Uhlenhorster Europameister

Stralkowski und Fürk siegen vor 9.000 Zuschauern in Gladbach

Die Freude nahm bereits eine Minute vor der Schlusssirene im ausverkauften Mönchengladbacher HockeyPark ihren ungebremsten Lauf, weil da längst der Gewinn der Europameisterschaft 2011 der deutschen Hockeyherren in trockenen Tüchern war. Benedikt Fürk vom Bundesligisten HTC Uhlenhorst und Matthias Witthaus, der Ex-Mülheimer in Diensten des Mannheimer HC, nahmen sich freudig in den Arm; direkt daneben setzte HTCU-Stürmer Thilo Stralkowski sein breitestes Lächeln auf und wartete auf den Startschuss ins losgelöste Feiern.

Der kam wenige Sekunden später, Deutschland hatte den Dauerrivalen Niederlande in einem mitreißenden Finale mit tatkräftiger Unterstützung aus dem Uhlenhorst mit 4:2 (2:1) besiegt. Und die lange Nacht in Mönchengladbach war zwingend vorgegeben.

Für Angreifer Stralkowski bedeutete der Titelgewinn im Wohnzimmer der Nationalmannschaft nach der Hallen-WM in Polen der zweite große Triumph in diesem Jahr.

Die DHB-Auswahl ging bereits in der 1. Minute durch Philipp Zeller von Rot-Weiss Köln in Führung, der Weltranglistendritte antwortete mit dem Ausgleich durch Roderick Weusthof (18.). Die neuerliche DHB-Führung besorgte Moritz Fürste (UHC Hamburg) per Siebenmeter (32.). Beim wichtigen Treffer zum 3:1 (43..) durch den Hamburger Florian Fuchs war die Vorarbeit von Thilo Stralkowski allein das Eintrittsgeld wert. Im Liegen nutzte der lange Angreifer seine ganz Reichweite und lupfte den Ball artistisch über Torwart Jaap Stockmann zum Torschützen.

Zittern war aber noch einmal nach dem Anschlusstreffer (54.) durch die 35-jährige Hockey-Legende Teun de Nooijer angesagt. Für die Entwarnung sorgte Oliver Korn vom UHC Hamburg mit dem erlösenden 4:2 zwei Minuten vor dem Ende. Zuvor war Stralkowski bei einem Konter in höchster Not von Rogier Hofman abgedrängt worden.

Zu den ersten Gratulanten vor Ort zählte die komplette HTCU-Mannschaft mit Trainer André Henning an der Spitze. Mit Blick auf seine Schützlinge sah er deren gesamte Turnierleistung bestätigt. „Thilo hatte nicht ganz so viele Ballkontakte wie im Halbfinale gegen England, er hat aber wieder viele Zweikämpfe gewonnen. Seine Vorarbeit zum 3:1 war natürlich herausragend. Insgesamt hatte Thilo eine extrem hohe Präsenz, nicht von ungefähr hat er drei Tore erzielt. Bei der EM war er einer der besten Stürmer und ist in der Weltspitze angekommen. Benedikt war defensiv wieder große Klasse. Er hat sehr emsig agiert und seinen Job fantastisch erledigt. Nach dem Engländer Barry Middleton hat er mit Teun de Nooijer einen weiteren Regisseur kalt gestellt. Beide können mit ihrem Auftritt bei der Europameisterschaft superzufrieden sein.“

derwesten.de - Autor: Gerd Böttner

EHL: Freiwillige Helfer gesucht

Liebe Uhlen,

 

die Hockey-Welt blickt nach Mülheim. Zum ersten Mal seit 15 Jahren findet der Europacup wieder am Uhlenhorst statt. Vom 7.-9. Oktober 2011 wird das erste Vorrunden-Turnier der Euro Hockey League am Uhlenhorst ausgerichtet.

Der HTC Uhlenhorst möchte sich als perfekter Gastgeber präsentieren, wenn Europa zu Gast ist, dazu brauchen wir Eure Hilfe, liebe Uhlen.

Um die Veranstaltung bestens zu organisieren, benötigen wir freiwillige Helfer: Gerne an allen drei Tagen, ein Einsatz nur an einem oder zwei Tagen ist natürlich auch möglich.

Im Gegenzug erhaltet ihr neben einem Imbiss freien Eintritt zu allen vier Spielen des jeweiligen Tages und die Möglichkeit beim größten und spektakulärsten Hockey-Vereinsevent der Welt hinter die Kulissen zu blicken.

 

Wo, wann und wofür brauchen wir Eure Hilfe:

Vom 3.10. bis 7.10. benötigen wir Aufbauhelfer. Hier gilt es die Lkw, die im Laufe der Woche kommen, auszuladen: ca. 6 Helfer pro Tag.

An dem Wochenende selbst (ab Freitag) gibt es folgende Einsatzfelder:

-       Ballkinder: 20 pro Tag zzgl. 1 Betreuer

-       Kartenverkauf, Eingangskontrollen, Sicherheit: 6-8 pro Tag

-       Parkeinweisung: 4 pro Tag jeweils von 8-12 Uhr

-       Medienbüro: 2-3 pro Tag

-       Mannschaftsbetreuer: 11, sowie 1 Schiedsrichterbetreuer

-       Sekretariat Turnierdirektor: 2 pro Tag

-       Fahrdienst (Autos/Busse werden von der EHL gestellt): 10 pro Tag

-       Diverse Sonderaufgaben: 10 pro Tag

-       Verpflegung der freiwilligen Helfer

 

Die Verköstigung der Helfer obliegt dem Verein. Um die Kosten für unseren Club für diese Veranstaltung so gering wie möglich zu halten, würden wir uns über Essens- oder Geldspenden "Zweck: Verpflegung Helfer" - egal in welcher Höhe - sehr freuen.

 

Um dem Club Verwaltungsaufwand zu ersparen, bitten wir um Information, wenn keine Spendenquittung erteilt werden muss.

Auch Essensspenden sind eine große Unterstützung für unsere Volunteers.

 

Wer helfen möchte, meldet sich bitte im Sekretariat bei Frau Irene Lauterfeld. Entweder persönlich während der Geschäftszeiten oder per Mail:

uhlenhorst-muelheim@meocom-online.de

Bitte mit Namen, Mail-Adresse, Telefonnummer, möglichem Einsatztag und dem gewünschten Einsatzfeld.

 

Diese Veranstaltung bietet für den Club eine große Chance, sich auf der internationalen Landkarte zu präsentieren. Zehntausende Zuschauer werden die Spiele live im Internet, Fernsehen oder gar vor Ort im Waldstadion sehen.

Wir würden uns freuen, wenn alle mithelfen, den HTC Uhlenhorst als den großartigen, familiären, freundlichen und offenen Club zu präsentieren, wie wir ihn kennen.

 

Wir freuen uns schon jetzt auf ein unvergessliches Wochenende.

 

Mit besten Grüßen

 

Vorstand & I. Herren

Mit Rückenwind aus Europa zum 8:1 gegen SC '80

Erster Doppelpack im Bundesligateam: Jan Nitschke. Erster Doppelpack im Bundesligateam: Jan Nitschke.

Mit dem Rückenwind der Verkündung, dass die EHL im Mülheimer Waldstadion stattfinden wird (siehe Artikel unten), lieferte der HTCU gegen SC Frankfurt 80 ein starkes Testspiel ab - die Uhlen siegten 8:1 (3:0) gegen den Erstliga-Neuling.

Die Mülheimer traten von Beginn an dominant auf und spielten über weite Strecken aggressiv und tonangebend. Bereits in der ersten Minute klingelte es: Christopher Rühr bediente Johannes Schmitz mit der hohen Rückhand; auch kurz danach stand Schmitz goldrichtig - 2:0 nach nur vier Minuten. Danach gab es viele Chancen, aber keine Treffer. Bis zur Pause traf Jan Nitschke, der auch direkt nach der Pause einen draufsetzte und seinen ersten Doppelpack im Bundesliga-Team schnürte - der zweite Treffer bestens vorbereitet vom starken Till Brock. Zwei Tore an einem Tag - Das wollte sich auch Ole Keusgen nicht nehmen lassen: eine Ecke und ein toller Alleingang im Zusammenspiel mit Philip Meyer brachten das 5:0. Johannes Schmitz schoss per Ecke sein drittes Tor des Tages und kommt in der noch kurzen Vorbereitung bereits auf beachtliche acht Tore. Christopher Rühr, der viele Meter machte, belohnte seinen starken Auftritt mit dem 8:0, dem kurz vor Schluss der Ehrentreffer per Ecke folgte.

Zum nächsten Test kommt EHL-Sigeer HGC Wassenaar am Donnerstag um 15.30 Uhr zum Uhlenhorst.

HTC Uhlenhorst richtet Vorrunde im Oktober aus

Gruppengegner Atlètic Terrassa und AHTC Wien

Die Vorrunde der Euro Hockey League findet im Waldstadion statt. Der HTC Uhlenhorst richtet das Turnier vom 7.-9. Oktober in Mülheim aus. Zwölf Teams aus ganz Europa werden um die Achtelfinalplätze kämpfen. Ein Dutzend Kameras schickt die Bilder vom Uhlenhorst in die ganze Welt.

Der HTCU hat in seiner Gruppe mit Spaniens Traditionsteam Atlètic Terrassa einen Hochkaräter gezogen. Zudem kommt es zum Duell mit Österreichs Meister AHTC Wien.

Zudem spielen in Mülheim:

Gruppe C: Beeston HC (ENG), RC Polo Barcelona (ESP), Pomorzanin Torun (POL)

Gruppe G: Grunwald Poznan (POL), East Grinstead (ENG), Dinamo Elektrostal (RUS)

Gruppe H: Dinamo Kazan (RUS), HC Bloemendaal (NED), Olympia Kolos Sekvoia (UKR)

Die beiden Gruppenersten kommen weiter, der Letzte scheidet aus.

HTCU-Trainer André Henning: "Ich bin wahnsinnig stolz, dass die EHL uns das Vertrauen schenkt, die Vorrunde ausrichten zu dürfen. Die Euro Hockey League ist das mit Abstand größte, beste und spektakulärste Event, das es weltweit für Vereinsmannschaften gibt. Wir können hier unseren Sponsoren, aber insbesondere auch unserer Jugend zeigen, wozu die vermeintlich kleine Sportart Hockey in der Lage ist. Alles wird sehr professionell aufgezogen mit einem Pressecenter, VIP-Bereich, zahlreichen TV-Kameras - und natürlich den besten Spielern der Welt.

Wir sind schließlich nicht nur bei den Herren erfolgreich, sondern auch ein großer Jugendclub, so können unsere Talente sehen, wo es hingehen kann, wenn sie reinhauen. Für unsere Sponsoren hat Hockey bei dieser Veranstaltung endlich mal einen echten Werbewert. Die Spiele werden in zahlreiche Länder übertragen. Zehntausende Menschen gucken die Spiele im Internet oder im TV. Das ist eine andere Bühne als die Bundesliga.

Das gilt natürlich auch für den sportlichen Sektor. Wir wollen für alle elf Gastteams aus Europa ein guter und freundlicher Gastgeber sein, so wie wir das schon bei zahlreichen Events hier am Club bewiesen haben.

Letztlich freue ich mich als Trainer der Herren über den Heimvorteil im Waldstadion. Wir sind zu Hause immer einen ganzen Tick stärker, gerade mit unseren Fans im Rücken. Wir hoffen, dass wir für eine ähnliche Atmosphäre sorgen können wie beim DM-Halbfinale gegen Rot-Weiss Köln. Da kamen an einem Wochenende 2.500 Zuschauer und haben ordentlich Rabatz gemacht. So steigen unsere Chancen, in der EHL zu überwintern und beim Achtelfinale an Ostern noch im Rennen zu sein.

Gegen Atlètic Terrassa haben wir vor anderthalb Jahren im Trainingslager spielen können - uns hat das eine Menge Spaß gemacht. Das wird erneut ein rassiges, enges Duell vor vielen Fans im hoffentlich vollen Stadion.

Den AHTC Wien kennen wir noch nicht. Die Österreicher gehen auf dem Papier eher als Außenseiter ins Rennen, aber wir werden uns besonders auf dieses Duell professionell fokussieren, um mit einem Sieg gegen Wien den Einzug ins Achtelfinale klar machen zu können."

EM-Start für Stralkowski und Fürk

Samstag Auftakt gegen Belgien im HockeyPark

Nicht mit leeren Händen, sondern der EM-Trophäe wollen Thilo Stralkowski und Bene Fürk nach Hause kommen. Nicht mit leeren Händen, sondern der EM-Trophäe wollen Thilo Stralkowski und Bene Fürk nach Hause kommen.

Am morgigen Samstag startet die Europameisterschaft der Herren. Für Thilo Stralkowski und Benedikt Fürk das erste ganz große Turnier im A Kader – und das auch noch vor der eigenen Haustür. Die EM findet im HockeyPark in Mönchengladbach statt. Neben dem EM-Titel kann sich das DHB-Team mit dem Einzug ins Halbfinale auch die direkte Qualifikation für Olympia sichern.

Der Start hat es gleich in sich. Bereits zum Auftakt steht das Duell gegen Belgien an (14 Uhr, live in der ARD). Da auch noch die starken Spanier in der deutschen Gruppe sind, ist der Start gleich ein kleines Endspiel um den Einzug ins Halbfinale. Nach leichten muskulären Problemen bei den letzten Tests vor zwei Wochen sind Thilo und Bene aber längst wieder voll einsatzfähig und freuen sich auf den Auftakt im HockeyPark, wo 2006 die Weltmeisterschaft gewonnen wurde. Das Team und die beiden Uhlen würden sich über Unterstützung der Fans vor Ort sicher freuen.

Zum Ticketverkauf geht es hier.

Die Spiele werden aber auch live im Fernsehen übertragen.

Interessanter erster Heimtest

Die starke Leistung aus Holland soll sich gegen Frankfurt fortsetzen: Tobias Matania. Die starke Leistung aus Holland soll sich gegen Frankfurt fortsetzen: Tobias Matania.

Nach dem ersten Aufgalopp im Trainingslager, steht am Freitag das erste Testspiel im heimischen Waldstadion an. Die Herren des HTC Uhlenhorst empfangen Erstliga-Neuling SC Frankfurt 1880. Das traditionsreiche Duell mit den Hessen wird um 20 Uhr angepfiffen.

Da die Gegner im niederländischen Trainingslager noch längst nicht eingespielt waren, könnte das Duell gegen den Aufsteiger schon eher eine Standortbestimmung sein. Auch die Hessen testeten bereits ausführlich in Holland und gelten als homogenes, eingespieltes Team mit einer starken defensiven Raumdeckung. Prominentester Akteur bei den Gästen ist wohl Niklas Grell, der 2009 mit den Uhlen Tobias Matania, Jan Fleckhaus und Bene Fürk U21 Weltmeister wurde.

Bei den Mülheimer fehlen mit Thilo Stralkowski, Bene Fürk (beide bei der EM), Jan Philipp Rabente, Neu-Keeper Felix Reuß (beide im Urlaub) sowie Benjamin Becker (Schulterverletzung) gleich fünf Akteure. Zwischen den Pfosten steht Fabian Breisig. Zwar bekommt auch die zweite Reihe eine Chance, „aber wir wollen insbesondere versuchen, die guten taktischen Ansätze aus dem Trainingslager gegen Frankfurt weiter zu entwickeln. Natürlich zeigen solche Spiele auch ganz gut, wer für welche Position infrage kommt“, so Trainer André Henning. Den Gegner kennen die Uhlen aus einigen Tests der vergangenen Jahre gut. „Wir spielen regelmäßig gegen die Frankfurter, zuletzt haben sie uns ja ein Unentschieden abgerungen. Ich kann mir auch vorstellen, dass sie eine gute Rolle in der Bundesliga spielen werden und beste Chancen auf den Ligaverbleib haben. Entsprechend ist das ein interessanter erster Heimtest für uns, auch weil wir an einem Freitagabend unter Flutlicht spielen werden, so wie ja insgesamt dreimal in der Hinrunde.“

Erfolgreiches Trainingslager in Den Haag

Der HTC Uhlenhorst hat zum Auftakt der Vorbereitung ein erfolgreiches Trainingslager in Den Haag durchgeführt. Alle drei Spiele wurden gewonnen, außer leichteren Blessuren gab es keine schweren Verletzungen, dafür eine gute Entwicklung und viele wichtige Erkenntnisse.

HTCU - Dragons Antwerpen 2:1 (1:1)

Der belgische Meister musste auf fünf Nationalspieler verzichten. Bei den Uhlen fehlten die beiden EM-Teilnehmer Thilo Stralkowski und Benedikt Fürk sowie Niklas Rieger. In der ersten Halbzeit war die offensive Leistung der Uhlen noch sehr mau, nach dem Seitenwechsel änderte sich das. Schnell und schnörkellos wurde aufgebaut, das aggressive Pressing hatte Erfolg. So war der Sieg dank der Tore von Tobias Matania und Johannes Schmitz auch verdient.

HTCU - HC Rotterdam 2:0 (2:0)

Die Partie wurde wegen starker Regenfälle in der Halbzeit abgebrochen, da der Platz nicht bespielbar war.

Das niederländische Team hatte im Sommer einen großen Aderlass zu verkraften, desweiteren fehlten zwei EM-Teilnehmer. Entsprechend waren die Uhlen tonangebend, dennoch hatten die Holländer drei Kurze Ecken. Das änderte aber nichts daran, dass die Mülheimer gegen einen eher schwachen Gegner überlegen waren, jedoch im Kreis recht planlos agierten, so dass das 2:0 recht schmeichelhaft für den ehemaligen niederländischen Meister war.

Die Tore markierten Johannes Schmitz und Benjamin Hinte.

HGC Wassenaar - HTCU 2:5 (1:1)

Mit HGC trafen die Mülheimer immerhin auf den amtierenden EHL-Champion. Doch vom Glanz des Erfolges im Sommer war nicht mehr viel zu sehen. Acht Abgänge, zehn Zugänge bedeuten einen starken Umbruch beim Europacupsieger. Dass die Partie im ersten Durchgang noch so lange offen war, lag daran, dass der HTCU offensiv eine schwache Leistung ablieferte. Nach dem Seitenwechsel erinnerte sich das Team ans Konzept und spielte sich eine Vielzahl von Chancen heraus. Johannes Schmitz schnürte einen Dreierpack, Christopher Rühr schoss einen feinen Rabente-Pass volley in die Maschen und Ole Keusgen schoss nach schönem Solo ein. Zwei Ecken von Matania sowie ein weiterer Schuss knallten noch an Pfosten bzw. Latte.

Weiter geht es am Freitagabend. Dann gastiert Erstliga-Neuling SC Frankfurt 80 im Waldstadion.

Uhlen-Duo siegt in Vancouver

Eine Hockey-Sommerpause erlebten die beiden Uhlenhorster Bundesliga-Mittelfeld-Spieler Jannik Otto und Philip Meyer. Beide nahmen an einem hochkarätigen Turnier in Vancouver teil, bei dem ein deutsches Team mit zahlreichen ehemaligen und aktuellen (B-)Nationalspielern antrat.

Die Deutschen gewannen souverän das Finale und Philip Meyer wurde sogar zum besten Spieler des Turniers gewählt.

Die Nähmaschine ist nun also auch in Kanada bekannt.

Nach dem entspannten Programm an der nordamerikanischen Westküste geht es nun volley in die Feldvorbereitung des Bundesliga-Teams.

Vorbereitung startet an der Regatta

Nicht auf dem Kunstrasen am Uhlenhorst, sondern an der Regattabahn in Duisburg ist die Vorbereitung des Deutschen Vize-Meisters gestartet. Uhlen-Athletik-Trainer Klaus Brosius bittet zum Auftakt zu Ausdauerläufen, erst am kommenden Montag geht es erstmals an den Stock. Dann wartet eine kurze, aber intensive fünfwöchige Vorbereitung mit zahlreichen hochkarätigen Testspielen auf den HTCU. Zum Auftakt geht es direkt ins Trainingslager nach Wassenaar (Niederlande), wo Duelle gegen den belgischen Meister Dragons, den amtierenden EHL-Champion HGC sowie Hollands Top-Team HC Rotterdam warten. Nach nur drei Einheiten eine hochkarätige erste Standortbestimmung für die Mülheimer, die im Oktober erstmals in der EHL antreten werden.

Im Kader der Uhlen gab es kaum Veränderungen. Moritz Polk schloss sich dem Harvestehuder THC an. Er sah in Mülheim nicht ausreichend sportliche Chancen. Auf der anderen Seite steht der Zugang von Keeper Felix Reuß (Nürnberger HTC) sowie das Comeback von Tim Leukel, der nach einem Auslandsaufenthalt wieder zurück in Deutschland ist und um einen Platz im Bundesliga-Kader kämpfen möchte.

Alle Testspiele im Überblick

Tag Datum Spiel Anstoß Erg
Fr 12.8. Dragons Antwerpen - HTC Uhlenh.

1:2
Sa 13.8. HC Rotterdam - HTC Uhlenhorst 0:2
So 14.8. HGC Wassenaar - HTC Uhlenhorst 2:5
Fr 19.8. HTC Uhlenhorst - SC Frankfurt 1880
8:1
Do 25.8. HTC Uhlenhorst - HGC Wassenaar 3:1
Sa 27.8. HTC Uhlenhorst - UHC Hamburg 4:3
So 28.8. HTC Uhlenhorst - Mannheimer HC 3:1
Sa 3.9. Racing Brüssel - HTC Uhlenhorst  17:00  
So
4.9. Racing Brüssel - HTC Uhlenhorst 15:00  

Bundesliga-Spielplan steht

Nur zwei Heimduelle in den ersten sieben Spieltagen

HINRUNDE

Tag Datum Spiel
Anstoß
Sa 10.9. Club an der Alster - HTC Uhlenhorst 14:30
So 11.9. UHC Hamburg - HTC Uhlenhorst
14:30
Fr 16.9.     
HTC Uhlenhorst - Crefelder HTC 19:30
So 18.9. HTC Uhlenhorst - Harvestehuder THC      
14:00
Sa 24.9. Rot-Weiss Köln - HTC Uhlenhorst 17:00 
Sa 1.10. SC Frankfurt 1880 - HTC Uhlenhorst 16:30
So 2.10. Mannheimer HC - HTC Uhlenhorst 14:30
Sa 8.10. HTC Uhlenhorst - TC BW Berlin 16:00
So 9.10. HTC Uhlenhorst - Berliner HC 14:00
Fr 14.10. SW Neuss - HTC Uhlenhorst 20:00
Fr 21.10. HTC Uhlenhorst - Düsseldorfer HC 19:30

Thilo Stralkowski und Benedikt Fürk fahren zur EM

Uhlenhorster Duo will beim Heim-Championat Olympia-Ticket lösen

Anflug Richtung Europameisterschaft: Bene Fürk. Anflug Richtung Europameisterschaft: Bene Fürk.
Thilo Stralkowski Thilo Stralkowski

Zwei Spieler des HTC Uhlenhorst wurden von Bundestrainer Markus Weise zur Europameisterschaft der Männer nominiert: Thilo Stralkowskis Teilnahme stand bereits früh fest, während  Benedikt Fürk das Ticket auf den letzten Drücker löste.

Die EM findet gemeinsam mit dem Championat der Damen vom 20. bis 28. August im Warsteier HockeyPark in Mönchengladbach statt. Gruppengegner der Deutschen bei der Heim-EM sind Belgien (20.8.), Spanien (22.8.) und Russland (24.8.). Neben England sichern sich drei weitere Teams bei dieser EM das Ticket für die Olympischen Spiele 2012 in London.

Für beide Akteure des amtierenden Deutschen Vize-Meisters ist es das erste ganz große Turnier auf Herren-Ebene. Fürk wurde immerhin U21-Weltmeister, auch Thilo Stralkowski spielte bei U21-Welt- und Europameisterschaft mit. In Gladbach kann er seinen ersten Feldtitel einfahren, nachdem "Tille" bereits zu Beginn des Jahres Hallen-Weltmeister geworden war.

Tickets gibt es hier

EM-Bronze für U18

Rühr bester Spieler des Turniers - Auch Nitschke überzeugt

Bester U18-Spieler Europas: Christopher Rühr. Bester U18-Spieler Europas: Christopher Rühr.

Die U18 Nationalmannschaft mit den beiden Uhlenhorster Bundesliga-Spielern Christopher Rühr und Jan Nitschke hat bei der EM in Utrecht Bronze geholt. Rühr wurde verdientermaßen zum besten Spieler der Europameisterschaft gewählt. Auch Jan Nitschke lieferte ein gutes Turnier ab und zeigte sich in starker Form.

Leider hatte es im Halbfinale gegen den späteren Champion Belgien eine unnötige 1:3-Niederlage gegeben. Im Spiel um Platz drei wurde Gastgeber Niederlande dank starker Schlussviertelstunde und einem aufdrehenden Rühr noch mit 4:3 besiegt.

Der Himmel weint beim launigen Abschied

Der Himmel weinte, als Tim Leusmann sich verabschiedete. Mit einem verwandelten Siebenmeter in den Winkel schoss Leusi am Ende der Partie noch einen Treffer für die Bundesliga-Mannschaft des HTC Uhlenhorst. Zuvor hatte er mit seinen Allstars gewirbelt und den rund 250 Zuschauern ein launiges, kurzweiliges Match geboten. Deutsche Meister, Olympiasieger und Stars gaben sich die Klinke in die Hand. "Zé" wurde am Abend angemessen im Clubhaus von zahlreichen Weggefährten verabschiedet.

18 Uhr: Leusis Abschied - Allstars gegen Vize-Meister

Wie an der Playstation: Hockey-Ikonen stehen heute Spalier

Wieder vereint: Tim Leusmann hat neben Henning Meier aktuelle und ehemalige Stars eingeladen. Wieder vereint: Tim Leusmann hat neben Henning Meier aktuelle und ehemalige Stars eingeladen.

Leusi, Zé Leuserto, Timmi – wie der scheidende Ur-Uhle während seines Abschiedsspiels gerufen wird, wird ganz davon abhängen, wer da ruft. Leusi hat alte Weggefährten aus seiner Zeit bei den ersten Herren gerufen und wurde erhört. Es formiert sich ein Allstarteam, das sich liest wie das „Who’s Who“ der Uhlenhorster Hockeyelite der vergangenen zwei Jahrzehnte. Olympiasieger, Nationalspieler und Uhlenhorster Publikumslieblinge werden gegen den frischgebackenen Vizemeister und EHL-Teilnehmer antreten. Calle Fischer gegen Thilo Strahlkowski, Mittfeldregisseure Dirk Brinkmann und Jan Philipp Rabente im direkten Vergleich, 1.Herren Co-Trainer Sven Meinhardt im Duell mit seinem Abwehrchef Jan Gehlen und Bene Fürk gegen Sepp Meisters Argentinische Rückhand – Zweikämpfe, die eigentlich nur noch auf einer Playstation möglich wären.

Tim Leusmann war 18 Jahre lang für den HTCU auf der Bundesligabühne aktiv. Leusi war bereits bei den letzten erfolgreichen Anläufen auf Deutsche Meisterschaft und Europacup dabei, hielt dem Club aber auch bei den bitteren Gängen in die zweite Liga die Treue. Als die neue Generation Mitte der 2000er in die 1. Mannschaft drängte war er es, der als Leitwolf und Kapitän den jungen Uhlentross zurück an Deutschlands Spitze führte. Nach Beendigung der Hinrunde 2010/11 sah Leusi seine Zeit gekommen und überlies schweren Herzens, aber auch mit der Gewissheit einer gesicherten Zukunft des Teams, jüngeren Spielern das Feld. Jetzt wollen wir als 1. Herren und als Club Tim Leusmann einen gebührenden Abschied bereiten.

Seid am Samstag, 16.7.11 um 18:00 Uhr beim Spiel „Leusis Allstars vs. 1. Herren“ dabei. Das Spiel findet im Zuge des Sommerfestes statt, das bereits um 17:00 beginnt. Für das leibliche Wohl vor, während und insbesondere nach dem Spiel ist also gesorgt!

 

Leusis Allstars:

Markus Steinwachs, Christoph Möltgen, Carsten Fischer, Dirk und Thomas Brinkmann, Philip Schönfeld, Sven Meinhardt, Timo und Benni Weß, Simon Mohr, Max Vollenbroich, Axel Uhlenbruck, Denis Leusmann, Stefan Drewitz, Tobias Wanke, Henning Meier, Sebastian Meister, Hannes Meyer und Tim Leusmann

U18 EM: Unnötige Niederlage gegen Holland

Rühr und Nitschke beim 2:3 in der Startelf - ohne Fortune

Aufgrund einer unnötigen 2:3-Niederlage gegen Holland muss die deutsche U18 bei der Europameisterschaft in Utrecht um den Einzug ins Halbfinale zittern. Am Freitag (16 Uhr) entscheidet sich alles im Duell gegen Irland. Im deutschen Team sind mit Christopher Rühr und Jan Nitschke zwei Uhlenhorster Bundesliga-Spieler. Die ursprünglich für Donnerstag angesetzte Begegnung gegen die Iren fiel wegen Dauerregens aus.

Nein, von einem rassigen deutsch-niederländischen Match zweier Erzrivalen hatte diese Begegnung nichts. Die Gastgeber standen tief und stellten die deutschen mit ihrer Raumdeckung vor erhebliche Probleme. Auch wenn es nach gutem Start noch zur Führung reichte. Niklas Wellen staubte nach einer missglückten Ecke mit einem feinen Volleyschuss ab - 1:0. Der Rest des Spiels ist schnell erzählt: Deutschland war im Aufbau völlig ideenlos, verlor viele Bälle so dass Holland drei Kontertore erzielte und weitere Top-Chancen liegenließ, einmal sogar am leeren Tor vorbeischoss. Benedikt Swiatek sorgte per Ecke noch für den Anschlusstreffer. Die Deutschen schnupperten am Ende sogar am Ausgleich, der aufgrund des Aufwandes, nicht aber aufgrund der taktischen Kreativität, verdient gewesen wäre.

Jan Nitschke vom HTCU startete im zentralen Mittelfeld. Christopher Rühr im Sturm. Rühr hatte nach zwei tollen Sololäufen die besten deutschen Chancen. Seine argentinische Rückhand verzog er jedoch in Halbzeit eins. Kurz vor Schluss endete ein sehenswertes Dribbling über die Grundlinie mit einem Schuss an den Außenpfosten. Rühr wurde zu Beginn der zweiten Halbzeit aus kurzer Distanz per argentinischem Rückhandschuss mit voller Wucht im Gesicht getroffen, konnte aber trotz starker Prellung am Jochbein weitermachen.

Jan Nitschke startete im zentralen Mittelfeld (Foto: C. Windfeder). Jan Nitschke startete im zentralen Mittelfeld (Foto: C. Windfeder).

U18 EM: Rühr trifft beim Auftaktsieg

Nitschke mit starker Leistung beim 6:3 gegen Russland

Die U18 Europameisterschaft in Utrecht begann mit einem erfolgreichen Start für das deutsche Team. Gegen den Underdog aus Russland siegte das DHB-Team mit 6:3, hatte aber deutlich mehr Mühe als erwartet und notwendig - mit dabei die beiden Uhlenhorster Bundesliga-Spieler Christopher Rühr und Jan Nitschke.

Christopher Rühr erzielte in der 1. Minute das erste Turniertor: Mit einem satten Vorhandschuss versenkte er die Kugel im Netz. Das dritte Tor bereitete Rühr vor: Sein Lupfer nach schönem Solo über den Keeper landete nur am Pfosten, Joshua Delarber staubte ab.

Eine ganz starke Partie liefert Jan Nitschke im Mittelfeld ab. Nitschke glänzte mit zahlreichen Dribblings, starken Pässen und stach durch viele Offensivaktionen heraus. Beide Uhlen gehörten zu den auffälligsten Akteuren auf dem Platz in Utrecht.

Am Mittwoch steht das Duell gegen Gastgeber Niederlande an.

EHL-Teilnehmer stehen fest

24 Teams aus zwölf Ländern kämpfen um Kontinentaltitel

Niederlande:
Amsterdam H&BC, HC Bloemendaal, HC Rotterdam
Spanien:
Atletic Terrassa, Club de Campo Madrid, Real Club de Polo Barcelona
England:

Beeston HC, East Grinstead HC, Reading HC
Deutschland:
Der Club an der Alster, Uhlenhorst Mülheim, UHC Hamburg
Belgien:
KHC Dragons Antwerpen, Racing Club de Bruxelles
Irland:
Banbridge, Cookstown
Polen:
WKS Grunwald, Pomorzanin Torun
Russland:
Dinamo Kazan, Dinamo Elektrostal
Frankreich:
CA Montrouge
Österreich:
AHTC Wien
Ukraine:
Olimpia Kolos Sekvoia
Schweiz:
Rotweiss Wettingen

WDR 2 berichtete über den HTC Uhlenhorst

Der WDR 2 Hörfunk berichtete kurz vor dem DM-Finale über den HTC Uhlenhorst. Den Mitschnitt des Beitrags von Jan Wochner gibt es hier zum Download.

Einfach aufs WDR2-Logo klicken.

Felix Reuß wechselt zum HTC Uhlenhorst

Vize-Meister verstärkt sich mit U21-Nationalkeeper

Groß, aber beweglich: U21-Nationalkeeper Felix Reuß (Foto: Fabian Lutz). Groß, aber beweglich: U21-Nationalkeeper Felix Reuß (Foto: Fabian Lutz).

U21-Nationaltorhüter Felix Reuß wechselt zur kommenden Bundesliga-Saison zum HTC Uhlenhorst Mülheim. Der 20-Jährige kommt vom Erstliga-Absteiger Nürnberger HTC zum neuen Deutschen Vize-Meister und EHL-Teilnehmer an die Ruhr. Reuß wechselte bereits als Jugendlicher im Jahr 2007 von seinem Heimatclub SB Rosenheim zum Nürnberger HTC. Im selben Jahr debütierte er in der U16-Nationalmannschaft in Exeter (England). Mit der U18-Nationalmannschaft wurde er 2009 Vize-Europameister in Belgien, 2010 gewann er gemeinsam mit den Uhlenhorstern Tobias Matania, Jan Fleckhaus, Moritz Polk und Felix Meyer die Bronze-Medaille bei der U21-Europameisterschaft in Polen. Der Soldat der Sportfördergruppe wagt nun den nächsten Schritt zum deutschen Rekordmeister. Beide Seiten haben ein langfristiges Engagement vereinbart.

Felix Reuß: „Es ist sehr reizvoll in einer so jungen Mannschaft zu spielen und zu trainieren, die in der letzten Saison im Finale um die Deutsche Meisterschaft stand und dadurch einen EHL-Platz ergattern konnte. Durch die Kollegen aus der U21 habe ich nur Gutes von Verein und Team gehört. Auch die Gespräche mit den Verantwortlichen waren sehr überzeugend. Ich freue mich auf die persönliche Herausforderung noch einmal das gewohnte Umfeld zu verlassen und in einem Top-Club wie dem HTC Uhlenhorst die Möglichkeit zu ergreifen, mich sportlich, aber auch persönlich weiter zu entwickeln. Es wird sicher eine gute Zeit und ich hoffe, wir können in den nächsten Jahren noch erfolgreicher sein.“

Foto: F. Lutz Foto: F. Lutz

André Henning, Trainer HTC Uhlenhorst: „Felix bringt alles mit, was wir uns wünschen. Er weist für sein Alter schon viel Qualität vor, ist extrem talentiert und zudem ein wirklich toller Typ, der charakterlich alle Anforderung mehr als erfüllt. Die Gespräche waren sehr angenehm, wir waren früh auf einer Wellenlänge und auch meine Spieler, die ihn aus der U21 kennen, berichteten nur positives. Ich freue mich, dass sich Felix bei uns weiterentwickeln und ausbilden lassen möchte, was in unser Club-Konzept passt junge Spieler aufzubauen und an die Spitze zu führen.“

Final-Video ist online

Das komplette Finale um die Deutsche Meisterschaft zwischen dem HTC Uhlenhorst und dem Club an der Alster ist nun online zu sehen. Hierbei gibt es zudem Interviews mit den Trainern. Und die Überraschung, dass sogar noch eine weitere Person neben den Schiris gefunden wurde, die glaubt dass die Hamburger 1:0-Führung regelkonform war.

Mit Klick aufs Logo gehts zum Spiel.

DM-Finale: Bildergalerie Online

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Dank an die besten Hockey-Fans

Ihr Uhlen – Fans seid unschlagbar!

 

Team und Staff bedanken sich bei allen Uhlen-Fans für die fantastische Unterstützung während der gesamten DM-Endrunde. Es war für uns alle sehr beeindruckend, wie ihr gerade auch zuletzt in Mannheim mit mindestens 500 Leuten dem Team den Rücken gestärkt habt.

 

IHR SEID DIE MIT ABSTAND BESTEN HOCKEY-FANS IN DEUTSCHLAND!

 

Wir ihr sind natürlich auch wir sehr enttäuscht über das Spielergebnis von Sonntag. Es hat nicht sollen sein. Das Alsteraner Tor war an diesem Tag wie zugenagelt. Wie wir alle wissen, kommen diese Tage im Sport aber immer wieder vor. Leider hat es am Sonntag uns getroffen.

Mit etwas Abstand muss aber gesagt werden, dass sich das Team in der abgelaufenen Saison wieder entscheidend weiterentwickelt hat, spielerisch und charakterlich. Es hat die bitteren Misserfolge des vergangenen Jahres sehr gut genutzt, hat sie akribisch aufgearbeitet mit dem Resultat, dass es nun zweitbeste Mannschaft Deutschlands ist und in der EHL, dem Pool mit den besten europäischen Mannschaften, mitspielen darf. Sie hat sich endlich für ihren unermüdlichen Einsatz belohnt, ihr Fans habt daran einen riesengroßen Anteil und wir hoffen natürlich, dass ihr in der nächsten Saison unsere Bundesligamannschaft wieder genauso grandios unterstützt.

Eines steht jedenfalls fest: Wir gehen unseren Weg weiter und werden in der nächsten Saison wieder voll angreifen, schließlich macht es bei all den Mühen einen Riesenspaß, vor solch einem tollen Publikum zu spielen, wie ihr es seid!

 

Noch einmal vielen Dank für eure Unterstützung!

Spieler, Trainer und der gesamte Staff wünschen euch eine erholsame hockeyfreie Zeit in den Sommerferien.

 

Ralf Fleckhaus

(Betreuer 1. Herren HTCU)

Uhlen tragen Trauer

Nach 1:4 gegen Alster "nur" Deutscher Vize-Meister

Wer es mit dem HTC Uhlenhorst hält und wer seine Gunst längst dem Mülheimer Feldhockey gewidmet hat, für den konnte es am Sonntag nur ein Reiseziel geben: Mannheim. 500 Fans der Uhlen waren in die Kurpfalz gerollt, um mit der Meistermeldung die Krönung vor Ort zu erleben. Der Feuer der Leidenschaft konkurrierte mit der Hitze des Sommertages. Die grüne Wand stand. Beseelt, immerwährend, nimmermüde. Doch ausgerechnet im ersten DM-Finale seit 1997 standen sich die Uhlen selbst im Weg. Die unterirdische Chancenverwertung war der Grund dafür, dass das Endspiel gegen den Club an der Alster unverdient hoch mit 1:4 verloren wurde.

Vor dem Showdown auf dem Terrain des Mannheimer HC mangelte es nicht an freundlichen Gesten. Der gewaltige aus der Heimat angereiste Tross versprühte im Biergarten beste Laune und lebte strotzendes Selbstbewusstsein vor; HTCU-Nationalspieler Thilo Stralkowski und der Alsteraner Jonathan Fröschle, die sich seit Kindergartenzeiten kennen, begrüßten sich in der freundschaftlichen Ausrichtung und Ex-Bundestrainer Bernhard Peters, heute Sportdirektor in Hoffenheim, gab Manager Horst Stralkowski die besten Wünsche mit auf den Weg. Der Teppich war ausrollt für ein großes Spiel und für das gute Mülheimer Gelingen. Wer sollte da schon daran denken, dass den Westdeutschen in der Offensive so herzlich wenig gelingen sollte. Auch nicht Co-Trainer Sven Meinhardt, der nervös an einer Banane nagte.

Das große Pech dieses Tages, der den Uhlenhorstern den Ritterschlag verleihen sollte, offenbarte sich schon in den Anfangsminuten. Bei der ersten guten Chance nach Zuspiel von Stralkowski behinderten sich Routinier Jan Gehlen, der 13 lange Jahre auf die Finalteilnahme warten musste, und Christopher Rühr gegenseitig. Kurz danach ging der amtierende Hallenmeister nach einer kurzen Ecke durch Tim Witthaus in Führung. Dass der Fuß im Spiel war, hatten die Schiedsrichter nicht registriert. Damit nicht genug. Philip Meyer verpasste im Liegen und in allerbester Situation den Ausgleich, während die abgeklärten und cleveren Hanseaten mit dem 2:0 durch Scott Tupper schon vorentscheidend nachlegten.

Die Mülheimer steckten das alles weg und verrichteten, angefeuert von ihren famosen Fans, unverdrossen ihre Arbeit. Doch in der 23. Minute war das Pech nicht mehr zu toppen. Stralkowskis Ecke wurde von besagtem Tupper auf der Linie per Fuß abgewehrt, beim folgenden Siebenmeter blieb Stralkowski an Torwart Tim Jessulat hängen. „Das musst du erst einmal wegstecken“, schnaufte ein ungläubiger Vater Horst Stralkowski. Auch das steckten sie weg und machten einfach weiter. Wieder gab es Chancen, doch wieder wurde es nichts. Erst traf Stralkowski den Ball nicht richtig (26.), dann verzog Jan Philipp Rabente freistehend, schließlich scheiterte Stralkowski bei der nächsten Ecke (33.). Der Kasten war wie vernagelt.

„Wir haben viel Pech gehabt, aber das wird schon“, wies Meinhardt den Weg in Halbzeit zwei. Doch es ging im ertraglosen Trott weiter. Stralkowskis Ecke parierte Jessulat, der Nachschuss von Philip Meyer ging vorbei (43.). Sechs Minuten später verfehlte die Ecke von Johannes Schmitz ihr Ziel. „Nur ein Tor - und wir gewinnen das Ding. Die sind doch schon platt“, rief Meinhardt aufmunternd aufs Feld. Doch das Tor machte der neue Meister nach einem Konter in Person von Daniel von Drachenfels.

Quelle: derwesten.de - Gerd Böttner

Meisterwimpel im Visier

HTC Uhlenhorst im DM-Finale gegen Hamburg

Die Stunde, in der die Uhlen mit dem Gewinn des Blauen Meisterwimpels abermals Hockey-Geschichte schreiben wollen, rückt unaufhaltsam näher. Am Sonntag (Spielbeginn 14 Uhr, MHC-Gelände am Feudenheimer Neckarplatt) gehört der ultimative Showdown der Stadt Mannheim. Im DM-Finale 2011 heißt es West gegen Nord, HTC Uhlenhorst gegen Club an der Alster Hamburg.

Bevor es am Samstagmittag per Bus und mit kollektiver Entschlossenheit im Gepäck in Richtung Kurpfalz geht, durften die Spieler am freien Freitag die Seele baumeln lassen. „Die Halbfinalspiele gegen Köln waren schon sehr aufreibend und steckten noch in den Beinen und Köpfen, da tat die Pause beim Anlauf aufs Finale gut“, sagte HTCU-Trainer, der das Projekt Endspiel mit einem grundsätzlich guten Gefühl angeht. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht. Sportlich sehe ich die Partie sehr ausgeglichen. Die Endspielerfahrung der Hamburger werden wir mit dem Lauf aufwiegen, den wir im Halbfinale entwickelt haben. Es würde mich schon sehr wundern, wenn die uns spielerisch an die Wand nageln. Was das betrifft, sehe ich uns ein Stück vorn.“

Für die Uhlenhorster gilt die generelle Linie, möglichst schnell ins Spiel zu finden und sich von der bekannt starken hanseatischen Defensive nicht das Spiel zerstören zu lassen. Doch der HTCU ist gewappnet: „Im Training haben wir die nötigen Ideen entwickelt“, so Henning, de auch auf den Faktor Geduld verweist: „Wir müssen uns davor hüten, ins offene Messer zu laufen. Wichtig wird sei, dass wir gegen diesen erfahrenen Gegner unseren Stiefel herunterspielen.“ Bei aller Besessenheit in Richtung Titelgewinn muss die Besonnenheit Wegbegleiter des deutschen Rekordmeisters sein.

Bei dem gilt allseits die grundoptimistische Ausrichtung, die der Coach in wegweisende Worte kleidet: „Wenn jemand Alster knacken kann, dann wir. Unsere offensive Qualität ist ausreichend vorhanden, um diese Defensive zu überwinden. Wenn wir unseren Lauf kriegen, haben wir sehr, sehr gute Möglichkeiten.“ Natürlich, die Uhlenhorster Abteilung Attacke hat zuletzt ein Feuerwerk nach dem anderen abgebrannt. Den wie Alster mit einem Erfahrungsvorteil ausgestatteten Kölnern wurden am vergangenen Wochenende im Waldstadion gleich neun Treffer „eingeschenkt“.

„Es ist Zeit, dass diese Mannschaft im Klub ihre eigene Gesichte schreibt“, blickt Henning auf die große Chance, nach 1997 wieder den Titel nach Mülheim zu holen. „Der komplette Verein ist auf den Beinen, dazu kommen befreundete Vereine aus dem gesamten Westen, die uns nach Mannheim begleiten“, weiß Henning um leidenschaftlichen Rückhalt in breiter Front. Wer nicht dabei sein kann, muss dafür schon gute Gründe haben. Per PKW, Bus und Zug bewegt sich die Karawane in Richtung Neckar, wo auch nicht einer einen Reinfall befürchtet. Wenn die Farbe Grün im MHC-Stadion regiert, wird das den Uhlen den letzten und ultimativen Kick geben. „Früher war eine große Kulisse schon mehr Last als Lust. Gegen Köln haben wir gesehen, was es bewirkt, wenn die Jungs angetrieben und nach vorne gepeitscht werden“, so André Henning.

So wird es am Sonntag wieder sein. Und es wird ein langer Tag mit anschließender langer Nacht im Klubhaus werden. Wie auch immer.

Mülheim drückt euch die Daumen, Uhlen!

 

derwesten.de - Gerd Böttner

Mit Vollgas zum Titel

Und alle Uhlen sind dabei

Eines vorweg:

Ich vermute mal, dass mittlerweile alle Nachbarn und Polizisten bei euch „ein und aus gehen“, um mit euch zusammen fürs Finale am Sonntag die Schlachtgesänge zu üben! Sehr schön, das habt ihr wirklich gut gemacht (hoffentlich sind am Sonntag nicht alle Polizisten in Mannheim und machen Mülheim so zur unsicheren Zone ;-))!

 

Scherz beiseite - nun zum Highlight:

Sonntag ist es also endlich so weit: Unsere Jungs, die in den vergangenen Endrunden immer so brutal knapp am großen Erfolg gescheitert waren, stehen nun dank eurer großartigen Hilfe tatsächlich im deutschen Endspiel der Herren. Es ist jetzt schon der größte Erfolg der Vereinsgeschichte in den vergangenen 14 Jahren.

Nach der Euphorie des vergangenen Wochenendes sind die Jungs mittlerweile wieder voll konzentriert bei der Sache und arbeiten akribisch für den eigentlichen Jahreshöhepunkt am Sonntag in Mannheim.

Der Club an der Alster stellt eine sehr erfahrene und durch die Verpflichtung des Kapitäns der englischen Nationalmannschaft, Barry Middleton sowie Sebastian Biederlack, Justus Scharowsky oder dem gerade in Topform befindlichen Torwart Tim Jessulat auch sehr spielstarke Mannschaft. Sie wird es unserem Team extrem schwer machen!

Wie immer gehen unsere Cracks aber von „Webster“ und „Meini“ taktisch bestens vorbereitet und eingestellt in dieses Spiel:

Die Jungs sind heiß auf den „Pott“ und werden sich genauso überzeugend in Szene setzen wie zuletzt im 3. Halbfinalspiel gegen RW Köln.

 

Eines ist aber auch klar:Auf diesem Top-Niveau, wo nur noch Nuancen über Sieg und Niederlage entscheiden, kann man im Spitzensport ohne die tatkräftige Unterstützung der Fans kaum noch wirklich große Erfolge feiern. Der Halbfinalerfolg gegen RW Köln war daher ganz eindeutig auch euer Erfolg!!

 

WIR alle wollen am Sonntag den Meisterschaftspokal in den Himmel strecken und grenzenlos jubeln, die Spieler, der Staff, der Vorstand, alle Mitglieder und die übrigen Fans wollen ihn endlich wieder nach Hause holen und den blauen Wimpel gleich dazu! Alle zusammen mit Freudentränen in den Augen unbeschreibliche Glücksmomente haben und genießen! Das wäre doch das Größte zum Abschluss einer fantastischen Bundesligasaison 2010/2011.

 

Das bedeutet für uns alle: Noch einmal sämtliche Kräfte mobilisieren! Alle geben auf ihre spezielle Weise ein letztes Mal Gas ohne Ende!

 Unsere Jungs werden bis zum Umfallen kämpfen, jeder Uhlen-Fan gibt ebenfalls alles und geht nach dem Spiel nur total heiser aus dem Mannheimer Stadion! Das ist unsere Forderung an euch!

 (Schließlich kann man die Stimme dann abends bei der großen Fete bei uns im Clubhaus mit reichlich Bier ja wieder „ölen“!)

 

LEUTE – ES IST ANGERICHTET!  WIR SETZEN AUCH DIESMAL WIEDER VOLL AUF EUCH!!

 

Schöne Grüße und bis Sonntag auf’m Platz

 

Euer Ralf Fleckhaus

(Betreuer 1. Herren HTCU)

HTC UHLENHORST IM DM-FINALE

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6:2-Triumph gegen Köln - Ticket für Europacup gelöst

Sechs zu zwei! DM-Finale! Europacup-Teilnahme! Nach einem mitreißenden Hockeynachmittag hielt es keinen der 1.100 Zuschauer mehr auf den Sitzen. „Oh wie ist das schön“, hallte es durchs Waldstadion an einem geschichtsträchtigen Tag. Durch das 6:2 gegen Rot-Weiss Köln schmiss der HTC Uhlenhorst den Titelverteidiger aus dem Rennen und zog ins Endspiel um die Deutsche Meisterschaft ein – erstmals seit 14 Jahren greift der Rekordmeister wieder nach dem Titel.

Die Vorzeichen waren für die Uhlen alles andere als einfach. Am Vortag hatten die Kölner dieses Entscheidungsspiel errungen, weil sie vor 1.500 Fans mit 4:3 gesiegt hatten. Doch die Mülheimer kamen mit dem Druck klar, selbst ein frühes Gegentor brachte sie nicht aus dem Tritt. Die erste Halbzeit – eine Demonstration wie im Hockey-Rausch. Bis zur Pause zogen die Uhlen auf 4:1 davon. Erst Jannik Ottos Treffer mit einem Schuss aus der Drehung, dann schnickte Ole Keusgen den Ball nach Sahnepass von Thilo Stralkowski mit der Rückhand über den hinausstürzenden Keeper Weinhold ins lange Eck – Wahnsinn. 2:1. Das Waldstadion glich kurzeitig einem Tollhaus. Die Stimmung kochte über, die Fans drehten weiter auf. Angepeitscht von der grünen Wand sorgte Thilo Stralkowski mit seinen beiden Treffern zum 4:1 für die Vorentscheidung. Das vierte Tor war nach einem tollen Alleingang eine wahnsinnige Energieleistung des Hallenweltmeisters.

Nach der Pause drückten die Kölner, aber mehr als ein Eckenrebound sprang nicht heraus. Stattdessen zwei Kontertore von Stralkowski und Jo Schmitz.

Dritter Satz – 6:2 Uhlenhorst.

Damit steht der HTC Uhlenhorst im Endspiel. Bei der letzten Teilnahme 1997 gab es in Dürkheim einen Sieg gegen Frankfurt 80. Diesmal ist der Club an der Alster Hamburg Gegner der Mülheimer. Anstoß auf der Anlage des Mannheimer HC ist um 14 Uhr. Es wird empfohlen, sich rechtzeitig Karten zu sichern. Zur DM-Seite geht es hier.

Andre Henning, Trainer HTC Uhlenhorst: „Dieser Sieg ist vielleicht fast so hoch einzuschätzen wie manche gewonnene Meisterschaft in den Neunzigern. Wir haben uns den Lohn für jahrelange harte Arbeit geholt und gezeigt, dass uns die vielen Rückschläge in den letzten Jahren nur stark gemacht haben. Mich hat es umgehauen wie die Mannschaft mit dem durchaus großen Druck klar gekommen ist, dass sie sich nicht hat verrückt machen lassen von dem großen Trubel und eine phänomenale erste Halbzeit abgeliefert hat. Wir haben im Vergleich zu Samstag eine Menge umgestellt, alles ist aufgegangen, das hat das Team super umgesetzt.

Für mich ist und bleibt es eine Sensation, dass wir das Kölner ‚Starensemble‘ rausgeworfen haben. Hier stehen immer noch sechs Olympiasieger bei Rot-Weiss auf dem Platz. Unsere Jungs sind gerade erst auf dem Sprung in den A-Kader. Aber es spricht für unsere Arbeit in den letzten Jahren, dass wir hier ein großes Team nahezu ausnahmslos aus eigenen Talenten aufgebaut haben. Mit vielen Spielern arbeite ich schon seit der B-Jugend zusammen. Die sportliche, aber auch charakterliche Entwicklung hat uns das ermöglicht. Aber wir sind noch nicht am Ziel.“

 

Zum WAZ-Artikel

Zum Kommentar auf hockey-tribune.de

Unfassbare Uhlen-Fans

Team und Staff bedanken sich bei insgesamt 2.600 Zuschauern!

Das gesamte Team einschließlich Staff bedankt sich für eure unbeschreiblich tolle Unterstützung am Wochenende. Ohne euch wäre dieser Coup gegen die starken Rot-Weißen aus Köln nicht gelungen.

 

Wir freuen uns jetzt schon alle riesig auf das „Fest des Deutschen Hockeys“ am kommenden Wochenende in Mannheim. Wir gehen 

selbstverständlich davon aus, dass ihr am Sonntag zum Finale wieder vollzählig mit geölter Stimme und sämtlichem Outfit auf der MHC-Anlage erscheint und die Jungs dann gegen Hallen-Meister CadA zur Meisterschaft pusht. Zusammen mit euch haben wir jetzt schon den größten Vereinserfolg nach 14 weniger erfolgreichen Jahren erreicht, wollen aber noch mehr:

 

Nämlich mit euch Fans DEUTSCHER MEISTER 2011 werden und dann ausgelassen feiern wie noch nie.

 

Also: Schont erst einmal eure Stimmbänder 1-2 Tage und fangt dann wieder mit dem Üben an – und dann zusammen mit euren Nachbarn, damit die Polizei nicht kommt. Oder ladet die Polizisten am besten gleich mit zum Üben ein ;-)

 

Herzlichst

 

Ralf Fleckhaus

(Betreuer 1. Herren HTCU)

Die grüne Wand

WAZ-Bericht: Sonntag (14.30) Entscheidungsspiel im Waldstadion

Der Siegtreffer in Köln. Jan Gehlen traf zum 4:3 (Foto: Briel). Der Siegtreffer in Köln. Jan Gehlen traf zum 4:3 (Foto: Briel).

Vorteil für den Herausforderer, Nachteil für den amtierenden Meister. Nach dem köstlichen 4:3-Triumph unlängst in Köln liegt für den Feldhockey-Bundesligisten HTC Uhlenhorst am Samstag (16 Uhr) im heimischen Hexenkessel Waldstadion die Finalteilnahme am kommenden Wochenende in Mannheim gegen den Club an der Alster förmlich auf dem Silbertablett. An den Umweg über Spiel drei (das würde im Fall des Kölner Ausgleichs am Sonntag, wiederum im Waldstadion, um 14.30 Uhr angepfiffen) verschwendet niemand im Uhlen-Lager Gedanken. Natürlich, es gilt das doppelte Vertrauen: in die eigene Leistungsstärke und in die grüne Wand, zu der sich die Anhänger des Rekordmeisters beim erwarteten Rekordbesuch formieren werden.

Vor dem Showdown gegen die nach der Heimpleite in schwerer See befindlichen Rot-Weissen machte HTCU-Trainer André Henning am Tag vor dem großen Match einen lockeren Eindruck: „Ja, ich bin extrem entspannt. Und den Jungs geht es ähnlich. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und keiner lässt sich in irgendeiner Weise verrückt machen.“ Wozu auch? Die Konstellation spricht doch geradezu dafür, den Ritterschlag zu vollenden. Hennings Gefolge hat in der Domstadt die erste Marke gesetzt, alle Protagonisten sind fit und strotzen vor Selbstbewusstsein und im eigenen Haus bieten sich notfalls zwei Chancen. Doch die erste Option soll unbedingt gewinnbringend sein. „Es ist unser erklärtes Ziel, am Samstag alles klar zu machen“, gibt Henning, der keinerlei Gefahr sieht, dass seine Auswahl in hemmende Zurückhaltung verfällt, die Richtung vor. „Wir wollen von Beginn an viel Druck machen, die Initiative übernehmen, die aktive Rolle spielen und der Partie unseren Stempel aufdrücken“, lautet die klare Marschroute. Zu all’ dem passt diese feste Überzeugung des jungen Trainers, der vor seinem größten Erfolg steht: „Unsere Qualität reicht aus, um ins Mannheimer Finale zu kommen!“

Doch nicht nur die Qualität des gereiften Uhlen-Kaders bedeutet ein großes Plus. Der Heimfaktor beweist sich längst als feste Größe. Sieht man vom Betriebsunfall unlängst gegen Berlin ab, hat der HTCU ein Jahr lang kein Spiel auf dem heimischen Kunstrasen abgegeben, und gegen Köln haben die Mülheimer in der regulären Spielzeit noch nicht verloren. Klingt doch alles ungemein beruhigend und verheißungsvoll.

Am Freitagabend haben die Uhlenhorster beim Italiener noch einmal die Köpfe zusammengesteckt: Pizza, Pasta und lockere Gespräche so etwas wie die Ruhe vor dem großen Sturm und mächtigen Ansturm. Uhlenhorst gegen Rot-Weiss gilt als Angebot, das nicht nur Futter für die Stammkundschaft ist. „Wir erwarten auch Zuschauer, die dem Hockeysport sonst nicht so zugewandt sind“, so HTCU-Manager Horst Stralkowski, der von mindestens 1000 Stadionbesuchern ausgeht.

Was sich beim Sieg in Köln abgespielt hat, werden Henning und seine Männer so schnell nicht vergessen: „Die Stimmung, die die Fans gemacht haben, war einfach bombastisch. Wie eine grüne Wand haben sie das Team gepusht und sie werden im eigenen Stadion noch zulegen. Da wird richtig die Post abgehen. Wir alle freuen uns tierisch darauf.“ Natürlich, auf Mülheim und die Mülheimer wartet ein besonderes Spiel, ein Highlight, das dem HTCU die Finalteilnahme und das EHL-Ticket bescheren soll.

FAN-INFOS

Beim erwarteten Ansturm sollten die Zuschauer zeitig in Richtung Waldstadion aufbrechen. Die beiden Kassen öffnen um 15 Uhr, Erwachsene zahlen 7 Euro Eintritt, Rentner und Studenten 4 Euro und Schüler ab zwölf Jahre 3 Euro. Wer jünger ist, sieht Spitzensport zum Nulltarif.

Quelle: derwesten.de - Gerd Böttner

Hexenkessel Waldstadion

Showdown am Uhlenhorst - und alle kommen zum Halbfinale-Finale!

Ich hoffe, ihr habt euch in den vergangenen Tagen und über Pfingsten alle gut erholt!

Das solltet ihr jedenfalls, denn wie für unsere Jungs steigt auch für euch am kommenden Wochenende das absolute Highlight des Jahres am Uhlenhorst.

Am 18.06. schlagen um 16 Uhr die Kölner Rot-Weißen bei uns im Waldstadion auf. Sie haben extrem viel Wut im Bauch und werden beim Spiel „explodieren“, fühlten sie sich doch im Hinspiel in Köln von den Schiris verschaukelt.

Unsere Jungs wollen und werden am Wochenende beweisen, dass der Sieg in Köln eben keine „Eintagsfliege“ war.. Sie werden am Samstag und ggf. am Sonntag allen zeigen, dass sie spielstark genug sind und bis auf die Uhlen-Fans keinerlei Hilfen benötigen, um ins Finale einzuziehen.

Die Jungs brennen total und wollen endlich ins Endspiel. Wie auch in Köln brauchen wir aber wieder euch als zwölften Mann. Ohne euch wird’s nicht klappen!

Wir gehen davon aus, dass ihr vollzählig, konditionell in Topform und materiell in Vollausstattung (Trommeln, Tröten, Megaphone, Airsticks, „grünes“ Outfit etc.) im Waldstadion erscheint und ein Feuerwerk abbrennt!! Genauso, wie die Jungs dies auf dem Platz machen werden. Und gebt besonders viel Gas, wenn die Mannschaft mal zurück liegen sollte: Das habt ihr in Köln schon grandios gut gemacht!!!

 

Liebe Uhlen-Fans: In Köln wart ihr schon Extraklasse! Am Wochenende müsst ihr nochmals „eine Schüppe drauf legen“!! Und wenn ihr nach dem Abpfiff (ggf. erst am Sonntag) alle total heiser seid, habt ihr alles richtig gemacht!

 

Auf geht’s und trainiert eure Stimmbänder bis Samstag noch mal schön!

Aber Vorsicht beim Üben zu Hause: Vorher wieder den Nachbarn Bescheid sagen! Ihr wisst ja: Sonst steht vielleicht die Polizei vor eurer Tür (und übt zum Entsetzen der Nachbarn sogar noch mit euch ;-)).

 

Herzlichst

Euer Ralf Fleckhaus

(Betreuer 1.Herren HTCU)

Uhlen drehen verrücktes DM-Halbfinale

Furiose Aufholjagd beim 4:3 bei Meister Rot-Weiss Köln

Der HTC Uhlenhorst ist in der best-of-three-Serie des DM-Halbfinals in Führung gegangen. Bei Rot-Weiss Köln gewann das Team von Trainer André Henning vor 800 Zuschauern, davon rund 400 aus Mülheim, mit 4:3 (0:2). Am 18. Juni steigt Spiel zwei im Mülheimer Waldstadion.

Vier Minuten und 50 Sekunden waren noch zu spielen. Auszeit. Gerade hatte Rot-Weiss Köln in einem ohnehin schon verrückten Spiel das 3:2 geschossen. Doch in Mülheims Teamkreis war keine Enttäuschung oder Wut zu spüren, nur Ruhe. Tausendmal hatte das Team das durchgespielt und durchgesprochen. „Zwei Chancen, eine Ecke kriegen wir noch.“ Der Schlachtplan für die Schlussphase war zurechtgelegt, um es noch in die Verlängerung zu schaffen. Wer aber daran glaubte, dass der HTCU diese Partie 290 Sekunden später vollends gedreht haben sollte, wäre jetzt noch als verrückt verkauft worden. Es folgten die irren fünf Minuten des HTC Uhlenhorst: Ein Linksangriff, eingeleitet von Felix Meyer, blockte Jan Fleckhaus am langen Pfosten volley ins Netz – 3:3 (68.). Köln holte sich Gelb für Meckern ab, die Uhlen pressten weiter wie wild und wollten den Sieg in der regulären Spielzeit. Tatsächlich holte Fleckhaus noch eine Schlussecke heraus. Alle an den Kreis. Alle, auch Jan Gehlen. Der harte Schuss von Tobias Matania wurde noch gehalten, dann flog Abwehrchef Jan Gehlen in den Ball und schoss die Kugel volley unter die Latte – 4:3. Ende. Die Uhlen begruben Gehlen unter sich, Fans stürmten auf den Platz. 13 Jahre spielt Gehlen in der 1. Bundesliga – es war sein allererstes Tor.

Bereits nach zwölf Minuten hatte es noch danach ausgesehen, als würde die Partie ein ganz anderes Ende nehmen. Da führten die Kölner mit 2:0. Nationalspieler Jan-Marco Montag hatte zwei Kurze Ecken herausgeholt und selbst verwandelt. Eine frühe Auszeit musste her. Das Uhlenhorster Spiel wurde nicht viel besser, aber etwas stabiler. So arbeiteten sich die Gäste vier Ecken bis zur Pause heraus. Eine wurde gehalten, zwei verstoppt, eine abgelaufen. Trotz mehr Ecken und mehr Chancen, ging es mit einem 0:2 in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel starteten die Uhlen in Überzahl. Christopher Rühr wurde bei einem fantastischen Solo von Tibor Weißenborn per „Notbremse“ vor dem Kreis von den Beinen geholt (34.). Zehn Minuten Überzahl waren die Folge. In dieser Zeit übernahmen die Mülheimer das Kommando, drei dicke Riesen-Chancen und eine Ecke wollten aber weiterhin nicht den Weg ins Tor finden. Drei, vier Tore hätten längst fallen können, doch es schien wie verhext an diesem Tag. Die Uhlen glaubten weiter an sich.

Endlich, nach einer Dreiviertelstunde, schoss Rabente per Ecken-Rebound den Anschlusstreffer. Der Bann war nun gebrochen. Es spielten nur noch die Uhlen - Köln schoss in der zweiten Hälfte nur ein einziges Mal aufs Mülheimer Tor (es war das Tor zum 3:2). Zum 2:2 schlenzte zunächst Thilo Stralkowski, der eine herausragende Partie im Sturm ablieferte, eine Ecke rein. Dann folgte der Kölner Konter zur erneuten Gastgeber-Führung, die Auszeit und die verrückte Schlussphase.

André Henning, Trainer HTC Uhlenhorst: „Meine Jungs haben viel Wille und Charakter gezeigt. Solch ein Spiel auswärts beim Deutschen Meister und Top-Favoriten zu drehen ist sehr beeindruckend. Bei unserem Übergewicht an Ecken und Chancen war das sicher auch verdient, auch wenn wir natürlich eine Viertelstunde in Überzahl gespielt haben. Den Start in die Partie haben wir leider überhaupt nicht angenommen. Vor allem unsere Defensivleistung war schlecht. In der zweiten Halbzeit haben wir dann wie Männer verteidigt und wie man das machen muss, wenn man in ein Finale um die Deutsche Meisterschaft will: Mit viel Investment, technisch sehr gut, es wurde immer wieder ausgeholfen und abgelöst. Hier hat sich die Arbeit der letzten Wochen bezahlt gemacht. Offensiv war das in der ersten Halbzeit zunächst zu kopflos und eindimensional. Wir sind allerdings hervorragend aus der Pause gekommen. Die Jungs haben sich vieles von unserer Ansprache zu Herzen genommen. Wir wussten, dass es im Hockey passieren kann, dass du frühe Ecken kassierst. Wir wussten auch, dass mal ein schlechter Tag bei unseren eigenen Ecken kommen kann. Der Plan, dass wir unsere Strategie bis zum Ende durchspielen, egal was passiert, ging auf.

Wir freuen uns alle auf ein volles Mülheimer Waldstadion im Rückspiel. Die Unterstützung in Köln war schon grandios.“

HTCU: Brinkmann; Gehlen, Keusgen, Rieger, Fürk, F. Meyer, Polk, Otto, Matania, Rabente, P. Meyer, Stralkowski, Schmitz, Fleckhaus, Rühr, Becker.

Tore: 0:1 J.M. Montag (8./KE), 0:2 J.M. Montag (12./KE), 1:2 Rabente (46./KE), 2:2 Stralkowski (57./KE), 3:2 Bauwens-Adenauer (64.), 3:3 Fleckhaus (67.), 3:4 Gehlen (70./KE).

Vielen Dank an die phantastischen Fans

Jubel ohne Grenzen: Fans und Spieler feiern das 4:3 (Foto: C. Windfeder). Jubel ohne Grenzen: Fans und Spieler feiern das 4:3 (Foto: C. Windfeder).

Im Namen von allen Spielern, den Trainern, dem Teammanager und dem übrigen Staff möchten wir uns für eure grandiose Unterstützung heute in Köln ganz herzlich bedanken!! Ihr habt das Team jederzeit lautstark unterstützt und es am Schluß noch zu einem nicht mehr für möglich gehaltenen Sieg gepusht. Wir haben heute alle gesehen, welch positiven Einfluß der „12.Mann“ auf eine Mannschaft haben kann, vor allem dann, wenn die Fans auch bei scheinbar aussichtslosen Rückständen weiterhin hinter der Mannschaft stehen, sie lautstark anfeuern und so die Spieler zur „zweiten Luft“ verhelfen.

DAS HABT IHR HEUTE IN BEISPIELHAFTER WEISE DEMONSTRIERT, wofür wir euch allen sehr dankbar sind!

 

Wir haben allerdings trotz des Last-Minute-Sieges noch nichts erreicht!

 

Wir hoffen natürlich auf genauso aktive und super anfeuernde Fans im Rückspiel auf heimischer Anlage. Die Kölner werden mit unfassbar viel Wut im Bauch zu uns kommen und versuchen, mit allen Mitteln doch noch ins Finale zu kommen.

Wir haben aber etwas dagegen und werden MIT EURER LAUTSTARKEN UNTERSTÜTZUNG alles tun, den Sack am 18./19.06.11 in unserem Wohnzimmer zu zu machen

 

Noch einmal Hut ab vor eurer phantastischen Unterstützung heute!!!!!

 

Ralf Fleckhaus

(Betreuer 1.Herren HTCU)

Uhlen ziehen erneut ins DM-Halbfinale ein

5:2 gegen BW Berlin - Protest nach Siebenmeterschießen in Köln

Überragender Akteur mit drei Treffern: Thilo Stralkowski (Foto: D. Matania). Überragender Akteur mit drei Treffern: Thilo Stralkowski (Foto: D. Matania).

Zum zweiten Mal in Folge ist der HTC Uhlenhorst ins Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft eingezogen. Blau-Weiß Berlin wurde auch im Rückspiel mit 5:2 (3:2) besiegt. Im Semifinale wartet nun der Sieger aus dem Duell zwischen Rot-Weiss Köln und dem Berliner HC, das möglicherweise noch am grünen Tisch entschieden wird.

Es war kein Sahnematch, das die 600 Zuschauer im Waldstadion zu sehen bekamen. Einen viel zu laxen Start und ein Dutzend vergebener Chancen standen am Ende zu Buche, wodurch die Partie viel zu lange offen und spannend war.

Wer nach dem 5:2-Hinspielsieg in der Hauptstadt glaubte, das Rückspiel im Ruhrgebiet würde ein Selbstgänger, sah sich früh getäuscht. Mit zwei Kurzen Ecken durch Richard Petherick lagen die Berliner nach einer gut Viertelstunde mit 2:0 nach vorne. Die Uhlen brauchten aber lange, bis sie den Faden wiederfanden. Es musste ein Konter und eine schöne Einzelaktion von Christopher Rühr herhalten, der den Keeper umkurvte und per argentinischer Rückhand das 1:2 erzielte. Thilo Stralkowski markierte per Ecke den Ausgleich und setzte mit einer fantastischen Einzelleistung zum 3:2 noch vor der Pause einen drauf.

Nach dem Seitenwechsel waren die Mülheimer drückend überlegen, mussten aber eine gefühlte Ewigkeit auf den vierten Treffer warten: Ein Stecher von Stralkowski strich über die Latte, Benjamin Becker verpasste nach Rühr-Kurve am langen Pfosten, ein Chip von Rühr wurde parierte, der Rebound von Jan Nitschke ging übers Tor. Drei Kurze Ecken fanden obendrein nicht den Weg ins Tor. Es hätten bis Mitte der Halbzeit bereits längst sechs, sieben Treffer fallen können.  Die Berliner fanden offensiv kaum noch statt. Doch schließlich war es Tobias Matania, der mit einer Kurzen Ecke spät die Entscheidung herbeiführte. Thilo Stralkowski sorgte mit seinem dritten, erneut schönen Tor den Schlusspunkt – 5:2.

Zwar gewann auch Rot-Weiss Köln sein zweites Play-Off-Spiel gegen Berlin. Allerdings begangen die Schiedsrichter beim Siebenmeterschießen möglicherweise einen Regelverstoß, so dass diese Partie wiederholt werden müsste. Dadurch würde sich die Terminierung verschieben. Unter Umständen findet die Nachholpartie zwischen Köln und Berlin erst am kommenden Wochenende statt, dann hätte der HTCU spielfrei. Ob die Berliner Einspruch einlegen und ob dieser zu einem Wiederholungsspiel führt, ist allerdings noch offen.

André Henning, Trainer HTC Uhlenhorst: „ Wir haben am Anfang abgecheckt mit wie wenig Aufwand wir das Match wohl gewinnen können und mussten anerkennen, dass es mit zehn Prozent Einsatz und Spannung nicht funktionieren wird. Danach haben wir zwar ohne viel Struktur gespielt, aber mit einer großen Portion Wille die Wende herbeigeführt. Mit dem 3:2 zur Pause war für mich klar, dass wir hier heute nicht mehr verlieren würden. Wir waren auch danach klar besser, obwohl wir im gesamten Spiel inklusive der Ecken ein Dutzend hochkarätiger Chancen ausgelassen haben. Da fehlten an diesem Tag einfach das Glück und die Konzentration. Spielerisch haben wir insbesondere offensiv längst nicht unser Maximum erreicht, schießen dennoch stets viele Tore und haben viele Chancen. Wenn wir jetzt an den richtigen Stellschrauben drehen, haben wir eine realistische Chance ins Finale um die DM einzuziehen. Die Entwicklung auf dem Weg ins Endspiel stimmt jedenfalls.“

HTCU: Brinkmann, Gehlen, Keusgen, Fürk, Rieger, Polk, Brock, Rabente, Matania, P. Meyer, Otto, Stralkowski, Rühr, Becker, Nitschke, F. Meyer.

Tore: 0:1 Petherick (5./KE), 0:2 Petherick (16./KE), 1:2 Rühr (21.), 2:2 Stralkowski (23./KE), 3:2 Stralkowski (32.), 4:2 Matania (61./KE), 5:2 Stralkowski (62.).

Das Halbfinale vor Augen

Der Augenblick des Triumphes 2010: Der HTCU besiegt Krefeld und zieht erstmals seit 13 Jahren ins DM-Halbfinale ein. Heute soll die Wiederholung folgen (Foto: C. Windfeder). Der Augenblick des Triumphes 2010: Der HTCU besiegt Krefeld und zieht erstmals seit 13 Jahren ins DM-Halbfinale ein. Heute soll die Wiederholung folgen (Foto: C. Windfeder).

Festtagsstimmung im Waldstadion: Der HTC Uhlenhorst hat am Samstagnachmittag ab 15 Uhr die Möglichkeit, sich für das Halbfinale um die deutsche Meisterschaft zu qualifizieren – Matchball für die Mülheimer.

Im ersten Play-Off-Viertelfinalduell feierten die Uhlen einen 5:2-Auswärtserfolg über Blau-Weiß Berlin. Das Team aus der Bundeshauptstadt ist an diesem Wochenende in Mülheim zu Gast. Die Uhlenhorster hoffen und gehen davon aus, dass sich beide Teams nur einmal im Waldstadion gegenüberstehen werden. Falls der Neuling aber eine Überraschung schaffen sollte und das Match am Samstag für sich entscheidet, käme es am Sonntag um 12 Uhr zu einem dritten und entscheidenden Play-Off-Spiel.

Die Gäste haben sich noch längst nicht aufgegeben und sind fest davon überzeugt, den Uhlen Paroli bieten zu können und vielleicht ein drittes Spiel zu erzwingen. „Die Heimniederlage haben wir sehr gut verkraftet und wir glauben an unsere Chance gegen Mülheim. Das Ergebnis vom letzten Spiel sieht höher aus, als es dem eigentlichen Spielverlauf entspricht“, ließ Blau-Weiß-Trainer Safi Khalil über den Internetauftritt der Deutschen Hockeyliga verlauten.

HTCU-Trainer André Henning bleibt angesichts der selbstbewussten Worte seines Kollegens betont gelassen. „Die Berliner verspüren als Neuling keinen Druck und wollen sich dadurch stark reden. Das ist ja auch völlig berechtigt. Es wäre schlecht, wenn der Trainer vor der Reise nach Mülheim sagen würde, dass man sich nur gut aus der Affäre ziehen wolle“, so Henning, der fortfährt: „Khalil hat ja zudem gesagt, dass bei einer entsprechenden Chancenverwertung bei den Ecken ein anderes Ergebnis im ersten Spiel in Berlin möglich gewesen wäre. Auch da stimme ich mit ihm überein. Beim Stand von 3:1 haben die Berliner drei Strafecken gehabt. Nutzen sie diese Möglichkeiten konsequenter aus, hätte es sogar eine Wende geben können. Im Hockey auf diesem Niveau spielen die Ecken eine ganz wichtige Rolle. Wir müssen am Samstag versuchen, möglichst wenige Ecken zuzulassen, denn mit dem Neuseeländer Richard Petherick haben die Blau-Weißen einen echten Eckenspezialisten.“

Insgesamt rechnet André Henning fest damit, dass seine Mannschaft schon im zweiten Play-Off-Viertelfinalspiel am Samstag alles klar machen und der Sonntag zum Ruhetag wird. „Wir haben die größere Qualität im Kader und es kann nur unser Anspruch sein, schon im zweiten Spiel die Entscheidung herbeizuführen“, so der Coach.

Der Trainer muss auf zwei verletzte Spieler verzichten. Jan Fleckhaus (Bauchmuskelzerrung) und Johannes Schmitz (Oberschenkelzerrung) können nicht mitwirken. Auf einer Position wird rotiert. Daniel Kamphaus muss auf der Tribüne Platz nehmen. Für ihn kehrt Till Brock in den Kader zurück. Der 16-jährige Nachwuchsspieler hat sich in dieser Woche durch gute Leistungen im Training angeboten und wird sein Bundesliga-Heimdebüt geben. Und auch er möchte dazu beitragen, dass die Uhlenhorster am Samstagabend den Einzug ins Halbfinale feiern können.

derwesten.de - Autor: Marcus Lemke

Mission erfüllt

Auf dem geplanten Weg zur DM-Endrunde Ende Juni in Mannheim hat Feldhockey-Bundesligist HTC Uhlenhorst den ersten raumgreifenden Etappensieg gefeiert. Im ersten Play-Off-Viertelfinalspiel setzten sich die Mülheimer bei Aufsteiger Blau-Weiß Berlin schlussendlich unbedrängt mit 5:2 (2:1) durch.

Im zweiten Spiel am kommenden Samstag (15 Uhr) im heimischen Waldstadion können die „Uhlen“ bereits die Berliner Aufgabenstellung abhaken und sich aller Voraussicht nach auf den ultimativen Klassiker ausrichten. Nach dem 3:1-Erfolg beim Berliner HC segelt Meister Rot-Weiss Köln gleichsam stramm auf Halbfinalkurs. „Doch daran verschwenden wir keinen Gedanken, alle Konzentration gilt der Partie gegen Blau-Weiß“, pocht HTCU-Trainer André Henning entschieden auf die korrekte Schrittfolge.

Die Gäste aus dem Westen brauchten geraume Zeit, um sich von der Berliner Luft beflügeln zu lassen. „Der Start war von uns schon sehr holprig“, schaute Henning später auf ein anfänglich zähes Ringen zurück. Der HTCU tat sich schwer, weil der Aufsteiger aus der Metropole gut stand und griffig verteidigte. Nach 18 Minuten war der Spuk gottlob vorbei, weil die Kugel endlich den gewünschten Kurs nahm. Nationalstürmer Thilo Stralkowski leitete den Rechtsangriff ein, der junge Jan Nitschke (für den verletzten Johannes Schmitz im Kader) setzte sich im Kreis durch und bediente Benjamin Becker, der völlig schmerzlos vollstreckte. „Das war schon eine Erlösung, denn bis dahin hatten wir überhaupt nicht vernünftig kombiniert,“ so Henning.

Die Mülheimer waren nun aber präsent und legten in Person des Eckenspezialisten Tobias Matania konsequent nach. Dass die Berliner durch ihren Torjäger Richard Petherick unverhofft aus dem Gewühl heraus verkürzten, sorgte auch nicht ansatzweise für Irritationen. „Die Jungs haben ganz cool darauf reagiert“, meinte Henning.

In Halbzeit zwei waren die Rollen weitgehend klar verteilt. Die Uhlenhorster brachten ihre Cleverness und Zweikampfstärke ein und spielten zudem erfolgreich etliche Risikopässe, Blau-Weiß brachte derweil den Ball nur selten über das Mittelfeld hinaus. Mitte des zweiten Abschnitts sorgte Nationalspieler Thilo Stralkowski für klare Verhältnisse. Das 3:1 resultierte aus einer kurzen Ecke, das 4:1 aus einem wunderhübschen Alleingang. Dass sich zwischendurch Torhüter Björn Brinkmann bei gleich drei Ecken reaktionsschnell beweisen musste, resultierte wiederum aus einer kurzen Schwächeperiode des HTCU. „Da hätte die Partie deutlich enger werden können“, zog Henning den Hut vor dem Können seines Keepers.

Die „Uhlen“ sind also beim ersten Schritt ihrer Favoritenrolle gerecht geworden und haben ihre Mission erfüllt. „Die Mannschaft hat das sehr gut gelöst und konzentriert und erstaunlich erwachsen gespielt. Das war schon sehr stabil. Wie schon im Ligaspiel hatte ich nie Sorgen, dass etwas schiefgehen könnte. Wie geplant werden wir von Woche zu Woche besser, sind aber noch nicht ganz oben angekommen.“ Wie auch immer, Gedanken an das Halbfinale und das mögliche Wiedersehen mit dem Erzrivalen Köln finden aktuell keinen Platz in den Köpfen der „Uhlen“. „Damit beschäftigen wir uns nicht, schließlich ist Blau-Weiß Berlin kein ungefährlicher Gegner“, mahnt André Henning zur Vorsicht.

derwesten.de - Autor: Gerd Böttner

5:2 in Berlin! Aufwärtstrend setzt sich fort

Björn Brinkmann war bei Kurzen Ecken unüberwindbar. Björn Brinkmann war bei Kurzen Ecken unüberwindbar.

Dem HTC Uhlenhorst ist ein guter Start in die Play-Offs gelungen. Beim TC Blau-Weiss Berlin gewannen die Mülheimer das erste Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft mit 5:2 (2:1). Am Samstag (15 Uhr) kann mit einem Sieg im Waldstadion der Einzug ins Halbfinale bereits klar gemacht werden.

Sollten die Berliner das Duell am Sonnabend für sich entscheiden, steigt bereits am Sonntag (12 Uhr) das Entscheidungsspiel im Waldstadion.

Der Start ins Duell in der Hauptstadt war jedoch sehr schwerfällig. Die Berliner standen gut, genau wie der HTCU, so dass sich nur wenige Kreissituationen ergaben. Die Gäste hatten mehr vom Spiel, Blau-Weiss war aber stets durch Konter gefährlich. Es dauerte 18 Minuten bis die Uhlen endlich in Führung gingen. Thilo Stralkowski leitete einen schönen Rechtsangriff ein. Jan Nitschke setzte sich im Kreis durch und bediente Benjamin Becker mustergültig, der eiskalt einnetzte. Danach blieben zunächst zwei Ecken liegen, weil der Ball auf dem unebenen Boden beim Stoppen versprang. Versuch Nummer drei sendete Tobias Matania zum 2:0 ein. Vom zwischenzeitlichen Anschlusstreffer durch Richard Petherick ließen sich die Uhlen kaum beeindrucken.

Nach dem Seitenwechsel waren die Gäste sogar noch zielstrebiger. Eine Kurze Ecke von Thilo Stralkowski zappelte zum 3:1 im Netz. Mit einem herrlichen Alleingang und Tunnel des Keepers setzte Stralkowski mit dem 4:1 den Deckel auf die Partie. Zwischenzeitlich durfte sich Keeper Björn Brinkmann mit drei gehaltenen Ecken auszeichnen. Einen Schuss fischte Brinkmann sogar sehenswert aus dem Winkel und verhinderte so den Anschlusstreffer. Den Uhlenhorster Schlusspunkt setzte Jan Philipp Rabente mit seinem Rückhandtreffer zum 5:1 nach schöner Vorarbeit von Christopher Rühr.

HTCU-Trainer André Henning: „Wir haben das insgesamt recht souverän und erwachsen gelöst. Unser Matchplan ist aufgegangen. Allerdings haben die Highlights in unserer Abwehrarbeit immer noch eine gewisse Exklusivität. Wir haben in der Defensive weiterhin Arbeit vor uns liegen. Aber wie ich in den vergangenen Wochen immer wieder betone, geht der Pfeil weiterhin nach oben und wir liegen mit unserer geplanten Entwicklung absolut im Plan. Das zeigt die ordentliche Leistung in Berlin.“

HTCU: Brinkmann; Gehlen, Keusgen, Fürk, Rieger, Polk, Kamphaus, Rabente, Matania, P. Meyer, Otto, Stralkowski, Rühr, Becker, F. Meyer, Nitschke.

Tore: 0:1 Becker (18.), 0:2 Matania (21./KE), 1:2 Petherick (28.), 1:3 Stralkowski (40./KE), 1:4 Stralkowski (45.), 1:5 Rabente (61.), 2:5 Häner (65.).

Als Zweiter ins DM-Viertelfinale

7:1 beim Düsseldorfer HC - Play-Offs in Berlin

Mit einem 7:1 (5:0)-Sieg überrannte der HTC Uhlenhorst am letzten Hauptrundenspieltag das Bundesliga-Schlusslicht Düsseldorfer HC. Damit rückten die Uhlen auf Rang zwei vor und treffen in den Play-Offs auf Blau-Weiß Berlin.

Das erste Viertelfinal-Duell um die Deutsche Meisterschaft wird am 14./15. Mai in der Hauptstadt ausgetragen. Am 21. Mai steigt das Rückspiel im Waldstadion, wo auch ein mögliches Entscheidungsspiel (am 22. Mai) über die Bühne gehen würde.

Vor allem im ersten Durchgang lieferte der HTCU eine gute Antwort auf die schwache Leistung im letzten Spiel gegen den Berliner HC ab. Konzentriert und druckvoll gingen die Uhlen vor rund 200 Zuschauern zu Werke. Benedikt Fürk staubte per argentinischer Rückhand zur Führung ab (6. Minute). Doch danach war zunächst einmal Leerlauf angesagt, bis Johannes Schmitz mit einem trockenen Schuss das 2:0 markierte (24.). Mit dem Düsseldorfer Anstoß gab es Mülheimer Pressing. Thilo Stralkowski eroberte den Ball, scheiterte aber mit seinem Chip zunächst am Keeper, Johannes Schmitz konnte den Rebound zum 3:0 einsenden. Einen sehenswerten Treffer setzte Philip Meyer drauf, der einen Rückhandvolleyschuss in die Maschen knallte. Vor der Pause konnte Youngster Jan Nitschke nach gewonnenem Laufduell den zweiten Treffer seiner Bundesliga-Karriere verbuchen.

Nach dem Seitenwechsel ließen die Uhlen etwas nach. Jan Simon verwandelte eine Ecke zum DHC-Ehrentreffer. Doch auch der zweite Durchgang sollte seinen Höhepunkt haben: Mit einem fulminanten Solo und tollem Abschluss erzielte Thilo Stralkowski das 6:1. Ole Keusgen legte am Ende noch einen drauf.

André Henning, Trainer HTC Uhlenhorst: „Die erste Halbzeit hat uns deutlich besser gefallen als der magere Auftritt vor zwei Wochen gegen Berlin. Das war der Schritt in die richtige Richtung, auch wenn noch viel Platz bei uns ist. Bis zu den Play-Offs rufen wir das aber ganz sicher alles noch ab. Wir sind genau im Plan. Besonders hat mich der Auftritt von Thilo Stralkowski gefreut, der nach seiner hartnäckigen Fußverletzung heute wieder eine Menge Spielfreude versprühte. Dass alle Tore aus dem Spiel heraus entstanden, ist grundsätzlich positiv zu bewerten, genau wie die deutlich verbesserte Abwehrarbeit. Jetzt werden wir zwei Wochen intensiv und konzentriert arbeiten, um uns weiterzuentwickeln und auf Berlin vorzubereiten, damit wir ins DM-Halbfinale einziehen.“

HTCU: Brinkmann; Gehlen, Keusgen, Fürk, F. Meyer, Rieger, Kamphaus, Otto, Rabente, Matania, P. Meyer, Stralkowski, Schmitz, Rühr, Nitschke, Becker.

Tore: 0:1 Fürk (6.), 0:2 Schmitz (24.), 0:3 Schmitz (24.), 0:4 P.Meyer (27.), 0:5 Nitschke (31.), 1:5 Simon (KE), 1:6 Stralkowski (49.), 1:7 Keusgen (63.).

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Heimserie gerissen

HTCU unterliegt dem Berliner HC 3:4

Nach 19 Monaten ist die Heimserie gerissen. Ausgerechnet der Berliner HC war das erste Team, das dem HTC Uhlenhorst wieder eine Heimniederlage nach regulärer Spielzeit beibrachte. Im September 2009 waren es auch die Hauptstädter, denen zuletzt ein Auswärtsdreier im Waldstadion gelungen war.

Dabei präsentierten sich die Uhlen in mäßiger Verfassung. Viele Fehler und Unkonzentriertheiten prägten das Bild. So mussten auch zwei Standards für die 2:1-Führung zur Pause sorgen. Tobias Matania verwandelte zwei Ecken. Nach Gelb an Rabente drehte der BHC das Spiel mit einem Doppelschlag nach der Pause. Johannes Schmitz gelang zwar der 3:3-Ausgleich, doch der BHC markierte per Ecke noch das 3:4. Die Uhlen hatten mehrere Großchancen (Matania, Fleckhaus, Rabente) sowie drei weitere Ecken, doch der Ausgleich, der trotz des wenig sehenswerten Auftritts verdient gewesen wäre, wollte nicht fallen.

HTCU-Trainer André Henning: „Das war ganz sicher unsere schwächste Heimleistung in dieser Saison. Allerdings muss ich das Team auch ein wenig in Schutz nehmen. Wir sind derzeit von der Trainingsbelastung her in einem Leistungsloch. Das ist gesteuert und ganz normal. Der Saisonhöhepunkt kommt für uns einfach später in dieser Saison und da wird sich die Mannschaft  anders verkaufen, da bin ich mir sicher. Dennoch hätte ich mir deutlich mehr Engagement und Gegenwehr gewünscht. Auch wenn die körperlichen und mentalen Akkus nicht randvoll sind, müssen wir mehr investieren, um uns den Sieg zu erkämpfen - besonders zu Hause. Chancen waren genug da. Unverdient ist die Niederlage trotzdem nicht. Denn sie ist ob unseres Investments sehr ehrlich.“
Nach dem freien Osterwochenende steht das letzte Hauptrundenspiel beim Düsseldorfer HC an. Die Uhlen stehen auf Rang drei und können sich mit einem Sieg das Heimrecht im Entscheidungsspiel des Viertelfinals sichern.

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Spiel, Satz und Sieg in Berlin

6:4 in der Hauptstadt - Uhlen erobern Tabellenspitze

Jan Philipp Rabente erzielte zwei wichtige Treffer in Berlin. Am Abend wurde er zu Mülheims Sportler des Jahres gewählt. Jan Philipp Rabente erzielte zwei wichtige Treffer in Berlin. Am Abend wurde er zu Mülheims Sportler des Jahres gewählt.

Berlin soll ja immer eine Reise wert sein. Eine Aussage, die die Bundesliga-Spieler des HTC Uhlenhorst jahrelang nicht unterschreiben konnten. Noch nie gewannen sie ein Feld-Bundesliga-Match in der Hauptstadt. Nun hat sich die lange Fahrt erstmals gelohnt: Die jungen Uhlen bezwangen Neuling TC Blau-Weiß Berlin mit 6:4. Dadurch ist der HTCU zwei Spieltage vor Ende der Hauptrunde wieder Tabellenführer der 1. Bundesliga.

Nein, beim chiquen Tennis-Club in Grunewald wurden die Hockey-Schläger nicht gegen Tennis-Rackets eingetauscht, auch wenn es das Ergebnis vermuten lassen könnte. Vielmehr waren die Offensiv-Reihen bestens aufgelegt, wenn auch die Defensive bei beiden Teams kein Hauptaugenmerk geschenkt bekam. Insbesondere die Menge an Kurzen Ecken (fünf), die der HTCU zuließ, war wie schon in der Vorwoche gegen Rot-Weiss Köln zu viel. „Wir haben vor dem Kreis ungeheuer schlecht verteidigt, so dass die Berliner leicht in unseren Kreis gekommen sind, wo sie viele dankbare Füße oder Stockfehler gefunden haben. Dadurch haben wir es dem Gegner sehr einfach gemacht“, so Trainer André Henning, der sich zumindest auf eine starke Offensive und eine herausragende Startphase verlassen konnte.

Eine gute Viertelstunde war vorbei, da führten die Uhlen bereits 3:0. Nichts zu merken von der strapaziösen Anreise, die um 7.30 Uhr in Mülheim begonnen hatte. Hochmotiviert, aus aggressiver Manndeckung heraus agierend, netzte Tobias Matania zum frühen 1:0 ein. Thilo Stralkowski, immer noch angeschlagen, aber dennoch im Sturm dabei, legte nach schöner Vorarbeit von Matania mit einem satten Schuss zum 2:0 nach, bevor erneut Matania, diesmal per Ecke das 3:0 markierte. Doch danach war im Gefühl des sicheren Sieges der Spannungsverlust spürbar, die Verteidigungsarbeit wurde kaum noch mit derselben Aggressivität durchgeführt. Jetzt waren die Gastgeber erstmals im Spiel und profitierten von einer umstrittenen Gelben Karte gegen Thilo Stralkowski. In Überzahl gelang zunächst das 1:3 per Stecher nach freier Flanke und sogar das 2:3 vor der Pause durch den neuseeländischen Ecken-Spezialisten Richard Petherick.

In der Pause riefen die Uhlen, die vor dem Seitenwechsel ganz schön wackelten, ihre Erfolgsfaktoren ab und bestimmten das Match im zweiten Durchgang wieder souverän. Jan Philipp Rabente machte nach Vorarbeit von Jannik Otto mit dem 4:2 eine wichtige Ansage, dass die Mülheimer wieder hellwach sind. Immer wieder hatten die Uhlen eine Antwort auf Berlins Treffer parat, auch wenn es nach Karten gegen Jan Gehlen und Philip Meyer lange Unterzahlsituationen zu überstehen galt: Pethericks Ecke zum 3:4-Anschluss setzte Rabente nach tollem Zusammenspiel mit Jan Nitschke das 5:3 entgegen. Und auch als den Berlinern, erneut per Ecke, der erneute Anschlusstreffer gelang, kam kaum Spannung auf, weil Christopher Rühr mit einem Klasse-Solo über den halben Platz eine wichtige Ecke herausholte, die Tobias Matania eiskalt verwandelte – 6:4. Spiel, Satz und Sieg.

„An der kompletten Abwehrarbeit müssen wir noch arbeiten, das betrifft das individuelle Abwehrverhalten im Zweikampf, aber auch die kollektive Abwehr. Wir haben nach langer Zeit mal wieder viel mit der Manndeckung gearbeitet und gesehen, dass der Test auch notwendig war. Das Zusammenspiel nach vorne hat etwas besser funktioniert als noch gegen Köln, aber ein richtig gutes Spiel sieht anders aus. Das ist jedoch nicht schlimm. Wir sind noch in der Vorbereitungs- und Entwicklungsphase der Saison, haben dabei jedoch einen gewissen Ergebnisdruck, dem wir derzeit gut standhalten. So ein Spiel hätten wir vor zwei Jahren ganz sicher verloren, diesmal macht sich unsere Cleverness entscheidend bemerkbar. Besonders gefreut hat mich das wirklich gute und stabile Bundesliga-Debüt von Till Brock, der einmal sogar in einem ganz wichtigen Moment des Spiels als letzter Mann rettete.“

HTCU: Fabian Breisig, Jan Gehlen, Ole Keusgen, Benedikt Fürk, Felix Meyer, Niklas Rieger, Till Brock, Jan Philipp Rabente, Tobias Matania, Jannik Otto, Philip Meyer, Thilo Stralkowski, Christopher Rühr, Jan Fleckhaus, Johannes Schmitz, Jan Nitschke.

Tore: 0:1 Matania (3.), 0:2 Stralkowski (8.), 0:3 Matania (18./KE), 1:3 Brockmann (30.), 2:3 Petherick (32./KE), 2:4 Rabente (40.), 3:4 Petherick (52./KE), 3:5 Rabente (57.), 4:5 Petherick (63./KE), 4:6 Matania (64./KE).

Leusi sagt adé

Tim Leusmann verabschiedet sich von der Erstliga-Bühne

Wer hätte das am 3. Oktober 2010 schon erwartet? Es gab einen 3:2-Sieg gegen den UHC Hamburg mit einem herrlichen Stechertor von Tim Leusmann. Es war das letzte Bundesliga-Heimspiel für Leusi, Leuser oder Zé Leuserto wie seine Teamkameraden ihn riefen. Nun wurde er im Rahmen des Spitzenspiels gegen RW Köln verabschiedet.

Sage und schreibe 18 Jahre lang war Tim Leusmann ununterbrochen auf der Bundesliga-Bühne ausnahmslos für den HTCU aktiv. Nun entschloss er sich - schweren Herzens - seine Erstliga-Karriere zu beenden. Er erlebte Höhen und Tiefen. Gewann in jungen Jahren die Deutsche Meisterschaft und den Europacup, war dem Club aber auch treu als es zwischenzeitlich in die zweite Liga ging. Am Wiederaufstieg und der Rückkehr in die Spitzengruppe der deutschen Hockeyelite hatte Leusmann erheblichen Anteil. Lange Zeit war er Kapitän des Teams und unermüdlicher Antreiber im Mittelfeld, aggressive Leader, mit maximaler Gewinnermentalität, egal bei welchem Spiel sowie stets professionell: Er verpasste in den 18 Jahren im Herrenteam so gut wie keine Einheit.

Im Sommer wird es einen würdigen Abschied für Tim Leusmann geben. Dann soll mit alten und neuen Weggefährten eine besondere Karriere im Rahmen eines Abschiedsspiels im Waldstadion gefeiert werden.

Viele Täler beim Gipfeltreffen

Uhlen kommen gegen Rot-Weiss Köln nicht über 3:3 hinaus

Ole Keusgen wird für sein Rebound-Tor zur frühen Führung von Johannes Schmitz gefeiert (Bild: Detlef Matania). Ole Keusgen wird für sein Rebound-Tor zur frühen Führung von Johannes Schmitz gefeiert (Bild: Detlef Matania).

Zur Wiederaufnahme der Hockey-Bundesliga trennte sich der HTC Uhlenhorst im Spitzenspiel von Rot-Weiss Köln mit 3:3 (2:1). Dreimal lagen die Uhlen in Führung, mussten aber stets postwendend den Ausgleich schlucken. Durch das Remis rutschten die Uhlen auf Rang zwei, haben aber vor den verbleibenden drei Partien der Hauptrunde weiterhin eine gute Ausgangsposition.

Keine zwei Minuten waren vorbei, da freute sich die Majorität der fast 1.000 Zuschauer: Ole Keusgen war zur Stelle. Eine Kurze Ecke konnte Kölns Keeper Max Weinhold nur nach vorne abwehren, den Rebound nutzte Keusgen zur Führung. Christopher Zeller erzielte jedoch kurz darauf einen Siebenmeter zum Ausgleich. Seine Ecke war zuvor auf der Linie mit dem Körper abgewehrt worden. Auch Tor Nummer drei des Tages war eine Standardsituation: Tobias Matania überwand Weinhold per Ecke. Die 2:1-Führung des HTCU zur Pause war verdient.

Nach dem Seitenwechsel sorgte eine Unachtsamkeit beim gegnerischen Abschlag für einen schnellen Konter – 2:2. Doch auch die Uhlen hatten Antworten: Stralkowski netzte die nächste Ecke nur eine Minute später ein. Den Schlusspunkt konnten die Gäste für sich beanspruchen. Christopher Zeller, mit Abstand bester Kölner, markierte per Ecke den Ausgleich. Im siebten Versuch überwand er endlich Fabian Breisig, der zuvor zweimal großartig gegen Zeller pariert hatte, so dass nur eine von sieben Kölner Ecken ihr Weg ins Tor fand. Die Uhlen waren mit einer Quote von drei aus fünf deutlich erfolgreicher.

„Man hat uns deutlich angemerkt, dass es das erste Feld-Bundesliga-Spiel nach einem halben Jahr war und vor allem, dass wir bislang kaum zusammen trainiert und gespielt haben. Für den ziemlich dürftigen Auftritt ist das Ergebnis okay. Aber wir haben defensiv-taktisch eine unserer schlechtesten Saisonleistungen abgeliefert, was zu vielen Freiheiten fürs Kölner Mittelfeld führte. Insbesondere in der zweiten Halbzeit haben wir uns zu weit zurückdrängen lassen, was zu sieben Ecken gegen uns führte, die alleine dazu reichen können, ein Spiel gegen Köln zu verlieren. Fabian Breisig hat im Tor ein gutes Debüt in der Feld-Bundesliga abgeliefert. Bene Fürk konnte in der zweiten Halbzeit viel Druck entwickeln und wie Thilo Stralkowski trotz heftiger Knöchelverletzung auf die Zähne gebissen und Meter machte, hat mich schwer beeindruckt. Ansonsten konnte ich unserem Auftritt gegen Köln wenig abgewinnen“, so Trainer André Henning. Aber: „Wir haben unsere Vorbereitung ganz gezielt nicht auf das Duell gegen Köln ausgerichtet. Die Highlights der Saison kommen noch.“

HTCU: Breisig, Gehlen, Keusgen, Fürk, Rieger, Kamphaus, F. Meyer, Rabente, Otto, Matania, P. Meyer, Stralkowski, Rühr, Schmitz, Fleckhaus, Becker.

Tore: 1:0 Keusgen (2.), 1:1 Zeller (8.), 2:1 Matania (17.), 2:2 Menke (38.), 3:2 Stralkowski (39.), 3:3 Zeller (46.).

HTC Uhlenhorst gewinnt Sparkassen-Cup

5:3 im Endspiel gegen UHC Hamburg - Samstag kommt Köln

Jan Philipp Rabente erhält den Pokal. Mit Klick auf Foto geht es zur Bildergalerie von Detlef Matania. Jan Philipp Rabente erhält den Pokal. Mit Klick auf Foto geht es zur Bildergalerie von Detlef Matania.
Thilo Stralkowski auf dem Weg zu Treffer Nummer vier (Bilder: D. Matania). Thilo Stralkowski auf dem Weg zu Treffer Nummer vier (Bilder: D. Matania).

Die Bundesliga-Mannschaft des HTC Uhlenhorst hat die erste Auflage des Sparkassen-Cups gewonnen. In einem sehenswerten Endspiel bezwang der Gastgeber den EHL-Champion UHC Hamburg vor 250 Zuschauern mit 5:3 (1:2). Es war eine gelungene Premiere eines bestens organisierten Turniers.

Am Samstag startet die Bundesliga-Saison in die heiße Phase. Im Waldstadion kommt es direkt zum Spitzenspiel: Zu Gast beim Tabellenführer ist der amtierende Meister und derzeitige Verfolger Rot-Weiss Köln.

Nur vom Feinsten

WAZ-Artikel zum Sparkassen-Cup am Wochenende

Ehre, wem Ehre gebührt. Wenn der HTC Uhlenhorst als Tabellenführer der Feldhockey-Bundesliga zum Vorbereitungsturnier bittet, dann hat er mit dem sportlichen Ritterschlag ausgestattete Gäste verdient. Vorhang auf für den Sparkassen-Cup, der von Freitag bis Sonntag am Uhlenhorstweg das Beste vom Besten versammelt. HTCU-Trainer André Henning weiß nur zu gut, auf welche strahlende Offerte - zudem bei freiem Eintritt - die Zuschauer zurückgreifen dürfen: „Es ist das bestbesetzte Vorbereitungsturnier des Jahres!“

Es kommt immer auf die zündende Idee an. Zu der fanden die „Uhlen“ Ende des letzten Jahres, als das Vorbereitungsprogramm für die Fortsetzung der Feldrunde am 2. April (mit dem ultimativen Westgipfel am Uhlenhorstweg gegen Rot-Weiss Köln) auf die Schiene gestellt wurde. Wie schon im Sommer hätte sich Henning gerne auf Testspiele gegen die niederländischen Spitzenklubs gestützt, doch die befinden sich schon längst wieder im Spielbetrieb. Immerhin hat es am vergangenen Dienstag zum höchst aufschlussreichen Vorbereitungsmatch beim HC Bloemendaal gereicht (1:1).

Also sollte es bei der Anfangsidee ein Treffen mit zwei, drei Vereinen werden. Die Wunschgegner UHC Hamburg (der EHL-Champion fliegt direkt aus dem spanischen Trainingslager in Richtung Mülheim) und EHL-Teilnehmer Mannheimer HC gaben ohne Umschweife ihre Zusage. Dann nahm der Zug aber richtig Tempo auf. Bei weiteren Anfragen stießen die Uhlenhorster durchweg auf Begeisterung. „Wir hätten bei dieser riesigen Resonanz sogar alle Erstligisten bei uns versammeln können“, so Henning. Das hätte dann aber wohl den Rahmen gesprengt. Ohnehin wird auf zwei Plätzen gespielt.

Im handverlesenen Achterfeld wirken die Kraft von rund 2.500 Länderspielen und die Anziehungskraft von bekannten Gesichtern und großen Namen. Die Mannheimer kommen mit Nationalspieler Matthias Witthaus, der zu den besten Offensiven weltweit zählt. Beim frisch gebackenen Hallenmeister Club an der Alster Hamburg wird der englische Superstar Barry Middleton gewiss seine Spuren hinterlassen. Für hohe Qualität stehen zudem der Nachbar Crefelder HTC (mit dem der HTCU die 5:0-Gala auf dem Feld und die Schmach in der Halle verbindet), der Berliner HC und der fränkische Vertreter Nürnberger HC.

Im Bunde fehlt eigentlich nur Rot-Weiss Köln. Doch in der Domstadt nahmen die Dinge nicht den gewünschten Lauf. Geplant war ein Trainingslager in Spanien, das aber kurzfristig geplatzt ist. Weil es für Mülheim zu spät war, nimmt der Meister am Wochenende Kurs auf Bad Dürkheim, wo ein weiteres Turnier über den Rasen geht.

Für die internationale Note sorgt der russische Vertreter Dinamo Kazan, gegen den der HTCU am Freitag, 17.30 Uhr, ins Turnier startet. Eine Partie, auf die sich Henning freut: „Kazan steht für ganz hohes europäisches Niveau. Das wird für uns eine interessante Erfahrung.“ Die Russen, die zwei Pakistani in ihren Reihen haben, haben in der Königsklasse EHL das Achtelfinale erreicht und bereiten sich auf diese Aufgabenstellung über Ostern in Bloemendaal vor.

Derweil nimmt bei den Gastgebern das Wachstum seinen erfreulichen Lauf. Pünktlich zur großen Standortbestimmung vor dem Köln-Spiel haben fast alle das Ziel Bundesligamannschaft erreicht. Moritz Polk meldet sich nach der mit aller Vorsicht auskurierten Gehirnerschütterung gegen Kazan zurück. Und auch Ole Keusgen steht nach seinem Praktikum in England Schläger bei Fuß. Nach zwei Spielen für den HTCU wird er noch einmal auf die Insel zurückkehren und am Sonntag sein letztes Match für den Bowdon Club bestreiten. Nach der neuerlichen Rückkehr wird der Defensivspieler in der kommenden Woche ins Training einsteigen.

Bleibt als einziges Sorgenkind Torhüter Tim Welsch, den weiterhin Bandscheibenbeschwerden zur Abstinenz zwingen. Beim Sparkassen-Cup bilden Björn Brinkmann und Fabian Breisig, der am Freitag seinen 18. Geburtstag feiert, das Duo. Vor Breisigs Entwicklung kann Henning nur den Hut ziehen. „In Bloemendaal hat er sich in einer exzellenten Verfassung gezeigt, seine Coolness und Ruhe sind erstaunlich.“ Der Youngster hat in der Halle Riesenschritte gemacht, die sind ihm auch im Freien allemal zuzutrauen. Vorhang auf für drei Tage Feldhockey nur vom Feinsten!

Quelle: derwesten.de - Von Gerd Böttner

1:1! Auf Augenhöhe in Bloemendaal

Starker Test bei Hollands Tabellenführer - Rühr trifft

Sorgte für viel Wirbel und das Tor zum Ausgleich: Christopher Rühr (Foto: D. Matania). Sorgte für viel Wirbel und das Tor zum Ausgleich: Christopher Rühr (Foto: D. Matania).

Bloemendaal ist immer eine Reise wert. Das wissen nicht nur die Spieler der „goldenen Generation“. Auch das aktuelle Erstligateam des HTC Uhlenhorst hat vom Testspiel am Dienstagabend eine Menge wichtiger Erkenntnisse und viel Selbstvertrauen mitgenommen. Das Duell beim aktuellen Tabellenführer der niederländischen Hoofdklasse endete 1:1. Das Tor des Tages für die Uhlen erzielte der starke Youngster Christopher Rühr.

Die Holländer boten alles auf, was Rang und Namen hat. Welthockeyspieler Jamie Dwyer war genau wie Oranje-Star Teun de Nooijer oder Abwehrass Wouter Jolie am Start. Und die Top-Stars sahen das immergrüne Duell, in den Neunzigern oft Europacup-Endspiel, keineswegs als langweiligen Test an. Im Gegenteil: Von der ersten bis zur letzten Minute ging die Post ab. Das niederländische Offensiv-Vollgas-Hockey ohne Pause und Tempoverlust gingen die Uhlen fast jederzeit mit und lieferten für den Stand der Vorbereitung eine sehr gute Leistung ab. Insbesondere weil mit Tim Welsch, Ole Keusgen, Moritz Polk sowie Niklas Rieger weiterhin wichtige Stützen fehlten und Thilo Stralkowski Anfang der zweiten Hälfte verletzungsbedingt ausfiel.

Die Uhlen hielten bestens dagegen. Per Konter erdribbelte Christopher Rühr nach 60-Meter-Sprint die erste Ecke, doch der Keeper konnte parieren, genau wie Versuch Nummer zwei. Auf der anderen Seite holte Bloemendaal gleich sechs Strafecken heraus, allesamt bestens verteidigt, meist vom überragenden Schlussmann Fabian Breisig, der eine beeindruckende Partie ablieferte.

Ein Rebound-Schuss in den Winkel sorgte vor der Pause für die holländische Führung. Christopher Rühr glich mit einem Schuss mit dem Rücken zum Tor nach dem Seitenwechsel aus. Rühr hatte die Gelegenheit zur Führung. Sein Rückhand-Lupfer zischte jedoch knapp am Lattenkreuz vorbei. Einen Super-Schuss von Johannes Schmitz konnte der Keeper mit einer Weltklasse-Schlägerabwehr parieren. Für Schmitz wäre es ein schönes vorzeitiges Geburtstagsgeschenk gewesen.

Doch auch die Gastgeber hatten ihre Möglichkeiten, scheiterten aber stets an Breisig. Einmal half Jannik Otto auf der Linie aus, als Teun de Nooijer (an dessen 35. Geburtstag) einschussbereit stand.

Trainer André Henning: „Das war für uns ein extrem lehrreiches Testspiel. Die Niederländer haben eine überragende Raumpresse gespielt, gegen die wir viele Antworten entwickeln konnten, insbesondere der Auftritt von Tobias Matania im Mittelfeld hat mir gefallen. Es war natürlich sehr deutlich zu erkennen, wer auf diesem Top-Niveau spielerisch, aber insbesondere auch läuferisch mithalten kann. Solche Matches in Holland haben immer einen enormen Entwicklungseffekt für uns. Und sie sollten auch Ansporn sein, dass wir es in diesem Jahr in die EHL schaffen.“

HTCU: Breisig, Gehlen, Fürk, Kamphaus, F. Meyer, Brock, P. Meyer, Rabente, Matania, Otto, Stralkowski, Rühr, Fleckhaus, Schmitz, Becker, Nitschke.

Tore: 1:0 (23.), 1:1 Rühr (44.).

Die aktuellen Testspiele im Überblick

Samstag

15:00 HTC Uhlenhorst - SC Frankfurt 80      5:5 (5:2)

 

Sonntag

12:30 HTC Uhlenhorst - Gladbacher HTC       5:1 (2:0)

14:00 Gladbacher HTC - Rüsselsheimer RK    1:2 (0:2)

15:30 HTC Uhlenhorst - Rüsselsheimer RK    2:3 (0:2)

 

Dienstag

20:30 HC Bloemendaal - HTC Uhlenhorst      1:1 (1:0)

Kantersieg ohne zwölf gegen Neuss

7:1-Schützenfest der 1b-Formation über Zweitliga-Spitzenreiter

Jan Fleckhaus (re.) zeigte eine starke Leistung (Bild: Detlef Matania). Jan Fleckhaus (re.) zeigte eine starke Leistung (Bild: Detlef Matania).

Nach einem Rumpelstart konnte die 1b-Formation des HTC Uhlenhorst Zweitliga-Spitzenreiter Schwarz-Weiss Neuss mit 7:1 (3:1) aus dem Waldstadion fegen. Dabei ließ die junge Mülheimer Mannschaft eine Reihe guter Chancen liegen, zeigte jedoch erneut gute Ansätze.

Beide Teams mussten auf einige Leistungsträger verzichten. Die Neusser waren ohne vier angetreten, unter anderem Top-Stürmer Draguhn. Bei den Uhlen fehlten gleich elf (!) Akteure: Die vier A-Kader-Spieler, die U18-Schützlinge Rühr und Nitschke, Keusgen (in England), Schmitz (Urlaub) und Polk (verletzt) sowie die Keeper Welsch und Brinkmann. Kurzfristig musste sogar Felix Meyer krankheitsbedingt absagen. So feierte A-Jugendspieler Tom Brinkmann sein Debüt im Bundesliga-Team, der seine Sache hervorragend machte. Allerdings brauchten die Grün-Weißen gute zehn Minuten, um ins Spiel zu kommen und sich taktisch auf die gute Raumdeckung der Neuser einzustellen. Ein Konter abgeschlossen mit einem schönen Lupfer von Martial führte sogar zum 0:1-Rückstand (6.). Danach kamen die Gastgeber besser rein. Eine Co-Produktion von Benjamin Becker und Jan Fleckhaus führte zum Ausgleich. Kurze Zeit später schlug das Sturmduo erneut zu: Einen Doppel-Pass-Konter vom eigenen Viertel bis zum gegnerischen Tor schoss Jan Fleckhaus zum 2:1 ab. Philip Meyer bewies kurz vor der Pause Nervenstärke als einen Siebenmeter sicher verwandelte. Aufgrund der schwachen Chancenverwertung war das 3:1 zur Halbzeit aber zu wenig.

Nach dem Seitenwechsel machten die Uhlen mehr Druck und schnürten die Neusser in der eigenen Hälfte ein. Benjamin Hinte erzielte nach schönem Linksangriff vorbereitet durch Daniel Kamphaus und Benjamin Becker das 4:1, vergab aber nur eine Minute später den nächsten Hochkaräter. Jan Fleckhaus machte es mit einem einhändigen Rückhand-Lupfer besser, als er nach einem Fehler der Neusser blitzschnell reagierte. Fleckhaus legte (mit neuem Schläger) ohnehin eine überragende Leistung hin. Julian Stempher, der eine gute Partie in der Innenverteidigung bot, erzielte - mittlerweile ins Mittelfeld vorgerückt - den sechsten Treffer.

Doch das war alles nur Vorgeplänkel für das eigentliche Highlight des Abends, als Daniel Kamphaus mit einem seiner gefürchteten Schläge das 7:1 per Eckenschuss erzielte.

„Das war nach ganz miesem Start ein ordentliches Spiel. Auch diesmal haben wieder viele junge Spieler gezeigt, dass sie absolut das Potential haben, bald in der Bundesliga mitmischen können. Es ist schon beeindruckend, dass wir in dieser Besetzung beinahe zweistellig gewinnen können. Neben den Youngstern hat mir erneut gefallen, dass erfahrenere Spieler wie Jan Gehlen oder Jan Fleckhaus das Ruder in die Hand nehmen können und deutlich herausstechen“, so Trainer André Henning.

HTCU: Breisig, Gehlen, Stempher, Rieß, Kamphaus, Fohrmann, Otto, P. Meyer, Brock, Rieger, T. Brinkmann, Becker, Hinte, Fleckhaus.

Tore: 0:1 (10.), 1:1 Becker (13.), 2:1 Fleckhaus (16.), 3:1 P. Meyer (31./7m), 4:1 Hinte (38.), 5:1 Fleckhaus (40.), 6:1 Stempher (63.), 7:1 Kamphaus (67./KE).

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Fotos vom Turnier am Raffelberg von Detlef Matania

Auf nach Afrika

„Der Karneval fällt diesmal flach“, sagt Thilo Stralkowski vom Bundesligisten HTC Uhlenhorst ohne Schmerz und Gefühl des Verlustes. Aus gutem Grund, denn der Stürmer und frischgebackene Hallen-Weltmeister ist an der Seite seiner Klubkollegen Jan-Philipp Rabente, Benedikt Fürk und Tobias Matania dazu auserkoren, mit dem Tross des Deutschen HockeyBundes am Rosenmontag auf große Reise zu gehen.

Mit dem Zentrallehrgang im südafrikanischen Bloemfontein (7. bis 17. März) starten die deutschen Hockeyherren in das so ereignisreiche Europameisterschaftsjahr 2011. Die kontinentalen Titelkämpfe finden vom 20. bis 28. August in Mönchengladbach statt und dienen gleichzeitig der Qualifikation für Olympia 2012 in London.

Zum Zentrallehrgang im sonnigen Südafrika, bei dem das Team um Bundestrainer Markus Weise die ersten Weichen für die Kaderentwicklung stellen und an den taktischen und spielerischen Grundlagen arbeiten will, sind 30 Spieler eingeladen. Debütanten im Kreise des A-Kaders sind der Frankfurter Niklas Grell, der 2009 mit der DHB-Auswahl Junioren-Weltmeister wurde, der Hamburger Tom Mieling sowie Patrick Hablawetz (Mannheim) und Thilo Stralkowski (Mülheim), die beide schon Hallen-Länderspiele für die DHB-Herren bestritten haben. In den Kader zurückgekehrt ist Rekord-Nationalspieler Matthias Witthaus (Mannheimer HC), der nach dem Gewinn der WM-Silbermedaille im März 2010 in Indien eine einjährige Auszeit genommen hatte.

Auf die Uhlenhorster wartet ein Rosenmontag ohne karnevalistische Berührungspunkte. Von Düsseldorf aus geht es mit dem Flieger nach Frankfurt, wo noch auf deutschem Boden der Einstieg in eine intensive Zeit erfolgt. „Am Olympiastützpunkt hat der Bundestrainer einen Laktat- und Sprinttest angesetzt. Am Abend geht es dann nach Johannesburg,“ sagt der künftige Verkehrspilot Stralkowski, der noch ein anderes Verkehrsmittel im Auge hat: „Die Busfahrt nach Bloemfontein dauert so um die viereinhalb Stunden.“ Es ist halt ein langer Weg bis Mönchengladbach.

Die Deutschen finden im fernen Afrika ideale Bedingungen vor. Das Leistungszentrum des südafrikanischen Verbandes bietet zwei Kunstrasenplätze, einen mit modernen Geräten ausgestatteten Kraftraum, ein Schwimmbad und im Vergleich zur kalten Heimat traumhafte klimatische Bedingungen. Aber auch jede Menge Arbeit. „Ich erwarte in Südafrika einen intensiven Wettstreit um einen Platz im EM-Team 2011,“ gibt Coach Weise die Richtung vor. Für die DHB-Herren sind die vier zum Pensum zählenden Länderspiele ein richtiger Segen. „Da freuen wir uns alle drauf, das machen wir viel lieber als Training“, sagt Stralkowski, der gute Karten beim Trainer haben dürfte, schließlich war es ja Weise, der dem Mülheimer Angreifer die Nationalmannschaft schmackhaft gemacht hat. Rabente besitzt ohnehin längst einen hohen Stellenwert in der DHB-Auslese und Fürk (in der Verteidigung ) und Matania (im zentralen Mittelfeld) sind mit ihren Fähigkeiten mehr als nur auf dem Sprung.

Bereits 2006 war Stralkowski vom damaligen Bundestrainer Bernhard Peters zum Lehrgang eingeladen worden, hatte den aber wegen der Abiturvorbereitung abgesagt. Künstlerpech! Damals gehörten zwei Safaris zum Angebot. Weise hat mit seinen Jungs indes ganz anderes vor und hält sie von Tieren in freier Wildbahn fern.

Quelle: derwesten.de - Autor: Gerd Böttner

NEXT MATCH

Nach der Hallensaison steht für die Uhlen die Winterpause an. Bereits Mitte Februar greift das Team erstmals zum Feldschläger. Dann geht es ins Trainingslager nach Spanien. Dort stehen neben Trainingseinheinten auch Testspiele gegen Santander und HGC Wassenaar an.

JUGEND

Der Nachwuchs fiebert der heißen Phase der Saison entgegen. Am kommenden Wochenenden starten die ersten Endrunden, dann geht es bei den Westdeutschen Meisterschaften auch um die Qualifikation zur DM.

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II. HERREN

Drei Spieltage vor Ende der Saison steht die Zweite auf einem Abstiegsrang. Am Sonntag muss beim Rheydter SV ein Dreier her.

DAMEN

Nicht viel hat gefehlt. Gegen ETuF Essen gab es eine knappe und unglückliche Niederlage, so dass die Play-Offs verpasst wurden. Dennoch legten die Damen eine starke Debüt-Saison in der 1. Bundesliga hin.