Die Sporthalle Schöneberg in Berlin bietet Sitzplätze für 1.450 Zuschauer.
Im letzten Gruppenspiel beim Düsseldorfer HC gab es zwar eine Niederlage, am zweiten Tabellenplatz hat das für den HTC Uhlenhorst aber nichts mehr geändert. Nun geht es zum Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft nach Berlin. Das Match wird voraussichtlich am Sonntag, dem 8. Januar um 12.30 Uhr in der Sporthalle Schöneberg ausgetragen.
Beim Düsseldorfer HC verzichtete Uhlen-Trainer André Henning auf die Nationalspieler Thilo Stralkowski, Jan Philipp Rabente und Tobias Matania. Benedikt Fürk kam nur zu Kurzeinsätzen. Die DHB-Akteure wurden nach einer langen Saison und der kürzlich zurückliegenden Champions Trophy geschont.
Im zweiten Durchgang gab es aber genug Chancen, um den Sieg einzufahren, die Kaltschnäuzigkeit fehlte jedoch.
Der HTCU experimentierte in der Defensive ein wenig. Entsprechend gab es Gesprächsbedarf der starken Nationalspieler Thilo Stralkowski und Jan Philipp Rabente (Foto: C. Windfeder).
Das Wunder fand letztendlich nicht statt, weil den HTC Uhlenhorst und Aufsteiger Kahlenberger HTC viel Qualität trennt. Nach dem standesgemäßen 13:7-Sieg im Lokalderby vor 800 Zuschauern in der RWE-Sporthalle stehen die Uhlen sicher im DM-Viertelfinale, während den einmal mehr großartig kämpfenden Kahlenbergern nach der achten Niederlage in Folge der bittere Schritt zurück in die Zweitklassigkeit nicht erspart bleibt. Die drei Punkte Rückstand gegenüber Neuss sind womöglich aufzuarbeiten, nicht aber das desaströse Torverhältnis.
In Mülheims guter Hockeystube hatte sich auch beim zweiten Derby die lokale Prominenz versammelt. Wie angekündigt, nahmen bei den Uhlenhorstern auch die geschlauchten Neuseeland-Reisenden Jan Philipp Rabente, Thilo Stralkowski, Tobias Matania und Benedikt Fürk ihren Dienst auf, das lokale Highlight wollten sie nun wirklich nicht verpassen. Vom Stamm fehlte allein Abwehrchef Jan Gehlen nach seinem bösen Kieferbruch. Den besseren Start in eine furiose Auftakt-Viertelstunde hatte der ums sportliche Überleben kämpfende und in Bestbesetzung angetretene KHTC um seinen Spieltrainer Tim Leusmann. Unter gütiger Mithilfe von Torhüter Felix Reuß, der sich nach einigen Anlaufschwierigkeiten fing, erzielte Kapitän Philip Hüsgen bereits in der 1. Spielminute die Führung. Als besagter Hüsgen wegen einer Fußverletzung behandelt wurde, erzielte Nationalspieler Stralkowski nach einer feinen Einzelleistung den Ausgleich. Mit dem munteren Torreigen ging es im ungebremsten Tempo weiter, erst nach der Ecke durch Stralkowski hatte sich der Favorit beim 5:3 gegen die wieder mit heißem Herzen agierenden Kahlenberger einen kleinen Vorteil erarbeitet. Jan Fleckhaus erhöhte noch vor der Pause auf 6:3, bei der ersten Ecke des KHTC traf Stefan Drewitz mit dem Pausenpfiff den Ball nicht richtig.
Im zweiten Abschnitt taten sich die Uhlenhorster zunächst schwer, warteten aber mit einem offensiven Kabinettstück auf. Innerhalb weniger Sekunden trafen Stralkowski von rechts und Ole Keusgen von links den Pfosten. „Nicht so präzise, bitte. So etwas habe ich schon lange nicht mehr gesehen“, meinte da HTCU-Manager Horst Stralkowski.
Noch einmal Hoffnung kam im Haus KHTC bei Hüsgens Anschlusstreffer zum 4:6 auf, doch dann legten die Uhlen den Schalter um, erhöhten das Tempo und zogen entscheidend auf 11:4 davon. Champions Trophy-Protagonist Thilo Stralkowski zeigte sich dabei erstaunlich frisch und so gar nicht müde. Die Treffer durch Jannik Otto, Rabente und Keusgen bereitete er mustergültig vor, das Tor zum 11:4 besorgte er gegen die nun überforderte KHTC-Abwehr persönlich.
Für die Leusmann-Auswahl sprach, das sie sich angesichts des Rückstands nicht wegbrach und sich mit weiteren Toren belohnte. Als Stralkowski in den Schlussminute den Schlusspunkt setzte, standen die KTHC-Anhänger längst auf der Tribüne und verbeugten sich vor ihrem Team: „Kahlenberg, Kahlenberg!“
derwesten.de – Gerd Böttner
1500 Zuschauer sorgten beim ersten Aufeinandertreffen für Gänsehautatmosphäre – am Freitag geht das Mülheimer Hockeyderby in die zweite Runde. Das Rückspiel zwischen dem HTC Uhlenhorst und dem Kahlenberger HTC verspricht noch mehr Spannung. Während die Uhlen die Teilnahme an den Play Offs klar machen können, kämpfen die „Blauen“ am vorletzten Spieltag ums nackte Überleben in der Hallen-Bundesliga. Nur mit einem Punktgewinn bleibt die Hoffnung auf den Klassenerhalt bestehen. Anstoß in der RWE-Halle ist um 19.30 Uhr.
Es war eines der ganz großen Sportereignisse in Mülheim. Das Lokalduell elektrisierte vor knapp vier Wochen die Fans und sorgte für eine Stimmung wie bei einem DM-Finale. Nun kommt noch mehr Brisanz in die Partie. Denn es ist ein Alles-oder-nichts-Match. Für den HTCU ist die Lage etwas entspannter. Der amtierende deutsche Vize-Meister auf dem Feld braucht noch einen Zähler, um sicher in die Play Offs einzuziehen. Aber das Team möchte sich noch Platz eins und damit das Heimrecht fürs Viertelfinale sichern, dafür muss zwingend ein Dreier her, sonst ist Tabellenführer Rot-Weiss Köln nicht mehr einzuholen.
Gleich vier aktuelle A-Nationalspieler schicken die Uhlenhorster aufs Parkett in der RWE-Halle. Thilo Stralkowski, Tobias Matania, Benedikt Fürk und Jan Philipp Rabente sind soeben aus Neuseeland zurückgekehrt. Dort hatten sie im DHB-Dress an der Champions Trophy teilgenommen und einen guten fünften Platz erreicht. Das Derby möchte sich keiner entgehen lassen, auch wenn die Belastung an die letzten Reserven geht. Ohne die vier Nationalspieler gewann der HTCU zuletzt mit 7:3 in Neuss und zeigte dabei eine starke Leistung.
Ganz anders sind die Voraussetzungen beim Kahlenberger HTC. Nach der 3:15-Niederlage bei Rot-Weiss Köln am vergangenen Samstag liegen die Mülheimer mit drei Zählern Rückstand aufs rettende Ufer am Ende der Tabelle. Dabei war die deutliche Pleite überraschend, da die Kölner auf fünf Nationalspieler verzichten mussten. Dennoch will das Team um Spielertrainer Tim Leusmann nicht aufgeben. Nach sieben Niederlagen in Serie soll der Knoten nun ausgerechnet im Lokalduell platzen. Gehen die Kahlenberger ohne Zähler aus dem Nachbarschaftsduell, wäre der Abstieg nach nur einem Jahr praktisch besiegelt. Es wäre das vorerst letzte Derby in der 1. Hallen-Bundesliga, was sich in Mülheim allerdings niemand wünscht.
Der Uhlenhorster Trainer André Henning: „Das Hinspiel war ein tolles Ereignis und natürlich eine besondere Partie. Wir freuen uns wieder auf diese spezielle Derby-Atmosphäre und wollen am Freitag die Play Offs perfekt machen.“ Im Hinspiel gewannen die Uhlen mit 13:4 in einem lange offenen und spannenden Duell.
Einlass ist ab 18.30 Uhr.
Tickets gibt es an der Abendkasse oder am 14. Und 15. Dezember jeweils von 15 bis 18 Uhr in der Geschäftsstelle des HTC Uhlenhorst (Uhlenhorstweg 19).
Was für ein Tor: Jan Fleckhaus' (2.v.li) wunderschöner Lupfer wird von Jannik Otto, Jan Nitschke, Christopher Rühr und Felix Meyer gefeiert (Foto: Jereczek).
Einen Riesen-Schritt Richtung Play-Offs machte der HTC Uhlenhorst dank einer fantastischen Leitung in Neuss. Ohne sechs Stammspieler, also ohne eine ganze Hallenmannschaft, siegten die Uhlen mit 7:3 dank stabiler Abwehrarbeit, eiskalten Kontern und einer Teamperformance, in der richtig viel Leben steckte.
Von einer zweiten Reihe zu sprechen, würde der herausragenden Leistung dieser Uhlenhorster Truppe nicht gerecht werden. Allerdings darf nicht unerwähnt bleiben, dass mit Rabente, Stralkowski, Fürk und Matania nicht nur die vier Nationalspieler fehlten, sondern auch Johannes Schmitz (krank im Bett) und Jan Gehlen (Kieferbruch) sowie weiterhin Philip Meyer (Rücken).
Keeper Felix Reuß glänzte in den wichtigen Augenblicken mit tollen Paraden. Ole Keusgen räumte in der Defensive ab, spielte stark raus und hatte als Ersatz-Kapitän eine große Ausstrahlung. Jannik Otto erreichte rechtzeitig zu diesem wichtigen Spiel gegen seinen Ex-Club seine absolute Top-Form und Jan Fleckhaus lieferte schlichtweg das wohl beste Hallenhockeyspiel seiner Karriere ab. Zwei wunderschöne Treffer von „Flecki“ (ein Lupfer und ein satter Schuss ins Lattenkreuz) ließen das Match in der heißen Phase des zweiten Durchgangs zu Gunsten der Uhlen kippen. Im Sturm startete das A-Jugendduo Christopher Rühr (17 Jahre) und Jan Nitschke (18); die Youngster traten cool, frech, abgezockt auf und sorgten für viel Wirbel. Rühr steuerte ebenfalls zwei herrliche Treffer per Konter bei.
Ergänzt wurde das Team durch Tim Leukel und Lennard Klein, die - aus der zweiten Mannschaft hochgezogen - ihre Bundesliga-Debüts gaben, viel Spielzeiten bekamen und ihre Sache sehr gut machten. Mit Felix Meyer wurde aufgrund der Ausfälle ganz kurzfristig ein Spieler integriert, der zuvor nicht eine einzige Einheit mit der Ersten absolviert hatte, sich dennoch nahtlos ins Team einfügte und einen Treffer vorbereitete. Bleibt noch das Comeback von Co-Trainer Sven Meinhardt, der trotz vierjähriger Pause beinahe spielte, als sei er nie weg gewesen - und das mit 40 Lenzen auf dem Buckel. Den wichtigen Treffer durch Ole Keusgen zum 7:3 (52.) bereitete er mustergültig vor und pushte das Team zum Sieg.
HTCU-Trainer André Henning: „Das Team hat viel Leben und Freude ausgestrahlt. Ich bin unheimlich stolz, dass jeder Spieler heute seinen Job herausragend erfüllt hat. Viele Jungs haben heute Verantwortung übernommen, obwohl sie sonst nicht im Fokus stehen. Das war ein tolles Zeichen, was in vielen Spielern steckt und ein ganz wichtiger Schritt Richtung Viertelfinale.“
HTCU: Reuß, Brinkmann, Keusgen (1), Otto (2), Fleckhaus (2), Rühr (2), Nitschke, Klein, Leukel, F. Meyer, Meinhardt.
Die deutschen Hockey-Herren mit den vier Uhlen Tobias Matania, Bene Fürk, Thilo Stralkowski und Jan Philipp Rabente haben bei der Champions-Trophy in Auckland (Neuseeland) Platz fünf erreicht und damit den Klassenerhalt gesichert. Beim entscheidenden Platzierungsspiel gegen Großbritannien schoss Thilo Stralkowski das Tor des Tages zum 1:0-Sieg.
Zuvor gab es in der Platzierungsrunde ein 5:0 gegen Parkistan. Benedikt Fürk und Tobias Matania trugen sich hier in die Torschützenliste ein.
Trotz 2:0-Führung war das deutsche Team in der Vorrunde nicht über ein 3:3 gegen Korea hinausgekommen und hatte damit das Halbfinale verpasst. Im ersten Duell dieser Abstiegsrunde gewannen die Deutschen dank guter Defensivleistung mit 2:1 gegen Großbritannien.
Gegen die Asiaten waren alle vier Uhlen beteiligt. Allerdings lieferte das deutsche Team nach ordentlichem Start eine mäßige Leistung ab und rannte in zahlreiche Konter. Tobias Matanias 3:3 kurz vor Schluss war es zu verdanken, dass wenigstens noch ein Remis heraussprang.
Gegen die Niederlande lieferte das deutsche Team, und insbesondere auch die drei Uhlen auf dem Platz, eine bessere Leistung ab, verloren aber 2:3.
Aus Mülheimer Sicht konnte die erste Halbzeit kaum besser laufen. Tobias Matania schoss mit einem satten argentinischen Rückhandschuss das zwischenzeitliche 1:1. In seinem fünften A-Kadereinsatz war es sein zweiter Treffer. Ein echtes Schmankerl servierte dann Thilo Stralkowski. Er eroberte den Ball im Mittelfeld, drang in den Kreis ein und bediente Christoph Menke mit einem No-Look-Pass hinter dem Rücken. Menke verwandelte zum 2:1 – zauberhaft.
Jan Philipp Rabente zeigte im deutschen Mittelfeld eine insbesondere defensiv starke Leistung.
Match eins war schon ein voller Erfolg. Beim Auftakt gegen Gastgeber Neuseeland gewannen die Deutschen mit 2:1. Thilo Stralkowski traf in Mittelstürmermanier per Direktabnahme kaltschnäuzig zum 1:0. Den zweiten deutschen Treffer bereitete Jan Philipp Rabente mit einer feinen Flanke vor. Mit Tobias Matania stand ein weiterer Mülheimer auf dem Platz und sogar in der Startformation. Auf der Außenbahn wirbelte Benedikt Fürk und komplettierte das Uhlen-Quartett.
Comeback: Co-Trainer Sven Meinhardt traf prompt dreimal.
Auch im zweiten Anzug können die Bundesliga-Herren des HTC Uhlenhorst gutes Hockey spielen. In einem Testspiel ohne die vier Nationalspieler gewannen die Mülheimer gegen den Düsseldorfer HC mit 14:1 (4:0). Der Bundesligakonkurrent war allerdings ohne drei Stammspieler angetreten, dennoch zeigten die Uhlen gute Ansätze. Sven Meinhardt, Olympiasieger von 1992, feierte ein gelungenes Comeback.
Da Thilo Stralkowski, Benedikt Fürk, Tobias, Matania und Jan Philipp Rabente auch beim Bundesliga-Duell am 10. Dezember fehlen werden, muss der HTCU umplanen. Reaktiviert wurde Sven Meinhardt, der nun als spielender Co-Trainer wieder auf dem Platz steht. Zuletzt hatte er vor vier Jahren ein Intermezzo in der Halle gefeiert. „Sportlich ist er sowieso eine Bereicherung. Mir ging es auch darum, seine Siegermentalität auf dem Platz an unser junges, neuformiertes Team zu übertragen. Er ist eine Persönlichkeit und Führungsfigur“, meint Trainer André Henning. Der Schachzug hat sich gelohnt, Meinhardt traf dreimal und bereitete mehrere Offensivaktionen sehenswert vor. Aber auch einige Youngster bewegten sich aus den Schatten der Nationalspieler. „Jan Fleckhaus machte als Abwehrchef einen tollen Job, auch Chrissi Rühr gefiel mir in der Defensive sehr gut, Jan Nitschke hat seine Frechheit wiedererlangt. Auch wenn die Düsseldorfer nicht ganz so stark besetzt waren, haben wir was draus gemacht.“
Nach einem nun freien Wochenende wollen die Uhlenhorster in den verbleibenden drei Spielen mit drei Siegen den Einzug in die Play-Offs perfekt machen. Neben dem Auswärtsmatch in Neuss wartet das Derby gegen Kahlenberg und am letzten Spieltag die Auswärtsaufgabe in Düsseldorf.
HTCU: Reuß, Keusgen (1), Otto (2), Fleckhaus (3), Schmitz (2), Rühr (1), Nitschke (2), Leukel, Meinhardt (3).
Zwischen Wunsch und Realität klaffte eine gewaltige Lücke. Es war die feste Absicht des Hallenhockey-Bundesligisten HTC Uhlenhorst ,mit einem Heimsieg gegen Verfolger Crefelder HTC vorzeitig die Weichen auf DM-Viertelfinale zu stellen. Nach der aufgrund von ungewöhnlich vielen individuellen Fehlern nicht unverdienten 7:8-Niederlage sah man bei den Uhlen nur noch leere Gesichter.
Mit besagten Fehlern ging es vor der kleinen Spielpause und vor der Abreise der vier Nationalspieler Jan Philipp Rabente, Benedikt Fürk, Thilo Stralkowski und Tobias Matania am frühen Montag zur Champions Trophy in Neuseeland bereits ganz früh los. Der Schuss von Tobias Bergmann ging durch die Beine von Felix Reuß. Auftakt eines Tages, an den sich der HTCU-Torwart nur ungern erinnern wird.
Gegen die ungemein aggressiv agierenden Krefelder taten sich die Uhlenhorster in der Folgezeit schwer, um zu Chancen zu kommen. Als es endlich soweit war, scheiterte Ole Keusgen hintereinander der in der 7. und 9. Minute. Es sollte auch nicht der Tag des langen Abwehrspielers werden. Im dritten Versuch klappte es endlich: Kapitän Rabente erzielte im Nachfassen den Ausgleich.
Nachdem Stralkowski mit der ersten Ecke an Keeper Niklas Sakowsky gescheitert war, bescherte der nächste Reuß-Patzer den Gästen aus der Seidenstadt in Person von Felix Klein die neuerliche Führung. Der Rest der ersten Halbzeit gehörte dann den Uhlen. Stralkowski scheiterte nach seiner Balleroberung gegen Linus Butt am prachtvoll reagierenden Sakowsky, dann war bei der nächsten Stralkowski-Ecke der Ausgleich fällig. Und die Zuschauer waren guter Dinge, dass sie am ersten Advent im zweiten Durchgang im gewünschten Maß beschert werden.
Doch es war am CHTC, sich in seinem Endspiel Wünsche zu erfüllen. Direkt nach dem Wiederanpfiff nutzte Alan Butt seine freie Bahn zum dritten Treffer und nach den dicken Chancen von Jannik Otto (33.), Johannes Schmitz (36., 37.) und Jan Fleckhaus (42.) stand es urplötzlich 4:2. Diesem Tor von Kapitän Jochen Michely war ein fataler Ballverlust im Spielaufbau von Keusgen vorausgegangen. Und als der eine Zeitstrafe absaß, zogen die Krefelder durch Klein und Tobias Bergmann im Eilschritt auf 6:2 davon. „Jeder Schuss ein Treffer“, verstand HTCU-Manager Horst Stralkowski die Welt nicht mehr.
Die Uhlen stellten sich noch einmal auf die Hinterbeine, kamen durch Christopher Rühr und Schmitz auf 4:6 heran, doch nach Matanias Fehlpass durfte sich erneut Alan Butt bedienen. Ohne Keeper kam der HTCU noch einmal auf 6:7 heran, doch dann stieg Alan Butt endgültig zum Spielverderber auf.
derwesten.de - Gerd Böttner
Der HTC Uhlenhorst hat am Samstag in der Harbecke-Sporthalle den Auftrag gegen den Tabellenletzten Schwarz-Weiß Neuss nicht mit Glanz, aber mit dem vorgebenen Erfolg erledigt. Mit dem 11:6-Sieg gegen die überforderten Gäste halfen die Uhlen sich und dem Nachbarn Kahlenberger HTC.
Für den HTCU war es nach dem Spiel am Dienstag in Köln und vor der Partie am Sonntag gegen Krefeld nicht leicht, die Konzentration auf das gewünschte Niveau zu bringen. Nach der Führung durch Nationalspieler Thilo Stralkowski tat sich lange nichts, weil die Uhlenhorster viel zu behäbig zu Werke gingen. Nach der Auszeit von Trainer André Henning nahm seine Auswahl prompt das Tempo auf, das bei den Gästen Schwindelgefühle auslöste. Jeweils nach feinem Zuspiel von Stralkowski bauten Johannes Schmitz und Benedikt Fürk per Doppelschlag auf 3:0 auf.
Erster Schönheitsfehler war der Anschlusstreffer von Philipp Weide, der Felix Reuß mit einem Schuss durch die Schoner überraschte. Kurz vor der Halbzeitpause nahmen die Uhlen wieder Fahrt auf und beendeten den ersten Durchgang mit dem Doppelschlag des zielstrebigen Schmitz. Der Heber zum 5:1 in den Winkel war dabei ganz großes Kino.
Nach dem Wiederanpfiff zog der HTCU auf 8:2 davon (besonderer Hingucker war Stralkowskis Treffer zum 6:2 aus ganz spitzem Winkel), leistet sich dann aber in der Schlussphase defensiv einige Nachlässigkeiten. Den Schlusspunkt setzte Europameister Benedikt Fürk im Anschluss an einen Konter.
„Mit einer ausreichenden Leistung sind wir zum Pflichtsieg gekommen. Gegen Krefeld erwartet uns ein anderes Kaliber“, sagte Teammanager Horst Stralkowski. „Das haben wir relativ emotionslos und locker runtergespielt und abgehakt. Wir haben mit den drei Punkten unsere Pflicht erfüllt und den Kahlis Schützenhilfe geleistet“, zog Co-Trainer Sven Meinhardt Bilanz. „Das war das erwartete Spiel mit Höhen und Tiefen“, meinte André Henning. „Als wir auf die Tube gedrückt haben, sah es gut aus. Dafür, dass wir so überlegen waren, ist die Anzahl der Gegentore zu hoch.“
Schon bald werden sie im fernen Neuseeland bei der imageträchtigen Champions Trophy als ambitionierte Mitspieler zwei Wochen lang gemeinsame Ziele verfolgen, am Dienstagabend standen sich hüben und drüben gleich neun Nationalspieler als Rivalen auf dem Parkett der Hallenhockey-Bundesliga gegenüber. Gastgeber Rot-Weiss Köln nutzte den Heimvorteil, gewann gegen den ewigen Kontrahenten HTC Uhlenhorst mit 4:3 (2:1) und machte nach der ersten Saisonniederlage der Mülheimer das Rennen um Tabellenplatz eins (der im Viertelfinale am 7. Januar Heimrecht gegen den Ost-Vertreter bedeutet) wieder spannend.
Wie schon jüngst im Hinspiel (8:5 für den HTCU) zeigten sich die Gäste schon im ersten Spielbabschnitt überlegen. „Das Ergebnis war nach 30 Minuten ein Witz“, meinte Teammanager Horst Stralkowski. Der Knackpunkt war, dass die Uhlen zu wenig aus ihren Chancen machten. Die erste Ecke von Thilo Stralkowski klatschte an den Pfosten, wenig später hatte der Nationalmannschaftskollege Tobias Matania bei einem Ableger viel Pech. Die Domstädter verrichteten derweil ihre Eckenarbeit in Person von Christoph Menke und Niclas Thiel zielgerichtet. Immerhin sorgte Jannik Otto kurz vor der Halbzeitpause für den verdienten Anschlusstreffer. Der HTCU war im Topspiel im Spiel!
Mit Wiederanpfiff machten sich die Mülheimer gleich wieder unverdrossen an die Arbeit. Schneller Lohn war der Ausgleich durch Angreifer Christopher Rühr. Die Kölner legten per Siebenmeter (Jan-Marco Montag) wieder vor, dank Benedikt Fürk stand knapp 20 Minuten vor dem Ende wieder der Gleichstand. Benjamin Weß sorgte schließlich für die aus Uhlen-Sicht denkbar unglückliche Entscheidung. „Bei diesem Konter haben wir schlecht verteidigt. Nach dem Spielverlauf ist das absolut unverdient, gleichwohl hat unsere Offensive heute nicht so druckvoll wie sonst agierte,“ sagte Stralkowski. „Beide Mannschaften standen sehr gut, da hat die Chancenauswertung den Unterschied gemacht. Bis auf mehr Tore hat die zweite Halbzeit alles geboten. Am Ende müssen wir hier einen Punkt mitnehmen,“ meinte HTCU-Trainer André Henning.
derwesten.de – Gerd Böttner
Im vierten Spiel gab es den vierten Sieg. Die Uhlen bezwangen den Düsseldorfer HC mit 7:3 (3:1) und bleiben damit an der Tabellenspitze. Vor dem Spitzenspiel am Dienstag um 20.30 Uhr in Köln sparten die Mülheimer Kräfte und zeigten vor rund 250 Zuschauern nur so viel wie nötig.
Im ersten Durchgang bewiesen beide Seiten taktische Disziplin. Düsseldorf stand gut, die Uhlen noch besser, Chancen waren jedoch Mangelware. Die Gelegenheiten, die die Mülheimer hatten, entschärfte der neue DHC-Keeper Christian Schulte mit tollen Paraden. Mit 3:1 ging es in die Pause, nach dem Seitenwechsel setzten sich die Gastgeber auf 6:1 ab und hatten damit für die Vorentscheidung gesorgt. In der Schlussviertelstunde wurden die Zügel schleifen gelassen.
Die Mülheimer Tore erzielten Thilo Stralkowski (3), Tobias Matania (2), Johannes Schmitz und Christopher Rühr.
"Das war heute ein Arbeitssieg. Nach dem mitreißenden Derby gegen Kahlenberg und vor dem Duell am Dienstag in Köln hatte ich auch nicht viel mehr erwartet. Wir sind hier nicht jede Woche für eine große Show zuständig, sondern wollen Ergebnisse einfahren, auch am Dienstag. Daher war die Partie nicht so sehenswert wie sonst. Letztlich haben wir die drei Punkte geholt, das ist entscheidend", so Trainer André Henning.
Volle Hütte in der RWE-Halle. Tobias Matania, Jan Philipp Rabente und Jan Fleckhaus (v. li.) verteidigt Thorben Pegel (Fotos: Christian Windfeder).
Auf dem Weg zum Lupfer: Christopher Rühr traf dreimal (Foto: Windfeder).
Das war ganz große Unterhaltung. Das Mülheimer Hockeyfest in der RWE-Halle sorgte für fantastische Stimmung und ein mitreißendes Match. 1.500 Fans sahen den 13:4-Derbysieg des HTC Uhlenhorst, schöne Tore, eine lange offene Partie und die große Stralkowski-Show.
Solch eine Stimmung gibt es sonst maximal beim DM-Finale. Die RWE-Rhein-Ruhr-Sporthalle bot den perfekten Rahmen für das erste Bundesliga-Derby seit 1979. Und Gastgeber Kahlenberger HTC ließ sich davon anstacheln, hielt das Duell bis zum 2:2 zunächst offen und zeigte bei einigen harten Zweikämpfen, dass sie keine Punkte abschenken wollten. Die Uhlen wiederum erwischten zunächst einen schwachen Tag und kämpften sich zur 5:2-Pausenführung.
Nach dem Seitenwechsel kamen die „Kahlis“ noch einmal heran (5:4), dann zeigten die Uhlenhorster ihr wahres Gesicht und demonstrierten ihre Stärke. Neben dem überragenden Thilo Stralkowski, der acht Treffer erzielte, stach Christopher Rühr mit drei feinen Treffern heraus. Johannes Schmitz, trotz Erkältung am Start, erzielte zwei Tore. Am Ende stand ein verdienter 13:4-Sieg in einem Match, auf dessen Rückspiel sich alle Fans freuen dürfen. Am Freitag, 16. Dezember, geht das Derby, erneut in der RWE-Halle, in die zweite Runde.
Thilo Stralkowski überragte mit acht Toren (Foto: Windfeder).
Ein fast 20-minütiger Zusammenschnitt vom 8:5-Heimsieg gegen Rot-Weiss Köln ist online.
Zum Spiel auf hockeyvideos.de geht es hier
Die Bedenken waren bei HTCU-Trainer André Henning angesichts der unterirdisch kurzen Vorbereitung auf die Hallenrunde groß. Entsprechend groß war beim Coach die Freude über den makellosen Start in die Saison. Dem Erfolg am Freitag in Krefeld ließen die Uhlen am Sonntag in der Harbecke-Sporthalle den genussreichen 8:5-Erfolg in einem begeisternden und mitreißenden Westduell gegen den vermeintlichen Gruppenfavoriten Rot-Weiss Köln folgen. Die Hochgeschwindigkeits-Uhlen sind auf Kurs, lautete die frohe Botschaft an diesem unfreundlichen Novembertag.
Es war edel angerichtet vor 500 Zuschauern. Für die geballte Prominenz standen hüben und drüben fünf aktuelle Feldeuropameister, bei den Uhlen fehlte mit Jan Gehlen (nach Kieferbruch) nur noch ein Stammspieler, nachdem sich Turbanträger Jannik Otto (nach Platzwunde) pünktlich zum immergrünen Westschlager zurückgemeldet hatte.
Dass die Domstädter durch Eike Bumb in Führung gehen durften, verdankten sie einer der ganz, ganz wenigen Schläfrigkeiten der Uhlenhorster. Ansonsten präsentierte sich der Freiluft-Vizemeister in der betont hellwachen Ausrichtung. Nationalspieler Thilo Stralkowski, Torschütze und Ideengeber in Personalunion, griff gleich bei der ersten Ecke zu, Angreifer Johannes Schmitz erzielte die erste Führung, Stralkowski stockte mit der nächsten filigranen Ecke auf. Die Mülheimer spielten sehr konzentriert, passsicher und wenn er einmal gefragt war, war Keeper Felix Reuß gegen Jan-Marco Montag (21.) und Marcel Meurer (23.) mit Bierruhe zur Stelle. Aber auch der Kollege Max Weinhold stellte bei den Chancen von Schmitz (23.) und Ole Keusgen (27.) seine Klasse unter Beweis. Der einzige Reuß-Fehler wurde dann aber prompt bestraft. Ohne Not verließ er das Tor, der Treffer von Benjamin Weß von der linken Seite bedeutete großes Handwerk.
Direkt nach dem Wechsel stellte Benjamin Fürk, auf dem in der Folgezeit der Scheinwerfer ruhen sollte, den alten Zwei-Tor-Vorsprung wieder her. Die Kölner nutzen ihrerseits die folgende kleine Schwächephase des HTCU durch Christoph Menke und Joshua Delarber (nach Fürk-Fehler) zum Ausgleich. Dem Doppelschlag der Kölner folgte der nächste und wegweisende der Mülheimer. Mit dem sehenswerten Treffer zum 5:4 machte Fürk seinen Patzer gut und bediente direkt im Anschluss goldrichtig den Kollegen Schmitz: 6:4. Sieben auf einen Streich hieß es schließlich durch Tobias Matania. Die Vorentscheidung in einem mitreißenden Match.
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Schlüssel zum Sieg: Die starke Eckenverteidigung um den sehr guten Keeper Felix Reuß (Foto: C. Windfeder).
Tobias Matania überzeugte in der Abwehr (Foto: C. Windfeder).
Mission erfüllt. Und dies gleich mit doppeltem Erfolg. Hallenhockey-Bundesligist HTC Uhlenhorst ist am Freitagabend mit dem 8:7-Sieg beim Crefelder HTC in die neue Saison gestartet und hat nach der bitteren Niederlage in der Vorsaison, die die Viertelfinal-Teilnahme gekostet hat, die Rechnung letztendlich cool und clever beglichen. „So sind diese Spiele schon oft verlaufen, ausnahmsweise waren wird diesmal erfolgreich“, sagte Trainer André Henning.
Auch ohne die verletzten Stammspieler Jan Gehlen und Jannik Otto machten die mit ganz kurzer Vorbereitung ins Rennen gegangenen Mülheimer die erste Halbzeit zur Chefsache. Die Führung von Europameister Oskar Deecke glich HTCU-Kapitän Jan Philipp Rabente umgehend aus, bis zur 22. Minute zogen die sehr gut agierenden und konzentrierten Gäste auf 4:1 davon. „Die Krefelder hatten nur diese beiden Dinger, wobei der zweite Gegentreffer kurz vor der Halbzeit aus einem unnötigen Ballverlust resultierte. Wir hätten unbedingt deutlicher führen müssen“, so Henning.
Nach der 6:2-Führung durch den jungen Stürmer Christopher Rühr bekam die Partie in der zweiten Halbzeit ein anderes Gesicht. Der CHTC presste mit Erfolg und machte viel Betrieb, die Uhlenhorster präsentierten sich hingegen schwankend, kassierten ungeschickt zahlreiche Ecken und fingen sich Kontertore. „Dass wir nicht stabil genug sind, bleibt eine Baustelle,“ meinte Henning. Andererseits ging die Coolness trotz der Fehler, die zu den Gegentoren führten, nicht verloren. Die Treffer durch Tobias Matania zum 7:4 und durch Johannes Schmitz zum 8:6 fielen genau zum richtigen Zeitpunkt. „Dafür, dass wir offensiv kaum stattgefunden haben, sind unsere vier Tore schon sehr erstaunlich“, hieß es.
Nach dem Anschlusstor zwei Minuten vor Schluss brachten die Uhlen den Vorsprung über die Zeit und feierten einen Start nach Maß. „Ich bin zufrieden, dieser Erfolg wird uns zusätzlichen Schwung geben. Nach der kurzen Vorbereitung war es nicht leicht, so reinzukommen“, sagte Henning. „Das war wieder eine ganz knappe Kiste, aber wir haben völlig verdient gewonnen,“ freute sich Manager Horst Stralkowski.
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Auf dem Weg zum ersten Tor: Jan Philipp netzt per Lupfer (Foto: Windfeder).
Was zuletzt mit Eigenverschulden nicht gelang, soll diesmal unbedingt nachgeholt werden. In der am Freitag (20 Uhr) mit der Auswärtspartie beim Crefelder HTC beginnenden Hallensaison gilt die Qualifikation für das Viertelfinale am 7. Januar beim Bundesligisten HTC Uhlenhorst als Ziel.
Für die Uhlenhorster gilt unter dem Hallendach Nachholbedarf. Auf dem Feld mit 16 deutschen Meisterschaften die nationale Institution schlechthin, gelten in der Halle ungleich bescheidenere Zahlen. Beim Gründungsmitglied (die Bundesliga wurde 1973 aus der Taufen gehoben) steht allein die Meisterschaft im Jahr 1987 zu Buche. 2010 scheiterten die Mülheimer bei der Endrunde in Berlin im Halbfinale gegen den späteren Titelträger Mannheimer HC.
In der zurückliegenden Spielzeit war die Auswahl von HTCU-Trainer André Henning lange in der Spur, um in Krefeld unversehens und schmerzhaft aus der Kurve zu fliegen. Die Niederlage beim CHTC bedeutete das jähe Aus im Rennen um die Viertelfinalplätze. Nun will es der Spielplan, dass mit eben dieser Paarung der Hallenreigen beginnt. Teammanager Horst Stralkowski weiß das damalige Geschehen in der Kurt-Tucholsky-Gesamtschule bei den Spielern noch in wacher Erinnerung und rechnet bei ihnen fest mit dem richtigen Einsatz und der entsprechenden Körpersprache: „Ich bin fest davon überzeugt, dass die Mannschaft etwas gutmachen will!“
Vor dem ersten Schritt gab es bei den Uhlen wenig Gelegenheit, sich auf die grundsätzlich anderen Gegebenheiten einzustimmen. Ohne jedes Hallentraining ging es vor einer Woche in Viersen in das Vorbereitungsspiel gegen Rot-Weiss Köln, es folgte das zweitägige Turnier des Ligakonkurrenten Schwarz-Weiß Neuss mit gleich vier Partien. Da lief es zunächst so gar nicht rund, doch der Abschluss, wiederum gegen die bestens bekannten Kollegen aus Köln, wurde allgemein als vernünftig bis gut eingestuft. „Die Leistungssteigerung stimmt uns zuversichtlich, dass wir in Krefeld die Punkte wegholen“, so der Teammanager.
Was wiederum die ideale Basis für das so nahe Gipfeltreffen wäre. Aller guten Dinge sind drei: Am Sonntag (16 Uhr) stellt sich die geballte Prominenz aus Köln in der Harbecke-Sporthalle vor. Die weiteren Rivalen im Westen sind neben den laut Stralkowski schwer einzustufenden Neussern der Düsseldorfer HC und natürlich Aufsteiger Kahlenberger HTC, der dem Status der Hockeyhochburg Mülheim eine neue Wertigkeit verleiht. Bereits am Freitag, 18. November, 19.30 Uhr, kommt es in der RWE-Sporthalle zum Lokalderby, dies mit dem entsprechenden Zuschauerandrang.
Mit Blick auf den Start spricht André Henning unumwunden von „schwierigen Voraussetzungen“. „Wir haben diesmal nur eine einwöchige Vorbereitung. Wir müssen abwarten, wie viel man von uns erwarten kann und ob wir schon ein einigermaßen wettbewerbstaugliches Hockey spielen. Zudem treffen wir gleich auf Topgegner und in der bärenstarken Westgruppe kann jedes Spiel entscheidend sein.“
Derweil bleibt es beim hartnäckigen Verletzungspech. Beim Training am Dienstag in der Harbecke-Sporthalle zog sich Abwehrspieler Jannik Otto nach einem unglücklichen Stockschlag eine erneute Platzwunde am Kopf zu, die mit fünf Stichen genäht werden musste. Ein Einsatz ist zumindest am Freitag ausgeschlossen. Wann der in der Defensive gleichsam unverzichtbare Jan Gehlen (nach Kieferbruch) ins Team zurückkehrt, ist derzeit völlig offen.
Und noch eine Unwägbarkeit: Noch steht nicht fest, welche Uhlenhorster Nationalspieler für die Champions Trophy in Neuseeland (Abflug 28. November, Rückkehr 13. Dezember) von Bundestrainer Markus Weise nominiert werden. In diese Zeit fallen die Spiele in Köln (3. Dezember) und in Neuss (10. Dezember).
Eines der schönsten Hockeystadien: Hier trifft der HTCU auf Gastgeber Rotterdam.
Hammer-Los! Traum-Los! Der HTC Uhlenhorst in der Euro Hockey League hat den großen Kracher gezogen. Das K.O.-16-Turnier an Ostern findet wie erwartet beim HC Rotterdam statt. Im EHL-Achtelfinale treten die Mülheimer ausgerechnet gegen den Gastgeber an: In Rotterdam gegen Rotterdam. Die Uhlen dürfen sich auf ein Match vor 4.000 Zuschauern im dann wohl ausverkauften Hazelaarweg-Stadion freuen.
Bei diesem Oster-Turnier treffen die 16 besten Teams Europas aufeinander. Karfreitag oder Ostersamstag geht es zur Primetime gegen Rotterdam. Sollte der HTCU das Top-Spiel des Achtelfinals gewinnen, ginge es bereits zwei Tage später im selben Stadion entweder gegen East Grinstead oder CA Montrouge im Viertelfinale weiter. Die besten vier Teams qualifizieren sich für die Endrunde, die an Pfingsten stattfinden wird.
Mit dem HC Rotterdam zogen die Uhlen sportlich den wohl anspruchsvollsten Gegner im Topf. Die Niederländer sind derzeit Zweiter in der Hoofdklasse. In ihren Reihen haben sie Neuseelands Top-Star Simon Child, die Hertzberger-Brüder und Robert van den Horst.
Dennoch ein Traumlos, denn das Duell zwischen Hollands Top-Team und dem deutschen Vize-Meister ist das Highlight der K.O.-Runde.
Trainer André Henning: „Ich hatte gehofft, dass wir gegen Rotterdam in diesem unfassbar coolen Stadion spielen dürfen. Das sind die Matches, für die wir Hockey spielen. Vor ausverkaufter Hütte in Holland zu spielen, bei einer Atmosphäre wie im Fußballstadion, ist doch das Highlight für jeden Hockeyspieler. Ein absoluter Traum und Lohn für die Arbeit in den letzten Jahren. Die Kulisse wird uns unfassbar pushen. Wir sind da sicher Außenseiter, aber ich traue uns einiges zu. Und wir werden ganz sicher nicht nur staunend in dem Stadion rumstehen, sondern einen harten Fight abliefern.“
Die genauen Termine stehen noch nicht fest und werden sofort hier veröffentlicht.
Christopher Rühr war in guter Form und traf fünfmal in Neuss.
So kurz, knackig und gebündelt ist beim Hockey-Bundesligisten HTC Uhlenhorst die Vorbereitung auf die Saison auch noch nicht verlaufen. Nach den Auftritten am Freitag in Viersen und am Wochenenden beim Bonfiglioli-Cup des Klassengefährten Schwarz-Weiß-Neuss ist der Testspielspuk bereits wieder vorbei. Am kommenden Freitag (Spielbeginn 20 Uhr) starten die Uhlen beim Crefelder HTC in die neue Spielzeit.
Gegen eben diese Krefelder, gegen die der HTCU in der Vorsaison kläglich die Viertelfinal-Teilnahme verspielt hatte, ließ sich die Auswahl (ohne den verletzten Jan Gehlen und Englandfahrer Niklas Rieger) von Trainer André Henning, der am langen Wochenende erwartungsgemäß Höhen und Tiefen ausgemacht hat, nicht lange bitten. „Wir haben Krefeld teilweise regelrecht an die Wand gespielt, das war schon eine unfassbare Dominanz. Offensiv war das eine starke Vorstellung mit einem ganz hohen Tempo. Dabei haben wir noch viele Chancen vertan“, hieß es nach dem ersten Schritt in Neuss.
Die Ernüchterung folgte auf dem Fuß. Gegen die bereits seit zehn Tagen im Hallentraining befindlichen und zu den Topfavoriten in der Hallenbundesliga zählenden Mannheimer sahen die Mülheimer kein Land. „Gegen einen sehr starken und dominanten Gegner war es der Tiefpunkt des Wochenendes,“ sagte Henning. „Unser Abwehrverhalten war teilweise naiv und den Mannheimern sehr hilfreich. Wir haben es ihnen extrem einfach gemacht, unsererseits aber auch viele Chancen liegen lassen, sechs oder sieben Tore wären möglich gewesen.“
Die erste Partie am Sonntag gegen Neuss glich einer Achterbahnfahrt. Die Uhlenhorster bestimmten die ersten 20 Minuten und lagen folgerichtig mit 4:1 vorn. Innerhalb von fünf schwachen Minuten war der Vorsprung aber bis zur Halbzeitpause verbraucht. „In der zweiten Halbzeit haben die Schwarz-Weißen beim Pingpong-Hockey ihre Konterchancen besser genutzt. Insgesamt war der zweite Abschnitt von uns sehr schwankend. Man hat gesehen, dass die taktischen Mechanismen noch nicht sitzen“, meinte Henning zu dieser Begegnung.
Ende gut in der Marie-Curie-Halle. Im Match gegen den Dauerrivalen Köln zeigte der HTCU das beste Spiel des Wochenendes. „Wir haben die Partie zunächst gut im Griff gehabt und aufsteigende Tendenz gezeigt“, befand Henning. Die Uhlen verschliefen dann den Auftakt der zweiten Halbzeit und ließen die Dom-städter auf 6:3 davonziehen. Die Mülheimer fingen sich wieder und agierten in der Schlussviertelstunde sehr druckvoll, aber nicht immer mit Fortune. „Dass wir nicht gewonnen haben, ist mir egal. Entscheidend ist die spielerische Entwicklung“, blickt Henning zuversichtlich dem Start entgegen.
derwesten.de - Gerd Böttner
Ergebnisse im Überblick:
HTC Uhlenhorst -
Crefelder HTC 11:7 (4:3)
HTC Uhlenhorst -
Mannheimer HC 2:9 (1:6)
HTC Uhlenhorst -
Schwarz-Weiß Neuss 8:11 (4:4)
HTC Uhlenhorst -
Rot-Weiss Köln 5:6 (3:2)
Am ersten Tag des Bonfiglioli-Cups in Neuss gab es Sieg und Niederlage für den HTC Uhlenhorst. Zum Auftakt wurde der Crefelder HTC mit 11:7 (4:3) bezwungen, am Abend gab es jedoch eine 2:9 (1:6)-Schlappe gegen Mannheim.
Gegen die Krefelder zeigten die Mülheimer eine gute Leistung, leisteten sich aber eine ganz schwache Chancenverwertung. Dennoch reicht es zu einem ungefährdeten Erfolg dank der Treffer von Thilo Stralkowski (2), Christopher Rühr (2), Johannes Schmitz (2), Jan Philipp Rabente (3), Jannik Otto (1) und Jan Fleckhaus (1).
Gegen den Mannheimer HC funktionierte deutlich weniger. Die Chancenverwertung war wieder schwach, insbesondere in der Defensive offenbarten sich viele taktische Schwächen. Zwar ging der HTCU ohne eine Trainingseinheit in das Turnier, dennoch war es auch unter diesen Umständen eine insgesamt schwache Leistung gegen allerdings starke Mannheimer. Beide Treffer fielen per Ecke. Erfolgreich waren Thilo Stralkowski und Christopher Rühr, die eine gute Leistung boten.
Wechsel im Block: Thilo Stralkowski, Ole Keusgen, Chris Rühr und Jan Philipp Rabente (v.li.) beobachten Jannik Ottos Pass (Foto: Bianca Röder).
Jan Philipp Rabente mit Schiedsrichterlegende Hans-Werner Sartory (Foto: Bianca Röder).
Das war kein Test wie jeder andere. Ohne eine einzige Trainingseinheit kamen die Herren des HTC Uhlenhorst nach Viersen, um gegen Rot-Weiss Köln einen Indoor-Einstieg auf Top-Niveau zu bekommen. Der Test gelang. Vor 400 Zuschauern in der Halle Beberich gewannen die Domstädter 7:5 (3:3) in einem offenen Match.
In den ersten Minuten merkte man den Uhlen an, dass sie sich erst nach an dünne Schläger und das hohe Tempo gewöhnen mussten. Nach zehn Minuten waren sie aber im Spiel drin, das durch Tore von Thilo Stralkowski (2), Johannes Schmitz, Jan Philipp Rabente und Ole Keusgen bis kurz vor Schluss beim Stand von 5:5 offen gehalten wurde. Ein Ballverlust führte zum entscheidenden Konter für Köln.
Trainer André Henning: "Der Viersener THC arrangierte das Duell mit Freundlichkeit, familiärer Atmosphäre, aber auch hoher Professionalität. Wir kommen gerne wieder. Auch sportlich hat die Partie ihren Zweck mehr als erfüllt."
Am Wochenende geht es zum Bonfiglioli-Cup nach Neuss. Für mehr Infos aufs blaue Symbol rechts klicken.
Freuen sich auf die Halle: Thilo Stralkowski, Jan Philipp Rabente und Jannik Otto (v.li.).
Das dürfte die kürzeste Hallenvorbereitung aller Zeiten für die Uhlen werden. Ein Testspiel, ein Turnier und „anderthalb“ Trainingseinheiten spult das Bundesliga-Team des HTC Uhlenhorst ab, bevor es am 11. November zum Crefelder HTC geht. Dann startet die Bundesliga gleich mit einem kleinen Endspiel um die Play-Off-Teilnahme.
Die Voraussetzungen sind alles andere als perfekt, dennoch wollen die Mülheimer zumindest ins DM-Viertelfinale. Dazu müssen sie in der Westgruppe mit Krefeld, Rot-Weiss Köln, dem Düsseldorfer HC, Schwarz-Weiß Neuss sowie Lokalkonkurrent Kahlenberg mindestens Rang zwei erreichen. Für die Uhlen ging die Feldsaison allerdings bis zu zwei Wochen länger als für die Konkurrenz. Entsprechend gab es nach dem letzten Freiluftmatch am Sonntag gegen Berlin nur eine kleine Pause – bis Freitag, dann steigt schon das erste Testspiel. In einem vom Viersener THC aufgezogenen Testmatch vor hoffentlich voller Tribüne (Halle Beberich, Weiherstr. 12, 41747 Viersen, Eintritt: Erwachsene: 5,00€, Kinder 2,50€) duellieren sich die Uhlen mit DM-Favorit Rot-Weiss Köln. Allerdings werden die Mülheimer vor diesem Match den Hallenschläger nicht einmal angerührt haben. „Ein paar Tage Pause sind einfach Pflicht. Das Spiel gegen Köln soll eine intensive Eingewöhnung ins Hallenhockey sein“, meint Trainer André Henning. „Das Ergebnis ist absolut zweitrangig.“
Ohne Verschnaufpause geht es am Wochenende nach Neuss. Dort findet der Bonfiglioli-Cup statt. Hier geht es im Modus „Jeder gegen Jeden“ in zwei Hallen um den Turniersieg. Der HTCU spielt wiefolgt:
Am Samstag um 15:45 Uhr gegen den Crefelder HTC (Marie Curie Halle, Plankstraße/Salierstraße) und um 18:30 Uhr gegen den Mannheimer HC (Stadionhalle, Jahnstraße). Am Sonntag geht es um 11:15 Uhr gegen Gastgeber SW Neuss (Stadionhalle), das letzte Match steigt um 13:30 Uhr gegen RW Köln (Marie Curie Halle). Die Spielzeit beträgt Samstag zweimal 30 Minuten, Sonntag sind es noch zweimal 25 Minuten.
Danach kann im Training am nötigen Feinschliff gearbeitet werden. Dienstag steht die einzige ernstzunehmende Einheit an, am Donnerstag, einen Tag vor dem Bundesliga-Auftakt, geht es nur noch um Standards.
Neben dem Verletzten Jan Gehlen werden auch Niklas Rieger (Auslandsaufenthalt) sowie Felix Meyer, Daniel Kamphaus und Benjamin Becker (alle Hallenpause) fehlen.
Johannes Schmitz auf dem Weg in den Schusskreis (Foto: D. Matania).
Zwischen Wunsch und Wirklichkeit klaffte diesmal eine große Lücke. Mit einem Sieg im letzten Freiluftspiel gegen den Angstgegner Berliner HC wollte Feldhockey-Bundesligist HTC Uhlenhorst dafür sorgen, monatelang die schöne Aussicht an der Tabellenspitze zu genießen. Gegen den cleveren Klub aus der Metropole gab es bei der verdienten 4:5-Niederlage dann aber das böse Erwachen, weil sich die Defensive der Uhlen ohne ihren Abwehrchef Jan Gehlen den Anforderungen nicht gewachsen zeigte.
Es war angerichtet für den finalen Akt mit dem ultimative nSahnehäubchen des Branchenführers. Der goldene Oktober zeigte sich von seiner besten Seite, 450 Zuschauer waren bereit, den Vizemeister auf seinem Weg zur Tabellenführung zu begleiten. Und der Weg ging gleich in die richtige Richtung, als sich in der 4. Minute dem nach vielen Einsätzen bei Jung und Alt ausgelaugten Christopher Rühr die erste Chance bot. Für den ganz starken BHC-Torhüter Ulrich Bubolz war der wenig konsequente Schussversuch indes eine leichte Beute. Beim nächsten Versuch griff die jugendliche Note: Jan Nitschke verwertete das Zuspiel von Abwehrmann Ole Keusgen souverän zur Führung der Gastgeber. Doch dann griff auch das, was an diesem Tag Beständigkeit haben sollte: Die Berliner erzielten in Person von Till Scharp, den die Abwehr fahrlässig hatte laufen und gewähren lassen, per Rückhand den Ausgleich.
Ein Treffer mit Folgen, denn die behäbigen und vorzugsweise mit blinden Bällen agierenden Uhlenhorster verloren in der Folgezeit zusehends den Boden unter den Füßen. Beim 2:1 durch besagten Scharp herrschte in der Abwehr abermals der kollektive Notstand und auch beim 1:3 herrschte der allgemeine Tiefschlaf: Bei der zweiten Ecke legte Nationalspieler Martin Häner, der in der Abwehr alles unter Kontrolle hatte, auf den am Pfosten mutterseelenallein lauerenden Richard Braun ab. Und das Fell wäre garantiert frühzeitig verteilt gewesen, wenn in der 29. Minute Niklas Cartsburg nicht wenige Zentimeter gefehlt hätten.
Mit dem Wiederanpfiff zeigte der Peitschenknall des Trainerteams André Henning/Sven Meinhardt Wirkung. Spielerisch kamen die Uhlen endlich ins Rollen, verdienter Lohn war der clever erzielte Anschlusstreffer von Torjäger Thilo Stralkowski. Der besaß auch die Chance zum Ausgleich, doch die erste Ecke der Mülheimer parierte Ex-Nationalspieler Bubolz in der Ausrichtung der Spitzenkraft.
Der HTCU war zurück in der Spur, machte hohes Tempo und überzeugte kämpferisch. Das Tor machten hingegen die Berliner, als Robert Marx nach einem Gestochere traf. „Ich weiß nicht, warum wir bei jedem Angriff ein Tor kriegen“, stöhnte „Co“ Meinhardt. Hoffnung keimte wieder beim Anschlusstreffer von Stralkowski auf, doch im Gegenzug legte der BHC durch Kevin Lim wieder nach. Dass Stralkowski noch einmal verkürzte, fiel unter die Rubrik Ergebniskosmetik.
„Das ist eine Niederlage, mit der ich überhaupt nicht leben kann“, sagte Henning später. „Die erste Halbzeit war eine absolute Frechheit und ganz, ganz mies. Kein Bock, keine Körpersprache, kein Abwehrverhalten. Eine Zumutung für die Zuschauer. Da fehlte mental die Stabilität. In der zweiten Halbzeit, in der es Spielerisch einen Klassenunterschied gab, waren wir in der Spur. Wenn wir in der ersten Hälfte annähernd so gespielt hätten, hätten wir das Match mit drei Toren Unterschied gewonnen. Die Angriffe waren aber teilweise grünschnabelhaft und wir haben nicht immer vernünftige Entscheidungen getroffen. Am Verhalten unter Stress müssen wir noch arbeiten.“
derwesten.de - Gerd Böttner
Nach leichter Verletzung wieder fit und im Fokus: Tobias Matania (re.).
Ein letztes Spiel steht noch auf dem Plan vor der Winterpause, das hat es in sich. Am Sonntag gastiert um 14 Uhr der Berliner HC im Mülheimer Waldstadion. Im Duell der Tabellennachbarn kann der HTC Uhlenhorst die Tabellenführung und damit die Herbstmeisterschaft einfahren.
Mannheim, UHC, Alster – das waren die Teams, die im Vorjahr oben mitspielten und auch diesmal als Favoriten auf die Top 4 galten. Doch neben dem HTHC haben sich die Berliner als Überraschungsteam in die Spitzengruppe geschoben. 20 Punkte haben sie aus den bisherigen neun Partien geholt, nur einen weniger als die Mülheimer. Für Trainer André Henning war die starke Hinrunde der Hauptstädter aber keine Überraschung: „Der BHC hat eine starke junge Mannschaft mit vielen Eigengewächsen, aber auch Etablierten. Es war nur eine Frage der Zeit, bis sie sich fest unter die besten vier der Liga schieben“, so Henning, der den Gegner am Samstag bereits beobachten kann. Während die Uhlen spielfrei haben, muss der BHC in Krefeld ran. Besonderes Augenmerk liegt auf der starken Defensive um Innenverteidiger und Nationalspieler Martin Häner, die bislang erst 13 Gegentore kassiert haben – Ligabestwert.
Auf Uhlen-Seite fehlt der Top-Verteidiger weiterhin verletzt: Jan Gehlen kuriert seinen Kieferbruch aus, ist jedoch auf dem Wege der Besserung. Ansonsten sind die Mülheimer komplett. Jan Nitschke und Till Brock rücken wieder in den Kader, nachdem sie vor Wochenfrist wegen der (erfolgreichen) U18-DM geschont wurden. Ebenfalls wieder im Kader ist Niklas Rieger, der nach kurzem Auslandsaufenthalt wieder in der Ruhrstadt weilt. Rieger war unter der Woche, genau wie Jan Nitschke, Julian Stempher, Lukas Windfeder, Henning Hüttermann und Julius Meyer beim Lehrgang der U21.
Wir laden Euch ein zu einem leckern Glühwein! Am Sonntag (14:00 Uhr) möchten wir uns zum letzten Saisonspiel gegen den BHC für die Unterstützung und besonders für den Einsatz im Rahmen des EHL-Wochenendes bedanken. Und passend zur Jahreszeit sind alle herzlich zum Glühwein eingeladen.
Die erste Runde der Euro Hockey League ist vorbei. Nun steht fest, welche Teams im Achtelfinale stehen. Neben dem HTC Uhlenhorst haben sich folgende sieben Teams als Gruppensieger qualifiziert - ihnen gehen die Uhlen im Achtelfinale als gesetzter Club damit aus dem Weg: Beeston HC, East Grinstead (ENG), Amertdam H&BC, HC Bloemendaal (NED), KHC Dragons (BEL). Zu einem deutschen Duell mit dem Club an der Alster oder dem UHC Hamburg kann es frühestens im Halbfinale kommen.
Mögliche Gegner fürs Achtelfinale sind: Reading HC (ENG), Club de Campo Madrid, RC Polo Barcelona (ESP), HC Rotterdam (NED), CA Montrouge (FRA), Dinamo Elektrostal, Dinamo Kazan (RUS).
Das Achtel- und Viertelfinale wird an Ostern in den Niederlanden stattfinden. Die Auslosung findet im November statt, dann wird auch der Austragungsort bekannt gegeben. Klar ist bereits, dass ein möglicher Viertelfinalgegner Englands Vize-Meister East Grinstead HC ist.
Thilo Stralkowski traf doppelt.
Feldhockey-Bundesligist HTC Uhlenhorst kann bei der Aufgabenstellung an einem ungemütlichen Freitagabend auch anders. Nach der schleppenden Gangart jüngst beim 2:1-Sieg in Neuss stürmten die Uhlen im eigenen Revier zum 6:0-Erfolg gegen den überforderten Nachbarn Düsseldorfer HC - und zur Tabellenführung.
Nach der in Neuss erlittenen Kieferverletzung von Innenverteidiger Jan Gehlen musste sich HTCU-Trainer André Henning Gedanken machen, wer den Part des Defensivspezialisten übernehmen soll. Die Wahl fiel auf Kapitän Jan Philipp Rabente - und die Wahl hätte nicht besser sein können. Der seinen Job offensiv interpretierende Nationalspieler zeigte bei seinem ungewohnten Auftrag eine Klasseleistung und drückte dem einseitigen Geschehen seinen Stempel auf. „Er hat mit Auge und Supertiming agiert, viel für die Offensive getan und im Ein-gegen-eins-Verhalten viele Bälle abgegriffen. Das war ein ganz starkes Spiel von Jan Philipp“, lobte der Trainer nach dem grundlegend einseitigen Geschehen.
Gegen die betont defensiven Gäste gelang dem Vizemeister der erhoffte frühe Führungstreffer. Beim 1:0 (11.) lauerte der junge Stürmer Christopher Rühr am langen Pfosten - und stand goldrichtig. In der 50. Minute durfte Rühr Feierabend machen: Schonung für das Unternehmen Titelgewinn am Wochenende mit der A-Jugend der Uhlen.
Und weiter ging es mit dem Einbahnstraßen-Hockey Marke HTCU. Nach Zuspiel von Nationalspieler Thilo Stralkowski erhöhte Jannik Otto per Rückhand auf 2:0 (18.). Angesichts der offensiven Harmlosigkeit der Gäste roch es da schon nach Vorentscheidung. Bis zum Seitenwechsel ließ der DHC allein bei zwei Ecken aufhorchen. Die erste war die sichere Beute von Ole Keusgen (25.), bei der zweiten sah sich Torwart Felix Reuß ausnahmsweise einmal in der Rolle des Beschäftigten (30.).
Auch ohne Tobias Matania, der in der Halbzeitpause aufgrund von muskulären Problemen im Oberschenkel vorsorglich aus der Partie genommen wurde, dominierten die Gastgeber in den zweiten 35 Minuten das Geschehen nach Belieben. Das 3:0 (41.) durch Johannes Schmitt fiel nach einem kapitalen Fehler von DHC-Kapitän Dominic Giskes, während das 4:0 (49.) durch Torjäger Stralkowski das Produkt hoher Spielkunst war. Rabentes Vorarbeit war ganz großer Sport und allein das Eintrittsgeld wert. Der mutterseelenallein am langen Pfosten wartende Daniel Kamphaus stockte auf 5:0 (55.) auf, den Schlusspunkt setzte Stralkowski nach einer Stunde mit einer kunstvoll platzierten Ecke.
„Das Spiel ist so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt haben. Die Zuschauer sind an diesem kalten Abend mit schön herausgespielten Tore für ihr Kommen belohnt worden“, zog der grundzufriedene André Henning Bilanz.
derwesten.de - Gerd Böttner
Normalerweise hat Feldhockey-Bundesligist den Sturm und Drang verinnerlicht. Am Freitagabend zeigte der Vizemeister sein anderes Gesicht, als er sich beim Aufsteiger Schwarz-Weiß Neuss dank der treffsicheren Hilfe von Philip Meyer mühevoll mit 2:1 durchsetzte. Immerhin: Das angestrebte Unternehmen drei Punkte wurde in die Tat umgesetzt.
Bei der freitäglichen Spätvorstellung zeigten sich die Mülheimer in den Auftaktminuten hellwach.Die erste Ecke von Nationalspieler Thilo Stralkowski bereits in der 2. Minute wurde eine Beute von Schwarz-Weiß-Keeper Lennard Leist, der wiederum zwei Minuten später machtlos war, als nach einem Angriff über die linke Seite von Jan Fleckhaus und Jannik Otto Mittelfeldspieler Meyer nur den Schläger hinhalten musste. Die Uhlen schienen auf Kurs, zumal Fleckhaus wenig später die nächste Chance vergab.
Offenbar mit dem Gefühl, Match und Punkte im Sack zu haben, schaltete der HTCU früh herunter und baute zusehends ab. Als die Gastgeber in Person von Christoph Martial gar den Ausgleich erzielten, gerieten die Gäste gänzlich aus dem Konzept. „Wir haben sehr schlechte Entscheidungen getroffen und fernab jeglicher Konstruktivität agiert,“ monierte Trainer André Henning später. Der Aufsteiger hatte plötzlich Oberwasser, der Favorit hatte bis zum Pausenpfiff weder eine Chance aus dem Spiel heraus noch ein Ecke. Henning kannte da nur noch ein Ansinnen: „Die unkonzentrierte Mannschaft nach diesem Schweinespiel wieder beruhigen.“
Unternehmen geglückt! In den zweiten 35 Minuten waren die Uhlenhorster wieder in der Spur und drückten dem Geschehen ihren Stempel auf. Es war nur eine Frage der Zeit, bis das erlösende 2:1 fiel. Doch bis zur Erlösung verstrichen die Minuten. In Minute 58 war es erneut Philip Meyer, der die Weichen auf Sieg stellte. Zuvor hatte es unter anderem bei vier Uhlenhorster Ecken lichterloh vor dem Neusser Tor gebrannt. Sie blieben allesamt ungenutzt. „Es hätte auch zwei mehr sein können. Und nach dem rüden Foul an Jan Fleckhaus blieb uns ein glasklarer Siebenmeter verwehrt“, so Henning mit Blick auf einen Abend, an dem wenige Wünsche erfüllt wurden.
In den Schlussminuten hatten die Uhlen Glück bei einem Neusser Konter, kurz vor dem Ende lief Ole Keusgen eine Ecke der Schwarz-Weißen ab. „Das hätte auch noch in die Hose gehen können“, atmete Henning wenig später tief durch „Es war das erwartete Freitagspiel gegen einen defensiven und destruktiven Gegner. Wir können nicht jede Woche Galahockey spielen. Wir sind froh und zufrieden, dass wir die drei Punkte haben.“
derwesten.de – Gerd Böttner
Steht vor seinem ersten Bundesligaspiel in dieser Saison: Christopher Rühr feiert heute Abend sein Comeback.
Nach dem internationalen Intermezzo und der Fortsetzung der Europareise (das EHL-Achtel- und -Viertelfinale findet über Ostern aller Voraussicht nach in Rotterdam statt) wird Feldhockey-Bundesligist HTC Uhlenhorst am Freitagabend (20 Uhr, Jahnstadion) in der Partie beim Aufsteiger Schwarz-Weiß Neuss wieder vom Ligaalltag eingeholt.
Keine Frage, der Vizemeister will beim Freiluftendspurt mit den Aufgabenstellungen Neuss, Düsseldorf und Berlin kräftig zulangen und die volle Punktzahl für sich in Anspruch nehmen. „Neun Punkte sind realistisch und wir würden damit mit einem Riesenpolster in die Winterpause gehen. Qualitativ sind wir gewiss besser als Neuss und Düsseldorf“, sagt Trainer André Henning, um gleich auf die Euphoriebremse zu treten. „Das wird gegen Schwarz-Weiß nicht die Selbstverständlichkeit, von der viele vor der Saison ausgegangen sind. Das ist ein ganz andere Gegner als Terrassa, der nicht viel mitspielen wird, sondern sich hinten rein stellt und gut verteidigt. Zudem sind die Neusser mit ihren acht Punkten garantiert ziemlich selbstbewusst.“ Das waren sie bereits jüngst beim Hamburger Doppelpack, als sie daheim gegen Alster 2:2 spielten und gegen den UHC hauchdünn mit 2:3 verloren. „In beiden Spielen haben sie zur Halbzeit geführt“, warnt Henning vor einem Gegner, der unbedingt ernst genommen werden muss.
Angesichts der treffsicheren Eckenschützen in Reihen der Schwarz-Weißen muss die Uhlenhorster Defensivarbeit der Schlüssel zum Erfolg werden. Stichwort: Eckenvermeidung. „Ganz klar, wir haben bislang zu viele Ecken zugelassen. Wir müssen gut stehen und konzentriert und vor allem rechtzeitig verteidigen, um den Gegner nicht in unseren Schusskreis kommen zu lassen“, so Hennings Vorgabe.
Wenn es nicht noch eine kurzfristige Abmeldung gibt, geht der HTCU die Abendsession mit voller Personalstärke an, was beim fortgeschrittenen Saisonverlauf nicht unbedingt zu erwarten ist. Tobias Matania, Christopher Rühr und Johannes Schmitz haben sich bereits in der EHL zurückgemeldet, Jannik Otto (nach Kopfverletzung) zieht in Neuss nach.
derwesten.de - Gerd Böttner
Wieder an Bord: Jannik Otto kann gegen seinen Ex-Club auflaufen (Foto: D. Matania)..
Nach dem internationalen EHL-Einsatz befindet sich Feldhockey-Bundesligist HTC Uhlenhorst bereits an diesem Freitag (20 Uhr) wieder im nationalen Auftrag. Mit der Partie beim Westnachbarn Schwarz-Weiß Neuss beginnt der Endspurt im diesjährigen Freiluftgeschehen.
Für die Uhlen bedeutet die Abendsession eine Saisonpremiere. Erstmals sind nämlich alle Stammspieler im Aufgebot. Nachdem sich Tobias Matania, Johannes Schmitz und Christopher Rühr nach Krankheit bzw. Verletzung in der EHL zurückgemeldet hatten, steht auch Jannik Otto (Kopfwunde im Frankfurt-Spiel) wieder Schläger bei Fuß. Dies in einem Spiel, das man laut Manager Horst Stralkowski nicht auf die leichte Schulter nehmen darf. „Es geht vorrangig um Vermeidung von Ecken, denn der ehemalige A-Kader-Spieler Sebastian Draguhn und Patrick Lunau-Mirke sind sichere Schützen.“ Wie auch immer, für den HTCU ist der Sieg ein Muss.
Das gilt auch im Heimspiel am Freitag, 21. Oktober, 19.30 Uhr, gegen den Düsseldorfer HC, das den letzten Kick für das Topspiel am Sonntag, 30. Oktober, 14 Uhr, gegen den derzeitigen Tabellenzweiten Berliner HC geben soll.
Wenn diese Arbeit verrichtet ist, ist es nicht mehr weit bis zum Hallenstart. Am Freitag, 11. November, 20 Uhr, geht es für die Mülheimer beim Crefelder HTC los. Zwei Tage später kommt es in der Harbecke-Sporthalle gleich zum Treffen der Favoriten gegen Rot-Weiss Köln. Vom Publikumsinteresse wird das am Freitag, 18. November, 19.30 Uhr, garantiert getoppt, wenn das Mülheimer Derby KHTC gegen HTCU in der RWE-Sporthalle seine Anziehungskraft beweist.
Das Viertelfinale wird am 7. Januar gespielt. Die DM-Endrunde findet am 21. und 22. Januar an einem vom DHB noch zu bestimmenden Ort statt.
derwesten.de - Gerd Böttner
Thilo Stralkowski (l.) und Benedikt Fürk bejubeln das 4:1 durch den starken Jan Philipp Rabente,
Nun hat der HTC Uhlenhorst die Gewissheit, auch mit europäischen Spitzenteams mithalten, ja diese sogar schlagen zu können. Nach dem 4:2 (1:0)-Erfolg über den spanischen Spitzenklub Atlètic Terrassa am Sonntag vor 900 Fans im Waldstadion sind die Mülheimer als Gruppenerster ins Achtelfinale der Euro Hockey League eingezogen.
Da die Spanier den AHTC Wien am Samstag mit 3:2 bezwungen hatten, waren die Uhlenhorster schon für die folgende K.-o.-Runde, die Ostern 2012 in den Niederlanden stattfinden wird, qualifiziert. Durch das 4:2 verbesserten sie aber noch ihre Ausgangsposition, denn der ganz große Kracher bleibt den Mülheimern vorerst erspart. Im Achtelfinale geht es erst einmal gegen einen Vorrunden-Zweiten.
Zum Spiel am Sonntagnachmittag: Für die Uhlen schien nach dem „Wiener Wasserspiel“ am Freitag anfangs die Sonne. Das lässt sich auch für das Zwischenresultat nach gerade einmal vier Minuten sagen: HTCU-Kapitän Jan Philipp Rabente schickte Benedikt Fürk auf der rechten Seite auf die Reise. Der Europameister passte fast von der Spielfeldecke aus in den Kreis und Johannes Schmitz belohnte sich am langen Pfosten wartend für sein optimales Stellungsspiel und guten Riecher – 1:0 für die Gastgeber.
Die beiden Mannschaften schenkten sich nichts, gestatteten sich kaum Freiräume. Somit hatten größere Chancen Seltenheitswert. Dennoch: Das Tempo war immens hoch, die Zuschauer sahen ein Top-Spiel.
Kurz nach dem Wechsel folgte die kalte Dusche für die Uhlenhorster. Nach Pass von Litus Ballbe kam Atlètic-Akteur Roc Oliva völlig frei zum Schuss. HTCU-Keeper Felix Reuß, ein ausgezeichneter Rückhalt in der EHL-Vorrunde, hatte beim Treffer zum 1:1-Ausgleich keine Chance (38.). Die Uhlen gaben die passende Antwort. Philipp Meyer holte wenig später eine Strafecke heraus. Die Ecken-Stationen: Fürk führt aus, Rabente stoppt, Stralkowski trifft. Die Uhlen führten wieder (2:1).
Jetzt waren die Uhlenhorster klar am Drücker. Die Tore durch Johannes Schmitz (45.) , der den Ball in Gemeinschaftsproduktion mit Jan Fleckhaus im Kasten unterbrachte, und Jan Philipp Rabente (53., durch die Beine von Keeper Cristian Penalba) zum 4:1-Zwischenstand fielen zwangsläufig. Die Endphase gehörte den Spaniern, doch mehr als der Treffer zum 2:4 durch Albert Beltran sprang dabei nicht heraus. Der Uhlen-Sieg war eindeutig verdient!
derwesten.de – Marcus Lemke
Eine Zusammenfassung der Wasserschlacht von Mülheim gegen den AHTC Wien gibt es auf der EHL-Seite. Direkt zum Match geht es hier
Gewonnen! Die Hockeymannschaft des HTC Uhlenhorst hat sich am späten Freitagnachmittag mit Erfolg auf der europäischen Bühne zurückgemeldet. Sie setzte sich gegen den AHTC Wien vor 350 Zuschauern im heimischen Waldstadion mit 3:1 (2:1) durch. Aber schön anzusehen war es nicht.
Die Akteure auf dem Kunstrasenplatz, der einer Seenplatte glich, hatten es aber auch nicht leicht – insbesondere die Hausherren. Während sie bei strömendem Regen und schwer bespielbarem Untergrund das Heft in die Hand nehmen mussten, verteidigten die Österreicher den eigenen Kasten mit Mann und Maus. Unter solchen schlechten Bedingungen wäre ein Bundesligaspiel – so HTCU-Trainer André Henning – überhaupt nicht angepfiffen worden. Aber im Hockey-Europa gelten andere Gesetze und Regeln. Beispiele: Es gibt Eigentore, auch wenn kein Stürmer den Ball im Schusskreis berührt. Für einen Sieg gibt es fünf, für ein Unentschieden zwei und für eine knappe Niederlage sogar noch einen Punkt. Nun ja, und gespielt wird – wie am ersten Tag des EHL-Vorrundenturniers ebenfalls erlebt – offenbar auch dann, wenn der Ball sich kaum noch durch die Wassermassen bewegen lässt.
Zum Spiel: Die Mülheimer belagerten von der ersten Minute an den gegnerischen Kreis und das von Keeper Lukas Graser gut gehütete Wiener Tor. Die ersten Ecken brachten nichts ein. Dann spielte Daniel Kamphaus den Ball in die Mitte. Dort fälschte der Österreicher Dominik Monghy unglücklich ab, so dass der Torhüter ins leere lief. Jan Fleckhaus musste den Ball nur noch zum 1:0 in den verwaisten Kasten schieben. Das war der erste Treffer nach acht Minuten. Eigentlich hätte nun die Last der Favoritenbürde von den Schultern fallen müssen. Doch bis zum Abpfiff kam es bei einigen Uhlenhorstern zu Stockfehlern. Die Nervosität im ersten Europacup-Spiel nach so langen Jahren war deutlich spürbar – auch durch den zum Teil dichten Regen.
Es dauerte bis zur 29. Minute, ehe der Wiener Torhüter sich ein zweites Mal geschlagen geben musste. Und das letztendlich durch seinen eigenen Mitspieler Wolfgang Laminger. Der Wiener hatte den Ball nach einem Schuss von Tobias Matania aus der zentralen Position unglücklich im Schusskreis stehend abgefälscht. Kurz vor der Pause verkürzten die Gäste auf 1:2. Elmar Stremitzer hatte eine kurze Ecke verwandelt und die Uhlen mit einem Schlag urplötzlich in Bedrängnis gebracht.
Für die Erlösung sorgte schließlich Ole Keusgen, der in der 55. Minute die einzige von sechs Ecken verwandeln konnte. Der Sieg war verdient, aber die Uhlen haben sich ganz schön gequält. „Am Sonntag müssen wir viel besser spielen. Wir haben nicht in unseren Spielfluss gefunden. Einige waren sehr nervös, was aber auch irgendwie verständlich ist“, sagte Thilo Stralkowski. HTCU-Trainer André Henning drückte es noch klarer aus: „Mieses Wetter, wenige Zuschauer und eine schlechte Leistung!“
derwesten.de - Marcus Lemke
Zurück auf Europas Feldhockeybühne ist der HTC Uhlenhorst. Der ruhmreiche Mülheimer Hockeyklub, der in seinen besten Jahren einen Europapokalsieg nach dem anderen feierte, ist Gastgeber in der Vorrunde der 2007 eingeführten Euro Hockey League und steigt selbst am Freitag um 17 Uhr ins Geschehen ein.
Die Uhlen ernten nun die Früchte für die in der Vorsaison geleistete Arbeit. Als deutscher Vizemeister hatten sie sich für den internationalen Wettbewerb qualifiziert. Dann gab es den Zuschlag für die Ausrichtung der Vorrunde. Und nun bekommen die Hockeyfans im Waldstadion drei Tage lang ein Spektakel der Extraklasse serviert.
Zwölf Mannschaften kämpfen auf der Anlage am Uhlenhorstweg um den Einzug ins Achtelfinale, das Ostern 2012 ausgespielt wird. Die Teams gehen an diesem langen Hockey-Wochenende in vier Gruppen an den Start. Jeweils zwei Mannschaften qualifizieren sich daraus für das Achtelfinale. Für die Gruppendritten hingegen bedeutet die Platzierung das Aus.
Die Uhlenhorster starten am Freitag um 17 Uhr mit dem Gruppenspiel gegen den AHTC Wien. Der österreichische Meister misst sich am Samstag ab 14.30 Uhr mit dem spanischen Aufgebot von Atletic Terrassa. Am Sonntag kommt es dann zum Duell zwischen Uhlenhorst und Terrassa. Das ist Feldhockey auf Weltniveau.
Die Gastgeber haben die Chance, sich am Freitag bereits mit einem klaren Sieg das Achtelfinalticket so gut wie zu sichern. Aber die Österreicher dürfen nicht unterschätzt werden. „Die österreichische Nationalmannschaft war vor zwei Jahren in der A-Gruppe der Europameisterschaft und konnten das deutsche Team ganz schön ärgern. Die sind nicht so weit weg von der europäischen Spitze. Das kann also ein superenges Match werden“, sagt HTCU-Trainer André Henning, der fest daran glaubt, dass seine Mannschaft am Freitagnachmittag eine gute Leistung abrufen und dann ihrer Favoritenrolle auch gerecht werden wird.
Noch steht in den Sternen, ob der Uhlen-Trainer auf sein komplettes Aufgebot zurückgreifen kann. Tobias Matania machte erste Gehversuche im Training nach seinem überstandenen Muskelfaserriss. Da er aber noch nicht völlig schmerzfrei war, ist die Arbeit der Physiotherapeuten intensiv und vorrangig. Fraglich ist auch noch immer der Einsatz von Jannik Otto. Am vergangenen Wochenende hatte der Mittelfeldspieler in der Bundesliga einen Schläger mit voller Wucht abbekommen und war mit sechs Stichen genäht worden. Entwarnung gab es aber bei drei anderen „Sorgenkindern“. Nationalspieler und Europameister Benedikt Fürk sowie die Stürmer Johannes Schmitz und Christopher Rühr haben ihre Verletzungen auskuriert und konnten das volle Trainingsprogramm absolvieren.
Der Uhlenhorster Trainer rät den Hockeyfans dazu, sich auch die anderen Spiele an den drei EHL-Tagen am Uhlenhorst anzusehen. Jeweils um 9.30 Uhr beginnen die ersten Partien. Henning: „Der HC Bloemendaal kommt mit vielen Stars. Die Niederländer zeigen immer attraktives Hockey. Das spanische Hockey ist auch immer toll anzuschauen. Und da ist neben Terrassa ja auch noch Polo Barcelona mit in Mülheim. Und für mich gehört East Grinstead dieses Jahr zu den Mitfavoriten um den Titel – auch weil Barry Middleton wegen der Olympischen Spiele dorthin zurückgekehrt ist. Mit ihm wurde Alster Hamburg deutscher Meister. Da gibt es also durchaus einige sehr interessante Spiele zu sehen.“
derwesten.de - Marcus Lemke
Es ist angerichtet. Heute startet das erste Match der Euro Hockey League im Waldstadion. Die Tore stehen, Werbebanden sind aufgebaut, die Spielerbänke sind installiert, Videotürme für die TV-Kameras sind errichtet.
Für Fans gibt es einige wichtige Dinge zu beachten.
Parkplätze:
Der Parkplatz am Clubgelände ist gesperrt! Entsprechend ist eine frühzeitige Anreise notwendig, um sich rechtzeitig in der Nähe des Stadions Parkplätze zu sichern. Alternativ ist die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad empfehlenswert.
Tickets:
Noch gibt es Tickets zum selbst ausdrucken im Internet. Diese sind auch günstiger als an der Tageskasse. Hier wird es jedoch ausreichend Karten geben, die Kapazität im Waldstadion sollte für alle Fans ausreichen. Dauerkarten für das gesamte Wochenende gibt es ausschließlich im Internet. Zum Internet-Vorverkauf geht es hier.
Im Stadion:
Die Tribüne auf der Seite der Tennisplätze ist komplett gesperrt. Hier sind Spielerbänke, Offizielle und TV-Kameras platziert. Für Fans ist die große Tribüne auf der Gegengerade sowie die "Meckerecke" (Hintertortribüne Ganghoferweg) freigegeben.
Essen und Trinken:
Es gibt verschiedene Stände, Grills sowie Bierstände, wo Getränke, Snacks und Mahlzeiten erworben werden können. Außerdem wird vor dem Kiosk ein großes Zelt aufgebaut - beim Essen und Trinken steht am Uhlenhorst also niemand im Regen!
Regeln:
Einige Regeln sind in der EHL anders als in der Bundesliga. Ein Überblick:
- Das Spielen über Schulterhöhe ist erlaubt.
- Es gibt Eigentore, auch wenn kein Stürmer den Ball im Kreis berührt.
- Jedes Team kann den Videobeweis anfordern. Liegt ein Team jedoch falsch, ist die Möglichkeit erloschen.
Uhlenhorst Mülheim ist am kommenden Wochenende, 7. bis 9. Oktober, erstmals Teilnehmer an einem Erstrundenturnier der Euro Hockey League - und das gleich vor heimischer Kulisse in der Ruhrstadt. Die Mannschaft von Trainer Andre Henning trifft am Freitag um 17 Uhr zum Auftakt auf den österreichischen Meister AHTC Wien. Am Sonntag um 14.30 Uhr ist der spanische Champion Atletic Terrassa Gegner im Uhlenhorster Stadion. Der deutsche Vizemeister braucht einen klaren Sieg, um zumindest als Gruppenzweiter die Qualifikation für die Achtelfinals zu erreichen, die Ostern 2012 ausgetragen werden. Im Interview erzählt der junge Uhlenhorster Trainer, wie es seinem Team vor der internationalen Premiere seiner Mannschaft geht und was die Ziele sind.
Andre, siehst Du es auch so, dass mit Wien und Terrassa zwei völlig unterschiedliche Kaliber auf Euch zukommen?
Andre Henning: "Von der Papierform her ist es sicher so, dass der spanische Meister im Vergleich zum österreichischen Meister höher einzuschätzen ist. Aber es ist auch kein Zufall, dass beide Gegner ihre Ligen in den letzten Jahren klar dominiert haben! Und die Österreicher waren vor zwei Jahren ja auch in der A-Gruppe der EM und konnten das deutsche Team ganz schön ärgern. Die sind nicht so weit weg von der europäischen Spitze. Das kann also trotzdem ein super enges Match werden."
Aber Favorit seid Ihr gegen Wien schon?
Andre Henning: "Sicherlich! Und wenn wir nur auf uns schauen und es schaffen, eine gute Leistung abzurufen, dann können wir der Rolle auch gerecht werden. Deshalb gilt unser Haupt-Augenmerk auch erstmal nur dem Match am Freitag. Mit einem klaren Sieg könnten wir uns bereits für das Achtelfinale qualifizieren. Dann wäre das Spiel am Sonntag gegen Terrassa, das ja eine lange Tradition hat und in den 90er Jahren auch schon ein paar Mal Endspiel im Europapokal war, ein tolles Schmankerl, in dem es im Idealfall nur noch um Platz eins in dieser Gruppe ginge."
Jetzt ist Deine Mannschaft seit einiger Zeit in der Bundesliga klare Spitzenmannschaft und hat auch gegen die deutschen EHL-Teilnehmer Spiele mehrfach deutlich dominiert und gewonnen. Macht da die EHL noch Angst?
Andre Henning: "Sportlich sehe ich tatsächlich zurzeit in ganz Europa kein Team, das klar besser ist als wir. Der UHC hat die EHL schon ein paar Mal gewonnen. Das zeigt ja, dass die Bundesligaspitze da gut mithalten kann. Und wir haben in den Vorbereitungen im Sommer auch schon ein paar Mal gegen holländische Teams gespielt und dabei gesehen, dass wir auf Augenhöhe sind. Dennoch ist der europäische Wettbewerb für viele meiner Spieler absolutes Neuland. Da stehen plötzlich 14 Kameras im Stadion und - so hoffe ich es jedenfalls - am Sonntag sind dann auch gut 1.000 Fans da. Das ist schon eine Situation, mit der man klar kommen muss."
Was ist also das Ziel für diese erste EHL-Saison?
Andre Henning: "Wir müssen jetzt vor heimischer Kulisse erst einmal unseren Job machen. Wenn wir die Achtelfinal-Qualifikation schaffen - wovon ich überzeugt bin - dann kann es durchaus ganz schön weit gehen. Ich traue meinem Team da viel zu. Es gehört aber natürlich auch das nötige Quäntchen Glück dazu!"
Wie sieht es denn mit Deinem Team zurzeit aus?
Andre Henning: "Leider nicht optimal. Hinter Tobias Matania steht ein Fragezeichen. Er hat zwar, nach seinem Muskelfaserriss vor zwei Wochen, am Dienstagabend wieder mittrainiert, hat da aber noch etwas gespürt und wird jetzt intensivst behandelt. Ebenso fraglich ist der Einsatz von Jannik Otto, der am Sonntag einen Schläger mit voller Wucht an den Kopf bekommen hat und mit sechs Stichen genäht werden musste. Besser sieht es mit Christopher Rühr, Johannes Schmitz und Benedikt Fürk aus, die nach überstandenen Verletzungen wieder trainieren konnten."
Mal weg von Deiner eigenen Mannschaft - welche Teams würdest Du den Fans am Wochenende denn zum Zuschauen ans Herz legen. Wo erwartest Du Spitzenhockey?
Andre Henning: "Na ja, da ist natürlich Bloemendaal zu nennen. Auch wenn die eine recht einfache Gruppe haben, kommen die mit vielen Stars und zeigen immer attraktives Hockey. Das spanische Hockey ist auch immer toll anzuschauen. Und da ist neben Terrassa ja auch noch Polo Barcelona mit in Mülheim. Und für mich gehört East Grinstead dieses Jahr zu den Mitfavoriten um den Titel - auch weil wegen Olympia Barry Middleton dorthin zurückgekehrt ist, mit dem Alster letztes Jahr Deutscher Meister wurde. Da gibt es also durchaus einige sehr interessante Spiele zu sehen!"
Aktuelle Informationen zur Euro Hockey League (mit Live-Streamings von allen Partien) auf www.ehlhockey.tv
hockey.de
Steht vor dem Comback: Tobias Matania.
Es ist ein bisschen, als käme der Zirkus in die Stadt. Am Dienstag reisen sie an, mit großen Lkw. Im Gepäck Generatoren, Satelliten, Fernsehkameras, Werbe-Banden, Tore. Dann beginnen die Bauarbeiten, um das Waldstadion in Europas Wohnzimmer zu verwandeln. Am Freitag startet die Euro Hockey League. Zu Gast in Mülheim sind zwölf der besten Teams des Kontinents.
Die Planungen und Arbeiten gehen nun in die heiße Phase. Neben den Aufbaumaßnahmen wird der Platz noch gereinigt. Die anreisenden Teams absolvieren am Donnerstag noch eine Trainingseinheit. Werbebanden müssen ab und für die EHL wieder aufgebaut werden. Doch der HTCU liegt im Plan.
Auch sportlich, denn es sieht so aus, als würde sich das Lazarett wieder lichten. Tobias Matania machte am vergangenen Wochenende erste Belastungstests, der Muskel hält. Johannes Schmitz hat ebenfalls grünes Licht von den Ärzten. Christopher Rühr macht in dieser Woche die finalen Tests, genau wie bei Jannik Otto ist der Einsatz noch offen. Fehlten in der Schlussphase gegen Mannheim noch fünf Spieler, sind die Aussichten nun wieder etwas besser.
Die Gegner des Wochenendes sind jedenfalls das Beste, was ihr Land zu bieten hat.
Der Akademische Hockey- und Tennisclub Wien ist die klare Nummer eins in Österreich. 23 Mal wurden die Wiener nationaler Meister und sind damit Rekordchampion. Zahlreiche Nationalspieler mit einer Menge Erfahrung tummeln sich im Kader des Clubs, der direkt am Wiener Prater beheimatet ist. Prominent aus Mülheimer Sicht ist Yannick Podschlapp. Der Mülheimer studiert mittlerweile in Wien und feiert sein Comeback ausgerechnet im Waldstadion, ausgerechnet gegen „seinen“ Uhlenhorst. Die Generalprobe des ATHC gelang am Wochenende mit einem 4:2-Sieg gegen Neudorf.
In die Gruppe der Rekordmeister reiht sich der spanische Seriensieger Atlètic Terrassa bestens ein. 19 Mal gewann das Team, das nahe Barcelona beheimatet ist den nationalen Titel, zuletzt sieben Mal in acht Jahren. Zahlreiche Nationalspieler hat das Team um Top-Star Santi Freixa in seinen Reihen. In den letzten beiden Jahren kam Terrassa bis ins Viertelfinale und gelten auch in dieser Saison wieder als Top-Favorit. Den HTC Uhlenhorst und Atlètic verbinden viele spannende Duelle in den Neunzigern in zahlreichen Endspielen des damaligen Europacups. Der letzte Liga-Test wurde mit 2:1 gegen RC Polo Barcelona gewonnen.
Spielte ein gutes Wochenende und glänzte in Frankfurt erneut als Vorbereiter: Jan Nitschke
Nein, Mannheim ist nicht das Reiseziel und Revier der Uhlen, die sich in der Kurpfalz regelmäßig nach dem finalen Pfiff ungläubig und mit großen Augen anschauen. Nach dem verlorenen DM-Finale folgte am Sonntag im Ligaspiel die 2:3-Niederlage gegen den gastgebenden MHC. Dass der Reinfall am Neckar so bohrend schmerzt, liegt auf der Hand: Bis zur 66. Minute hatte der HTC Uhlenhorst komfortabel mit 2:0 geführt, dann brachen beim Eckenfestival alle Dämme. Sechs Punkte lagen bei der Wochenendtour auf dem Silbertablett, nach dem 3:1-Erfolg am Samstag beim Aufsteiger SC Frankfurt 1880 standen immerhin noch drei zu Buche.
Gleich ohne vier nahm der HTCU in Mannheim seine Arbeit auf. Nach Christopher Rühr, Johannes Schmitz und Tobias Matania fehlte auch Jannik Otto, der in Frankfurt in der 67. Minute mit voller Wucht am Kopf getroffen wurde und mit einer bösen Platzwunde ins Krankenhaus musste. Die Wunde wurde mit sechs Stichen genäht, beim Abendessen war Otto aber wieder bei der Mannschaft. Seinen Einsatz bei der EHL beziffert Trainer André Henning mit 50:50.
Trotz der personellen Misere bewiesen sich die Uhlen lange auf der Höhe ihrer Schaffenskraft. „Die erste Halbzeit war von uns sehr stabil, konzentriert, nahezu fehlerfrei und unfassbar gut. Die Mannheimer hatten eine Ecke, sonst fand deren Offensive nicht statt. Die Führung durch Jan Fleckhaus nach einer abgewehrten Ecke war überfällig und verdient“, so Henning.
Obwohl die Mannheimer in Halbzeit zwei mehr Druck entwickelten, hatte der HTCU das Geschehen unter Kontrolle. Das 2:0 durch Torjäger Thilo Stralkowski war folglich der nächste Schritt in die Richtung. Wenn anschließend der junge Jan Nitschke, dessen Schuss auf der Linie geklärt wurde, und Stralkowski mit einer krachenden Rückhand ausgestockt hätten, wäre den Mülheimern das folgende Drama, das die neuerliche Tabellenführung kostete, erspart geblieben. Besagtes Drama hatte sich laut Henning angebahnt. „Die Mannschaft war nicht mehr konzentriert, hat die Bälle zu leicht verloren und den MHC ohne große Gegenwehr in unseren Schusskreis kommen lassen. Zu allem Überfluss haben die auch noch unsere Füße gefunden. Am Ende kam wirklich alles zusammen. Die Ecken waren aber gut geschossen. Das war bitter und höchst unglücklich, zumal wir das sicher im Sack hatten. Uns fehlte aber die Konsequenz, um das locker nach Hause zu bringen“, so der Trainer, der in den Schlussminuten auch noch auf den am Finger verletzten Nationalspieler Benedikt Fürk verzichten musste. Beim finalen Trauerspiel war tatsächlich alles zusammengekommen.
Tags zuvor am Main hatten die Uhlen ihre zwei Gesichter gezeigt. Bis zur 20. Minute hatte sie gut und zügig kombiniert, viele Chancen kreiert und waren nach einem Alleingang von Jan Gehlen in Führung gegangen. Kurz nach dem 2:0 durch Stralkowski begann die Herrlichkeit aber zu bröckeln. Nach dem Anschlusstreffer waren die Hessen nach dem Seitenwechsel die klar bessere Mannschaft, doch dank Stralkowski und Torwart Felix Reuß, der bei den Ecken auf dem Posten war, brachte der ganz weit von seiner Leistungsgrenze entfernte HTCU die Punkte heim.
derwesten.de - Gerd Böttner
Die Eule ruft! Der Club-Newsletter erscheint auch in dieser Woche wieder. Vor den ersten Heimspielen dieser Bundesliga-Saison gab es ein Interview mit HTCU-Trainer André Henning. Er sprach über Konstanz von Motivation, dem enormen Aufwand seiner Spieler und den Voraussetzungen am Club auf dem Weg zu einer europäischen Spitzenkraft.
Ihr habt eine hervorragende Saison 2010/11 gespielt, die aber auch einen enormen Einsatz von allen Beteiligten verlangt hat neben Studium, Schule etc. - ist es da schwierig, das Team für die neue Saison zu motivieren?
Es war grundsätzlich nicht schwierig, neue Motivation für die neue Saison zu finden. Insbesondere, weil wir ein DM-Finale verloren haben, das wir nicht verlieren mussten. Und vor allem, weil wir im Oktober erstmals in der EHL antreten werden, dann noch im eigenen Stadion. Es gibt genug Anreize.
Anspruchsvoller ist es eher, die Motivation konstant über eine Saison hinweg aufrechtzuerhalten. Es gibt viele Ablenkungsmöglichkeiten, die gerne als Ausreden zurechtgelegt werden, um Ziele etwas lockerer zu verfolgen.
Keine Frage: Die Jungs müssen viel leisten, haben einen vollen Wochenplan, aber wer im Hockey erfolgreich sein will, muss Meister der Zeitmanagements sein.
Dazu gehört allerdings noch viel mehr. Wer Deutscher Meister werden will, wer zu den besten Europas gehören will, der muss einen hohen Anspruch an sich selbst haben. Du musst mehr und vor allem besser trainieren als der Rest. Du musst gesünder leben, Du musst auf viele Dinge verzichten, die Leistungssport nicht hergeben und Du musst Deine Zeitreserven geschickt koordinieren. Das ist nicht immer angenehm, das sorgt für Enttäuschungen bei Freunden, oder bei einem selbst. Es ist nicht einfach Studium, Job, Freundin, Familie, Kumpels so zu koordinieren, dass alle zufrieden sind und der eingeschlagene sportliche Weg dabei nicht vernachlässigt wird. Nicht umsonst hinterfrage ich das Team, was konkret zu tun ist und was jeder tatsächlich bereit ist zu investieren, wenn wir uns große Ziele setzen.
Wir haben das Potential, zu den besten Teams in ganz Europa und damit der Welt zählen zu können. Dafür muss manche Entbehrung geleistet werden; aber wer Leistungssport konsequent betreibt, bekommt viel zurück. Spiele vor 1.500 Zuschauern im Waldstadion gegen Köln, ein DM-Finale mit irrsinnig guter Stimmung der Uhlen-Fans, die EHL-Teilnahme, gemeinsames Feiern von Erfolgen und Titeln. Die zurückliegende Saison soll nur Appetizer für den Weg sein, den wir in den nächsten Jahren einschlagen wollen.
Was hat das Team für die Ziele in der neuen Saison?
Vor zwei Jahren sind wir im DM-Viertelfinale, 2010 dann im Halbfinale gescheitert. Diesen Sommer sind wir nun bis ins Endspiel vorgedrungen. Wer das Team kennt, wird ahnen, dass wir jetzt schon darauf brennen, wieder ins Finale zu kommen, den nächsten Schritt zu machen und allen zu beweisen, dass wir es besser können. Zu diesem großen Ergebnisziel gehören aber eine ganze Menge zum Teil ungeschriebener Handlungs- und Etappenziele.
Wir brauchen primär eine unheimlich hohe Professionalität und Disziplin. Wir können uns am Uhlenhorst keine Titel kaufen. Wir sind der letzte Verein in der Bundesliga, der ernsthaft oben mitspielt, ohne Spieler von außen mit großen Geldbeträgen zu locken, es geht nur mit unseren Jungs und unserer gemeinsamen Arbeit als Kollektiv. Manchmal fühlt es sich an, als seien wir das letzte freie Dorf in Gallien, das noch nicht von den Römern besetzt wurde, eine Enklave der Idealisten. Ich beklage das keinesfalls, finde die Aufgabe mit dieser Mannschaft zu arbeiten, dadurch interessanter als jede andere. Andere schnippen jedoch einfach mit dem Finger und bekommen neue Spieler, wir entwickeln sie selbst. Wir werden immer mit Stolz erklären können, dass jeder Erfolg unserer eigenen Initiative und unseres Investments entsprang; jedes gewonnene Spiel, jede Entwicklung ist Produkt harter Arbeit. Das muss der Antrieb dieser Mannschaft – und eigentlich des ganzen Vereins sein. Die Etattabelle ist nicht gleich der Abschlusstabelle, das spricht für uns und unsere Arbeit in den letzten Jahren.
Jeder Spieler muss im Rahmen dieser Arbeit täglich aufs Neue für sich entscheiden, welchen Weg er letztlich einschlagen will. Wir können uns alle vorstellen, dass ein junger Mann von Anfang 20 kein gesteigertes Interesse daran hat, Samstagabende regelmäßig auf der Couch zu verbringen, mit Pasta und einem Glas Apfelschorle. Nicht immer macht es Spaß nach der Schule oder der Uni noch selbständig laufen zu gehen, wenn es schon dunkel ist oder wenn es regnet. Auch an solchen Tagen entscheidet jeder mit, wo unsere Reise hingeht. Wie die Ergebnisse zeigen, sind wir auf einem sehr guten Weg, aber nicht am Ende angekommen.
Was bedeutet die EHL-Teilnahme für euch? Nur eine Zugabe oder was nehmt ihr euch vor?
Die Qualifikation für die EHL ist seit drei Jahren unser erklärtes Ziel gewesen. Dass wir es nun endlich geschafft haben, sorgte durchaus für große Zufriedenheit und Vorfreude. Die EHL ist der mit Abstand größte Vereinswettbewerb der Welt. Das ist das Beste, was dieser Mannschaft und diesem Club passieren konnte. Wir messen uns für deutsche Verhältnisse unter ungewohnt professionellen Bedingungen mit den besten der Welt. Jeder kann das live im Internet oder im Fernsehen verfolgen, auf der ganzen Welt. Das ist ein unfassbarer Reiz.
Die EHL ist einer von zwei Titeln, den man neben der DM auf dem Feld gewinnen kann. Und wir haben alle Bock auf Titel.
Wie hoch ist der Trainingsaufwand und sonstige Aufwand während der Saison? Wie viele Stunden müssen die Spieler pro Woche investieren? Und wie viel der Trainer?
Der Aufwand ist höher als jeder glaubt. Insbesondere wenn man bedenkt, dass alle Spieler reine Amateure sind, es finanziell gesehen wie ein Hobby betreiben, aber den Trainingsanspruch eines Profis haben, muss man großen Respekt haben. Durch das neue Spielsystem kommen deutlich mehr Doppel-Wochenenden wie zuletzt in Hamburg zu Stande. Da sind wir von Samstag 7 Uhr bis Sonntag 22 Uhr unterwegs, währenddessen bleibt keine Freizeit oder kaum eine Chance sich mit anderen Dingen zum Beispiel für die Uni zu widmen. Die Jungs beschäftigen sich da von morgens bis abends mit Hockey. Allein werktags kommt jeder Spieler auf rund zwölf Stunden pro Woche, nur für das Teamtraining und unsere gemeinsamen Besprechungen. Dazu kommen individuelle Einheiten, um persönliche Defizite aufzuarbeiten oder Physiotherapie. Je nach Aufwand am Wochenende ist Hockey also locker wie ein Job von 20 bis 30 Stunden pro Woche, wenn man nur auf den Zeitaufwand guckt. Die körperliche und mentale Beanspruchung kommt noch zusätzlich oben drauf. Der Urlaub ist auch nicht gerade flexibel einzurichten.
Was ist das Besondere an diesem Team?
Das Besondere ist grundsätzlich die Tatsache, dass sich die Mannschaft in den letzten Jahren trotz aller Widerstände und Rückschläge immer stetig weiterentwickelt hat. Dazu gehören individuell eine ganze Menge Dinge und persönlicher Entscheidungen, die so sicher niemand sieht.
Wenn wir ehrlich sind, ist es doch auf den ersten Blick illusorisch und träumerisch zu glauben, dass junge Spieler einem Verein ewig zugehörig bleiben, nur weil es der Heimatverein ist. Wir haben nicht die Möglichkeiten anderer Clubs, was finanzielle Möglichkeiten oder Mentoring angeht. Wir spielen und trainieren beispielsweise auf dem ältesten Platz der Liga, wobei man fairerweise anmerken muss, dass sich viel Mühe gegeben wird, den Kunstrasen durch diverse Arbeiten auf einem angemessenen Niveau zu halten. Aber der Platz ist nun einmal schnell überschwemmt, sehr rutschig und gefährlich und vor allem steinhart, so dass die Gefahr für Rücken- und Gelenkverletzungen extrem potenziert ist. Das soll weniger vorwurfsvoll klingen als vielmehr andeuten, dass unsere Möglichkeiten eben gering sind. Warum jedoch ein Clubhausumbau wichtiger ist als die Anschaffung eines neuen Platzes, habe ich bei unseren hohen Zielen bei Damen, Herren und in der Jugend bis heute nicht verstanden.
Unsere Spieler gehören zu den besten in Deutschland, zum Teil der Welt. Ich weiß, sie sind sehr begehrt. Umso mehr bin ich beeindruckt, wenn sie andere Angebote ausschlagen, wenn sie auf Party und Spaß verzichten, um hier am Uhlenhorst unser gemeinsames Ziel voranzuschieben. Wir haben mit dem Team eine Euphorie entfacht, der Club wacht wieder auf. Die Entscheidung ist also richtig, aber ich weiß, sie fällt nicht immer so leicht.
Letztendlich will ich doch am liebsten mit meinem HTCU Deutscher Meister werden. Mit Fans, die ich kenne und die mich kennen. In einem vollen Stadion, nicht vor leeren Rängen wie bei der Konkurrenz. Mit einem Team, dessen Spieler mir wichtig sind und die alle dasselbe Ziel verfolgen. Das klingt ein bisschen wie im Märchen, aber es kann wahr werden – und darum beneiden uns viele.
Als wir im DM-Halbfinale gegen Rot-Weiss Köln kurz 6:2 vor Schluss führten und 1.000 Zuschauer „Grün und weiß ein Leben lang“ sangen, war das der Augenblick, der diesen Club perfekt beschreibt; ein Moment, für den wir lange gearbeitet haben. Ein Kölner sagte mir nach dem Spiel: ‚Da habe selbst ich auf dem Platz Gänsehaut bekommen. Das gibt es nur am Uhlenhorst.‘
Das ist ein großer Anreiz, aber das kann nicht alles sein. Mir ist wichtig, dass sich jeder Spieler bei uns gut fühlt und weiß, dass diese Mannschaft und dieser Verein unter allen Gesichtspunkten, die für ihn persönlich zusammenkommen, genau der richtige für ihn ist. Dazu gehört hauptsächlich der Trainer, aber auch der Manager, die Betreuung, ein sensationeller Co-Trainer, ein nie nachlassender Athletiktrainer, eine professionelle medizinische Betreuung und vieles mehr.
Auch hier ist die Entwicklung positiv, aber auf dem Weg der Professionalisierung zu einem europäisch erfolgreichen Verein mit nachhaltig qualitativ hochwertiger Jugendarbeit ist der Club ähnlich weit wie meine Mannschaft. Der Start ist gemacht. Der Weg ist noch lang.
Nach dem aus Mülheimer Sicht mitreißenden Halbfinalspektakel im Juni besaß am Samstag die alte Hackordnung in der Feldhockey-Bundesliga wieder Gültigkeit. Ex-Meister Rot-Weiss Köln nutzte den Heimvorteil, kam zu einem schmeichelhaften 3:2-Erfolg und löste den HTC Uhlenhorst als Tabellenführer ab. Letztendlich bleibt aber haften, dass es dem nach einem unglücklichen Zusammenprall mit seinem Kollegen Jan Fleckhaus ganz früh ausgeschiedenen Johannes Schmitz gut geht.
Nach der 25-minütigen Zwangspause merkte man dem Team von HTCU-Trainer André Henning, der nach Christopher Rühr (Bänderriss) und Tobias Matania (Muskelfaserriss) am kommende Doppelwochenende in Frankfurt und Mannheim auch auf Angreifer Schmitz verzichten muss, deutlich den Schock an. Die Aktionen wirkten zunächst zerfahren, in der Defensive wurde nicht der harte Job gemacht, den sich die Uhlen für das Spitzenspiel vorgenommen hatten. Was sich schnell rächte. Die frühe Führung der Kölner in Person von Christoph Menke bedeutete den ersten vermeidbaren Gegentreffer.
Nach der ersten Uhlenhorster Chance durch den jungen Niklas Rieger (10.) entschied Thilo Stralkowski das erste Duell der Europameister für sich. Bei der ebenso filigran wie wuchtig geschossenen Ecke war Kölns Keeper Max Weinhold machtlos. Der Tabellenführer schien auf Kurs, zumal sich der Uhlenhorster Torwart Felix Reuß seinerseits bei der Ecke von Europameister Jan-Marco Montag als Meister seines Fachs bewies. Dass direkt im Anschluss Martin Chorus unbedrängt die neuerliche Rot-Weiss-Führung erzielen durfte, bedeutete indes den nächsten kapitalen Bock der HTCU-Defensive. Zu allem Überfluss fiel in einer Drangphase der Gäste kurz vor der Halbzeitpause das dritte Gegentor. Warum Jannik Otto bei der nächsten Montag-Ecke auf der Linie nicht klärte, wird wohl ewig ein Geheimnis bleiben.
Nicht zuletzt dank der guten Kunde aus dem Krankenhaus zeigte die Henning-Auswahl in Halbzeit zwei endlich ihr wahres Gesicht. Die von Weinhold parierte Ecke von Ole Keusgen war ein Signal (38.), der Anschlusstreffer (43.) von Daniel Kamphaus, nach Zuspiel von Thilo Stralkowski, bedeutete die verdiente Annäherung. Dies in Unterzahl nach der grünen Karte für Co-Trainer Sven Meinhardt nach einem Disput mit den so oft völlig falsch liegenden Schiedsrichtern.
Die Uhlen marschierten weiter mit ungebrochener Moral, ließen nur noch die Konterchance von Christoph Menke zu (48.), scheiterten letztendlich aber in Person von Stralkowski (KE, 59.) und Jan Fleckhaus (66.) an der Bastion Max Weinhold.
„Die erste Halbzeit haben wir verpennt und war von uns extrem schwach. Was die Defensivarbeit betraf, hatten wir ganz andere Pläne, aber nach der Sache mit Johannes hingen einige auch in den Seilen. Dass die bärenstarke zweite Halbzeit nur mit 1:0 an uns gegangen ist, ist bei dieser Dominanz zu wenig“, zog Henning Bilanz. „Wir müssen uns aber auch vor Augen halten, dass 45 Minuten nicht reichen. Ich hoffe, dass die heutigen Erfahrungen der Mannschaft in ihrer Entwicklung weiterhelfen.“
derwesten.de - Gerd Böttner
Von 1988 bis 1996 waren die unaufhaltsamen Hockeyspieler des HTC Uhlenhorst Dauergewinner auf der europäischen Bühne. Zweimal traf sich damals die kontinentale Extraklasse zu unvergessenen Matches im Waldstadion, wo Protagonisten wie Carsten Fischer, Andreas Becker, Sven Meinhardt, Axel Uhlenbruck oder die Brinkmann-Brüder das Sagen hatten. Nun kehrt Europa endlich nach Mülheim zurück. Vom 7. bis 9. Oktober richtet der amtierende deutsche Vizemeister im Uhlenhorst die Vorrunde der Euro Hockey League 2011/2012 aus.
Als Mitte August von EHL-Seite der ersehnte Zuschlag bei den Uhlen eintraf, war das auch die Bestätigung für den rasanten Aufschwung des deutschen Vizemeisters in den vergangenen Monaten. Der HTCU ist nicht nur national via Vizemeisterschaft wieder wer, sondern auch international durch die Qualifikation für die europäische Königsklasse. Damit die Vorrunde auch zum großen Erlebnis wächst, haben die Uhlenhorster einen Stab von 150 Helfern, von Ballkindern bis zu der jeweiligen Landessprache mächtigen Mannschaftsbetreuern, aus dem Boden gestampft, der dem Start in zwei Wochen entgegen fiebert. „Es ist schon ein Wahnsinnsakt, das in fünf bis sechs Wochen auf die Bühne zu bringen“, sagt der Klubvorsitzende Christian Häbel. Die Triebfeder ist klar definiert: „Die Stadt kann sich durch den Hockeysport europa- und weltweit positiv präsentieren.“ Dafür werden etliche TV-Sender und das Internet schon sorgen.
Vor der zweiten Vorrunde vom 21. bis 23. Oktober im belgischen Antwerpen versammeln sich am Uhlenhorstweg illustre Gäste. Im Pool B haben es die Gastgeber mit dem Dauerrivalen vergangener Glanzzeiten, Atlètic Terrassa HC aus Spanien, und dem österreichischen Vertreter AHTC Wien zu tun. Im Pool C spielen Beeston HC (England), RC Polo Barcelona und KS Pomorzanin Torun (Polen). Pool G setzt sich aus WKG Grunwald Poznan (Polen), East Grinstead HC (England/mit dem vom Club an der Alster auf die Insel zurückgekehrten Nationalspieler Barry Middleton) und Dinamo Elektrostal (Russland), Pool H aus Dinamo Kazan (Russland), HC Bloemendaal (Niederlande) und Olympia Kolos Sekvoia (Ukraine) zusammen. Der jeweilige Gruppensieger und -zweite kommt weiter. Achtel- und Viertelfinale finden über Ostern, das Final-Four über Pfingsten statt.
Der amtierende Champion HGC Wassenaar kann seinen Titel im Übrigen nicht verteidigen, die Niederländer haben sich in der Hoofdklasse nicht qualifizieren können. Die EHL wird seit 2007 ausgespielt, mit zwei Titelgewinnen hat der erneut qualifizierte UHC Hamburg die Nase vorn.
So hochkarätig das sportliche Angebot ist, so zivil kommen die Eintrittspreise daher. So kostet die Dauerkarte für die dreitägige Veranstaltung für Erwachsene 27,50 Euro. Sechs- bis 17-Jährige sind für zehn Euro nah dran an Europas Elite. Die Tageskarte kostet 11,50 Euro (fünf Euro für den Nachwuchs). Tickets gibt es an der Tageskasse und im Internet: www.htc-uhlenhorst.de
derwesten.de - Gerd Böttner
Der HTC Uhlenhorst ist in der noch so jungen Bundesliga-Saison das Maß aller Dinge. Der Vizemeister feierte am Sonntag im heimischen Waldstadion mit dem 8:2-Schützenfest gegen den fernab der Heimat in schwere See geratenen Harvestehuder THC den vierten Sieg im vierten Spiel und behautet vor dem Ligagipfel am kommenden Samstag in Köln wie selbstverständlich die Tabellenführung. Die kollektive Freude wurde getrübt vom Ausscheiden von Tobias Matania, der mit Verdacht auf Muskelfaserriss früh aus der Partie musste.
So stimmig das ungleiche Duell auf Mülheimer Kunstrasen mit zehn losgelösten finalen Minuten endete, so freundlich war die Grundstimmung vor dem Anpfiff, als es sich der westdeutsche Verband nicht nehmen ließ, seine herzlichen Glückwünsche zu überbringen. In Vertretung von WHV-Präsident Walter Lonnes ehrte Alex Gadob die Europameister Benedikt Fürk und Thilo Stralkowski.
Der HTCU brauchte zehn Minuten, um sich die Hanseaten im Spitzenspiel zurecht zu legen. Nach einem langen Ball von Kapitän Jan Philipp Rabente bekamen die Mülheimer ihre erste Ecke zugesprochen: Das passende Futter für Thilo Stralkowski, der auch gegen Harvestude als Vollstrecker und Wegbereiter seine Zeichen setzte und mit zehn Treffern die Torschützenliste souverän anführt. Gleichsam souverän gestaltete sich das 2:0 des Tabellenführers, als sich der mit ganz breiter Brust ausgestattete Abwehrspieler Ole Keusgen bei seinem Soloauftritt nicht aufhalten ließ.
Wie schnell sich Licht und Schatten ablösen können, zeigte die 14. Minute. Diesmal hatte Tobias Matania zum Sololauf angesetzt, um sich beim Abschluss unglücklich zu verletzten. Bei einer Untersuchung am Montag wird den Dingen auf den Grund gegangen. Als der Nationalspieler, der sich bis dahin um Regisseur Tobias Hauke gekümmert hatte, auf der Bank mit Eis behandelt wurde, trat der unaufhaltsame Stralkowski wieder auf den Plan. Erst holte er die Ecke heraus, dann tat er den Ball mit verblüffender Präzision rein. Effektiver geht’s nimmer.
Die klare Führung sorgte indes nicht für die gewünschte Sicherheit. Als die erste Ecke der Gäste durch die Schienbeinschoner von Felix Reuß rutschte, war der Anschluss hergestellt. Beim nächste Versuch von Moritz Fuhrmann war der junge HTCU-Keeper jedoch zur Stelle und verhinderte die Annäherung. Und als Tobias Lietz nur den Querbalken traf (30.), mussten sich die „Uhlen“ gar aufs Glück stützen. Schließlich war aber wieder auf Stralkowski Verlass, als er bei der nächsten Ecke zugriff und die Mülheimer sich so mit bester Laune in die Halbzeitpause verabschiedeten.
Der Widerstand der Hanseaten war spätestens nach dem 5:1, das Keusgen erneut mit hohem Durchsetzungsvermögen erzielte, gebrochen. Die letzten Minuten bedeuteten aus Sicht der Gastgeber Spiellust und Spielkunst pur, abgeschmeckt mit wunderhübsch herausgespielten Treffern. Vor diesem Hintergrund war der Abpfiff für die in schwerer See untergangenen Hamburger die Erlösung.
derwesten.de - Gerd Böttner
Eckenabwehr mit Ole Keusgen, Keeper Felix Reuß und Jan Gehlen (v. li.). Foto: C. Windfeder
Dank des Viererpacks von Thilo Stralkowski gewann der HTC Uhlenhorst trotz schwankender Leistung souverän mit 6:2 gegen den Crefelder HTC. Till Brock machte nach sehenswertem Solo das 1:0, dann war der Bann gebrochen. Am Sonntag gastiert der Harvestehuder THC im Waldstadion. Anstoß ist um 14 Uhr.
Die Torschützen:
1:0 Till Brock (19.)
2:0 Thilo Stralkowski (34., KE)
3:0 Thilo Stralkowski (35., KE)
4:0 Thilo Stralkowski (42.)
4:1 Oskar Deecke (57., 7m)
4:2 Alan Butt (58.)
5:2 Jan Fleckhaus (61.)
6:2 Thilo Stralkowski (67.)
Der süße Traum fußte aufs eigene Leistungsvermögen und eben nicht auf Vermessenheit. Die Umsetzung wirkte dennoch wie Donnerhall. Mit dem 4:2-Sieg beim amtierenden Deutsche Meister Club an der Alster und dem 3:2-Erfolg am Sonntag gegen den UHC und damit einem weiteren EHL-Teilnehmer gelang dem HTC Uhlenhorst zum Start in die Feldhockey-Bundesliga auf Hamburger Boden ein Start nach Maß.
Der deutsche Vizemeister hat also bei der anspruchsvollen Hamburger Etappe und mit Blick auf seine ambitionierten Ziele den Hut in den Ring geworfen. Trainer André Henning zeigte sich aber weit entfernt von etwaigem Überschwang. „Natürlich bedeuten die sechs Punkte einen Start nach Maß, aber wir sind noch nicht eingespielt. Daran werden wir mit Blick auf das Spiel am Freitag gegen den Crefelder HTC im Training arbeiten. Man darf auch nicht vergessen, dass beide Hamburger Gegner im Vergleich zur Vorsaison wichtige Spieler verloren haben und personell verändert sind.“
Bei den Höhen und Tiefen auf hanseatischem Terrain ging es am Samstag bei der Neuauflage des DM-Endspiels von Mannheim gegen Alster mit grundsätzlich positiven Eindrücken los. Gegen den personell arg durchgeschüttelten Meister war der HTCU in Halbzeit eins Chef im Ring, wo bei die Gastgeber den Mülheimern nach der Partie attestierten, gegen sie nie eine echte Chance gehabt zu haben. „In den ersten 35 Minuten waren wir extrem stabil und hatten viel Ballbesitz. Alster ist nie in den Schusskreis gekommen und hatte keine Chance“, so Hennings Nachbetrachtung. Der zweite Durchgang gestaltete sich derweil viel offener. Der Wegweiser zum Erfolg war das Traumtor von Europameister Thilo Stralkowski zum 2:0, als er den Ball völlig uncharmant in den Winkel hämmerte. Bei den folgenden Alster-Ecken verhinderte HTCU-Torwart Felix Reuß den Anschlusstreffer und trug so seinen Teil zur DM-Revanche bei. Nach dem Treffer zum 3:0 von Nationalspieler Benedikt Fürk war der Deckel unwiderruflich drauf. „Danach hat die Mannschaft, die einen extrem verdienten Sieg gefeiert hat, mit Blick auf das zweite Spiel Körner gespart“, so der Uhlenhorster Chefcoach.
Gegen den nach der 4:5-Niederlage gegen Rot-Weiss Köln mit viel Wut im Bauch angetretenen UHC (der in den kommenden Wochen auf den schwer verletzten Nationalspieler Moritz Fürste auskommen muss) zeigten die Uhlenhorster zunächst ihr anderes Gesicht. „Das war von vorne bis hinten indiskutabel und schlecht. Hinten waren wir völlig offen und unsortiert. Wir hatten keine Spielkontrolle, haben einfach unreif agiert und uns manchmal wie ein Hühnerhaufen gezeigt. Von dem, was uns am Vortag ausgezeichnet hatte, war lange nichts zu sehen. Der Rückstand war dann auch verdient,“ legte Henning den Finger in die Wunde.
Die Kabinenansprache zeigte Wirkung. Der HTCU spielte nicht wirklich super, brachte aber Struktur ein und bekam die Dinge besser in den Griff. Neben Stralkowski, der viele Bälle und die Gegner auf sich zog, wuchs Reuß zum Matchwinner, als er etliche Ecken parierte und so den dritten Gegentreffer verhinderte. „Er hat uns im Spiel gehalten, super, wie man sich auf ihn verlassen kann“, lobte der Trainer. Philip Meyer und Stralkowski stellten schließlich die Weichen auf Sieg.
derwesten.de - Autor: Gerd Böttner
Der Motor läuft noch nicht ganz rund - umso wichtiger war der erste Sieg am ersten Spieltag der neuen Bundesliga-Saison. Beim amtierenden Deutschen Meister gelang die Finalrevanche für die Endspielpleite vor elf Wochen. Der HTC Uhlenhorst gewann beim Club an der Alster verdient mit 4:2 (1:0).
Die Gastgeber aus der Hansestadt mussten gleich auf ein halbes Dutzend Stammspieler verzichten, die entweder verletzt fehlten oder den Verein verlassen haben. Bei Mülheim fehlten die Stürmer Christopher Rühr und Benjamin Becker. Jan Fleckhaus und Johannes Schmitz gingen angeschlagen in die Partie.
Im ersten Durchgang war es eine taktisch geprägte Partie. Die Gäste aus dem Ruhrgebiet zeigten defensiv ein starkes Konzept und ließen keine Chance zu, doch offensiv war das zunächst mau. Ein Stecher von Johannes Schmitz nach Vorarbeit von Jan Gehlen brachte die 1:0-Führung zur Pause.
Danach schossen Thilo Stralkowski mit einem satten Schuss in den Winkel sowie Benedikt Fürk (sehenswert vorbereitet von Jan Philipp Rabente) das vorentscheidende 3:0 heraus. Danach kehrte hinten der Schlendrian rein, so dass sich Keeper Felix Reuß bei einigen Kurzen Ecken auszeichnen konnte und ein starkes Debüt im Dress der Uhlen hinlegte. Bei zwei Siebenmetern war er jedoch machtlos. Eine Kurze Ecke von Tobias Matania brachte den 4:2-Endstand.
Am Sonntag geht es zum UHC Hamburg. Anstoß ist um 14:30 Uhr. Aktuelle Ergebnisse gibt es hier auf htcu.de
HTCU: Reuß, Gehlen, Keusgen, Fürk, Otto, Rieger, F. Meyer, P. Meyer, Rabente, Matania, Nitschke, Stralkowski, Schmitz, Fleckhaus, Brock, Kamphaus.
Tore: Schmitz, Stralkowski, Fürk, Matania.
Die Bundesliga reist zurück in die Vergangenheit – und will so in die Zukunft steuern. In dieser Saison gibt es ein neues Spielsystem – oder ein eigentlich ein altes. Denn wie vor fünf Jahren startet die 1. Liga wieder mit einem einfachen und verständlichen System: Jeder spielt gegen jeden, einmal zu Hause, einmal auswärts. Nach 22 Spieltagen steigen die letzten beiden Teams direkt ab, die besten vier machen in einer Endrunde den Deutschen Meister unter sich aus.
Die Argumente waren auf beiden Seiten deutlich: Für das zuletzt genutzte Modell mit einer einfachen Runde sprach die Spannung. Zum Saisonende gab es ausschließlich K.o.-Spiele, egal wie die Saison gelaufen war, jeder war bis zum Ende noch ins Geschehen involviert. Gerecht war das nicht. So wurden Teams, die nach der Hauptrunde gerade einmal Rang acht erreicht hatten und damit der Abstiegsrunde hauchdünn entronnen waren noch Deutscher Meister oder sicherten sich ein EHL-Ticket.
Gegen jedes Team spielte man in der Hauptrunde zudem nur einmal; es war dem Glück überlassen, ob man gegen die Hauptkonkurrenten zu Hause oder auswärts ran musste und ob man mehr Heim- als Auswärtsspiele hatte. Aus Reisekostengründen konnte es sein, dass zwischen Mitte September und Anfang Mai kein Feldheimspiel im eigenen Stadion stattfand und dass man gegen Zuschauermagneten wie Rot-Weiss Köln oder UHC Hamburg auswärts ran musste. Zudem war der Zuschauerzuspruch bei den „normalen“ Ligaspielen rar, während die Play-Offs gut besucht waren. Insbesondere die Qualifikation für die EHL war durch die sogenannte Hoffnungsrunde kaum nachvollziehbar, sportlich ungerecht und für den Fan, wie auch für viele Spieler, nicht transparent. Nun ist gesichert, dass auch wirklich die Teams um Titel und EHL-Plätze spielen, die sich in der gesamten Saison stark präsentiert haben. Reichte zuvor noch Platz acht, um in die Play-Offs zu kommen, geht diesmal die Titeljagd nur für die besten vier weiter. Sie spielen an einem Wochenende den Deutschen Meister aus. Samstag die Halbfinals, Sonntag Finale und Spiel um Platz drei.
Der Nachteil des nun wieder eingeführten Systems sei die Menge der Spiele, führen Kritiker an, insbesondere für die Nationalspieler. Statt zuvor 16 bis 19 Feldpartien werden nun 22 bis 24 Matches absolviert. Was in einem normalen Hockeyjahr trotz vollen Terminkalenders durchaus einfach zu managen ist, sorgt nun insbesondere im vorolympischen Jahr für zahlreiche Doppel-Wochenenden. So steigen innerhalb von nur 16 Tagen bereits die ersten sechs Bundesliga-Duelle.
Der DHB hatte daher die Verkleinerung der Bundesliga auf zehn Teams angeregt, wofür sich jedoch keine Mehrheit fand.
Die Deutsche Hockey-Agentur will ihr Engagement nun zurückschrauben. Einen Live-Ticker auf hockeyliga.de wird es in Zukunft nicht mehr geben. Für den HTCU ist das kein Beinbruch, eine Zusammenarbeit gab es hier nur im Rahmen der Endrunden, in Vor- und Nachberichten der anderen Spiele wurden die Mülheimer ohnehin so gut wie nie erwähnt.
Welche Argumente die richtigen sind, wird die Saison zeigen. Insbesondere der Zuschauerzuspruch in der entscheidenden Saisonphase sowie bei der stark aufgewerteten Endrunde darf mit Spannung erwartet werden. Eins ist jedoch klar: Durch mehr Auswärtsspiele steigen die Reisekosten, die nur bei wenigen Vereinen durch die Mehreinnahmen durch die zusätzlichen Heimspiele gedeckelt werden dürften.
Die Frage ist und bleibt inwiefern eine Liga für den Spieler oder für den Zuschauer kreiert wird. Mehr Präsenz in den Medien hat Hockey durch die Einführung der Play-Offs jedenfalls nicht bekommen. Die Gesamtzuschauermenge war über die gesamte Saison verteilt wohl unverändert.
Doppelter Torschütze: Philip Meyer.
Die abschließenden Tests beim belgischen Vize-Meister Royal Racing Brüssel endeten mit einem 2:1-Sieg sowie im letzten Spiel der Vorbereitung am Sonntag mit einem 2:2. Damit kassierte der HTCU in letzter Sekunde noch ein Remis in dieser Testphase, nachdem zuvor alle acht Matches gewonnen werden konnten.
Das erste von zwei Testspielen an diesem Wochenende in Brüssel konnten die Herren des HTC Uhlenhorst mit 2:1 (2:1) gewinnen. Beim belgischen Vize-Meister Royal Racing gewannen die Uhlen nach Treffern von Daniel Kamphaus (14.) und Philip Meyer (32.). In der dritten Minute war Brüssel in Führung gegangen. Dabei erwischten die Mülheimer einen ganz schwachen Start und bekamen zu Beginn nichts auf die Reihe. Erst der Ausgleich durch Kamphaus nach sehr guter Vorarbeit von Ole Keusgen brachte Besserung. War Meyers Führungstreffer vor der Pause noch schmeichelhaft, so drückten die Uhlen nach dem Seitenwechsel endlich aufs Gaspedal und waren auch besser. In der Schlussphase musste der starke Keeper Felix Reuß allerdings noch mal eingreifen.
Am Sonntag starteten die Uhlen etwas besser, hatten aber Mitte der ersten Halbzeit einen Konzentrationseinbruch. In der zweiten Hälfte wurde eine ordentliche Leistung abgerufen, zumal die Belgier komplett waren, die Uhlen jedoch auf Stralkowski, Fürk, Gehlen, Schmitz und Rühr verzichten mussten. Philip Meyer und Benjamin Becker schossen eine 2:1-Führung heraus, in der Schlussminute gelang den Gastgebern noch der Ausgleich.
HTCU: Reuß, Gehlen, Keusgen, F. Meyer, Rieger, Leukel, Rieß, P. Meyer, Otto, Rabente, Matania, Nitschke, Brock, Fleckhaus, Becker, Kamphaus, Windfeder.
Die Freude nahm bereits eine Minute vor der Schlusssirene im ausverkauften Mönchengladbacher HockeyPark ihren ungebremsten Lauf, weil da längst der Gewinn der Europameisterschaft 2011 der deutschen Hockeyherren in trockenen Tüchern war. Benedikt Fürk vom Bundesligisten HTC Uhlenhorst und Matthias Witthaus, der Ex-Mülheimer in Diensten des Mannheimer HC, nahmen sich freudig in den Arm; direkt daneben setzte HTCU-Stürmer Thilo Stralkowski sein breitestes Lächeln auf und wartete auf den Startschuss ins losgelöste Feiern.
Der kam wenige Sekunden später, Deutschland hatte den Dauerrivalen Niederlande in einem mitreißenden Finale mit tatkräftiger Unterstützung aus dem Uhlenhorst mit 4:2 (2:1) besiegt. Und die lange Nacht in Mönchengladbach war zwingend vorgegeben.
Für Angreifer Stralkowski bedeutete der Titelgewinn im Wohnzimmer der Nationalmannschaft nach der Hallen-WM in Polen der zweite große Triumph in diesem Jahr.
Die DHB-Auswahl ging bereits in der 1. Minute durch Philipp Zeller von Rot-Weiss Köln in Führung, der Weltranglistendritte antwortete mit dem Ausgleich durch Roderick Weusthof (18.). Die neuerliche DHB-Führung besorgte Moritz Fürste (UHC Hamburg) per Siebenmeter (32.). Beim wichtigen Treffer zum 3:1 (43..) durch den Hamburger Florian Fuchs war die Vorarbeit von Thilo Stralkowski allein das Eintrittsgeld wert. Im Liegen nutzte der lange Angreifer seine ganz Reichweite und lupfte den Ball artistisch über Torwart Jaap Stockmann zum Torschützen.
Zittern war aber noch einmal nach dem Anschlusstreffer (54.) durch die 35-jährige Hockey-Legende Teun de Nooijer angesagt. Für die Entwarnung sorgte Oliver Korn vom UHC Hamburg mit dem erlösenden 4:2 zwei Minuten vor dem Ende. Zuvor war Stralkowski bei einem Konter in höchster Not von Rogier Hofman abgedrängt worden.
Zu den ersten Gratulanten vor Ort zählte die komplette HTCU-Mannschaft mit Trainer André Henning an der Spitze. Mit Blick auf seine Schützlinge sah er deren gesamte Turnierleistung bestätigt. „Thilo hatte nicht ganz so viele Ballkontakte wie im Halbfinale gegen England, er hat aber wieder viele Zweikämpfe gewonnen. Seine Vorarbeit zum 3:1 war natürlich herausragend. Insgesamt hatte Thilo eine extrem hohe Präsenz, nicht von ungefähr hat er drei Tore erzielt. Bei der EM war er einer der besten Stürmer und ist in der Weltspitze angekommen. Benedikt war defensiv wieder große Klasse. Er hat sehr emsig agiert und seinen Job fantastisch erledigt. Nach dem Engländer Barry Middleton hat er mit Teun de Nooijer einen weiteren Regisseur kalt gestellt. Beide können mit ihrem Auftritt bei der Europameisterschaft superzufrieden sein.“
derwesten.de - Autor: Gerd Böttner