das 4:0 nach einem Konter erzielte. Doch der Widerstand der Mülheimer war nicht gebrochen. Thilo Stralkowski tankte sich durch den Kreis, Jannik Otto staubte ab: 1:4 – die Initialzündung zu einer Aufholjagd wie sie selbst in der EHL, die schon einige verrückte Duelle erlebt hat, wohl einmalig ist. Es ging direkt weiter: Anstoß, Ball erobert, Tobias Matania, der ein starkes Spiel als Regisseur machte, bedient Stralkowski, der nicht lange fackelt – 2:4. Zwei Treffer innerhalb von 60 Sekunden, welch ein Comeback.
Vier Minuten später. Die Uhlenhorster schnüren die Holländer im eigenen Kreis ein, Gehlen bringt den Ball in den Kreis, Jannik Otto bedient Jan Fleckhaus am langen Pfosten, der die Kugel ins Tor lenkt – 3:4! Innerhalb von fünf Minuten waren die Uhlen zurück, mit derselben Kaltschnäuzigkeit wie der HCR zuvor in Führung gegangen war. „In der zweiten Halbzeit haben wir Rotterdam vor eigenem Publikum phasenweise an die Wand gespielt“, war Trainer André Henning beeindruckt.
Die Marschroute war nun ruhig weiter zu spielen, keinen Konter zu kassieren. Die Geduld zahlte sich aus. Simon Child konnte Tobias Matania im eigenen Viertel nur mit einem Foul halten – Kurze Ecke Nummer vier für Mülheim (zuvor hatte Matania selbst knapp vorbei geschossen). Der letzte Versuch saß: Stralkowski netzte ein – 4:4 -, die Uhlen hatten das Unmögliche möglich gemacht.
In der Verlängerung gab es noch eine dicke Chance für Christopher Rühr, der am überragend parierenden Pirmin Blaak im Tor der Gastgeber scheiterte. Im Penaltyschießen dauerte es bis zum 14. Schützen, ehe Rotterdam die Entscheidung in einer denkwürdigen Partie erzwungen hatte weil Blaak gegen Fürk hielt, der zuvor eines der besten Spiele seiner jungen Karriere als überragender rechter Verteidiger abgeliefert hatte.
„Letztendlich war es ein fantastisches Match zwischen zwei großartigen Mannschaften. Uns macht dieses Spiel viel Mut und motiviert uns bald auf die europäische Bühne zurückzukehren. Für unser Debüt war das eine begeisternde Vorstellung“, so André Henning.
HTCU: Felix Reuß, Björn Brinkmann, Jan Gehlen, Ole Keusgen, Benedikt Fürk, Jannik Otto, Felix Meyer, Daniel Kamphaus, Tobias Matania, Jan Philipp Rabente, Lukas Windfeder, Moritz Trompertz, Jan Nitschke, Johannes Schmitz, Thilo Stralkowski, Jan Fleckhaus, Christopher Rühr, Henning Hüttermann.
Tore: 1:0 Otto (5./Eigentor), 2:0 Wilson (7.), 3:0 Wilson (34.), 4:0 Wilson (38.), 4:1 Otto (40.), 4:2 Stralkowski (40.), 4:3 Fleckhaus (44.), 4:4 Stralkowski (67./KE).
Felix Meyer hofft auf einen Einsatz am Samstag nach überstandener Verletzung.
Vorhang auf. Der HTC Uhlenhorst begibt sich endgültig zurück auf die große europäische Hockey-Bühne. Am Samstag steigt das lang ersehnte Achtelfinale der Euro Hockey League. Beim größten Clubwettbewerb der Welt erwischten die Uhlen das Traumlos: Um 14.30 Uhr geht es gegen den Gastgeber HC Rotterdam.
Über 3.000 Zuschauer passen in das Stadion am Hazelaarweg in Rotterdam. Die Veranstalter rechnen mit einem vollen Haus, wenn Deutschlands aktueller Vize-Meister auf den souveränen Tabellenführer der niederländischen Hoofdklasse trifft. Das Team um die holländischen Stars Jeroen Hertzberger, Roderick Weusthof und Robert van der Horst sowie die neuseeländischen Nationalspieler Simon Child und Nick Wilson hat seine Top-Form zuletzt eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Im Spitzenspiel der ersten Liga wurde der Tabellenzweite Pinoké mit 3:2 besiegt. Eine Woche zuvor gewann das Team von Coach Reinoud Wolff im Wagener-Stadion beim Top-Team aus Amsterdam (mit Taeke Taekema) mit 7:6; es war ein „ganz normales“ Spiel über 70 Minuten, bei dem Rotterdam sechs Treffer aus dem Spiel heraus erzielte.
„Das beweist, für alle, die es noch nicht wussten, was für eine Qualität in der Offensive von Rotterdam steckt“, sagt Mülheims Trainer André Henning. Nach dem 4:4 in Krefeld und der 1:2-Niederlage beim Harvestehuder THC gehen die Uhlen mit weniger erfreulichen Ergebnissen ins K.O.-16-Turnier. „Wir wissen Bundesliga und EHL aber zu trennen. Auf dieses Ereignis haben wir viele Jahre hingearbeitet, da werden wir uns nicht von kurzfristigen Ereignissen aus der Bahn werfen lassen. Dennoch ist Rotterdam mit seinem Starensemble natürlich klarer Favorit.“
Beim HTCU sind alle Spieler an Bord. Jan Fleckhaus hat eine Prellung am Fuß mit aus Hamburg nach Hause gebracht. Felix Meyer laboriert an einer Muskelverhärtung. Bei beiden sieht es aber so aus, als würde es für einen Einsatz im Stadion am Hazelaarweg reichen. Henning: „Für uns ist es der erste große Auftritt auf internationaler Bühne als erneut stark verjüngtes Team. Für uns wird es eine interessante Erfahrung.“ Nach den Abgängen von Niklas Rieger und Philip Meyer werden mit Lukas Windfeder, Henning Hüttermann und Moritz Trompertz am Samstag gleich drei 16-Jährige ihr Debüt auf internationalem Parkett feiern. Das Team hat einen Altersschnitt von 21 Jahren. „Das sollte die Erwartungshaltung ins rechte Licht rücken“, meint Henning. „Mit der Unbekümmertheit dieser Außenseiterrolle im Rücken, werden wir natürlich all unsere Stärken in dieses Match stecken. Ein Duell gegen einen solchen Gegner - bei dieser Kulisse mit außergewöhnlicher Atmosphäre - kann jedem Spieler einen enormen Entwicklungssprung verschaffen. Den werden wir mitnehmen. Wenn jeder an seinen Jobs festhält, wird es so oder so ein tolles Erlebnis für uns alle.“
Sollte die Überraschung glücken, geht es bereits am Montag (Anstoß 14:30 Uhr) weiter. Dann treffen die Uhlenhorster, ebenfalls in Rotterdam, auf den Sieger der Partie zwischen dem East Grinstead Hockey Club und CA Montrouge (Frankreich). Die Engländer sind in ihrem Achtelfinale klar favorisiert und gehören einmal mehr zum Kreis der Titelkandidaten.
Tickets gibt es im Vorverkauf hier: ehlhockey.tv
Nach dem Blitzstart vor einer Woche im eigenen Haus hat den HTC Uhlenhorst in der Feldhockey-Bundesliga der Alltag eingeholt. Vor dem EHL-Auftritt am Ostersamstag in Rotterdam setzte es nach dem Remis am Freitag in Krefeld am Sonntag mit dem 1:2 beim Harvestehuder THC in einem engen und spannenden Match die vierte Saisonniederlage. Die beiden Rivalen sitzen dem Tabellendritten HTCU, der an der Alster über seine schlechte Chancenverwertung stolperte, nun dicht im Nacken.
Beim Nord-West-Gipfel in der Hansestadt erwischten die Mülheimer einen Start nach Maß, als Eckenspezialist und Nationalstürmer Thilo Stralkowski gleich bei der ersten Gelegenheit beherzt zulangte. In der Folgezeit entwickelte sich eine temporeiche Partie, in der die Schusskreis-Aktionen allerdings rare Ware blieben. Möglicher Knackpunkt war die 28. Spielminute, in der Tobias Matania nach einem Konter und 3:1-Überzahl nicht zum Abschluss kam. „Das 2:0 hätte uns gut getan“, meinte HTCU-Trainer André Henning später. Aber es kam noch übler. Mit dem Pausenpfiff glich Michael Körper per Strafecke aus. „Nach einer ordentlichen Halbzeit von uns war der Ausgleich nicht verdient“, so Henning.
Nach dem Seitenwechsel häuften sich bei den Gästen die Chancen, aber auch die Fehlversuche. Direkt nach dem Wiederanpfiff stand Christopher Rühr völlig frei, doch seine Rückhand verfehlte knapp das Ziel. Und weiter ging’s im einseitigen Takt. Am langen Pfosten brachte Johannes Schmitz das Zuspiel von Stralkowski nicht über die Torlinie (45.), und als die Hamburger nach Körpers zweiter Ecke gar führten, vergaben der junge Henning Hüttermann (64.) und Schmitz (69.) die Chance zum Ausgleich. Dass die Uhlen von ihren fünf Ecken nur eine einzige verwandelten, passte ins trübe Bild.
„Die Leistung war besser als am Freitag in Krefeld. Das war nicht die Glanzleistung des Jahres, aber aufgrund unserer Chancen hätte es reichen müssen. Die Hamburger haben einige Ecken von den Schiedsrichtern geschenkt bekommen“, zog Henning nach ertraglosen Reise in den Norden Bilanz. „Wir haben weiterhin eine super Ausgangslage. In den vier Spielen nach der Pause hatten wir Höhen und Tiefen, aber die sieben Punkte sind okay. Bisher hat uns kein Team an die Wand gespielt. Mit der Entwicklung der Mannschaft bin ich nicht unzufrieden. Wir haben einen Altersdurchschnitt von 21 Jahren, einige Spieler sind absolute Bundesliga-Neulinge. Wir sind auf einem guten Weg, wiewohl wir unsere Hausaufgaben machen müssen. Jetzt freuen wir uns auf die EHL. Da wartet in Rotterdam eine ganz andere Hockeywelt auf uns.“
HTCU: Reuß – Gehlen, Keusgen, Fürk, Otto, Kamphaus, Nitschke, Matania, Rabente, Windfeder, Trompertz, Fleckhaus, Stralkowski, Rühr, Hüttermann, Schmitz
Tore: 0:1 (5., KE) Stralkowski, 1:1 (35., KE) Körper, 2:1 (60., KE) Körper
Ecken: 4 (2 Tore)/5 (1 Tor)
Schiedsrichter: Lubrich (Ludwigshafen)/Löffler (Berlin)
Zuschauer: 300
derwesten.de – Gerd Böttner
HTCU-Torjäger Thilo Stralkowski erzielte zwei Treffer in Krefeld. Zum Sieg reichte es jedoch nicht. Archivfoto: Wojtyczka
Auch die Hockeymannschaft des HTC Uhlenhorst hat es nicht geschafft, dem Crefelder HTC in der Feldsaison 2011/12 die erste Heimniederlage beizubringen. Dabei hatte es bei einem Zwischenstand von 1:4 stark nach einem Mülheimer Auswärtssieg ausgesehen. Aber die Krefelder schafften vor 300 Zuschauern auf der Anlage an der Hüttenallee noch den Ausgleich zum 4:4 (1:3)-Endstand.
„Das war eine mäßige bis schwache Leistung von unserer Mannschaft. Wir sind den Gegenspielern oft hinterhergelaufen. Die Partie hat doch noch einige Schwächen offenbart. Diese werden wir uns ansehen und ansprechen“, sagte André Henning. Der Trainer des Bundesliga-Dritten wird das Geschehene analysieren und hat nach der Vorstellung am Freitagabend Gesprächsbedarf.
In der zweiten Minute waren die Mülheimer noch nicht richtig bei der Sache. Der Krefelder Niklas Wellen lauerte am langen Pfosten und hatte keine Mühe, aus kurzer Distanz den 1:0-Führungtreffer zu erzielen. Nur eine Minute später glich HTCU-Stürmer Thilo Stralkowski mit seinem 20. Saisontreffer zum 1:1 aus. Christopher Rühr, nach einem feinen Solo (15.), und Johannes Schmitz, auf Rückhand-Pass von Benedikt Fürk (28.), sorgten für eine Uhlenhorster 3:1-Pausenführung. Henning: „Es war schon etwas glücklich, dass wir in der ersten Halbzeit nur einen Gegentreffer kassiert haben.“
Per Strafecke erhöhte Thilo Stralkowski in der 48. Minute auf 4:1. Nun schien es so, als sei die Partie entschieden. Aber die Uhlen ließen sich von den beherzt spielenden Gastgebern in die eigene Hälfte drängen. Lars Conzendorf (49.), Tobias Bergmann (55.) und Tim Blasberg (66.) stellten mit ihren Treffern tatsächlich noch den Gleichstand her.
Am Sonntag steht für die Mülheimer das nächste Spiel an. Per Flieger geht es nach Hamburg. Dort trifft der HTCU um 13.30 Uhr auf der Anlage Winterhude auf den Harvestehuder THC.
Tore: 1:0 Wellen (2.), 1:1 Stralkowski (3.), 1:2 Rühr (15.), 1:3 Schmitz (28.), 1:4 Stralkowski (48., kurze Ecke), 2:4 Conzendorf (49.), 3:4 Bergmann (55.), 4:4 Blasberg (66.).
HTCU: Reuß – Gehlen, Keusgen, Fürk, Otto, Kamphaus – Trompertz, Matania, Rabente, F. Meyer, Nitschke – Hüttermann, Stralkowski.
derwesten.de – Marcus Lemke
Das erste Meisterschafts-Wochenende 2012 hat Spaß gemacht. Nun gastieren die Mülheimer am Freitagabend beim Crefelder HTC an der Hüttenallee. Foto: Wojtyczka
Bei der Fortsetzung der Bundesligasaison 2011/12 haben die Hockeyspieler des HTC Uhlenhorst am vergangenen Wochenende vollauf überzeugt und mit zwei Siegen gegen den Club an der Alster (3:0) und den UHC Hamburg (4:3) auf sich aufmerksam gemacht. Auch an diesem Wochenende tragen die Mülheimer zwei Meisterschaftsspiele aus. Der Doppelpack beginnt bereits am Freitagabend in Krefeld.
Ab 19.30 Uhr stehen sich auf dem Kunstrasenplatz an der Hüttenallee der Crefelder HTC und der HTCU gegenüber. Fehlen wird auf Seiten der Gastgeber einer der wichtigsten Spieler. Alan Butt hat sich eine Woche vor der Saisonfortsetzung in einem Testspiel einen komplizierten Daumenbruch zugezogen. „Den Ausfall eines solchen Spielers müssen wir erst einmal verdauen. So einfach kompensieren können wir das auf jeden Fall nicht“, sagte CHTC-Trainer Matz Mahn, als er die Hiobsbotschaft erfahren hatte. Janick Eschler und Christian Tanck sind wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. Peter Dobsen hingegen muss wohl wegen seiner in Neuss erlittenen Verletzung noch zuschauen.
Trotz der Personalsorgen wollen sich die Krefelder für die 2:6-Hinspielniederlage in Mülheim revanchieren. Sie haben das Saisonziel angesichts des guten fünften Tabellenplatzes mittlerweile nach oben korrigiert. Der Crefelder HTC will sich für die Endrunde um die deutsche Meisterschaft qualifizieren.
Auch der Uhlenhorster Trainer zieht vor dem nächsten Gegner den Hut. „Die Krefelder haben mich positiv überrascht. Sie spielen eine gute Rolle und die Partie ist richtungsweisend, wenn es darum geht, sich für das Final Four zu qualifizieren. Wenn wir dort gewinnen, distanzieren wir einen direkten Konkurrenten. Aber die Aufgabe ist schwer. Der Gegner hat auch einige starke U21-Nationalspieler in seinem Kader“, sagt André Henning, der auf die Heimstärke der Krefelder verweist. Diese haben in der laufenden Saison vor eigenem Publikum noch keine Niederlage hinnehmen müssen.
Angesichts der starken Vorstellungen am vergangenen Wochenende gegen die Hamburger Mannschaften fahren die Uhlen allerdings auch mit einer Menge Selbstvertrauen nach Krefeld. Henning: „Wir sind gut drauf. Das wissen wir schon seit dem letzten Tag bei unserem Sparkassen-Cup.“
Der Trainer hat die Qual der Wahl. Nach den Zugängen aus der eigenen Jugend stehen ihm nach eigener Aussage 19 bis 20 Spieler zur Verfügung. Die Nominierung des Aufgebotes erfolgt kurzfristig. Alle Uhlen sind fit und wollen in Krefeld auflaufen.
derwesten.de – Marcus Lemke
Ole Keusgen (re.) erzielte nach unwiderstehlichem Solo ein Traumtor. Auch Jan Fleckhaus konnte sich mit feinem Treffer in die Torschützenliste eintragen. Mehr Bilder gibt es in der Galerie von Kai Steinbrink mit Klick aufs Foto.
An diesem wunderhübschen Frühlingstag fügten sich die Dinge nahtlos zusammen. Bei Kaiserwetter lieferten sich die Uhlenhorst-Klubs ein intensives Spiel auf höchstem Niveau und damit in seiner strahlend-sten Ausrichtung. Mit dem hart umkämpften 4:3-Sieg gegen den UHC Hamburg festigte Feldhockey-Bundesligist HTCU seinen Platz in der Spitzengruppe und verwies am Sechs-Punkte-Wochenende ohne Umschweife auf seine Ambitionen.
Im zweiten Hamburger Akt (mit acht Nationalspielern hüben und drüben) schafften es die Gastgeber zunächst nicht, den Faden vom Vortag aufzunehmen. In der ersten Viertelstunde passte wenig zusammen und plötzlich hieß es Vorteil UHC. Den von den Schonern von Torwart Felix Reuß abgeprallten Ball nahm Carl Alt dankbar auf. Und dass die Uhlen nicht schon ganz alt aussahen, verdankten sie ihrem Keeper. Als Jonas Fürste frei zum Schuss kam, behielt Reuß die Ruhe und machte sich ganz breit (18.).
Nach einer ordnenden Auszeit von Trainer André Henning kam der HTCU, bei dem zuvor der letzte Pass nicht gekommen war, in die Spur. Jannik Otto (19.) und Lukas Windfeder (20.) boten sich die ersten Chancen, wenig später meldete der zuvor unglücklich agierende Jan Fleckhaus (nach Traumpass von Thilo Stralkowski) mit dem Ausgleich Vollzug.
Das Duell West gegen Nord nahm nun richtig Fahrt auf. Tobias Matania traf den Pfosten (27.) und in der 31. Minute vollbrachte Reuß gegen Marco Miltkau die nächste große Tat. Kurz vor der Pausensirene hieß es Vorteil für die Uhlen, als Johannes Schmitz die erste Strafecke zielgerichtet versenkte.
Die erste, mit allen Unterhaltungsdetails ausgestattete erste Halbzeit sollte aber noch getoppt werden. Nach dem unaufhaltsamen Solo und dem cool erzielten 3:1 von Abwehrspieler Ole Keusgen schien der HTCU auf der sicheren Seite zu sein. Doch dann ging die Post erst richtig ab. Florian Fuchs erzielte den Anschlusstreffer, postwendend gab Jannik Otto die richtige Antwort. Und nach dem verwandelten Siebenmeter von Nationalspieler Moritz Fürste mussten die Gastgeber noch elf lange Minuten ganze Arbeit verreichten. In das Hamburger Powerplay fielen die letzen Chancen durch Kapitän Stralkowski (Kurze Ecke) und Christopher Rühr.
derwesten.de - Gerd Böttner
HTCU: Reuß - Keusgen, Fürk, Gehlen, J. Meyer, F. Meyer, Matania, Rabente, Otto, Windfeder, Fleckhaus, Trompertz, Rühr, Stralkowski, Schmitz
UHC: Jacobi - Kapaun, Breitenstein, Simon, Falcke, J. Fürste, Nevado, Linnekogel, Korn, Perdoni, M. Fürste, Miltkau, Fuchs, Müller, Swiatek, Alt
Tore: 0:1 (15.) Alt, 1:1 (23.) Fleckhaus, 2:1 (34., KE) Schmitz, 3:1 (45.) Keusgen, 3:2 (58., KE), Fuchs, 4:2 (59.) Otto, 4:3 (59., Siebenmeter) M. Fürste
Strafecken: 3 (1 Tor)/4 (1 Tor)
Gelbe Karten: Stralkowski (70.)/Fuchs (70.)
Zuschauer: 450
Schiedsrichter: Gerwig/Zysk
Erstes Spiel, erster Angriff, erstes Tor. Lukas Windfeder traf bei seinem Debüt und überzeugte genau wie Henning Hüttermann und Moritz Trompertz. Mehr Bilder gibt es in der Galerie von Kai Steinbrink mit Klick aufs Foto.
Als die jugendliche Welle schwappte, hat sich der Meister gründlich verschluckt. Nicht zuletzt dank tatkräftiger Mithilfe seiner drei 16-Jährigen Lukas Windfeder, Moritz Trompertz und Henning Hüttermann, die im April in die A-Jugend rücken, mit einer Sondergenehmigung aber am Samstag im Waldstadion ihren Bundesliga-Einstand gaben, startete der HTC Uhlenhorst mit einem souveränen 3:0-Sieg gegen den Club an der Alster. Die Uhlen brachten dabei das Kunststück fertig, nicht eine ihrer sieben Ecken im Tor der Hanseaten unterzubringen.
Auf dem Weg zum erhofften Startsieg war dem HTCU zunächst das Glück hold. Kaum hatte Frederik König bei der ersten Offensivaktion des Tabellenletzten den Pfosten getroffen, da stand es schon 1:0 für die Mülheimer. Als Sebastian Biederlack unfreiwillig Windfeder bediente, nutzte das Toptalent seinen Freiraum und feierte beim Einstand gleich sein Tordebüt.
Fortan marschierten die Uhlen, doch Tor Nummer zwei wollte partout nicht fallen. Dafür häuften sich aus HTCU-Sicht in der Schwächephase am Ende der ersten Halbzeit die Aufreger. Wieder war viel Dusel im Spiel, als Stefan Witte und Daniel von Drachenfels innerhalb weniger Sekunden den Pfosten trafen.
Auf dem Weg zum erlösenden zweiten Treffer nahmen die dominierenden Uhlen einen Umweg. Ecke um Ecke blieb von den Etablierten ungenutzt, was sich bei Chancen aus dem Spiel wiederholte. Die Jungen sorgten schließlich für freie Fahrt, als nach einer Kombination Trompertz/Hüttermann Letzterer gelegt wurde. Jan Philipp Rabente verwandelte den Siebenmeter sicher. Nach weiteren Topchancen setzte Tobias Matania den Schlusspunkt.
„Wir haben gut gestanden und wenig zugelassen. Das ist die Basis. Wir hatten viele Chancen und haben auch ohne Ecke klar gewonnen. Die jungen Spieler hatten einen Supereinstand. Das war große Klasse“, freute sich Trainer André Henning.
derwesten.de - Gerd Böttner
HTCU: Reuß - Keusgen, Gehlen, Fürk, Matania, Rabente, F. Meyer, Otto, Fleckhaus, Nitschke, Trompertz, Windfeder, Hüttermann, Schmitz, Stralkowski, Rühr
Alster: Jessulat - J. Fröschle, P. Fröschle, Weidemann, Müller, Rentrop, Ress, Hentschel, von Drachenfels, Witte, Biederlack, Reimann, Witthaus, Knüpfer, Wolbers
Tore: 1:0 (6.) Windfeder, 2:0 (49., Siebenmeter) Rabente, 3:0 (68.) Matania
Strafecken: 7 (0 Tore)/2 (0 Tore)
Zuschauer: 300
Schiedsrichter: Gerwig/Zysk
Ansporn von HTCU-Nationalspieler Tobias Matania an die Adresse der Kollegen. (Foto: Kerstin Bögeholz)
Die Schularbeiten sind gemacht, jetzt geht es mit klarem Blick ins erste Prüfungswochenende. Nach fünfmonatiger Pause nimmt die Feldhockey-Bundesliga den Spielbetrieb wieder auf. Dem Tabellendritten HTC Uhlenhorst beschert der Doppelschlag im heimischen Waldstadion den Club an der Alster (Samstag, 16 Uhr) und den UHC Hamburg (Sonntag, 14 Uhr). „Das wird ein heißes Wochenende“, rechnet Teammanager Horst Stralkowski fest mit einem bewegten Auftakt.
HTCU-Trainer André Hening blickt den Dingen mit einem grundsätzlich guten Gefühl entgegen. „Die Mannschaft hat in der Vorbereitung super gearbeitet und bei unserem eigenen Sparkassen-Cup spielerisch deutlich zugelegt. Jetzt bin ich gespannt, wie die Jungs die Liga annehmen, auf den Wettbewerbscharakter reagieren und was sie auf den Platz bringen können.“
Beim Club an der Alster prallen die Extreme aufeinander. Der amtierende Feldmeister (Sieg im Mannheimer Finale gegen die Mülheimer) reist als Tabellenletzter an. Wie auch immer: „Die Hamburger sind unglaublich erfahren und nach einer intensiven Vorbereitung eingespielt“, so Henning. Die Hanseaten mussten in der Vorbereitung nur Nationalspieler Tim Jessulat abstellen und durften sich, welch Luxus, neun Tage lang unter Spaniens Sonne tummeln. Der Erfolg am vergangenen Wochenende beim Sparkassen-Cup gilt als klare Ansage, schnellstmöglich vom Tabellenende wegzukommen.
Den UHC schätzt Henning neben Rot-Weiss Köln als Favorit auf den Meistertitel ein. „Mit ihren fünf A-Kaderspielern sind die Hamburger top-ausgestattet“, blickt er auf die zweite harte Prüfung am Wochenende. Bei diesen Uhlenhorstern ist Abwehrspieler Patrick Breitenstein nach einer Pause wieder dabei. Europameister Moritz Fürste, Deutschland bester Mittelfeldspieler, steht nach langer Verletzungspause wieder voll im Saft.
Nach ihrem Durchbruch beim Sparkassen-Cup zählen die ambitionierten 16-Jährigen Lukas Windfeder, Moritz Trompertz und Henning Hüttermann gegen Alster zum Aufgebot. In Richtung Sonntag plant Henning eine Rotation. Auch mit Blick auf die EHL am Ostersamstag in Rotterdam sollen alle Spieler ihre Einsatzzeiten bekommen. Offen ist noch, ob Angreifer Christopher Rühr zum Kader gehört. Beim DHB-Sprinttraining unter der Woche unter der Regie von Athletiktrainer Klaus Brosius hat sich der U21-Nationalspieler eine Zerrung zugezogen.
Der Zuversicht des Trainers schließt sich der Teammanager an: „Ich bin optimistisch. Die Jungs haben in der kurzen und knackigen Vorbereitung gut trainiert. Nach dem verlorenen Finale gibt es mit Alster noch eine offene Rechnung. Vermutlich geht es nicht um das bessere Hockey, sondern darum, die Machtfrage auf dem Platz für sich zu entscheiden. Das wird eine harte Nummer. Aber wir haben den Anspruch, unter die ersten Vier zu kommen und werden entsprechend angreifen,“ blickt Stralkowski auf den Start.
derwesten.de - Gerd Böttner
Der zweite Sparkassen-Cup war erneut ein großer Erfolg. Das gut besuchte Turnier fand mit dem Club an der Alster seinen verdienten Sieger. Die Hamburger besiegten in einem starken Finale den Mannheimer HC und durften den Pokal mit in die Hansestadt nehmen. Gastgeber HTC Uhlenhorst besiegte nach guter Leistung Westkonkurrenten Rot-Weiss Köln mit 5:2 und wurde Dritter.
Rang fünf sicherte sich der UHC Hamburg durch ein 3:1 gegen Blau-Weiß Berlin. Platz sieben ging an den Berliner HC nach einem 4:3-Erfolg gegen Zweitliga-Spitzenreiter Nürnberger HTC.
| Anstoß | Platz | Begegnung | Erg |
|
18:30 |
1 |
HTC Uhlenhorst - UHC Hamburg |
3:2 |
| 20:00 | 2 |
Mannheimer HC - Nürnberger HTC |
5:2 |
| Anstoß | Platz | Begegnung | Erg |
| 11:45 | 2 |
UHC Hamburg - Mannheimer HC |
1:3 |
| 12:00 | 1 |
HTC Uhlenhorst - Nürnberger HTC |
7:0 |
| 13:10 | 2 | RW Köln - Alster Hamburg |
2:4 |
| 13:20 | 1 | Berliner HC - TC BW Berlin |
2:3 |
| 14:30 | 2 | UHC Hamburg - Nürnberger HTC |
2:2 |
| 15:30 | 1 | Berliner HC - RW Köln |
0:5 |
| 15:50 | 2 | Alster Hamburg - TC BW Berlin |
5:2 |
| 16:50 | 1 | HTC Uhlenhorst - Mannheimer HC |
0:1 |
| 18:10 | 1 | Alster Hamburg - Berliner HC |
2:2 |
| 18:10 | 2 | TC BW Berlin - RW Köln |
2:4 |
| Anstoß | Platz | Begegnung | Erg |
|
11:30 |
1 |
Pl. 7: Berliner HC - Nürnberger HTC |
4:3 |
| 11:30 | 2 | Pl. 5: TC BW Berlin - UHC Hamburg |
1:3 |
| 13:15 | 1 | Pl. 3: Uhlenh. Mülheim - RW Köln |
5:2 |
| 13:15 | 2 | Finale: Alster - Mannheim |
3:2 |
Starke Leistung. Gemeinsam mit dem ebenfalls überzeugenen Jan Gehlen stabilisierte Ole Keusgen die Innenverteidigung.
Beim Projekt Titelverteidigung hat der HTC Uhlenhorst die erste Hürde genommen. Beim Auftaktspiel des Sparkassen-Cups 2012 besiegten die Gastgeber in der Neuauflage des letztjährigen Endspiels den UHC Hamburg nach zweimal 30 Minuten mit 3:2 (2:1).
Trainer André Henning war nach dem Start im heimischen Waldstadion zufrieden: „Gerade was das individuelle Abwehrverhalten betrifft, war das ein großer Fortschritt.“ Im zweiten Gruppenmatch hat es der HTCU am Samstag (12 Uhr) mit Zweitliga-Tabellenführer Nürnberger HTC und später um 16.50 Uhr mit dem Mannheimer HC zu tun. Der MHC gewann gegen die Franken am Freitag mit 5:2 (3:0).
Ohne die Nationalspieler Tobias Matania, Jan Philipp Rabente und Thilo Stralkowski, die sich nach dem Zentrallehrgang in Südafrika verabredungsgemäß in der Zuschauerrolle wiederfanden und gegen den MHC ins Geschehen eingreifen werden, und mit viel jugendlicher Unterstützung fanden die Uhlen langsam ins Spiel und mussten nach einer Unachtsamkeit in der Defensive durch Carl Alt den Rückstand hinnehmen. Der Gegentreffer durch den seinerseits auf fünf Nationalspieler verzichtende UHC war aber gleichzeitig der Weckruf. Der HTCU legte spielerisch zusehends zu und gewann die Kontrolle über das Flutlichtmatch. Die erste Chance bot sich dem jungen Julius Meyer (13.), nach dem energischen Solo des überragenden Abwehrspielers Ole Keusgen und dem Zuspiel auf Henning Hüttermann konnten die Hamburger Uhlenhorster das HTCU-Talent gerade noch stören (15.). Doch beim nächsten Angriff war der Ausgleich fällig. Jannik Otto vollendete mit einer energischen Rückhand. Der HTCU agierte danach weiterhin im Vorwärtsgang und erhöhte durch Jan Fleckhaus auf 2:1. Mit der Pausensirene brannte es bei den Uhlen bei der ersten kurzen Ecke der Hanseaten lichterloh. Keeper Felix Reuß parierte zunächst gegen Jan Simon und wehrte auch den Nachschuss von Alexander Perdoni ab.
Die Henning-Auswahl legte nach der Halbzeitpause bei ihrer ersten kurzen Ecke energisch nach. Beim Schuss von Keusgen war UHC-Torhüter Thomas Morrice auf dem Posten, beim Nachschuss von Benedikt Fürk allerdings machtlos. Die Hamburger, die im zweiten Spielabschnitt mehr investierten, kamen durch die von Simon verwandelte kurze Ecke noch einmal heran, doch mehr ließ der defensiv gut stehende HTCU nicht zu.
„Mit Blick auf das Abwehrverhalten war das ein deutlicher Schritt nach vorne. Wir haben nur wenig zugelassen. Mit der spielerischen Leistung in der ersten Halbzeit bin ich zufrieden. Die Hamburger haben im zweiten Spielabschnitt mehr Initiative gezeigt“, lautete die Bilanz von André Henning. „Mit dem Auftakt bin ich zufrieden. Im ersten ernstzunehmenden Testspiel überwiegen die positiven Aspekte, darauf können wir aufbauen. Mängel gibt es noch bei den Laufwegen und bei der Abstimmung. Daran werden wir an diesem Wochenende arbeite,“ sagte Teammanager Horst Stralkowski.
HTCU: Reuß - Fürk, Kamphaus, Gehlen, Keusgen, Otto, Nitschke, F. Meyer, Schmitz, Fleckhaus, Rühr, Brock, J. Meyer, Hüttermann, Schmiedel, Windfeder
Tore: 0:1 (11.) Alt, 1:1 (17.) Otto, 2:1 (24.) Fleckhaus, 3:1 (36., KE) Fürk, 3:2 (40., KE) Simon
Kurze Ecken: 1 (1 Tor)/3 (1 Tor)
Zuschauer: 200
derwesten.de - Gerd Böttner
Das Hinspiel auf dem Feld gewannen die Mülheimer (hier mit Jan Nitschke). Im Hallen-Halbfinale siegten die Hanseaten. Heute steigt das Uhlen-Duell im Waldstadion.
Es ist das Privileg des Gastgebers, das eigene Turnier (Eintritt frei!) zu eröffnen. Mit der Partie des HTC Uhlenhorst gegen den UHC Hamburg erfolgt am Freitag (Spielbeginn 18.30) im Waldstadion der Start in den 2. Sparkassen-Cup und in die Generalprobe für die eine Woche später beginnende Fortsetzung der Feldsaison. Dann haben es die Uhlen im eigenen Stadion mit dem Tabellenletzten Club an der Alster Hamburg (Samstag, 24. März) und einen Tag später mit eben diesen hanseatischen Uhlenhorstern zu tun.
Noch nicht dabei, aber ganz nah dran, so lautet das Motto bei der Ouvertüre. Beim Treffen des Bundesliga-Dritten HTCU und des Tabellensiebten UHC fehlen hüben und drüben gleich acht Nationalspieler, die erst am Dienstag aus Südafrika (Zentrallehrgang in Bloemfontein) zurückkehrt sind und naturgemäß von ihren Trainern geschont werden. HTCU-Coach André Henning wird Thilo Stralkowski, Jan Philipp Rabente und Tobias Matania erst am Samstagnachmittag gegen den Mannheimer HC bringen. Beim UHC-Quintett Moritz Fürste, Oliver Korn, Nicolas Jacobi, Marco Miltkau und Florian Fuchs dürfte es sich ähnlich verhalten.
„9:1 gegen Santander, schön und gut. 5:2 gegen Gladbach, schön und gut. Das wird der erste richtige Härtetest. Auch ohne die Nationalspieler ist der UHC ein ganz anderes Kaliber“, blickt Henning auf die erste Aufgabe an einem langen Wochenende, das für alle Klubs die Standortbestimmung vor dem Ligastart ist. „Am Sonntag wissen wir, wo wir stehen. Das gilt besonders für unsere jungen Spieler. Wir müssen uns zunächst ohne die Nationalspieler weiter einspielen. In der Offensive fehlt noch das Feintuning. Da geht es um den vorletzten und letzten Pass. Bei der Chancenverwertung fehlte noch die Kaltschnäuzigkeit. Aber auch am Abwehrverhalten müssen wir arbeiten, damit die Mechanismen greifen. Ich bin sicher, dass der UHC ein Gegner ist, der uns die wunden Punkte aufzeigt“, so der Uhlenhorster Übungsleiter.
Henning geht das von der Sparkasse Mülheim unterstützte Unternehmen Generalprobe mit einem Kader von 20 Spielern an. Beim Einstieg steht ein Fragezeichen hinter dem Einsatz von U21-Nationalspieler Christopher Rühr und U18-Nationalspieler Moritz Trompertz. Beide Nachwuchsspieler mussten mit einem grippalen Infekt das Bett hüten. Aber spätestens am Samstag heißt es beim Vizemeister: Alle Mann an Bord, wenn auch die drei Olympia-Kandidaten ihre Arbeit aufnehmen.
Gerd Böttner - derwesten.de
Freuen sich auf den Sparkassen-Cup (v.l.): Sparkassen-Pressesprecher Frank Hötzel, HTCU-Vorsitzender Christian Häbel, Manager Horst Stralkowski und der Uhlenhorster Bundesligatrainer André Henning.
Vorhang auf zur Freiluftsaison! Auf den Feldhockey-Bundesligisten HTC Uhlenhorst und seine Anhänger warten auf nationalem und internationalem Terrain (EHL-Auftrag am Osterwochenende in Rotterdam) arbeitsreiche und tunlichst bewegte Wochen und Monate. Der Einstieg und damit die ultimative Generalprobe für die eine Woche später beginnende Fortsetzung der Bundesligasaison könnte nicht hochkarätiger und schmackhafter daherkommen. Beim 2. Sparkassen-Cup versammelt sich von Freitag bis Sonntag die handverlesene Prominenz. Der freie Eintritt leitet gleich zur nächsten frohen Kunde über.
HTCU-Trainer André Henning freut sich über die abermals spontane Teilnahme der Klubs aus nah und fern („Die Vereine haben direkt nach dem ersten Sparkassen-Cup bei uns angefragt.“) und über die Tatsache, dass sich jetzt endlich die Reihen gefüllt haben. Die U21-Nationalspieler Christopher Rühr, Jan Nitschke und Lukas Windfeder hielten sich fünf Tage lang beim DHB-Zentrallehrgang in Mannheim auf; die A-Kader-Spieler Thilo Stralkowski, Jan Philipp Rabente und Tobias Matania zog es gar ins ferne Südafrika: Zentrallehrgang Nummer zwei vom 1. bis 13. März in Südafrika. „Die drei werden erst am Samstag zum Einsatz kommen. Nach den Belastungen voraussichtlich nur in einem Spiel“, sagt Henning. Nach dem Start am Freitag, 18.30 Uhr, gegen den UHC Hamburg, haben es die Uhlen am zweiten Turniertag mit dem Nürnberger HTC (12 Uhr) und dem Mannheimer HC (16.50 Uhr) zu tun. Am Sonntag folgen die Platzierungsspiele und um 13.15 Uhr das Finale.
Willkommene Gelegenheiten für Henning, das Schiff auf Kurs zu bringen. „Endlich ist der Kader zusammen, das letzte Spiel haben wir im Oktober bestritten. Jetzt müssen wir es schaffen, die Automatismen schnell zum Greifen zu bringen.“ Im vergangenen Jahr war das dem späteren deutschen Vizemeister im eigenen Haus prächtig gelungen. Im sehenswerten Endspiel gab es einen 4:3-Sieg gegen den UHC Hamburg (nun wieder mit einem nach langer Verletzungspause wieder in Topform befindlichen Nationalspieler Moritz Fürste), der zum Dauergegner wächst. Nach dem Treffen am Freitag gibt es schon am 25. März im Waldstadion ein Wiedersehen auf der Bundesligabühne, auf der sich künftig auch der hoffnungsvolle Uhlen-Nachwuchs in breiter Phalanx tummeln möchte. Die allesamt noch 16-jährigen Julius Meyer, Henning Hüttermann, Moritz Trompertz, Lukas Windfeder und Christian Schmiedel sind aufgerückt, dies zur Freude des Trainers: „Der Konkurrenzkampf steigert sich deutlich. Alle müssen sich strecken, der Kampf ist entbrannt.“ Vorerst nicht zur Konkurrenz zählen Niklas Rieger (Praktikum in Berlin) und Philip Meyer (Praktikum in Hamburg).
Gerd Böttner - derwesten.de
Viel Präsenz im Kreis: Zwei Treffer und eine Vorlage lieferte Johannes Schmitz.
Am Mittwochabend gewannen die Bundesliga-Hockeyspieler des HTC Uhlenhorst zwar das Testspiel gegen den klassentieferen Gladbacher HTC mit 5:2 (2:0). Doch so richtig zufrieden fuhr der Mülheimer Trainer André Henning nicht vom Waldstadion nach Hause.
„Wir haben insbesondere in der zweiten Halbzeit viel zu viele große Möglichkeiten versiebt. Im Vergleich zum Testspiel gegen den Düsseldorfer HC haben wir uns zwar beim Spiel nach vorne in den Kreis gesteigert. Aber der Ertrag ist nicht groß genug. Insgesamt war das Tempo zu langsam. Wir haben kein hohes Bundesliganiveau erreicht“, sagte der Coach.
Vor der Pause hatten Jan Fleckhaus (11.) und Ole Keusgen (28., kurze Ecke) die ohne ihre Nationalspieler Thilo Stralkowski, Jan Philipp Rabente und Tobias Matania angetretenen Uhlenhorster mit 2:0 in Führung gebracht. Nach dem Wechsel erhöhten Johannes Schmitz (39.) sowie erneut Fleckhaus (43.) und Schmitz (45.) auf 5:0, ehe dem Zweitliga-Spitzenreiter GHTC zwei Treffer gelangen.
Tore: 1:0 Fleckhaus (11.), 2:0 Keusgen (28., kurze Ecke), 3:0 Schmitz (39.), 4:0 Fleckhaus (43.), 5:0 Schmitz (45.), 5:1 (55.), 5:2 (61.)
HTCU: Reuß, B. Brinkmann; Gehlen, Keusgen, Fürk, Otto, Kamphaus, J. Meyer, Nitschke, F. Meyer, Fleckhaus, Schmitz, Hüttermann, Brock, B. Becker, Windfeder.
Marcus Lemke - derwesten.de
Erneut mit guter Leistung: Moritz Trompertz.
Den ersten Heimtest des Jahres gewannen die Uhlen gegen den Düsseldorfer HC mit 3:2 (0:1, 1:1). Im dreigeteilten Spiel über 75 Minuten ließ der HTCU in der ersten Hälfte noch viel Platz für Entwicklung offen. Nach einer Leistungssteigerung wurde ein verdienter Sieg eingefahren, der jedoch wenig Grund zur Zufriedenheit brachte.
Viel Ballbesitz hatten die Mülheimer durchweg, doch gegen den gut organisierten, tief stehenden Gegner fehlte oftmals der entscheidende Pass. "Zu wenig Seitenwechsel, zu wenig einfaches Passspiel miteinander und zu wenig Tempo", sah Trainer André Henning bei seinem Team. Im Mittelfeld wussten Moritz Trompertz und Jan Nitschke zu gefallen, ansonsten hielten sich die positiven Überraschungen in Grenzen.
So kam der DHC mit dem ersten Konter nach einer Viertelstunde vor das Gehäuse der Uhlen, der prompt eine Ecke brachte. Den "slow ball" konnte Keeper Felix Reuß nicht halten - 0:1. Es war Ole Keusgen, der erst im zweiten Durchgang mit einem herrlichen Alleingang den Ausgleich herstellte, bevor Henning Hüttermann (nach Vorarbeit des starken Keusgen) und Felix Meyer die Wende herbeiführten. Beim Gegentor zum 3:2 offenbarte sich, dass die Organisation in der Uhlen-Abwehr noch ausbaufähig ist. "Viele Abläufe sitzen noch nicht. Mit so vielen neuen Spielern müssen sich die Automatismen erst noch finden", meinte Henning. "Wir können aus dem Spiel viel Arbeitsmaterial mitnehmen."
Der nächste Test in einer arbeitsreichen Woche wartet bereits. Am Mittwoch gastiert Zweitliga-Spitzenreiter Gladbacher HTC im Waldstadion. Anstoß ist um 19.30 Uhr.
HTCU: Reuß, B. Brinkmann, Gehlen, Keusgen, Fürk, Otto, Kamphaus, T. Brinkmann, J. Meyer, Nitschke, Trompertz, F. Meyer, Fleckhaus, Schmitz, Schmiedel, Rühr, Hüttermann, Brock.
Hallo liebe Uhlen,
unsere 1. Herren sind schon mitten in der Saisonvorbereitung: Karneval verbrachten sie im Trainingslager in Spanien, vom 16.-18. März startet wieder der Sparkassen-Cup am Uhlenhorst mit allem,
was Rang und Namen hat, und eine Woche später startet die Liga…
Und dann, am Ostersamstag, folgt das 1. Highlight der Saison:
Die KO-Runde der EHL in Rotterdam!!!
Unsere Jungs spielen Ostersamstag, 7. April, um 14.30 Uhr gegen Rotterdam.
Damit der Heimvorteil für die Holländer nicht zu groß wird, organisieren wir einen Busshuttle nach Rotterdam!
Für nur 15 € pro Person kommt Ihr hin und zurück. Der Bus startet am 7. April um 10 Uhr vom Uhlenhorst und fährt nach dem Spiel zurück.
Dasselbe bieten wir für Ostermontag, 9. April, an, falls sich unsere Jungs qualifizieren. Auch dann spielen sie um 14.30 Uhr und der Bus würde um 10 Uhr fahren. Sollten sie sich nicht
qualifizieren, ist unser Partner Vehar Reisen so nett und storniert die Tour kostenlos. Aber wir werden ja am Samstag mit unserer Unterstützung alles dafür tun, dass die grüne Wand auch in
Holland steht und die Jungs weiterkommen!
Wer also mit dem Bus fahren möchte, schickt bitte bis zum 29. Februar eine Mail mit Name und Datum (Samstag oder Montag oder beide Tage) an eule1920@gmx.de! Diese Anmeldung ist verbindlich! Die weiteren Infos folgen nach der Anmeldung.
Zum Thema Tickets: es gibt Einheitstickets ohne Platzwahl. Das heißt, jeder kann ab jetzt seine Tickets online bestellen (den Link findet Ihr auf unserer Homepage) und wir können vor Ort zusammen
sitzen.
Also dann, Uhlen, auf nach Rotterdam – Ostereier suchen könnt Ihr auch Sonntag!
Der Vorverkauf für das wohl spektakulärste Vereinshockeyturnier der Welt ist gestartet. Ostern findet das K.O.16-Turnier der Euro Hockey League in Rotterdam statt. Der HTC Uhlenhorst trifft am Samstag, dem 7.4. auf den HC Rotterdam. Bei einem Sieg geht es am 9.4. gegen East Grinstead oder Montrouge im Viertelfinale um den Einzug ins Final Four.
Die Veranstalter rechnen fest mit einem ausverkauften Stadion und empfehlen dringend den Vorverkauf zu nutzen.
Der HTC Uhlenhorst wird voraussichtlich einen Fan-Bus einsetzen. Preis für Mitfahrer: nur 15 Euro. Weitere Informationen folgen.
Der Sparkassen-Cup geht in die zweite Runde. Vom 16.-18. März stehen sich auf der Anlage des HTC Uhlenhorst wieder die besten deutschen Teams mit zahlreichen Nationalspielern gegenüber, um sich eine Woche vor dem Start der Bundesliga in Schuss zu bringen.
Mit dabei sind diesmal Feld-Meister Club an der Alster Hamburg, Hallen-Meister Rot-Weiss Köln, EHL-Teilnehmer UHC Hamburg, Mannheimer HC, Berliner HC, Nürnberger HTC, TC BW Berlin sowie Gastgeber Uhlenhorst Mülheim.
Im Vorjahr gab es ein hochklassiges Finale zwischen den Mülheimer Uhlen und dem Namensvetter aus Hamburg, was der HTCU gewann und den Siegerpokal der Sparkasse damit im Ruhrgebiet behalten konnten.
Der HTC Uhlenhorst bedankt sich bei der Sparkasse Mülheim für das Engagement.
Diesen Termin sollte man sich vormerken! Der Eintritt ist frei.
Trost nach der Pleite. Marco Miltkau klopft Tobias Matania auf die Schulter. Mehr Bilder gibt es in der Galerie von Detlef Matania mit Klick aufs Foto.
Der UHC Hamburg gewann im ersten Herren-Halbfinale bei der DM-Endrunde in Berlin am Ende eindeutig mit 11:4 gegen Uhlenhorst Mülheim.
Im ersten Halbfinale bei den Männern kam es zu einem Klassiker zwischen dem Uhlenhorst Hamburg und dem Uhlenhorst Mülheim. Nachdem die Hamburger im Finale letzten Jahres dem Club an der Alster in
letzter Minute unterlegen waren, starten sie bei dieser Endrunde einen neuen Versuch endlich den Hallentitel zu holen, dabei musste die Hamburger auf ihren Superstar Moritz Fürste verzichten. Das
Team aus Mülheim galt bei vielen als der erste Titelfavorit.
Am Beginn war deutlich zu sehen, dass beide Mannschaften großen Respekt voreinander hatten, so dass beide auf eine kompakte Defensive achteten. Sobald die Hamburger Druck machten, hatte Mülheim
Probleme einen geordneten Spielaufbau hinzukriegen.
Folgerichtig schoss Ricardo Nevado das 1:0. Daraufhin erhöhte Mülheim den Druck, jedoch fand der UHC immer wieder Lücken so dass sie zu Chancen kamen und Jonas Fürste in der 15 Minute auf 2:0
erhöhen konnte. Danach zogen sich die Hamburger immer weiter zurück blieben aber durch schnelle Gegenstosse durchgehend gefährlich. So entstand auch das 3:0 durch Nevado, der den Ball nach einem
Pass von Miltkau nur noch einschieben musste. In der 28 Minute wurde die erste Ecke verwandelt von Nevado so dass der UHC auf 4:0 erhöhte.
Im direkten Gegenzug rettet Breitenstein gegen Otto auf der Linie. Rühr machte seine Sache eine Minute später nach einer Einzelaktion besser und traf zum 4:1, das auch gleichzeitig das
Halbzeitergebnis war. Zu dem Zeitpunkt ging das Ergebnis insgesamt in Ordnung, da der UHC cleverer spielte und den Mülheimern wenig einfiel.
In der zweiten Halbzeit machten die Mülheimer von Anfang an Druck und ihre Körpersprache deutet auch an, dass sie noch an ihre Chance glauben. In der 35. Minute konnten sie es auch in Zählbares
ummünzen - durch ein Tor von Rabente. Und kurz darauf traf Stralkowski mit der Rückhand.
Die Hamburger schien verunsichert. Aber Miltkau konnte durch ein traumhaften Stecher den Vorsprung wieder ausbauen. Breitenstein hatte sogar die Chance die Führung noch weiter auszubauen,
scheiterte aber vom Siebenmeterpunkt gegen den glänzend reagierenden Reuß im Mülheimer Tor.
In der 45. Minute kam es zu einer strittigen Szene, die Mülheimer forderten Ecke und auch die UHCer stoppten kurzzeitig mit dem Spielen, so dass Reuß den Ball locker am Fuß hielt im eigenen
Kreis. Miltkau schaltete am schnellsten und klaute ihm den Ball und hatte keinerlei Probleme diesen im Tor unterzubringen.
Rabente konnte den Abstand nochmal verkürzen, jedoch hatte Mülheim weiterhin Probleme gegen die kompakte Defensive des UHC und konnte auch nicht die brandgefährlichen Konter der UHCer
unterbinden.
In der 48. Minute sorgte Joni Fürste durch einen Doppelpack für die Vorentscheidung. Das Spiel wurde immer hektischer und war durch kleine Unterbrechungen geprägt in der Phase. Obwohl die
Mülheimer stark Druck auf den UHC ausübten, kam der UHC zu besseren Chancen und erhöhte seine Führung auch weiterhin durch Fürste. In den letzten Minuten erlaubte sich der UHC sogar, den stark
haltenden Torwart Nicao Jacobi auszuwechseln und Ersatzmann Morrice einzuwechseln. Dieser hielt auch prompt eine Ecke von Europameister Stralkowski. Im direkten Gegenzug erzielte Miltkau den
Endstand zum 11:4 nach einer Eins-gegen-Eins Situation gegen den Torwart.
Die Hamburger feierten damit den zweiten Finaleinzug in Folge und dies auch vollkommen zu Recht, da den Mülheimern nichts Effektives gegen die clever spielenden Hamburger ausrichten konnten. Die
Hamburger blieben das ganze Spiel über gefährlich, egal welche Spieler auf dem Platz waren.
Riskiert Kopf und Kragen: Felix Reuß (Foto: C. Windfeder).
Seit Beginn der Feldsaison haben unsere 1. Herren einen neuen Stamm-Torhüter – und er ist gleich voll eingeschlagen. Es wird Zeit, Felix mal näher kennenzulernen!
Hast du nach deiner sensationellen Leistung im Viertelfinale mit 3 gehaltenen 7-Metern irgendwelchen Blessuren davon getragen, nachdem dich ja sicher das ganze Team unter sich begraben hat vor Freude?
Das war eine sehr kuriose Geschichte. Ich habe während des Siebenmeterschiessens gar nicht richtig mitgezählt, wie viele Schützen schon ge-schossen hatten. Als der 4. BHCer dann verschoss, stürmte die Mannschaft auf mich zu und ich sagte: "Jungs, wartet mal, wir sind noch nicht durch. Ihr müsst noch mal zurück." Alle blieben einen Moment erschrocken stehen und dachten kurz nach, bevor mir dann auch endlich bewusst wurde, dass wir tatsächlich gewonnen hatten! Die Freude und der Jubel waren natürlich riesig. Das Begraben haben wir uns durch mein Verzählen sozusagen für die Endrunde aufgehoben...
Wie siehst du Eure Chancen bei der Endrunde?
Man hat in den Viertelfinals gesehen, dass die Top 8 Hallenteams (bis auf Lichterfelde) auf Augenhöhe spielen. Insofern ist so ein Turnier immer sehr von der Tagesform und dann auch vom nötigen Quäntchen Glück abhängig. Der UHC wird uns, denke ich, sehr liegen. Wir treffen auf ein Team das auch offensiv mitspielt. Ich glaube, nach dem Spiel in Berlin ist bei uns allen die Motivation noch mal ein Stückchen gewachsen, Deutscher Meister zu werden. So ein Match wie das, was wir erlebt haben, bringt viel wertvolle Erfahrung für die nächsten zwei engen Spiele und schweißt unheimlich zusammen. Deshalb bin ich sehr zuversichtlich für das Endrundenwochenende. Wir wollen auf jeden Fall den Titel!
Auf dem Feld 2. der Bundesliga zur Halbzeit, in der Halle unter den besten 4 Mannschaften in Deutschland - welche Bilanz ziehst du nach deinen ersten Monaten am Uhlenhorst?
Das ist sensationell. Natürlich habe ich es gehofft und mir das auch vor meinem Wechsel so ausgemalt. Wenn man die EHL auch noch dazu zählt, in der wir uns als Gruppenerster fürs Achtelfinale qualifiziert haben und in Rotterdam gegen Rotterdam spielen dürfen, ist das schon fantastisch. Ich kann also mit Leichtigkeit behaupten, dass sich der Wechsel gelohnt hat.
Wie kam es, dass du zum Uhlenhorst gewechselt bist? Was waren die Gründe?
Webster (Trainer André Henning, die Red.) hat mich angeschrieben, ob wir uns nicht mal treffen wollen. Das haben wir gemacht. Horst und Klaus waren auch mit dabei. Es wurde alles besprochen und ich habe mich dann relativ schnell für den Uhlenhorst entschieden. So eine Chance konnte ich mir nicht entgehen lassen, auch wenn die Entscheidung nicht ganz so leicht fiel. Gründe für meinen Wechsel waren zum Einen, dass ich in Nürnberg nur jedes zweite Spiel gemacht habe und dass in dieser Saison 11/12 sogar "nur" in der 2. Bundesliga gewesen wäre. Außerdem wollte ich mich noch mal weiter entwickeln. Das geht als TW eigentlich nur wenn man dauerhaft auf gutem Niveau unter Druck steht. Das mich dann der Uhlenhorst angesprochen hat, der derzeit so gut aufgestellt ist und sehr realistisch um Titel spielt, war für mich natürlich ein Glücksfall.
Wie gefällt es dir in Mülheim und am Uhlenhorst? Hat dich etwas überrascht?
Am Anfang war ich schon ein wenig von Mülheim und dem Ruhrpott überrascht. Es ist eben doch eine Umstellung hier her zu kommen und dann auch noch aus Bayern... (sogar aus Franken! Anmerkung der Redaktion). Mittlerweile habe ich mich aber eingelebt und fühle mich sehr wohl. Meine Wohnung ist einen Steinwurf vom Club entfernt und über die kulinarischen Örtlichkeiten in meiner Gegend weiß ich mittlerweile bestens Bescheid. Der Uhlenhorst ist dem NHTC sehr ähnlich. Ein familiärer Club, der sich mit sehr viel ehrenamtlichem Engagement auf den Beinen hält. Trotzdem geht es hier professioneller zur Sache als ich das bisher gewohnt war. Aber wahrscheinlich braucht man diese Spur mehr Professionalität um so gut da zu stehen.
Was machst du hier - außer natürlich Hockey-spielen, als Torwarttrainer arbeiten und auch noch als Trainer der C-Knaben?
Nebenbei studiere ich noch Wirtschaftsingenieurwesen an der HRW in Mülheim und bin Sportsoldat.
Und was vermisst du hier am meisten?
Am meisten vermisse ich natürlich meine Familie und Freunde. Da wir eigentlich jedes Wochenende Spiele haben und dann auch noch die Klausuren in der Uni dazu kommen, bleibt da wenig Zeit, die
Familie und Freunde zu besuchen. Dank Internet kann man den Kontakt trotzdem gut aufrechterhalten. An zweiter Stelle würde ich dann schon das leckere bayerische Essen vermissen. Die Spezialitäten
des Ruhrpotts habe ich immer noch nicht rausgefunden (so, Ihr Mütter der 1. Herren-Spieler: zeigt dem Felix mal, was es so Leckeres gibt hier bei uns! – Aufruf der Redaktion!).
Waren schon Freunde und Familie da? Wie sehen sie deine Entscheidung, hierhin zu kommen?
Meine Eltern sind eigentlich sogar recht oft hier. Meistens verbinden sie einen Besuch mit einem meiner Spiele. Sie und auch meine Freunde konnten das absolut verstehen und haben mir sogar teilweise dazu geraten, diese Chance zu nutzen. Insofern ist mir da keiner Böse. Das ist auch gut so, sonst wäre die Entscheidung schwerer gefallen.
Die Eule ruft - Januar 2012
Die Kollektion ist komplett. Nach dem Gewinn der Hallenweltmeisterschaft im vergangenen Jahr in Posen genoss Thilo Stralkowski vom Hockey-Bundesligisten HTC Uhlenhorst am Sonntagnachmittag in der ausverkauften Arena Leipzig den nächsten Ritterschlag auf internationalem Parkett.
Mit dem 4:0-Finalsieg gegen Tschechien holte die deutsche Nationalmannschaft zum 13. Mal den Titel des Europameisters. Mit dem Treffer zum 3:0 (EM-Tor Nummer fünf) hatte der 24-jährige Mülheimer die DHB-Auswahl von Bundestrainer Markus Weise endgültig auf die sichere Seite gebracht. Auch die Zahlen verweisen auf einen verdienten Turniersieger. Die Deutschen gewannen alle fünf Spiele und machten das Treffen auch mit dem Torverhältnis von 32:7 zur Chefsache.
Wie sich doch die Bilder beim Showdown in Leipzig unterschieden. Die Favoritenbürde sorgte bei den Gastgebern vor dem Anpfiff schon für eine gewisse Anspannung. Die machte auch vor Thilo Stralkowski nicht halt, der beim Abspielen der Nationalhymne tief durchatmen musste. Ganz anders die Befindlichkeit nach der Vollzugsmeldung. An der Hand von Torhüter Nicolas Jabobi vom UHC Hamburg, der seine souveräne Leistung hoffentlich nicht am kommenden Samstag in Berlin im DM-Halbfinale gegen die Uhlen wiederholen wird, und Florian Woesch vom Mannheimer HC bedankte sich das Urgewächs des HTC mit einem breiten Lächeln beim tollen Publikum. Und bei der folgenden Siegerehrung bekam der Pokal ein Küsschen, als er beim Stürmer angekommen war. Doch nicht genug der Küsschen. Auch Freundin Franziska Hauke bekam aus gegebenem Anlass eines. Die Spielerin von Rot-Weiss Köln war zuvor mit der DHB-Auswahl gegen Weißrussland ebenfalls Europameisterin geworden. Anschließend machten sich die beiden Champions mit dem Auto auf die lange Rückreise, am Montagmorgen um 9 Uhr muss Stralkowski wieder bei der Flugschule antreten. Im Hockeysport liegen große Erfolge und die Berufsausbildung nur um Nuancen auseinander.
Für Stralkowski war es ein verdienter Finalsieg mit einem gewissen Anlauf. „Gegen die tief in der Abwehr stehenden Tschechen war das die erwartet schwere Aufgabe. Wir wussten, dass wir Geduld brauchen, in der zweiten Halbzeit hat sich das ausgezahlt. Wie schon bei der Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr in Polen hat das großen Spaß gemacht. Das ist eine Supertruppe mit einem ausgeprägten Teamgeist.Wir haben verdient gewonnen, weil wir uns spielerisch gut entwickelt haben. In Leipzig herrschte eine super Stimmung und eine tolle Atmosphäre. Es ist schon ein bisschen schade, dass wir nicht viel feiern konnten und so schell nach Hause fahren mussten. Andererseits haben einige von uns mit der DM-Endrunde am Wochenende in Berlin die nächste schöne Aufgabe vor sich.“
Für die deutschen Hockeyspieler beginnt die Olympiavorbereitung bei der Hallen-Europameisterschaft. Für den Mülheimer Thilo Stralkowski zählt nur der Titel. "Wenn wir nicht den Titel holen, wäre das ein Desaster", sagt Stralkowski.
Thilo Stralkowski redet nicht lange herum. Der Hockey-Nationalspieler aus Mülheim nimmt keine Anleihe bei seinen um ein Vielfaches höher dotierten Kollegen mit dem größeren Ball, die nach den Fußball-Bundesligaspielen so gern wie häufig möglichst wenig sagen.
„Wenn wir bei den Europameisterschaften nicht den Titel holen, wäre das ein Desaster“, sagt er. Der 24-Jährige weist auch nicht darauf hin, dass es heute keine Kleinen mehr gibt. Die Goldmedaille muss bei der EM von Freitag bis Sonntag in Leipzig her, so wie es das deutsche Herren-Team bei zwölf von bisher 14 ausgetragenen Titelkämpfen bereits geschafft hat.
Vor zwei Jahren war die deutsche Mannschaft gescheitert. Damals hatte Markus Weise nur Juniorenspieler für die Hallen-EM nominiert, weil er seine stärksten Kräfte bereits auf die wesentlich wichtigeren Aufgaben auf dem Feld vorbereiten wollte. Diesmal ist alles anders, obwohl das deutsche Team zum Saisonhöhepunkt bei den Olympischen Spielen im Sommer in London wie in Peking vor vier Jahren zum Gold greifen will.
Weise, der erfolgreichste Hockeytrainer der Welt, der 2004 die deutschen Damen und 2008 die deutschen Herren zum Olympiasieg führte, hat für die EM in Leipzig zwölf Spieler nominiert, die gute Chancen auf einen Einsatz in London haben. „Die Hallen-EM ist eine gute Vorbereitung für uns“, sagt Stralkowski, „solch ein Turnier stärkt den Teamgeist. Und den brauchen wir bei Olympia.“
Stralkowski hat sich mit seinen starken Vorstellungen im Sommer 2011 in den Vordergrund gespielt. Der Stürmer vom HTC Uhlenhorst gehörte beim Gewinn des EM-Titels in Mönchengladbach zu den auffälligsten Spielern. Da er schon mit drei Jahren in Mülheim am Krummstock ausgebildet wurde, kann er seine ausgefeilte Technik sowohl in der Halle als auch auf dem Feld zur Geltung bringen. „Ich weiß gar nicht, wo ich lieber spiele“, sagt er, „aber die Turniere auf dem Feld haben natürlich einen viel höheren Stellenwert.“ Die Spielzüge in der Halle sind dagegen noch schneller, es fallen mehr Tore.
Gleich im ersten Gruppenspiel muss das deutsche Team gegen Österreich antreten. Die Österreicher hatten vor zwei Jahren den Titel gewonnen. „Jetzt kommen die deutschen nicht mit dem B-Team, sondern mit allen Stars. Da ist der Titel vorprogrammiert“, sagt Frank Hänel, der deutsche Trainer der Österreicher.
Thilo Stralkowski wird auch die Partien des Damen-Teams mit Interesse verfolgen, denn seine Freundin Franziska Hauke will ebenfalls die Europameisterschaft gewinnen. Allerdings wird es für die Damen nicht so einfach. Die besten deutschen Spielerinnen sind nicht in Leipzig, weil Bundestrainer Michael Behrmann mit ihnen bereits in die Olympiavorbereitung in Südamerika eingestiegen ist. Aber die Tür zu Olympia ist nicht endgültig zu, auch in Leipzig kann man sich empfehlen. Das hofft Thilo Stralkowski für seine Freundin: „Wir beide zusammen bei Olympia. Das wäre traumhaft.“
derwesten.de - Thomas Lelgeman
Kam, sah und traf: Ole Keusgen brachte sein Team per Last-Minute-Tor in die Verlängerung und verwandelte den entscheidenden Siebenmeter.
Und sie fahren schon wieder nach Berlin! Mit dem 9:7-Erfolg nach Siebenmeterschießen beim Berliner HC hat sich Hallenhockey-Bundesligist HTC Uhlenhorst in einem mitreißenden und spannungsgeladenen Match das Ticket für die ebenfalls in der Hauptstadt stattfindende DM-Endrunde verdient. Am Samstag, 21. Januar, treffen die Mülheimer im Halbfinale im Horst-Korber-Sportzentrum in Charlottenburg auf den UHC Hamburg, der sich am Samstag mit 8:7 nach Siebenmeterschießen gegen den SC Frankfurt 1880 durchgesetzt hatte. Das zweite Halbfinale bestreiten Rot-Weiss Köln (12:2 gegen den TuS Lichterfelde) und der Mannheimer HC (11:7 gegen den Harvestehuder THC).
„Wir haben gezeigt, dass wir in der Breite richtig gut besetzt sind. Das war ein ganz wertvoller Start in das neue Jahr“, frohlockte HTCU-Trainer André Henning nach dem Coup in der Sporthalle Schöneberg, wo die Gastgeber Trauer trugen, schließlich richten sie die DM-Endrunde aus und sind nun mit ihren Herren nicht dabei.
Dabei hatten die Berliner in der Anfangsphase der Partie Flagge gezeigt und nachdrücklich unterstrichen, dass sie sich von den Uhlen nicht den End- rundenspaß verderben lassen wollten. Der HTCU kam schwer in Bedrängnis, geriet folgerichtig in Rückstand und durfte sich bei Ecken-Killer Felix Reuß bedanken, dass er im Spiel blieb. Dann nahmen aber die Gäste Fahrt auf, der Ausgleich von Johannes Schmitz war das Signal zum Aufbruch, die folgenden Treffer von Thilo Stralkowski und durch den jungen und frech aufspielenden Jan Nitschke untermauerten die Dominanz der Westdeutschen auf dem Berliner Parkett. Pech für die Uhlen, dass dann der reguläre Treffer von Kapitän Jan Philipp Rabente keine Anerkennung fand, der irreguläre BHC-Treffer im Gegenzug aber sehr wohl. Rabente sorgte in der Schlussminute der ersten Halbzeit aber doch für eine einigermaßen beruhigende Führung.
Halbzeit zwei gehörte den Gastgebern, die Tor um Tor herankamen, zudem durch Bastian Timm beim Stand von 3:4 einen Siebenmeter vergaben (Reuß war zwischen den Pfosten auf dem Posten) und in der 55. Minute in Führung gingen. Der HTCU hatte offensiv nur ganz wenig anzubieten. Dafür dies von ganz hoher Bedeutung: In Überzahl erzielte der in dieser Phase zum Stürmer umfunktionierte Ole Keusgen nach 29-minütiger Torflaute der Uhlenhorster kurz vor Ende der regulären Spielzeit den Ausgleich. Und noch einmal verrichteten die Mülheimer in Schöneberg Maßarbeit. Mit der einzigen verwandelten Ecke an diesem Tag stellte Nationalspieler Thilo Stralkowski in der Verlängerung in der 74. Minute die Weichen auf Siebenmeterschießen. In dem hatten die Mülheimer die besseren Nerven. Und den besseren Torhüter!
HTCU: Reuß, Breisig - Keusgen, Matania, Rabente, Fürk, Otto, Fleckhaus, Stralkowski, Rühr, Schmitz, Nitschke
Tore: 1:0 (9.) Timm, 1:1 (20.) Schmitz, 1:2 (26.) Stralkowski, 1:3 (27.) Nitschke, 2:3, 2:4 (30.) Rabente, 3:4 (40., KE) Arnold, 4:4 (52., KE) Häner, 5:4 (55.) Timm, 5:5 (59.) Keusgen
Verlängerung: 6:5 (63., KE) Häner, 6:6 (74., KE) Stralkowski
Siebenmeterschießen: 0:1 Rabente, 1:1 Zwicker, 1:2 Stralkowski, Arnold scheitert an Reuß, Matania scheitert an Knobloch, Gomoll scheitert am Pfosten, 1:3 Keusgen, Häner scheitert an Reuß
Ecken: 7 (3 Tore)/6 (1 Tor)
derwesten.de - Gerd Böttner
Rudelbildung in der Hauptstadt: Die Uhlen sind am Sonntag vor erwarteten 1.000 Zuschauern auf sich allein gestellt.
Wenn es zur regen Reisetätigkeit und damit zum munteren Pendelverkehr zwischen Mülheim und Berlin kommt, hat damit nicht einer im Lager des Hockey-Bundesligisten HTC Uhlenhorst ein Problem. Über Berlin nach Berlin, so lautet die kollektive Zielsetzung. Mit einem Sieg am Sonntag (16 Uhr) auf dem ultraschnellen Parkettboden der Sporthalle Schöneberg im DM-Viertelfinale gegen Gastgeber Berliner HC wollen sich die Mülheimer für die DM-Endrunde am 21. und 22. Januar in eben der Metropole qualifizieren.
Die Ruhepause hat den geschlauchten Uhlen gut getan. Mal die Füße hochlegen, vorzugsweise die Seele baumeln lassen. So die speziell auf die Nationalspieler zugeschnittene Ausrichtung. Als in der Staffel West die letzten Tore fielen, hatten Jan Philipp Rabente, Benedikt Fürk, Thilo Stralkowski und Tobias Matania noch die Champions Trophy in Neuseeland in den Knochen.
Die schmerzen nun nicht mehr, der Kopf ist frei und der Blick geht zielgerichtet nach Berlin, wo mit dem Lösen des Finaltickets der große Coup gelingen soll. Ohne Frage, die Uhlen sind heiß. Heiß auf das Finale an der Spree und heiß darauf, die letztjährige Hallenrunde vergessen zu machen, als sie mit der Niederlage in Krefeld die Viertelfinal-Teilnahme verspielt hatten.
An den Voraussetzungen soll es nicht liegen, wenn es am Samstag um 13.30 Uhr mit dem ICE in Richtung Hauptstadt geht. Tobias Matania laboriert zwar weiterhin an leichten Patellasehnen-Beschwerden, doch sein Einsatz ist nicht gefährdet. Allein Abwehrspieler Jan Gehlen fehlt, der Routinier muss immer noch seinem vor Wochen erlittenen Kieferbruch Tribut zollen. Als gute Wegzehrung dienen die Eindrücke beim Testspiel am Dienstag gegen Rot-Weiss Köln (Viertelfinalgegner der Domstädter, die vor dem HTCU Platz eins belegt hatten, ist der TuS Lichterfelde), das die bärenstarken Uhlenhorster auf dem schnellen Boden der Halle Lehnerstraße souverän mit 13:7 gewonnen haben. Auf dem Parkett in Schöneberg geht es freilich noch schneller zu. Und noch heißer! Wobei das ganze Programm greifen kann mit regulärer Spielzeit, Verlängerung und Siebenmeterschießen. Einer muss die Halle als Sieger verlassen. Und einer als trauriger Verlierer.
„Das wird eine ganz enge Kiste, das ist ja immer so,wenn du beim Gruppen-Ersten antreten musst“, blickt HTCU-Manager Horst Stralkowski auf einen Gang der höchst anspruchsvollen Art. „Aber wir wollen die Chance beim Schopfe packen. Wenn bei uns der ganze Kader gegen die kompakt stehenden Berliner mit ihren Leistungsträgern Pilt Arnold, Martin Häner und Martin Zwicker funktioniert und wir die Breite aufs Parkett kriegen, dann haben wir eine reelle Chance.“
Für HTCU-Trainer André Henning ist das Viertelfinale der Einstieg in ein Jahr, dem er mit großen Hoffnungen und Erwartungen begegnet. „Wir alle erhoffen uns eine gute Titelausbeute. In der Halle, auf dem Feld und in der EHL liegen drei bereit. In allen drei Wettbewerben sind wir nicht chancenlos. Was die Halle betrifft, war ich immer am zurückhaltendsten. Aber das hat sich geändert. Wir sind guten Mutes, gut vorbereitet und haben ein gutes Gefühl, wiewohl die Hürde extrem hoch ist.“ Für den jungen Coach werden „in einem engen Match“ Kleinigkeiten den Ausschlag geben. „Entscheidend wird sein, wer den Tick cleverer ist und wer den Funken mehr Siegeswillen hat.“
Dass der BHC, der die Tabelle auf dem Feld anführt und dort ab Ende März als heißer Rivale der Mülheimer gilt, seinerseits seine Chance nutzen will, liegt auf der Hand. Zum einen gilt der Status als Gastgeber und Hausherr, zum anderen geht es aus Sicht der Berliner darum, eine große Blamage abzuwenden, schließlich ist der BHC Ausrichter der DM-Endrunde. „Für die wäre es doch ganz bitter, die Karten abzureißen und selbst nicht am Start zu sein. Die werden heiß ohne Ende sein“, so Horst Stralkowski.
Viel Glück beim Unternehmen zweimal Berlin hin und zurück!
derwesten.de - Gerd Böttner
Der Berliner HC ist in der Oststaffel erwartungsgemäß und ohne Punktverlust durchmarschiert. Dabei war man mit der beeindruckenden Tordifferenz von 103:44-Toren zudem äußerst souverän. Aber genau da liegt beim BHC oft das Dilemma – man wird in der Vorrunde nicht oft genug auf hohem Niveau gefordert. Ganz anders verhält es sich da für den Gegner. Die West-Staffel ist ungleich stärker besetzt und immer sehr ausgeglichen. Und so musste sich Uhlenhorst Mülheim – von nicht Wenigen vor dieser Saison als Titelkandidat Nummer eins ausgerufen – am Ende der Vorrunde mit Rang zwei „begnügen“ und reist nun zum Viertelfinale in die Hauptstadt. „Es treffen zwei Mannschaften mit Endrunden-Niveau aufeinander“, weiß BHC-Coach Friedel Stupp. „Beide haben das Potenzial dafür und beide sind superheiß darauf.“ Einen Gegner wie die Mülheimer hatte man bislang noch nicht vor der Brust in dieser Saison. „Die Konkurrenz im Osten war diesmal zu schwach, um sich an der bisherigen Leistungsstärke messen zu können“, so Stupp. „Mülheim ist eine absolute Topmannschaft.“ Personell sieht es für den BHC bislang gut aus.
hockeyliga.de
16. Dezember: Bisheriger Höhepunkt der Saison war das Derby gegen den Kahlenberger HTC. 2.500 Zuschauer lockte das Lokalduell in der RWE-Rhein-Ruhr-Sporthalle in beiden Begegnungen an. Beide Matches gewann der HTCU souverän und qualifizierte sich als Zweiter im Westen für die Play-Offs. Am kommenden Sonntag steigt das DM-Viertelfinale beim Berliner HC, das ein erfolgreiches Jahr 2012 einläuten soll.
23. Oktober: Das gab es seit 23 Jahren nicht! Der HTC Uhlenhorst gewann alle drei Feld-Titel im männlichen Jugendbereich. Die Jugend A siegte im heimischen Waldstadion mit 4:3 gegen den Berliner HC - mit dabei zahlreiche Spieler des Bundesliga-Kaders. Die Jugend B gewann 4:3 gegen Gastgeber Gladbacher HTC, auch hier waren Talente dabei, die im März in den Herren-Kader stoßen werden. Die Knaben A bezwangen die Zehlendorfer Wespen mit 2:1.
7.-9. Oktober: Die erste Runde der Euro Hockey League wurde im Waldstadion ausgetragen. Zwölf Teams kämpften vor zahlreichen TV-Kameras um den Einzug ins Achtelfinale. Der HTCU nutzte den Heimvorteil. In einer Regenschlacht wurde AHTC Wien besiegt, auch der spanische Meister Atlétic Terrassa hatte gegen die Uhlen in einem sehenswerten Match keine Chance. Das Team von Trainer André Henning qualifizierte sich für die nächste Runde, im Achtelfinale geht es an Ostern in Rotterdam gegen den Gastgeber weiter.
September: Die neue Saison begann mit einem Doppelschlag in Hamburg. Zwei Siege fuhren die Uhlen beim Club an der Alster und beim Uhlenhorster HC ein. Neuzugang Felix Reuß stach mit starken Paraden heraus. Nach guter Hinrunde überwintert der HTCU in der Bundesliga mit einem weniger absolvierten Spiel auf Rang drei.
Juli/August: Im Sommer waren die Uhlen für Deutschland aktiv. Höhepunkt: Der Gewinn der Europameisterschaft der Herren. Thilo Stralkowski und Benedikt Fürk gewannen den kontinentalen Titel vor 9.000 Zuschauern im Warsteiner Hockeypark. Bei der U18 EM in Utrecht wurden Christopher Rühr und Jan Nitschke Dritter. Rühr wurde zum besten Spieler des Turniers gewählt.
26. Juni: Die Unterstützung war meisterlich, den Titel eroberte der HTC Uhlenhorst jedoch nicht. Zum ersten Mal seit 14 Jahren standen die Mülheimer im Feld-Endspiel um die Deutsche Meisterschaft, unterlagen dem Club an der Alster Hamburg mit 1:4. Hunderte Uhlenhorster Fans sorgte für fantastische Stimmung in Mannheim.
19. Juni: Sechs zu zwei. Es war d a s Highlight der Saison. Vor 1.500 Zuschauern im Waldstadion besiegte der HTC Uhlenhorst Halbfinalgegner Rot-Weiss Köln. Damit zogen die Uhlen erstmals seit 1997 ins Finale um die Deutsche Meisterschaft ein und sicherten sich das Ticket für die Euro Hockey League. Nach Jahren in den Niederungen des Hockeysports zeigten Team und Club: Wir sind wieder da.
4. Juni: Es war Tangas großer Tag. Aber auch der eines ganzen Clubs. Im DM-Halbfinale bei Rot-Weiss Köln drehte der HTCU einen 0:2-Rückstand. Mit Jan Gehlens Treffer nach Ablauf der Spielzeit zum 4:3 lagen die Mülheimer in den Play-Offs mit 1:0 vorne. Die Uhlenhorster Fans sorgten für eine fantastische Atmosphäre. Der HTCU stand mit einem Bein im Endspiel und damit vor dem erstmaligen Einzug in die Euro Hockey League.
27. März: Eine Woche vor dem Start in die Rückrunde der Feld-Bundesliga fand der 1. Sparkassen-Cup beim HTC Uhlenhorst statt. Ausschließlich Top-Teams nahmen teil, unter anderem der russische Meister und EHL-Teilnehmer Dinamo Kazan. Der HTCU gewann das Turnier dank eines Finalsiegs gegen den UHC Hamburg. Eine Wiederholung ist bereits fest geplant. Die zweite Auflage steigt im März 2012 und könnte zur Tradition im Bundesliga-Kalender werden.
Einige Tage zuvor testeten die Uhlen bei Hollands Star-Ensemble HC Bloemendaal. Nicht nur das Ergebnis (1:1) gegen die bereits in der Saison befindlichen Niederländer machte Lust auf mehr - das Team wurde heiß auf europäisches Hockey.
8. Januar: Das Jahr begann nicht besonders erfolgreich. Match eins in 2011 verloren die Uhlen beim Crefelder HTC. Es hagelte am Ende fast so viele Karten wie Gegentore.
Damit zogen die Seidenstädter ins DM-Viertelfinale ein, die Uhlen flogen als Dritter im Westen vorzeitig raus.
Wer in der Weihnachtspause Langeweile hat, kann sich viele aktuelle Matches der Bundesliga im Internet ansehen. Die Highlights der 1. Bundesliga (Damen und Herren) gibt es regelmäßig bei hockeyvideos.de
Direkt zu den Matches:
Die Veranstalter der Euro Hockey League haben die Spiele des K.O.16-Turniers terminiert. Der HTC Uhlenhorst trifft im Top-Spiel des Achtelfinals auf Gastgeber HC Rotterdam. Das Duell wird am Samstag, dem 7. April um 14.30 Uhr stattfinden.
Der Gewinner spielt am Ostermontag (9. April) um 14.30 Uhr gegen den Sieger der Partie zwischen Englands Vize-Meister East Grinstead Hockey Club und Frankreichs Champion CA Montrouge.